Naja, bei Win9x/ME dürfte es klar sein, da es sich um reine Single-Prozessor Systeme handelt. Da ist das Betriebsystem nicht auf Mehrprozessorbetrieb vorbereitet.
WinNT ist auch klar, da es eine noch ziemlich uneffektive Thread-Verwaltung hat - damals war man froh, überhaupt sowas wie Multitasking einigermaßen hinbekommen zu haben.
Bei Windows 2000 möchte ich gegen die Meinung von Intel Veto einlegen.
Bei reinen Rechenanwendungen profitiert auch Win2k von HT sehr deutlich, wie der
Test auf Combuterbase eindeutig in synthetischen Benchmarks bewiesen hat. Ansonsten steht natürlich die gesamte Betriebsystemstruktur dem Konzept mit virtuellen Prozessoren etwas entgegen. Win2k kann nun mal nicht zwischen virtuellen und logischen Prozessoren unterscheiden und wird demnach die einzelnen Threads einfach willkürlich auf die beiden HT-Prozessoren aufteilen. Das geht mitunter performancetechnisch in die Hose.
Wer sein System hauptsächlich zum Spielen benutzt, ist mit HT bei Win2k eindeutig an der falschen Adresse.
Für reine Serveranwendungen wie z.B. Datenbanken, ist der Performancegewinn unter Win2k mit dem unter Win2k3 absolut vergleichbar.
Prinzipiell müssen nämlich alle Anwendungen (auch das Betriebsystem) für HT optimiert werden - d.h. die einzelnen Threads müssen so konsruiert werden, dass sie gleichzeitg nur unterschiedliche Prosessorbereiche beanspruchen, damit HT überhaupt zum Einsatz kommt.
Plastisch gesprochen sieht das ungefähr so aus:
Angenommen zwei Threads wollen gleichzeitig einen Speicherbereich verschieben, so können sie das selbst mit HT nur nacheinander tun. Will jedoch ein Thread zwei Zahlen addieren und der andere eine Bitverschiebung durchführen, so können das beide Threads gleichzeitig tun, da dafür zwei unterschiedliche Prozessorbereiche aktiviert werden.
Bei Dual Core sieht die Sache jedoch grundsätzlich anders aus.
Hier sind zwei
echte Prozessorkerne vorhanden, die auch unabhänging voneinander arbeiten. Neu ist nur, dass die Dinger jetzt in ein einzelnes Gehäuse gegossen werden und sich ein paar Schnittstellen teilen müssen.
Demnach gibt es im Gegensatz zu HT auch keine Notewendigkeit, die Anwendungen entsprechend zu optimieren.