ebay Versandverlust als Verkäufer

Barclay

Ensign
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Hallo Zusammen...

Folgende Situation. Ich habe auf ebay (als Privatperson) eine gebrauchte Festplatte für ca. 30€ verkauft. Versicherter Versand war optional angeboten, wurde aber nicht verlangt.

Habe die Platte gut gepolstert im DHL Maxibrief versendet (war 2,5" also kein Problem)

Nach einer Woche meldete sich der Käufer er habe die Ware nicht erhalten. Nach ein paar Tagen habe ich einen Nachforschungsantrag bei der Post eingereicht. Bis heute ergebnislos.

Hatte angeboten die Hälfte des Verkaufspreises zurück zu erstatten.
Der Verkäufer hatte wohl kein Interesse daran das Problem unter uns zu regeln und hat (nach 2 einzeiler emails an mich, welche ich immer rasch, freundlich und kulant beantwortet habe) einen ebay Beschwerdefall eröffnet. Ich habe den Beleg von der Post (ohne Sendungsnummer) und den DHL Nachforschungsantrag hochgeladen und warte nun auf Antwort vom ebay Kundenservice.

Ich bin mir über die rechtliche Lage bewußt. Sprich bei Übergabe der Ware geht das Risiko auf den Käufer über.
Allerdings muss ich als Verkäufer nachweisen können dass ich die Ware zur Post gebracht habe. Ohne Sendungsnummer ist dies allerdings schwierig. Zwar war meine Freundin auf der Post dabei, hat aber natürlich nicht "direkt" gesehen wie ich die Platte in den Brief gepackt habe.

Meine Frage nun....
Hat von euch schonmal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Falls es zu einer Klage kommen sollte (Was ich nicht hoffe wegen 30 bzw. 15 eus) wie sieht es mit meiner dürftigen Beweislage aus?

Muss der Käufer den "Nichterhalt" der Ware nachweisen? (Was ja nur schwer möglich ist)

Zwar hat der Käufer jede Menge positive Bewertungen, allerdings kommt mir sein einzeiliger und beteiligungsloser Mailverkehr etwas suspekt vor....

Irgendwelche Anregungen?
thx

edit: Bitte keine Tips im Sinne von "immer mit Versandbeleg versenden" ;) Das ist mir nun auch bewußt. Fehler -> gelernt ;)
 
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Da du als Verkäufer im Falle des Verlustes verantwortlich bist (egal ob vom Käufer der versicherter Versand gefordert wurde oder nicht) stehen deine Chancen schlecht.

Einfach als Lehrgeld abhaken und gut is.
 
die einzige gefahr droht, dass falls du das geld per paypal erhalten hast ebay es dem käufer zurückerstattet. wenn er per überweisung bezahlt hat und nicht auf versicherten versand bestanden hat, sondern du den unversicherten als versandart angegeben hast, hast du wohl nichts zu befürchten. mit dem kauf hat er den unversicherten versand akzeptiert und das risiko übernommen.

kann natürlich sein, dass das rechtlich nicht ganz so stimmt, aber wegen 30€ wirst du da keine probleme bekommen. er wird dir nicht viel können.
 
Sehe ich anders. Als Privatperson haftet man nicht für verlorene Sendungen, Gefahr trägt der Käufer.

Du wärst nicht mal zu einem Nachforschungsauftrag verpflichtet gewesen, ebay wird zu deinen Gunsten entscheiden.
 
Ich denke wenn du Nachweise hast das der Käufer auf eine unsichere Versandart bestanden hatte ist das wohl das Problem des Käufers. Er kann die Festplatte ja erhalten haben und behauptet das Gegenteil. Ich würde da nichts erstatten und im sagen das er keinen versicherten Versand wollte.
 
Post#2 und #3 stimmen so nicht : Man ist als Verkäufer verantwortlich, bis man die Ware zum Versenden an einen Spediteur (sprich : Post) weitergibt. Ab da geht dann der Gefahrenübergang auf den Käufer über. §447 BGB. Ohne irgendwelche Belege sehr schwierig => Pech als Verkäufer (eine Quitting wäre wirklich nicht schlecht gewesen).

§447 BGB
(1) Versendet der Verkäufer auf Verlangen des Käufers die verkaufte Sache nach einem anderen Ort als dem Erfüllungsort, so geht die Gefahr auf den Käufer über, sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
eine Quitting wäre wirklich nicht schlecht gewesen
Quittung habe ich! Allerdings keinen Sendebeleg mit Empfängeradresse!
 
Ich hatte vor wenigen Wochen einen ähnlichen Fall. Ein Buch, Wert 11 Euro, als Maxibrief.
Ist verloren gegangen. Habe ebenfalls angeboten die Hälfte zu erstatten.

Aber nein, der Käufer hat mich als Betrüger hingestellt und diesen Fall bei ebay gemeldet (klar, 3000 Bewertungen in über 10 Jahren und IHN wollte ich um 11 Euro prellen).

Da er den versicherten Versand nicht in Anspruch genommen hat, hat ebay den Fall zu meinen Gunsten geschlossen.
Wir konnten uns noch nichtmal bewerten.
 
Ich würde mir da keine Sorgen machen.
Du hast die Sendung ja sogar mit einer Zeugin bei der Post abgegeben.

Das Risiko liegt (ab der Übergabe an die Post) alleine beim Käufer.

Ich würde ihm gar nichts anbieten. Soll er doch klagen. Der Streitwert ist 30€. Das dauert ewig, bis das mal vor Gericht kommt - ich glaube, dass der Erfüllungsort dann sogar bei dir ist. Sprich er msus zu dir bzw zu deinem Gericht kommen.

Ein Richter wird dann wahrscheinlich einen Vergleich vorschlagen, was bedeutet, dass die Gerichtskostne halbiert werdeen und ejder auf seinen Kosten hängen bleibt.
Die Gerichtskostne wären 25€, also 12,50 für dich.

Entweder du gehst mit Anwalt über deien Rechtsschutzversicherung hin oder vertrittst dich selbst.

Im blödesten Fall zahlst du unter 50€ (30€ HDD und 12,50 Gebühren). Du musst nur aufpassen, dass es beim Vergleich bleibt...
 
Auf deiner Quttung steht doch die Uhrzeit und die Bestätigung zur Abgabe eines Paketes, oder? In der Theorie müsste es möglich sein, dein Paket nach Abgabe in der Filiale zurückzuverfolgen, indem du dich in der betroffenen Filiale meldest.
 
hat er per Paypal bezahlt. Schreibt Paypal nicht versicherten Versand vor?

Aber ich denke wenn er keinen versicherten Versand wollte dann ist es nicht dein Ding!
 
Das stimmt so aber nicht. Als privater Verkäufer haftet man nur, wenn einem ein böswilliger Betrug eindeutig nachgewiesenw erden kann. Und da du (Barclay) ja schließlich den versicherten Versand angeboten hast, haftest du hiermit nicht. Denn der Käufer hat:

- Von privat gekauft
- Ist wissentlich auf das Risiko eines unversicherten Versands eingegangen.

Der Käufer könnte dich höchstens negativ bewerten, wenn du ihm nichts zurückzahlst und dann hast du ganz einfach Pech gehabt, da eBay da einfach nix tut und du ihn nur positiv oder gar nicht bewerten dürftest.

mein Rat: In Zukunft NUR noch versichert verschicken, selbst wenn der Artikel nur 10 Cent wert ist. Sonst hat dich der Käufer immer in der Hand und kann dich mit negativen Bewertungen erpressen.

Das ist mir auch schon mit dem User "lau-lord-060" passiert, siehe hier
unbenanntoen.jpg


Da er den versicherten Versand nicht in Anspruch genommen hat, hat ebay den Fall zu meinen Gunsten geschlossen. Wir konnten uns noch nichtmal bewerten.
Sei doch froh! - Sonst hätte er dich unberechtigt negativ bewertet, siehe mich oben ^
 
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da der käufer den unversicherten versand gewählt hat, trägt er auch das risiko bei einem verlust.
wurde so auch schon korrekt geschildert.
mach dir keinen kopf. ebay wird - sofern er nachweislich den unversicherten versand gewählt hat - zu 100 % zu deinen gunsten entscheiden.
da kann ja jeder kommen, unversicherten versand fordern, die ware einstreichen und das geld zurückfordern. oO
 
Du hast den Beleg über unversicherten Versand welcher vom Käufer gewünscht war.
Du hast überhaupt nichts zu befürchten, Ebay wird zu deinen Vorteil entscheiden.
 
Immer wieder die selben Fehler seitens der Verkäufer!

Es gibt versicherte Päckchen online bei DHL für 4,90€, mit Quittung, Sendungsverfolung und allem pi pa po. Aber nein, es muss natürlich eine Festplatte im unversicherten Maxibrief versendet werden - was für mich sowohl als Käufer als auch Verkäufer ein absolutes No Go wäre.
Warum bietet ihr überhaupt sowas an?

Und es gibt durchaus Gerichte die vom Verkäufer einen Beweis für den Versand der Ware haben wollten, trotz gewünschten unversicherten Versand.
 
Sehe ich anders. Als Privatperson haftet man nicht für verlorene Sendungen, Gefahr trägt der Käufer.

Du wärst nicht mal zu einem Nachforschungsauftrag verpflichtet gewesen, ebay wird zu deinen Gunsten entscheiden

seh ich auch so, würd enichts zurück überweisen. Denke auch nciht dass die andere Seite wirklich klagen wird wegen der Summe. Solltest ihm aber auf KEINEN FALL mittteilen dass du das ncht beweisen kannst dass du die Ware abgeschickt hast.

Außerdem hast du ja auch versicherten Versand angeboten.

Haarig wird es erst wenn du es über Paypal abgewickelt hast.
Aber ansonsten würd ich halt sagen ist sein Pech. Dass du nen Nachforschungsantrag gestellt ist beweist auch dass du nichts zu verbergen hast
 
@PiPaPa: Typische Mentalität von viel zu Vielen. Alles billig haben wollen und wenns schief geht, ist immer der andere Schuld.

Nein, der Käufer hat sich für unversicherten Versand entschieden und damit hat er Pech gehabt. Wenn die Ware allerdings, auf Grund einer unzureichenden Verpackung, defekt ankommt, sieht die Sachlage schon wieder anders aus. Bin gespannt, wie Ebay entscheidet.
 
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