Einspielzeit von (Heim)Kopfhörern?

dandy.s

Ensign
Registriert
Jan. 2007
Beiträge
153
Frage an die Spezialisten: Wie lange muss ich bei einem Heimkopfhörer Einspielzeit einkalkulieren? DH bis der KH seine vollen klanglichen Eigenschaften ausspielt? Sicher gibt es hier einige Unterschiede, doch hat jemand Erfahrungen gemacht die er mir hier mitteilen kann? Ich hab mir mehrere KH bestellt und teste der Reihe nach durch. Von Sennheiser den HD 558 und den HD 598 von Beyerdynamik den DT 990 Pro und von AKG den K601.
 
10-12 Stunden unterschiedlichster Mucke rein.

Manche sagen, da ändert sich nix, andere sagen einspielen lassen ist schon wichtig.

Aberglaube oder nicht, ich selber lass auch immer erstmal 10-12h durchlaufen.
 
Geht es bei der Einspielzeit nicht eher darum sich an die neue Klangfarbe und Dynamik des KH zu gewöhnen?

Physikalisch gesehen kann sich doch bei Spule und Magnet nicht viel verändern, oder lieg ich hier falsch?
 
Mein HD 598 hat als er neu war noch sehr dumpf geklungen. Bass war nicht kräftig genug und die Höhen hörten sich ziemlich verzerrt an.
Nach 2h war es merklich besser, wie lange die KH allerding gebraucht haben bis sie perfekt waren, kann ich schwer sagen.
Es ist auf jeden Fall was an der Einspielzeit dran.
 
Was sich da einspielt ist maximal dein Gehirn XD es gewöhnt sich an den neuen Kopfhörer.
Am Klang an sich ändert jede Einspielzeit nichts. Das müsste sonst ja Messbar sein.
 
ich denke schon das sich die lautsprecher einspielen müssen...
da bewegt sich ja die membran... vllt wird die dann weicher oder so?
 
Ja Einspielzeit hat schon seinen Zweck, durch die Bewegung der Membrane wird die Sicke flüssiger, so klingt der LS nach einer Zeit dynamischer.
 
Das ist eben das was ich meinte :)

Die einen ja, die anderen ach quatsch.

Am besten über Nacht einfach einspielen lassen und dann ist man auf der sicheren Seite, tut keinem weh und man braucht sich keinen Kopf drüber machen obs jetzt was gebracht hat oder nicht, weil man vorher ja nichta angehört hat.

So wie du es machst, also mehrere KH holen und daheim ausprobieren ist die beste Sache.
 
Du kannst ja mal bei allen ein wenig reinhören. Falls dir auffällt, dass bestimmte Töne nicht richtig gespielt werden, kannst du dir das notieren. Danach lässt du alle ca. 10 - 20 Std. einspielen (so genau weiß das keiner). Danach hörst du dir die gleichen Musikstücke nochmal an, ob sich was verändert hat.

Ob es eine Einspielzeit gibt ist schwer zu sagen. Ich meine schon, dass sich bei meinem ein wenig getan hat. Die Höhen sind nicht mehr so krass und der Bass ist "besser".

(Bei meinem Vergleichshören zwischen AKG K 601 und Sennheiser HD 598 hat der Sennheiser übrigens verloren. Er ist nicht so detailliert und bequem wie der AKG.)
 
datvader schrieb:
Ja Einspielzeit hat schon seinen Zweck, durch die Bewegung der Membrane wird die Sicke flüssiger, so klingt der LS nach einer Zeit dynamischer.

Bitte nicht so tun als wäre es wissenschaftlich bewiesen. Das ist es ebend nicht und selbst Herr Nubert bezweifelt den Einspieleffekt.

Die Aussagen also bitte als Vermutung kennzeichnen.


Ich halte es für Vodoo - bei Kopfhörern besonders :)
 
ich denke auch is nicht hörbar evtl. 2 Stunden aber 10-12 Stunden völlig übertrieben

und sind ja auch keine Lautsprecher
 
Ich bin mir sicher, dass es zumindest bei KH tatsächlich ein "Einspielen" gibt und das lässt sich auch ganz leicht nachweisen!
Einfach mal den KH aufsetzen und während die Musik läuft sanft die Ohrmuscheln per Hand andrücken. Dadurch dass die Membran näher am Ohr ist kommt mehr Bass an und es klingt "fülliger". Genau dieser Effekt tritt ein, wenn die Ohrpolster mit der Zeit weicher werden und nachgeben. ;)
Außerdem könnte man Argumentieren, dass sich die Ohrpolster besser der Kopfform anpassen wenn sie weicher und lange getragen sind und dadurch besser abdichten, was ebenfalls dem Klang zugute kommen könnte.
Einen "echtes" Einspielen in dem Sinne, dass die Membran sich irgendwie verändern sollte wage ich mal stark zu bezweifeln. Nicht nur dass Herr Nubert selbst den Einspieleffekt abstreitet, so hab ich noch bei keinem anderen seriösen Hersteller irgendwas zu einer Einspielzeit gelesen, da kommt der Effekt wohl eher durch Gewöhnung an den Klang oder Autosuggestion ("Der KH hat jetzt über Nacht 10 Stunden gespielt also MUSS er besser klingen"). Wenn der Klang durch soetwas wie ein Einspielen tatsächlich nochmal hörbar besser werden würde, gehe ich doch mal stark davon aus, dass die Hersteller entsprechend reagiert hätten und entweder ihre Membranen schon vor Zusammenbau bei der Herstellung "einspielen"/Auslenken oder einfach anderes Material verwenden würden.
 
Zuletzt bearbeitet:
... und selbst Herr Nubert bezweifelt den Einspieleffekt.

Na wenn der Herr Nubert das bezweifelt muss es ja stimmen. :rolleyes:


Lautsprecher und insbesondere Kopfhörer benötigen, je nach Typ eine unterschiedlich lange Einspielzeit. Messen kann man sowas natürlich, siehe hier


Regt vielleicht mal zum nachdenken an. ;)


Andreas
 
@zelpa
Hab es zwar nur kurz überflogen, da geht es aber nicht um einen Kopfhörer, sondern um selbst gebaute Lautsprecher.
Mal kurz ein Paar Sachen die sich da in 3 Monaten verändert haben könnten.
Das Holz trocknet oder zieht Wasser, der Leim härtet aus etc.
Zu den Lautsprechern selbst, klar es gibt wie überall eine Abnutzung wodurch sich der Klang sicher etwas ändern kann. Aber das passiert nicht innerhalb von Stunden. ;)

Aber das wird wohl eine Glaubensfrage bleiben, wie Wiedergeburt oder Himmel etc.
 
Zwischen den Messungen liegen 3 Monate. Wenn man genau hinsieht, dann ist der Frequenzverlauf im Rahmen der Messgenauigkeit exakt gleich bis auf den Hochton, wo es plötzlich deutliche Abweichungen gibt.
Gerade durch die starke Bündelung des Hochtons ist es dabei sehr leicht, schon durch eine kleine Veränderung der Position des Mikros zum Lautsprecher oder deren Abstand einen anderen Verlauf aufzuzeichnen.
Deshalb gehe ich an der Stelle einfach mal von einem Messfehler aus, sonst wären wohl auch die restlichen Frequenzen betroffen, allein schon weil in fast allen Berichten vom Einspielen immer von einer besseren Basswiedergabe berichtet wird, was hier ja eindeutig nicht der Fall ist.

Und ja, ich schenke den Aussagen von Herr Nubert der seit vielen Jahren jeden Tag mit Lautsprecherbau und Messungen zu tun hat und jede Menge Equipment und Know-How zur Verfügung hat mehr Glauben als jedem "Audiophilen". Es gibt so viel Unsinn zum Thema HiFi den die Leute glauben und wofür sie auch noch tausende von Euros hinlegen daher steht das bei mir in einer Reihe mit Kabelklang, Verstärkerklang, CD-Player-Klang, Klangschalen, Digitalklang/Analogklang, Klangverlust bei Mp3s mit hohen Bitraten und was es noch so an sonderlichem Voodooo gibt.
 
Hätte gar nicht gedacht, dass dieses Thema solch einen Disput auslöst. Ich habe mal neugierigerweise eine Anfrage an Sennheiser und Beyerdynamic geschickt. Bin gespannt auf das Statement der Hersteller. Ich werd das dann hier posten. Schaun wir mal!
 
Zuletzt bearbeitet:
und hier die nummer 1:

Sehr geehrter Herr Seidel,

folgende Antwort auf Ihre Anfrage möchten wir Ihnen auf diesem Wege übermitteln:
Unsere Kopfhörer benötigen keine Einspielzeit. Das volle Klangvolumen kann von Anfang an gehört werden. Ob das volle Klangvolumen gehört werden kann ist unter anderem abhängig von der verwendeten Audioquelle.

Sollten Sie weitere Fragen zu unseren Produkten haben, wenden Sie sich bitte erneut an uns.

Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen.

Viele Grüße
Ihr Sennheiser Kundenservice

i.A. Dominique Ruthenbeck
Ergänzung ()

Von Beyerdynamic war bisher keine Stellungnahme zu bekommen, keine Reaktion.
 
Zurück
Oben