Einen Weg ohne Microsoft bestreiten

Daniel Albert

Lt. Commander
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Okt. 2007
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Hallo,

wir wollen bei uns im Unternehmen einen Feldversuch starten und komplett von Microsoft weg, da die Lizenzkosten einiges der monatlichen Ausgaben ausmachen.

Problem ist, wir haben viele Nutzer, die sich gerade an Outlook / Word / Excel usw. gewöhnt haben und ein Umstieg mit komplett anderen Aufbau schwer wird.

Es fängt schon beim Betriebssystem an. Aktuell haben wir WInXP und Win7 System am laufen.

Hier soll ein Linux mit Windows Oberfläche her wie Zorin OS.
zweiter Punkt wäre Outlook. Hier ist die Exchange funktion sehr wichtig + Aufgaben, Kalender, Kontakte, öffentliche Ordner, - Gedacht haben wir da an Thunderbird und Sunbird wobei hier das Problem ist, es sind 2 Programme, wenn es dies in einem gäbe wäre das super
Bei Office sollte die Menüführung gleich sein und auch die Kompatibilität zu Vorlagen aus Office 2003 oder 2010.

Hier möchte ich euer Fachwissen ein wenig nutzen und über Brainstorming die beste Lösung erzielen

Was würdet ihr denn Vorschlagen ?

Gruß Daniel
 
Statt MS Office könnte man Open Office nutzen.
 
Es gibt eine outlookänhliche Alternative von IBM Lotus Notes. Damit kann man ähnlich wie mit Exchange (in diesem Fall ein Domino Server) arbeiten, EMails schreiben, Kontakte, Kalender etc. und alles in einer Software. Die läuft auch unter Linux.
http://www-01.ibm.com/software/de/lotus/
 
Mein tipp.
Im proffessionellen Bereich sollte man nicht auf open Source Software setzen. Es gibt da einfach keine Sicherheit oder Support.
Einzige alternative wäre apple. Aber das ist eher noch teurer.
 
naja an der Bedienung von Alternativen für Windows & Office ... scheitert es meistens nicht, wenn ne gute IT da ist.
Das Problem ist das es leider genug "Firmensoftware" gibt, die für eine Firma existenziell notwendig sind die es nur als Windowsversion gibt!
 
Das ist schon ein großer Schritt den ihr euch da vornehmt. Warum nicht erst mal im Detail prüfen, welche Lizenzen den Löwenanteil ausmachen und dort den Hebel ansetzen. Die Betriebssysteme selbst werden es wohl kaum sein.
 
@SaHo81
Aber Lotus is doch auch nicht umsonst, oder?
Also seh ich da keinen Sinn in nem Wechsel.

Die XP Lizenzen können in 6 Monaten eh in die Tonne, also da muß n neues OS her.
Wenn die Domänenfunktion nicht benötigt wird reicht n Windows 7 home premium für 30 EUR.
Das is kostentechnisch mMn günstiger als n Linux zusätzlich zu implementieren.

Bei Office würd ich vll einfach mal 2 oder 3 PCs mit Open Office bestücken und da die Mitarbeiter n bischen dran "schulen" ob sie damit zurecht kommen.
 
Das mit dem fehlenden Support/Sicherheit bei Open Source Software sehe ich etwas positiver als "derMutant".
Firmen wie Suse und diverse andere Systemhäuser bieten professionellen Support an, selbst IBM supporten ihr Linux auf deren Rechnern.

Die Sicherheit ergibt sich auch aus der Software heraus, da es keine besser dokumentierte Software gibt.

Und ja, einen erhöhten Administrationsaufwand wird es geben und einige Überzeugungsarbeit bei den Benutzern.
Mir persönlich fiel der Umstieg von MS-Office zu LibreOffice/OpenOffice nicht wirklich schwer. Zudem gibt es im Netz diverse Unterstützungsseiten und Anleitungen für die Umsetzungsprobleme.

Mein Tipp: Keinen Schnellschuß veranstalten, denn dieser geht bestimmt in die Hose und eine zweite Chance wird Dir kaum gegeben werden für solch eine Migration. Eine saubere und detaillierte Vorplanung ist unbedingt erforderlich. Hier würde ich die Hilfe eines passenden Systemhauses in Anspruch nehmen.
 
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U-L-T-R-A schrieb:
@SaHo81
Aber Lotus is doch auch nicht umsonst, oder?
Also seh ich da keinen Sinn in nem Wechsel.

Ich kenne nicht die Preise, aber ich weiß, dass IBM wesentlich weniger als Microsoft für seine Lizenzen verlangt!
 
Die Lizenzkosten sind völlig Pipifax gegen den Umgewöhnungs, Portierungsaufwand, Kompatibilitätsprobleme und und und...
Feilt lieber an der optimalen Nutzung der bestehenden Software und Hardware.
Wäre bei uns z.B das Netzwerk/Server fixer und ich müsste nicht auf jeden Seitenaufbau der mit der Datenbank zusammenhängt sekundenlange warten, wären da bei gut 1000 Rechnern in der Bude enorme Einsparungen vorhanden.

Office in seinen verschiedenen Versionen ist nichtmal zu sich selber 100% kompatibel :)
Das dann von anderen Paketen zu verlangen ist verwegen :D
An euerer Stelle würde ich einen Feldversuch zu Win 8.1 + Office 360 testen.(samt passender Hardware)

Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.

Von welcher Firmengröße reden wir?
 
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@SaHo81
dann is aber die Frage ob sich n Wechsel lohnt.
man spart n bischen an der Lizenz (evtl), muß aber mehr administrieren und hat idR auch mehr Probleme.

@Marius
Wäre halt zu überlegen. Dazu müßte der TE mehr Infos raushauen :D
Naja mit 8.1 würd ich noch warten. Und ohne touchscreen seh ich da keinen Mehrwert zu 7.
Bis der support für 7 ausläuft is eh Win 9 da. Kosten sprechen atm für 7.

Wie Green Mamba schon meinte. Um Wieviele Lizenzen und für welche SW geht es?
Sind wirklich nur die XP Lizenzen kurz vorm ablaufen, lohnt kein neues Office, Linux oder Groupware.
Wenn aber etliche Office Lizenzen ebenfalls ablaufen könnte man über nen Umstieg auf z.B. Open Office nachdenken (man sollte aber vorher die Mitarbeiter mal das Office testen lassen)
 
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Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass es funktionieren kann. Eins der wohl bekanntersten ist LiMux

Wenn es eine ganze Stadt schafft auf Linux umzusteigen, warum dann nicht auch ein Betrieb?
Oder anders gesagt: Wenn es für eine Stadt lohnt auf Linux umzusteigen, warum nicht für einen Betrieb?

Es mag sein, dass sich am Anfang die Kosten für den Umstieg nicht rechnen... aber auf lange Sicht...

Dieser Umstieg findet ja nicht von heute auf morgen statt, sondern eher in einem Zeitraum von 2-5 Jahren.

Ich würde tatsächlich Ubuntu empfehlen. Die Community ist nach wie vor groß, ist relativ leicht zu lernen und Unity läuft auch auf alter oder nicht potenter Hardware.

Sicherheit ist in Zeiten von NSA-Skandal anders zu Bewerten als früher. Wer weiß ob Windows und Co. nicht eine schöne NSA-Backdoor haben?
 
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Limux soll funktioniert haben? Da gibts es aber auch ganz andere Berichte....

Ich seh das genauso wie Marius, der Aufwand und Stress den ihr mit der Umgestellung haben werdet steht in keinem Verhältnis zu den gesparten Kosten. Gerade die Kombination Active Directory, Exchange und die Office Produkte ist jeder Open Source Software weit voraus. Die meisten Anwender kennen sich damit schon aus und die meisten Administratoren sind auch damit vertraut.
Dann kommt die erste Branchensoftware (welche Branche ist es bei dir überhaupt?) die nur auf Windows läuft und schon müsst ihr wieder Klimmzüge machen.
 
ne windows 7 pro lizenz kostet 30€, die arbeitsstunden eines ingenieurs kostet in der woche nicht selten 3.000€, ich versteh das problem nicht.
 
Linux Mint 15 KDE anstatt Windows
Firefox anstatt dem IE
Libre Office anstatt MS Office. ( Open Office wird nicht mehr so aktiv weiterentwickelt )
Thunderbird anstelle von Outlook

Ich würde das auch schrittweise durchführen und auf die möglichen Lizenzkosteneinsparungen schauen.
Sprich Firefox, Thunderbird und Libre Office laufen auch auf Windows. Versucht dort erstmal die Umstellung.
 
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schliesse mich der aussage von suxxess an, erstmal eine oder mehrere kisten mit der software auf windows aufsetzen und die leute ausprobieren lassen, so nach dem motto "schaut schonmal, das kommt demnächst" damit die leute die programme kennen lernen. einer je abteilung arbeitet sich eine und gibt die infos weiter wo was anders läuft als sonst gewohnt.
dann wenn die leizenzen dann wirklich auslaufen, stück für stück umstellen, dann mit redhat, ibm oder suse, da hat man eine grosse firma mit gutem support dahinter und wenn man dann alle admins eingewöhnt hat geht es auch mit anderen linux-distris und ohne supp-firma, wenn die admin's das nicht eh schon hinkriegen.

den einwand mit dem mehr an administration und aufwand versteh ich nicht so wirklich, den hat man nur zu anfang, später dürfte das kaum mehr sein wie zu jedem anderen system.
profi-support ist kein thema, dafür gibt's firmen genug.
sicherheit ist auch kein thema, linux steht da für sich.

mfg
robert
 
Limux soll funktioniert haben? Da gibts es aber auch ganz andere Berichte....

Ich habe nie behauptet dass der Umstieg auf LiMux auf anhieb und ohne Probleme funktioniert hat...

Dieses Projekt zeigt aber recht eindrucksvoll das es möglich ist.

Natürlich macht der Umstieg an sich erstmal Kopfschmerzen, und es wird sich nicht nach dem ersten Tag rechnen.

Der Umstieg von Windows XP/7 auf Windows 8(.1) ist bestimmt in einigen Firmen auch nicht leicht. Und wer weiß was Microsoft als nächstes einfällt, wass sie unbedingt durchziehen wollen. Damit meine ich die aufgezwungene Metro-Oberfläche. Was ist wenn MS noch einen Trend total verpennt? Oder MS eines Tages keinen Fuß mehr bei normalen Rechnern fassen kann? (wie aktuell auf mobilen Endgeräten).

Kleine digitale Evolutionen passieren innerhalb von 2 Jahren.

Ich für meinen Teil glaube ja, dass auch der Bürorechner irgendwann von irgendetwas anderem verdrängt wird.

Wer hätte gedacht das es in Krankenhäusern jetzt schon durchaus üblich ist, dass Ärtze, Krankenschwestern und Helfer mit einem Tablett rumlaufen. Das hätte vor 2 Jahren auch niemand gedacht. Und auf diesen Tabletts läuft Android. Da hatten die Mitarbeiter auch keine Probleme mit dem Umstieg.

damit die leute die programme kennen lernen.
Die Programme funktionieren genau so wie bei Windows. Wie kommen die Leute darauf das Linux-Programme anders funktionieren als auf Windows?
 
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Ich würde die Leute erst einmal Stück für Stück mit der Software umstellen.
Microsoft Office durch OpenOffice ersetzen.

Anschliessend die Groupware.
Und dann alle neuen Rechner oder die mit XP Stück für Stück auf Linux umstellen.

Mit der Umstellung auf Linux selbst sehe ich kein Problem - sieht halt der "Speichern unter" Dialog und das "Startmenü" anders aus. Den User interessiert das erfahrungsgemäß nicht!

​Gruß.
 
Suxxess schrieb:
Linux Mint 15 KDE anstatt Windows
Firefox anstatt dem IE
Libre Office anstatt MS Office. ( Open Office wird nicht mehr so aktiv weiterentwickelt )
...

@TE
Irgendwas auffällig? Hätte ich ein mittelständisches start up Unternehmen am Laufen, würde ich ganz klar auf eine stabile Büro Infrastruktur setzen. Jeder Auftrag zählt nun mal. Oder hast du Lust deinen Korrespondenzpartnern immer wieder erklären zu müssen warum ihr das aktuelle Word Format nicht mehr öffnen könnt?

Z.B. verwendete mein früherer Arbeitgeber (wohlgemerkt) Office 2003, während ich privat office 2010 benutzte. Selbst wenn ich meine Arbeitsdokumente im Kompatibilitätsmodus gespeichert habe, waren die Bürorechner zu blöd die Formatierung korrekt darzustellen!

Microsoft wird immer wieder was neues einfallen um sowohl die open source als auch die eigene windows community damit zu beschäftigen Kompatibilität zum neuen Format aufrecht zu erhalten.
Einzige Alternative im professionellen Bereich ist mMn Apple!
 
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