Digitale Spiegelreflexkamera bis 700€

Nunja deine Anforderung ist wirklich nur sehr knapp umrissen. Um die Tiere zu fotografieren und die Fotos ohne große Nacharbeiten ins Netz zu stellen reicht an sich schon die kleinste Bridge/Kompakte die dir das Einstellen der Blende/Belichtungszeit, ISO und Weißabgleich erlaubt und bei ISO 400 noch verwertbare Bilder macht. Reicht dann ja, wenn die Fotos als JPG auf der Speicherkarte der Kamera laden. Um herauszubekommen ob diese Einstellungen im "M" Modus wirklich alle verfügbar sind und vor allem ohne sich durch ewig lange Menüs zu hangeln sollte man vor dem Kauf mal die Handbücher sichten (gibt es ja meist zum Download). Blende + Belichtungszeit muss direkt einstellbar sein, ISO und Belichtungskorrektur schnell erreichbar sein und im Zweifelsfall sollte der Weißabgleich auch nicht zu versteckt sein (vor allem wenn man als JPG speichert, macht mich bei meiner Nikon D5100 DSLR tierisch wahnsinnig!)

Je komplexer die Nacharbeit der Bilder wird, desto verlockender wird es die Fotos als RAW zu schießen und im Nachhinein den Weißabgleich in weiten Bereichen sowie die Farben zu optimieren (da kann es aber auch sein, dass man über das Ziel hinausschießt, wenn die Farbgebung der Federkleides nicht stimmt und zu viel geschönt wurde kann man sich wohl recht fix den eigenen Ruf zerschinden).

Dann noch die Option mit Blitz zu fotografieren. Also nicht mit dem internen und auch kaum mit einem Blitz auf dem Blitzschlitten sondern mit externen Blitz und Streuschirmen. Wobei da eben auch schon viel mit einem gescheitem Setup an immer brennenden Lampen machbar ist. Also wenn Blitz braucht die Kamera ein Blutzschuh und muss die Blitze auch gescheit ansteuern können, sind die Anforderungen da zu hoch muss es fast doch eine DSLR werden (wo mit 700€ für Body, Objektiv und Blitz(e) nur gebraucht was zu hohlen ist).

Für die einfache Variante, gutes Licht, wenig Nacharbeit ohne Blitz wäre die Panasonic Lumix DMC-FZ45 für etwa 300€ bereits ausreichend (meine Meinung, besser geht es natürlich immer, da wäre die Form der Veröffentlichung interessant).
http://www.photographyblog.com/reviews/panasonic_lumix_dmc_fz45_review/image_quality/

Die Fotos sollten für ein für die Veröffentlichung minimal nachbearbeitetes, runterskaliertes Bild bis ISO400 locker hinhauen. ISO 200 sollte bei gutem Licht aber eigentlich eh nie überschritten werden und dann gibt es kaum etwas zu meckern und für eine deutliche Verbesserung müsstest du wieder Geld in die Hand nehmen.


Option: RAW Fotos wären im Zweifelsfall noch mit dem Canon "Hack" möglich. Da wird eine neue Firmware auf die SC Karte gespielt, von der alternativ gebootet werden kann. Damit könnte man, wenn sich die entsprechende Firmware findet ne Bridge mit RAW haben. Frage ist ob der Aufpreis zu ner Canon + kleiner Mehraufwand in deinem Interesse sind, bzw. du die RAW Dateien sinnvoll weiterverwenden kannst. Wo es die Hacks gibt kann sicher Einer aus dem Canon Lager sagen, ich spreche eigentlich nur Nikon :D
 
MSchelle schrieb:
...... Da es ja nun anscheinend mehr Sinn macht sich so eine Bridge-Kamera zu holen ........


Naja, "mehr Sinn" hatte ich jetzt nicht direkt geschrieben.
Auf jeden Fall mehr Sinn als dein Plan mit dem nicht gerade optimale (und ausserdem teure) 85'er Festbrennweite.

Ich persönlich würde, wegen größere Sensor und flexibilität da DSLR, zum gebrauchten Olympus greifen. Habe schon angegeben welche passend wäre.
Im Bridge-Bereich kenne ich mich weniger aus wenns um aktuelle Modelle geht. Aber beim schnelle Blick in die Preissuchmachinen fiel mir schon mal auf, dass fast nur noch Bridge-Modelle mit winzige 1/2,3" Sensor am Markt sind. Noch gekoppelt an sehr hohe Pixelmengen sind da Rauschprobleme vorprogrammiert.
Hier noch ein Auslaufmodell mit größerem Sensor: http://www.eg-electronics.com/produ...-sreihe-finepix-s200exr-c-717_783_797_2820519

An sonsten wäre der Canon, oder ein ähnlicher Nikon + 50mm Festbrennweite (um 100€) noch eine Überlegung wert. Dann stimmt die Aufnahmedistanz auf jeden Fall besser. Lichtstärke ist genügend vorhanden, Rauscharmut und eine gute Autofokus ebenso. Oder ein günstige Canon/Nikon mit Kit-Objektiv. Wäre auch ok.
z.B. Nikon:
http://www.warsteiner-fotoversand.eu/product_info.php?info=p5878_Nikon-D3100-18-55-VR-Kit.html
mit besserem Objektiv: http://www.porst-emsdetten.de/shopt...roductid=cf77b2e1-f363-492b-bb20-8ab202f094a0
Alternative Canon:
http://www.foto-koester.de/shop/details/Canon_EOS_1100_D_Kit_EF_S_18_55_IS_II.html

Persönlich würde ich sowas (gebrauchtem) ins Auge fassen:
http://cgi.ebay.de/Olympus-E-420-Sp..._Camcorder_Digitalkameras&hash=item43a906f72f
(wäre um 275€ ein guter Kauf, und kann alles was du brauchst. Hat sogar ein Telezoom als 2ten Objektiv, ohne großen Aufpreis. Die E-serie ist zwar ein "totes" System, jedoch immer noch interessant, und hat ein exzellentes PLV.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit der Flexibilität halte ich für ein großes Gerücht. Die Flexibilität ist mit einem entsprechender Objektivsammlung und zur Verfügung stehenden Blitzen vielleicht gegeben aber ansonsten ist ne Bridge ab Werk auf jeden Fall flexibler als eine Einsteiger DSLR mit Kit Objektiv. Die Festbrennweite macht für einen Einsteiger so oder so kein Sinn. Also selbst wenn DSLR, dann mit einem Objektiv welches Zoomen kann. So dass man erst einmal probieren kann, mit welcher Brennweite so ein Huhn vernünftig abgebildet werden kann. Wenn man dann irgendwann eine sinnvolle Brennweite gefunden hat kann man das Geld für eine Festbrennweite immer noch in die Hand nehmen. Hat aber wohl kaum ein Vorteil, die etwas bessere Abbildungsleistung der Kit Zooms und Einsteige Festbrennweiten muss man erst einmal erkennen können. Geschweige denn davon, dass das Wiedergabemedium diese Verbesserung auch irgendwie darstellen muss.

Sensorgröße/Rauschempfindlichkeit: Bis ISO 200 wird man da nur mit viel Aufwand einen Unterschied ausmachen können und das auch nur in 100% Ansicht. Bei ISO400 werden die DSLRs dann etwas besser, wobei die Einsteiger DSLRs näher an den Bridges liegen als an den DSLRs der der etwas höheren Klassen. Wobei ISO400 bei einer Fotobox und Objekten die man wunderbar ausleuchten recht übertrieben sein sollte. Also je nach Form der Veröffentlichung lohnt da eine DSLR schlicht nicht.
 
Bei eine 1/2,3" Sensorgröße habe ich nie eine brauchbare ISO400 gesehen, und sogar mit ISO200 habe ich bei manche solche Cams meine Probleme.

Gibts zur Zeit wirklich keine Bridge-cams mit etwas größerem Sensor mehr? (von Auslaufmodelle abgesehen)

Mein Sohn nutzt noch eine Fuji S6500fd, welche hier eine ideale Lösung wäre.
 
Die Sensoren der Bridges müssen doch schrumpfen, um diese komischen Dinger mit den autauschbaren Objektiven ohne Spiegel verkaufen zu können.

Ansonsten wie betrachtest du die Fotos, dass das Rauschen bei ISO200 auffällt?
 
Am PC.

Vielleicht bin ich auch einfach zu kritisch, weil ich eigentlich fast immer DSLR + gutes Glas verwende.
Es ist ja nicht nur der kleine Sensor, der für die bescheidene Ergebnisse verantwortlich ist.
Der Fuji S6500fd ist für ein "nicht-DSLR" übrigens ziemlich gut. ISO400 noch gut/brauchbar, erst ISO800 mäßig/lieber zu meiden. Das Objektiv ist beim Fuji auch nicht verkehrt.
In der 1/2,3"-Klasse sparen die Hersteller beim Objektiv nämlich fröhlich weiter.

Diese spiegellose Systemkameras mit Wechselobjektive haben die Bridges in der Tat vom Markt verdrängt, oder besser gesagt, die Hersteller dazu gebracht diese Modelle zu streichen.
Ist eigentlich schade, aber so funtioniert unsere Marktwirtschaft.
 
Sorry das wir deinen Thread entführen :)

Das es Unterschiede gibt ist mir auch klar. Zieh ich zwei Fotos zum Vergleichen vom 0815 TN Display (mein 2. Bildschirm) auf den Guten, kalibrierten mit ISP werden Unterschiede sichtbar. Werden die Fotos aber auf ein sinnvolles Maß verkleinert wird es schwer. Bei 0815 Printveröffentlichungen wo sich dank "Geiz ist Geil" kaum einer um eine gescheite Farbwiedergabe kümmert oder irgendwelchen Webplattformen bei denen sich auch kein Betrachter um einen guten oder gar kalibrierten Bildschirm kümmert (der Fotograf wohl auch nicht). In diesen Fällen zum Schluss noch irgend einen Unterschied zwischen DSLR und 1/2,3" Bridge Kameras aus zu machen wird sehr hart. Deswegen sehe ich auch keinen Grund da mehr Geld rein zu stecken als kleine Bridge + Licht. Wobei ja DSLR + mieses Licht auch nur Käse ergibt und will man es richtig professionell angehen machen die kleinen DSLRs auch nicht so recht glücklich
 
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