News Display-Fertiger JDI mit Gewinneinbruch und Werksschließung

Volker

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#1
Japan Display Inc. (JDI) ist in schwieriges Fahrwasser geraten: Auslieferungsprobleme mit einem Großkunden in Asien und eine geringe Nachfrage nach High-End-Displays haben zu gesenkten Erwartungen für das Fiskaljahr geführt. Unterm Strich wird nun ein Verlust erwartet, weshalb Maßnahmen für die Zukunft ergriffen werden.

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#2
Oh mann, was sind diese Unternehmer nur für Blindfische. Ein Rückgang des Wachstums bei Tablets war also nicht vorhersehbar? Erzählt mir noch einen!
Das habe ich schon vorhergesehen, als der Hype um die Dinger losging. Einfach, weil jeder halbwegs denkende Mensch sich ausmalen konnte, dass diese Spielzeuge es nicht dazu bringen, jährlich von den Kunden neu gekauft zu werden.

Sicher gibt es hier und da gewisse Anwendungsbereiche in denen ein Tablet durchaus eine nützliche und sinnvolle Hilfe darstellt. Aber für den Massenmarkt ist das einfach nichts. Einmal gekauft, verwendet man die Dinger so lange, bis sie auseinanderfallen. Warum auch nicht? Die Leistung reicht zum Surfen und für ein paar mobile Games auf der Couch doch jetzt schon locker aus.
Und die Software entwickelt sich auch nicht in dem Maß weiter, dass man unbedingt jedes Jahr mehr Leistung bräuchte.

Noch dazu kann man das Geld für ein neues Tablet ja auch gar nicht ständig aufbringen. Denn die Mikrotransaktionen in den ach so tollen mobile Games fressen die ganze Kohle ratzfatz auf ;)
 

sparvar

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#3
und wieder jemand der viel klüger ist als die leute in Konzernen - warum stellen die firmen eigentlich nicht direkt forenbenutzer ein? Unverständlichkeit macht sich breit....
 

ryul

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#4
und wieder jemand der viel klüger ist als die leute in Konzernen - warum stellen die firmen eigentlich nicht direkt forenbenutzer ein? Unverständlichkeit macht sich breit....
Tja er hat halt Recht. Ich sehe diese Dummheit auch in meiner eigenen Umgebung.
Da sind Folgen einfach direkt absehbar, werden aber konsequent ignoriert und wenn es soweit ist, will es natürlich keiner gewesen sein.
Die Folgen sind Kündigungen und negative Bewertungen von extern.

Da brauchst du dich hier nicht aufspielen und meinen, dass der gemeine Forennutzer keine Ahnung von den Abläufen hätte.
Aber wahrscheinlich sind es die üblichen BWL Abgänger, die meinen Gott zu sein ... bis der erste Crash kommt und man schnell aus der Misere raus muss ohne selbst den Hut nehmen zu müssen.
 
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sparvar

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#5
ich spiele mich nicht auf :) - es ist bloss immer wieder dasselbe "ich habe es damals schon gesagt/gesehen/".. "war doch/sah doch jeder/....".

sind wie Schachspiel beobachter die beim letzten Zug(ohne den anfang/die Materie zu kennen) sagen "das war doch klar".

aber ohne hintergründe, intere abläufe, die Gegenüberstellung von gewinnen die evtl. in den letzten jahren eingefahren wurden durch die Fabrik oder gar soziale Verpflichtungen zu kennen, ist meiner Meinung nach eine solche aussage viel mehr "ein aufspielen"....
 
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#6
ich spiele mich nicht auf :) - es ist bloss immer wieder dasselbe "ich habe es damals schon gesagt/gesehen/".. "war doch/sah doch jeder/....".

sind wie Schachspiel beobachter die beim letzten Zug(ohne den anfang/die Materie zu kennen) sagen "das war doch klar".

aber ohne hintergründe, intere abläufe, die Gegenüberstellung von gewinnen die evtl. in den letzten jahren eingefahren wurden durch die Fabrik oder gar soziale Verpflichtungen zu kennen, ist meiner Meinung nach eine solche aussage viel mehr "ein aufspielen"....
Das mag teilweise zutreffen, in diesem Fall mMn allerdings nicht. Morrich hat schon recht, wenn er meint, man hätte den Rückgang voraussehen müssen. Schließlich verkaufen sich Tablets auch nur wie geschnitten Brot, weil der Markt nicht ansatzweise gedeckt war. Mittlerweile ist er allerdings immer mehr gesättigt, also gehen die Verkäufe zurück.

Bei irgendeinem Wert wird sich die Zahl der abgesetzten Tablets mittelfristig einpendeln, da die Leute dann nur noch ihre alten Geräte ersetzen werden. Nur durch neue Markterschließungen wird es dann nochmal einen Boom geben. Das ist meines Erachtens reine Logik, kann mich da ja aber auch irren, bin auf dem Gebiet ja kein Experte...
 
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#7
und wieder jemand der viel klüger ist als die leute in Konzernen - warum stellen die firmen eigentlich nicht direkt forenbenutzer ein? Unverständlichkeit macht sich breit....
Das ist in Firmen leider so üblich, dass Informationen nach oben immer vom positiveren Teil der Skala abgelesen werden - und wenn es dann oben ankommt, ist alles wolkig blümchenrosa. Vor allem wirst Du keinen Manager finden der sich hinstellt und sagt "wir werden mies auf die Fresse fallen" wenn nebenan einer steht mit "bei meinem Plan sind drölftausend Prozent Wachstum mit drin!" Zumal die japanische Unternehmenskultur für derlei besonders anfällig ist.

Ich hab da aber einen Tipp: die sollen die tablet-Displays künftig in Notebooks verkaufen. Wenn ich sehe wieviele Geräte da noch mit 768p auf den Markt kommen...
 
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#8
"JDI". Dank neuem Namen stehen nun nicht mehr Sony, Toshiba und Hitachi im Mittelpunkt dieser schlechten Nachricht, obwohl JDI nichts anderes als ein Gemeinschaftsunternehmen dieser drei Firmen ist. Auch lassen sich so Fabriken leichter dicht machen, Leute entlassen etc.

Als die Meldung von dem Zusammenschluss vor geschätzt 2 Jahren kam, war zumindest mir sonnenklar, dass dies nicht der Anfang einer glorreichen Epoche werden würde ... . Dasselbe wenn Unternehmensteile ausgelagert werden, einen neuen Namen bekommen ... das ist sehr häufig der Anfang vom Ende.
 

Cr4y

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#9
Tja er hat halt Recht. Ich sehe diese Dummheit auch in meiner eigenen Umgebung.
Da sind Folgen einfach direkt absehbar, werden aber konsequent ignoriert und wenn es soweit ist, will es natürlich keiner gewesen sein.
Die Folgen sind Kündigungen und negative Bewertungen von extern.
Es gibt zwei extreme, wie man die Richtung in einem Unternehmen als Vorstand vorgeben kann:
1. Die Bauchgefühl- und "Bauernschläue-" Art (=subjektiv, quasi der Steve Jobs Stil)
2. Die "ich treffe Entscheidungen aufgrund von objektiven Analysen-"Art.

Jeder hat da seinen eigenen Stil zwischen den beiden Extremen.

Das, was sparvar nervt, ist die Tatsache, dass hier viele meinen, es war doch alles so offensichtlich und klar und wie blöd kann man sein und bla bla bla.
Also, was wäre (vermutlich) passiert, wenn Morrich der CEO gewesen wäre?

Man hätte nicht in dem Maße in Tablet-LCD-Fabriken investiert (also Arbeitsplätze geschaffen), um LCDs für Tablets herzustellen, weil ja nach 3 bis 4 Jahren dank Morrich's Glaskugel ein deutlicher Nachfrage-Rückgang fest steht. Man hätte also den Tablet-Hype komplett ausgelassen.
Vom Markt werden trotzdem kleine LCDs immer weniger nachgefragt. Also muss man trotzdem etwas mit der überflüssigen Fabrik anfangen. Laut Morrich exitsiert ja aber gar kein Problem, weil er ja gar nicht erst in Tablet-LCD-Fabriken investiert hätte unter ihm.

Das wäre also jetzt so viel besser gewsen? Gar nicht erst Arbeitsplätze schaffen, um am Ende trotzdem eine Farbik schließen zu müssen, weil das eine gar nichts mit dem anderen zu tun hat?
Vermutlich hätte man sogar noch mehr Arbeitsplätze und Morrich vernichten müssen, weil man die Einnahmen aus dem Tabletmarkt komplett der Konkurrenz überlasssen hat. Die zudem Preise aufgrund ausbleibender Konkurrenz höher festlegen konnte, um damit ggf. Kampfpreise bei LCD-Größen anzubieten, bei denen Morrichs-Unternehmen noch am Markt anbietet.
Aber es ist ja alles so einfach und offensichtlich... :freak:

Da brauchst du dich hier nicht aufspielen und meinen, dass der gemeine Forennutzer keine Ahnung von den Abläufen hätte.
Na, Morrichs Einwand lässt nicht gerade einen verkappten Steve Jobs oder Winterkorn erkennen.

Aber wahrscheinlich sind es die üblichen BWL Abgänger, die meinen Gott zu sein ... bis der erste Crash kommt und man schnell aus der Misere raus muss ohne selbst den Hut nehmen zu müssen.
Ehrlich gesagt, ist viel mehr Morrich's Post eine Art Aussage darüber, dass er sich für viel klüger hält.
Ergänzung ()

Morrich hat schon recht, wenn er meint, man hätte den Rückgang voraussehen müssen.
Und was wäre die Konsequenz gewesen, diese Tatsache schon 6 oder 12 Monate früher zu wissen? Man wird als Unternehmen kaum den Luxus haben, dass sich just in diesem Moment ein neues Geschäftsfeld ergibt, zu dem man die sonst überflüssigen Mitarbeiter transferieren kann. Am Ende hätte so oder so höchst wahrscheinlich ein Abbau von Arbeitsplätzen gestanden.
 
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bluntman

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#10
Man Leute, das problem ist doch ein ganz anderes.

Vor einigen Jahren war es noch so, dass man mit Hilfe von ein paar Rabatten, die Kunden zu einer vertraglich festgehaltenen Jahresabnahme lenken konnte. Das ist heute leider nicht mehr möglich weil, quasi schon jeder Hersteller der von Zulieferern lebt so auf die Schnauze gefallen ist. Also ist jetzt der Zulieferer das Opfer und muss zusehen wie er mit dem ständigen auf und ab zurecht kommt.
 
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#11
Ich hab da aber einen Tipp: die sollen die tablet-Displays künftig in Notebooks verkaufen. Wenn ich sehe wieviele Geräte da noch mit 768p auf den Markt kommen...
Was nutzen dir diese Displays wenn bis vor kurzen nicht einmal Windows mit den Auflösungen höher als Full HD vernünftig umgehen konnte. Jetzt es technisch zwar kann aber die Software dafür eben nicht, so das sie keine vernünftige Skalierung hin bekommst wodurch die Darstellung im gleichen(!) Programm Links zu klein und rechts zu groß ist? Eben weil es keine Programme gibt die dafür angepasst wurden das mehr an Auflösung sinnvoll (Darstellung/Anordnung/Lesbarkeit) auszunutzen.
 
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