Diskussion - OC sinnlos

Im professionellen Bereich spielt der Preis ja auch nur eine untergeordnete Rolle, im Privaten ja eher nicht. Deswegen find ich, kann man das nicht direkt verlgeichen.
Ja, das mit den Fehlerberichten ist ne lustige Sache. Bringt halts ab und an mit sich, den bis man seine CPU/RAM/GraKarte ans stabile Limit gebracht hat. Bei moderatem OC halten sich die BS ja auch in Grenzen(wenn überhaput welche kommen). Das weiß aber (hoffentlich) normalerweise jeder, grad die jenigen, die ihre Sachen ans Limit bringen wollen.

Und was ist schon schlimm daran? Wenns Probleme gibt, kann man ja in Foren wie diesem hier seine Fragen stellen. Und man bedenke, dass sich große Hersteller das gar nicht erlauben dürfen/können, also instabile Systeme an den Mann zu bringen. Wobei es das ja auch schon alles gab.

Manche haben auch einfach nur Spass daran überall dran rumzufummeln und zu optimieren, grad auch solche Leute die in Computerforen unterwegs sind gehören da wohl ehr zu als Ottonormalverbaucher. No Risk no Fun oder?
 
SpikeX schrieb:
OC macht schon Sinn, sofern die CPU an ihrer Leistungsgrenze ankommt und zusätzliche Leistung benötigt wird. Dies ist in der Regel im professionellem Bereich(CAD, Videoverarbeitung) der Fall. Dort kann 1Ghz mehr, eine halbe Stunde weniger Zeit bedeuten.

Aber der Großteil der User kommt selten auch nur in die Nähe der Leistungsgrenze. Hier spielt die Psychologie eine wichtige Rolle.
Einige übertakten um 35% anstatt 40% Auslastung zu haben. Selten wird die Leistung wirklich benötigt.
Ein anderer Grund ist natürlich der Versuch sich vom Otto-Normal-Verbraucher abzugrenzen in dem man seine Hardware modifiziert(siehe Tuning bei Autos). Oder man hat einfach Spaß etwas an seiner Hardware rumzufummeln und etwas auszuprobieren.

Früher war das übertakten deutlich risikoreicher und mühsamer. Man hat stundenlang hin und her gerechnet und immer wieder ausprobiert bis es geklappt hat. Und heute muss man nur den Multiplikator erhöhen und das wars. So wird das übertakten vom Abenteuer schon fast zur Routine, den (wenn man den Signaturen glauben mag) übertaktet jeder zweite Besitzer einer K-CPU, diese auch.

Bei Grafikkarten sieht es etwas anders aus: Alle Mittelklasse GPUs können an ihre Leistungsgrenze gebracht werden. Hier kann man durch übertakten auf etwas höheren Einstellungen spielen.
Hier kann man sich auch evtl. durch OC den Kauf einer größeren und teureren Grafikkarte sparen.
z.B. bei der HD6950 konnte man Shader unlocken und man hatte praktisch eine HD6970

Da stimme ich zu, ich hatte damals meinen Pentium II 233 kurzzeitig auf 266 MHz geschraubt (wo 33MHz noch einen Megaschub bedeuteten), dann bin ich jahrelang auf den normalen Taktfrequenzen geblieben und hab mir jetzt auch eine K CPU geholt.

Wozu man allerdings noch einen 2700K rausgebracht hat, ist mir schleierhaft, weil wahrscheinlich sowieso die meisten 2600K über den 3,9GHz laufen (abgesehen davon bringen die 100MHz gar nichts).

In Sachen Videobearbeitung und Konvertierung bringt das OC sehr viel, weil sich da wirklich jedes zusätzliche MHz sofort rechnet.

Ich denke noch an die Voodoo 1 zurück, wo man einige Modelle von 90MHz auf unglaubliche 93-95 schrauben konnte. Heute taktet man die GPU allein schon um 100MHz rauf.

Wahnsinn, wie sich das in den letzten 15 Jahren geändert hat (bin aber schon seit 486er Zeiten dabei).
 
Zuletzt bearbeitet:
@N.t.H.: ist das hier eventuell ein Beleg, daß ~4,4GHz mit non-K CPUs kein Problem sind? http://hwbot.org/submission/2216446_frankpr_cpu_frequency_core_i5_2500_4377.15_mhz

Und ehe jetzt wieder "doch nur ein Kern" kommt: das war ein Nebenprodukt eines SuperPi Runs, bei dem man natürlich alle Stromsparmechanismen abschalten muß. Und das hatte halt zur Folge, daß Multi 41 nur noch drin war, wenn 3 Kerne deaktiviert waren. Im Normalbetrieb ist mit dem richtigen Unterbau auch Multi 41 auf allen Kernen kein Problem.
 
Den 2700K sollte man weniger als Ergänzung zum 2600K sehen, sondern als Nachfolger/Weiterentwicklung. Ist halt eine dezente Steigerung, wie sie innerhalb einer Generation normalerweise alle paar Monate mal vorkommt. (Bei SB sind die aber weitgehend ausgeblieben. Wohl mangels Konkurrenzdruck.)

Aber irgendwie hat Intel mit der Preisgestaltung des 2700K daneben gehauen bzw. es versäumt, den 2600K zeitnah vom Markt zu nehmen. So blieb der 2700K das überteuerte fünfte Rad am SB-Wagen. :rolleyes:

Dass er 2700K den 2600K eigentlich ersetzten sollte, sieht man z.B. gut an den neuen Ivy Bridge. Da gibts von Anfang an überhaupt nur den 3770K, der vom Takt her und auch preislich dem 2700K entspricht. Ein Gegenstück zum 2600K fehlt.
 
Four2Seven schrieb:
Wozu man allerdings noch einen 2700K rausgebracht hat, ist mir schleierhaft[...]

Weil der 2700K laut Intel eine speziell Selektierte CPU ist, die sich höher Übertakten lassen soll als ihre 2500K bzw. 2600K Brüder.

Ob das stimmt sei dahingestellt.
 
@frankpr: Ich sehe zwar die Bilder, aber mir ist schleierhaft, wie das geht. Turbo gehen glaub 2 Taktstufen mehr + BLCK. Das würde aber heißen, dass die 4,4 doch nur ein Kern wären. Wo liege ich falsch? Außerdem ist übertakten über den BLCK meiner Meinung nach ziemlich selbstmörderisch, da man einige System mit engeren Toleranzen mitübertaktet. Könnte man evtl. das Mainboard schrotten.

Übrigens noch ein Thumbs-Up für die ganze Diskussion, weil alle ziemlich entspannt sind. Und das bei einem ziemlich gefährlichen Thema. :)
 
misu schrieb:
Außerdem ist übertakten über den BLCK meiner Meinung nach ziemlich selbstmörderisch
Was Unsinn ist, dann hätte zu FSB und Nehalem Zeiten das Übertakten auch ein Problem sein müssen. Die, je nach CPU und Board, erreichbaren 5-10MHz mehr BCLK sind da lächerlich, so lange dafür nicht diverse Spannungen erhöht werden müssen.

Übertakten ist bei mir im Übrigen nur noch Sport, meine Hardware ist auch im Serienzustand für alles gewappnet, was ich mit dem Rechner so tagtäglich anstelle.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bisher habe ich auch nur bei BF3 auf ner vollen 64er Map vom übertakten wirklich profitiert.
Da merkt man in der Tat nen Unterschied zwischen 3,3Ghz und 4Ghz.(beim 2500K).
Da ich bei 60 Frames VSnyc wegen SLI(2xGTX560) zocke, fällt das halt schnell auf.
Naja gut, man sieht es auch an der Anzeige von Fraps^^
Aber die 700Mhz machen in manchen Szenen schonmal nen Framdrop um bis zu 15 Frames aus. Sonst ist die CPU auch nie voll ausgelastet.
 
@frankpr: Am BCLK hängt laut englischer Wikipedia USB, SATA, PCI, PCI-E, CPU cores, Uncore, memory und mehr. D.h. du übertaktest mindestens die Controller der Busse sowie aller Geräte, die daran hängen. Das klingt im Vergleich zum FSB-Übertakten recht gefährlich (ok, selbstmörderisch war übertrieben :) ). Am FSB hingen nur der gut übertaktbare CPU und der durch RAM-Teiler auf Basistakt haltbare Speicher. Deswegen ist meiner Meinung nach BCLK übertakten nicht so clever.
 
Am FSB hingen nur der gut übertaktbare CPU und der durch RAM-Teiler auf Basistakt haltbare Speicher.

Dort hatte man aber die möglichlichkeit den PCI/e Takt separat auf 100 MHz zu fixieren.
 
Deswegen ist meiner Meinung nach BCLK übertakten nicht so clever.
Wie ja schon gesagt wurde, muss der PCI/e Takt auf 100 MHz fixiert werden.
Ansonsten war es ja bei Sockel 1366 und 1156 gang und gäbe über den BCLK zu übertakten. Dort wurde der Standard Takt von 133 MHz bis (je nach Board) auf 205-210 Mhz betrieben. Der maximale Multi war der Turbo Multi, der auf alle Kerne eingestellt werden konnte.
Also nichts gefährliches und absolut Alltag tauglich.
 
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