Direktbanken

Schwarzer Ritte

Lt. Junior Grade
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Juli 2004
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384
Hallo zusammen, ich hoffe, ich habe hier das richtige Unterforum gefunden...

Also ich habe letztens von jemandem erfahren, dass er Internet-Direktbanken wie die Diba, comdirect, norisbank etc. zu seiner privaten Geldverwaltung nutzt. Der riesige Vorteil: Man bekommt locker 3,5-4,5 % Zinsen auf sein Tagesgeldkonto und kann darüber ständig verfügen. Scheint also einem Girokonto ähnlich zu sein, nur halt mit super Verzinsung.

Hat jemand von euch damit schon Erfahrungen gemacht? Gibt es Risiken? Was ist der beste Anbieter (Norisbank sieht gut aus...)?
 
Solange du eine deutsche Direkt-Bank nimmst, gibts absolut keine Probleme.
Die Direkt-Banken kannst du mit "normalen" Banken (wie Sparkasse/Deutsche Bank usw.) vergleichen, nur dass sie keine Filialen haben (oder ganz wenige).

Als Sicherheit hast meist ein (!) Girokonto, welches du zum Geldtransfer nutzt.
Dieses Konto ist sicherheitshalber meistens nicht ohne schriftlichen Antrag änderbar.

Wichtig ist, dass du auch bei der Direkt-Bank einen Freistellungsauftrag erstellst.
 
Also wenn ich das richtig sehe, nehme ich also eine Direktbank und erstelle dort ein Tagesgeldkonto. Auf dieses Tagesgeldkonto transferiere ich dann die Beträge von meinem normalen Girokonto bei der "normalen" Bank, die ich ansparen will. Wenn ich Geld auszahlen will nehme ich den umgekehrten Weg: Tagesgeldkonto -> Überweisung an Girokonto bei "normaler" Bank.

Was ist ein Freistellungsauftrag?
 
Ja genau, du kannst dein Geld hin und her überwiesen wie du flüssig bist.
Bei einigen Banken gibts glaub ich Beschränkungen über die Anzahl der Buchungen (von Tagesgeld -> Giro).

Einen Freistellungsauftrag von insgesamt 801 Euro (als Lediger) kannst du auf alle deine Banken verteilen, wie du willst. Du musst sonst Steuern (ca. 30 %) zahlen, wenn du bei einer deiner Banken Zinsen bekommst und keinen Freistellungsaufrag dort hast.
Siehe auch hier dazu: >>>klick<<<
 
Zuletzt bearbeitet:
Man bekommt locker 3,5-4,5 % Zinsen auf sein Tagesgeldkonto und kann darüber ständig verfügen. Scheint also einem Girokonto ähnlich zu sein, nur halt mit super Verzinsung.
Ein Tagesgeldkonto ist eigentlich nichts anderes als ein Girokonto, mit dem Unterschied das darüber nichts verrechnen kannst, also z.B. Lastschrift für Stromanbieter geht nicht. Es gibt heutzutage keinen einzigen Grund mehr, ein Sparbuch zu führen, also weg mit dem Kram.
Bei der Verfügbarkeit musst du ein paar Werktage Wartezeit einkalkulieren, eine sekundenschnelle Überweisung vom Tagesgeldkonto zum Girokonto ist (noch) nicht möglich. Warum das so ist, kann ich dir nicht sagen.
Möglicherweise brauchst du deine klassische Bank auch gar nicht mehr. Die Konditionen der Direktbanken mit ihren Girokonten sind in der Regel viel besser als die der Filialbanken. Die Bargeldauszahlung ist dennoch kostenlos über viele Automaten möglich (z.B. hat die CashGroup 7000 Automaten bundesweit). Kommt letztendlich natürlich drauf an, ob du auf die "Beratung" in den Filialen angewiesen bist oder dich selbst mit der Materie beschäftigst.

Ich habe vor sechs Jahren das letzte Konto bei einer klassischen Filialbank gekündigt und hatte seitdem etwa sieben Giro- und fünf Tagesgeldkonten, die immer dann gewechselt habe, wenn eine andere Bank ein besseres Angebot gemacht hat - Gebühren habe ich noch nie für irgendwas gezahlt.
 
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