Ein Plattenspieler soll her

Rumpelx3

Lt. Junior Grade
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Guten Morgen :),

Mich hat langsam aber sicher das Vinylfieber gepackt. Jede Band oder Künstler bringt mittlerweile ja Vinyls wieder raus.

Ich hab aber von dem Thema Plattenspieler absolut null Ahnung und weiß auch nicht was gut bzw. schlecht ist.

Der Plattenspieler wird an einen Yamaha RX-497 angeschlossen werden und sollte so um die 100-150 Euro liegen.
Gebrauchtkauf würde auch in Frage kommen.
Wird das passen, oder müsste man deutlich mehr ausgeben?

Einen fröhlichen guten Morgen
Rumpelx3
 

MoonTower

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Mehr als 500 Euro braucht man jedenfalls nicht auszugeben.
Ein Tipp zu LPs: aktuelle LPs kommen meist in der Qualität nicht an gute gebrauchte Platten ran; falls Du also Musik von älteren Bands auf LP willst, würde ich eine gute gebrauchte LP immer einer Neupressung vorziehen!
Und ja, die Zukunft ist Analog! :)
 

Rumpelx3

Lt. Junior Grade
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Dankeschön für den Link. :)

@MoonTower
Danke. Es werden sowohl neue, als auch alte LP's den Weg ins Regal finden.
Werde es im Hinterkopf haben beim kaufen.
 
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Eins sollte dir auch klar sein: Ein Plattenspieler und dessen Klang steht und fällt mit dem verwendeten Tonabnehmersystem. So verwendet der Reeloop RP 4000 aus dem Link ein Ortofon OM-Black, was schon mal ein guter Anfang ist. Ich selber habe mir zu meinem Plattenspieler ein MC-System (damals noch von Yamaha erhältlich und vor mehr als 20 Jahren mit 110DM sündhaft teuer), und es gibt einen klanglichen Unterschied, den man hört, aber ein gutes MC-System übersteigt bei weitem das, was der ganze Plattenspieler kostet.
 

zazie

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Ich bin alt genug um noch Equipment und Tonträger aus der Vor-Digital-Zeit zu haben; damals waren hochwertige Tonabnehmersysteme teilweise absurd teuer.
Wenn ich das heutige Angebot an Plattenspielern anschaue, wäre ich bei Angeboten in deiner Preisklasse vorsichtig. Denn sparen kann man in der günstigsten Kategorie vor allem beim Tonarm und bei der verwendeten Nadel.
Wenn es dir also nicht um den "Coolness-Faktor" geht (wow, der Rumpel hat jetzt einen Plattenspieler), sondern darum, tatsächlich beim Musikhören die viel beschriebenen Unterschiede zwischen analoger und digitaler Musikreproduktion zu hören ***, dann solltest du noch etwas Geld drauf legen. Schau dann die Angebote so ab 250 Euro an. Begründung: nimmst du in der verlinkten Liste die teureren Angebote, siehst zu Angaben zum verbauten Tonabnehmersystem (Arm und Nadel). Bei Thomann kannst du auch sehen, was Ersatznadeln oder Tonabnehmersysteme kosten. Das gibt einen ungefähren Anhaltspunktzur Wertigkeit des Laufwerks.

*** Ich bestreite überhaupt nicht, dass es das gibt. Aber der Vergleich leidet häufig darunter, dass die Produktion der Tonträger von unterschiedlicher Qualität ist oder dass verschiedene Mastering-Versionen für Vinyl oder CD verwendet werden. Die CDs haben deswegen häufig [im Massenmarkt] einen schlechteren Dynamikumfang (!!) als die schwarze Scheibe, obwohl sie von der Digitaltechnik her eine viel höhere Dynamik haben könnten. Umgekehrt gibt und gab es massenhaft schlechte Pressungen.
 

Rumpelx3

Lt. Junior Grade
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Danke für eure beiden Beiträge.

Nein. Es geht nicht um den coolness Faktor. Ich möchte mich abends hinsetzen können und dann in nem Sessel entspannt der Musik lauschen (zukünftig, weil Wohnung derzeit zu klein)
Ich höre stark heraus, dass ich lieber noch sparen sollte und dann was vernünftiges kaufen sollte.

Ich möchte dann doch ungern doppelt Geld ausgeben.
 

FranzvonAssisi

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Und denk an einen ordentlichen Ort zum Aufstellen...

Bei unser Altbauwohnung ist das der Horror, weil der Boden sich halt mal um nen Zentimeter bewegen kann, wenn jemand dran vorbeirennt...
 

zazie

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Das scheint mir eine gute Entscheidung zu sein!
Du hast einen Gebraucht-Kauf nicht ausgeschlossen, deshalb dazu ein paar Tipps für Geräte, die seinerzeit gute Mittelklasse waren und auch heute noch mit einem guten Tonabnehmersystem wunderbar Platten abspielen können (klar, wenn 'dahinter' auch eine vernünftige Stereoanlage hängt ;) ):

Technics
Thorens
Dual
Lenco (als Lenco noch eine Schweizer Firma war, also L75/Riemenantrieb oder L90/Direktantrieb)

Pioneer habe ich ausgelassen, weil diese Plattenspieler während Jahrzehnten de facto-Standard von DJs waren und deshalb die Gefahr besteht, dass gebrauchte Pioneer-Geräte seinerzeit auch von "Amateuren" für Scratching-Versuche missbraucht wurden. Bei Technics-Geräten sollte diesem Aspekt auch Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Wenn man nur kurz googelt, sieht man, dass 'legendäre' Geräte im Kleinanzeigenmarkt teilweise immer noch Preise von mehreren hundert Euro erzielen. Lohnt sich also, den Markt nach Schnäppchen abzusuchen :)

edit: FranzvonAssisi hat übrigens völlig recht ! Plattenspieler braucht stabilen und rüttelfreien Unterbau.
 
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n8mahr

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Würde nur gebraucht kaufen, wenn du
a) dich mit der Materie beschäftigen willst oder
b) einen Kumpel hast, der sich auskennt.

Ein gebrauchter Dreher kann ein beschädigtes Lager haben, ausgenudelten Antrieb (wenn Riemen: wechseln ist einfach), Tonabnehmer kann beschädigt sein etc... und die Zeit für Schnäppchen auf dem Gebrauchtmarkt ist absolut vorbei.

Sollte obiges gegeben sein:
Als Einstiegsgerät ist (aus meiner Sicht) ein zB schöner gebrauchter Thorens TD280 (MK1/2/3) vielen Geräten bis 200€ vorzuziehen, aber das ist Geschmackssache. Dann noch einen simplen Einstiegs-Tonabnehmer dran (AT95--) und es darf gelauscht werden. Aufrüsten kannst du dann, sobald du ein Gefühl für die Sache entwickelt hast.
 

Rumpelx3

Lt. Junior Grade
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Wow, danke!

Rüttelfrei ist jetzt nicht so das Thema. Der Schrank steht auf einer Steinplatte und ist mit spykes versehen. Da dürfte eigentlich nichts wackeln.

Zum Gebrauchtkauf:
Ich werde mich, da das Thema irgendwie doch interessant ist, mal vernünftig einlesen.
Reparaturen sind nicht das Problem. Ich hab mehrere Elektriker und Mechatroniker im Bekanntenkreis.

Ich werde auch mal schauen, wo bei mir in der Nähe der nächste vernünftige Laden für Lautsprecher ist. Die werden mit Sicherheit auch Plattenspieler da haben.

Edit: der Plattenspieler wird dann am oben genannten Verstärker hängen. Der betreibt zwei nubox 381. Zusätzlich noch einen Jamo sub 660.
 
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w764

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Ein kleiner Reloop, Thorens oder Pro-ject als Komplettset mit Tonabnehmer ist, wenn es um Neuware geht, schon mal ein guter Start, z.B. bei www.fono.de. Vor zwei Wochen hätte ich dir noch meinen TD-145 MKII anbieten können, der kommendes Jahr durch ich-weiss-noch-nicht-was ersetzt wird :).

Achte beim Tonabnehmer darauf, dass es ein MM ist. Du bräuchtest für deinen RX-497 sonst noch einen MC-Preamp, für den dann nochmal ca. € 50-100.- fällig werden.
 

stummerwinter

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Wenn Gebraucht iO ist, würde ich da zuschlagen...die neuen DUAL haben nichts mit den alten gemein...


Die erste Frage wäre:
Manuell? Halbautomat? Vollautomat?

Optik: eher richtung Dual, Technics oder Thorens

Hier verweise ich mal auf den Bilder-Thread im Hifi-Forum: *klick*

Neben den bekannten obigen Drei, durchaus mal weiter schauen zB SABA, ITT, Hitachi, AKAI...

Technisch:

Dual: neben ein wenig Öl geht im Prinzip nur der Steuerpimpel und Knallfrosch kaputt (spezialisiert: Dual-Board)

Tip: 506, 601, 606, 621 mit einem Shure M75 (gibt gute Nachbaunadeln bei Cleorec), M91, M95 oder DUAL M20e (hier gibt es noch sehr gute Originalnadeln)

Technics: eigentlich keine Probleme bekannt bei den meisten Modellen

Tip: SL-Q2 mit zB 270CII

Thorens: Riemen, Endschaschaltung

Tip: TD 280 (MK nix ~ IV)

In allen Fällen, Dreher und Platten brauchen Zuneigung...;)

Poste mal, in welcher Region Du wohnst, dann könnte man zB in Kleinanzeigen schauen...

Tante Edit: der Phono-Eingang sieht ganz gut aus, hat wenn ich das richtig sehe eine Anschlusskapazität von 220 pF (such mal nach Anschlusskapazität Phono)
 
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Elcrian

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