iceview schrieb:
Ja Tools wie Webmin oder ISPConfig habe ich mir angesehen. Das ist sicherlich eine prima Hilfe, allerdings muss/möchte ich vorger verstehen was dort passiert. Dann kann ich diese Tools ein wenig sicherer einsetzen.
Im Endeffekt legen die Tools einen User nebst Gruppe an für jede Seite, die im System laufen soll. Irgendwo, z.B. in /var/www, landet dann ein Ordner für diesen User und seine Files. Dazu legen die Tools automatisiert Datenbank-User nebst Datenbank, FTP-User, WebDAV-Zugänge und nicht zuletzt die hässlichen Files für /etc/apache2/sites-available an.
Klar, kann man alles per Hand machen, sollte man auch per Hand kontrollieren können, falls mal was spinnt, aber das Leben wird halt viel einfacher, wenn man 5 Webseiten eines Servers von einer zentralen Stelle mit n paar Klicks abschalten kann, weil der Kunde einfach nicht zahlt.
Mit dem Apache... also es ist wenn ich es richtig verstehe eigentlich egal, ob ich z.B. eine conf Datei selber schreibe und diese an beliebiger Stelle include oder aber über a2ensite die Seite als vHost implementiere. Das zweite ist ist die sicherlich professionellere Lösung, welche bei einem Server zum Einsatz kommt auf dem mehr als eine Seite gehostet wird.
a2ensite ist im Prinzip nur ein Tool, dass auf eine conf aus aus sites-available n Simlink nach sites-enabled legt.
Du kannst problemlos deine eigenen .conf's irgendwo hinlegen und z.B. über die httpd.conf includen. Du kannst auch jeden VHost direkt in der httpd.conf deklarieren, ist nur endlos unübersichtlich. Die saubere Variante ist halt, für jeden VHost eine conf in sites-available zu legen und entweder selbst mit ln -s oder über a2ensite den Symlink nach sites-enabled zu werfen (da in regulären Konfigurationen eben alle .conf's aus sites-enabled included werden). Ist dasselbe Spiel wie bei Apache-Modulen, nur heißen die Ordner da halt mods-available und -enabled und das Tool a2enmod
Sind beide Lösungen eigentlich "updatesicher"? Oder werden mir bei einem Apacheupdate alle Configs überschrieben?
Bisher blieb mir meine httpd.conf immer erhalten, wenn ich über die Paketverwaltung aktualisiert habe. Frag mich aber nicht, was passiert, wenn du dir n Apache selbst kompilierst *G*
Aber im Zweifel gehst du auf Nummer Sicher: Kein Updater wird auf die Idee kommen, dir dein sites-available/enabled - Verzeichnisse zu leeren oder darin rumzupfuschen. Oh, und wenn doch: Die ganzen Webmin/Config - Tools sind Datenbank-basiert. Solange es dir die DB nicht zerballert halten die Tools per Cronjob die ganze Server-Config konsistent. Heißt natürlich auch, dass du nicht ohne weiteres manuell drin rumpfuschen kannst.