Dualcore Opteron und Windows 2000 Server

Haakon

Lieutenant
Registriert
Dez. 2003
Beiträge
545
Hallo, kann mir jemand sagen, ob Win 2000 Server mit den neuen Dualcore Opterons klarkommt. Hyperthreading funktioniert ja z.B. nicht. Sprich werden dort 2 unabhängige Prozessoren erkannt oder gibt es Probleme?
 
Hallo

Da die beiden Prozessorenkerne ja physisch getrennt sind (nicht wie bei Intels Technology "hyper Threading") sollte es eigentlich keine Probleme geben.
 
Ok aber erkennt Win 2000 Server den Prozessor dann als 1 Prozessor mit 2 Kernen also wie bei Hyperthreading mit 2 "virtuellen" Prozessoren oder als 2 einzelne Prozessoren, dann könnte man ja maximal 1 Prozessor einsetzen weil ja Server ohne Advanced nur 2 Prozessoren unterstützt. Hoffe ich bin halbwegs verständlich :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Windows wird im Gerätemanager 2 Prozessoren auflisten. Ganz einfach! Es klappt wunderbar. Hatte auch lange Zeit einen Dual Athlon MP mit Win 2000 laufen.
Waren zwar nicht zwei Kerne in einem, aber es läuft auf das gleiche hinaus!
 
Das Lizenzmodell bei Microsoft sieht wie folgt aus:

Windows 2000 Workstation (bis 2 Prozessoren)
Windows 2000 Server (bis 4 Prozessoren)
Windows 2000 Advanced Server (bis 8 Prozessoren)
Windows 2000 Datacenter Server (bis 64 Prozessoren)



Also sollte es auch bei 2 Dual Core Prozessoren und Win2k-Server keine Probleme geben.

Hyperthreading funktioniert ja z.B. nicht.

Wer erzählt so einen Mist?
Hyperthreading funktioniert hervorragend mit Windows 2000 - hab es selbst jahrelang betrieben. Allerdings muss man fairerweise hinzufügen, dass der Performance-Gewinn unter WinXP/Win2k3-Server minimal höher ausfällt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bombwurzel schrieb:
Wer erzählt so einen Mist?
Hyperthreading funktioniert hervorragend mit Windows 2000 - hab es selbst jahrelang betrieben. Allerdings muss man fairerweise hinzufügen, dass der Performance-Gewinn unter WinXP/Win2k3-Server minimal höher ausfällt.

Danke erstmal für die Infos. Entschuldige die unglückliche Ausdrucksweise: Hyperthreading "funktioniert" unter Win 2000 das stimmt. Ich habe allerdings Tests gesehen wo Computer mit eingeschaltetem HT deutlich langsamer waren als mit abgeschaltetem. Ich würde also sagen es funktioniert nicht, da der Zweck verfehlt wird... sorry.

INTEL
The following desktop operating systems are not recommended for use with Hyper-Threading Technology. If you are using one of the following desktop operating systems, it is advised that you should disable Hyper-Threading Technology in the system BIOS Setup program:

Microsoft Windows 2000 (all versions)
Microsoft Windows NT* 4.0
Microsoft Windows Me
Microsoft Windows 98
Microsoft Windows 98 SE
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, bei Win9x/ME dürfte es klar sein, da es sich um reine Single-Prozessor Systeme handelt. Da ist das Betriebsystem nicht auf Mehrprozessorbetrieb vorbereitet.

WinNT ist auch klar, da es eine noch ziemlich uneffektive Thread-Verwaltung hat - damals war man froh, überhaupt sowas wie Multitasking einigermaßen hinbekommen zu haben.

Bei Windows 2000 möchte ich gegen die Meinung von Intel Veto einlegen.
Bei reinen Rechenanwendungen profitiert auch Win2k von HT sehr deutlich, wie der Test auf Combuterbase eindeutig in synthetischen Benchmarks bewiesen hat. Ansonsten steht natürlich die gesamte Betriebsystemstruktur dem Konzept mit virtuellen Prozessoren etwas entgegen. Win2k kann nun mal nicht zwischen virtuellen und logischen Prozessoren unterscheiden und wird demnach die einzelnen Threads einfach willkürlich auf die beiden HT-Prozessoren aufteilen. Das geht mitunter performancetechnisch in die Hose.
Wer sein System hauptsächlich zum Spielen benutzt, ist mit HT bei Win2k eindeutig an der falschen Adresse. Für reine Serveranwendungen wie z.B. Datenbanken, ist der Performancegewinn unter Win2k mit dem unter Win2k3 absolut vergleichbar.

Prinzipiell müssen nämlich alle Anwendungen (auch das Betriebsystem) für HT optimiert werden - d.h. die einzelnen Threads müssen so konsruiert werden, dass sie gleichzeitg nur unterschiedliche Prosessorbereiche beanspruchen, damit HT überhaupt zum Einsatz kommt.
Plastisch gesprochen sieht das ungefähr so aus:
Angenommen zwei Threads wollen gleichzeitig einen Speicherbereich verschieben, so können sie das selbst mit HT nur nacheinander tun. Will jedoch ein Thread zwei Zahlen addieren und der andere eine Bitverschiebung durchführen, so können das beide Threads gleichzeitig tun, da dafür zwei unterschiedliche Prozessorbereiche aktiviert werden.


Bei Dual Core sieht die Sache jedoch grundsätzlich anders aus.
Hier sind zwei echte Prozessorkerne vorhanden, die auch unabhänging voneinander arbeiten. Neu ist nur, dass die Dinger jetzt in ein einzelnes Gehäuse gegossen werden und sich ein paar Schnittstellen teilen müssen.
Demnach gibt es im Gegensatz zu HT auch keine Notewendigkeit, die Anwendungen entsprechend zu optimieren.
 
Zurück
Oben