Elektrotechniknachhilfe: Was bedeuten genau Watt, Va und Cos?

MarcDK

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Hi!

Ich habe heute mal ein Strommeßgerät aus der Uni an meinem Computer und diverse andere Geräte angeschlossen. Das Gerät zeigt z.B. bei meinem PC folgendes an:

102 W
100 VA
0,97 cos

Was bedeutet das genau? Ich habe zwar eine ungefähre Vorstellung, was Watt sind und das COS den Wirkungsgrad anzeigt auch aber was sind VA? Ampere? Und wie kann ich errechnen was mich das pro Stunde kostet? Was kostet ungefähr eine Kilowattstunde? Ich müsste sonst mal auf der WG Stromrechnung gucken aber so ungefähr würde mir schon reichen.

Kann mir jemand helfen?
 

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Du bezahlst die Watt (Wirkleistung).
"Cos" ist auch nicht der Wirkungsgrad, sondern der Leistungsfaktor = Verhaeltnis von Wirkleistung zu Scheinleistung = W/VA

VA ist NICHT die Blindleistung sondern die Scheinleistung (=Summe aus Wirkleistung + Blindleistung)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ok, was bedeutet das jetzt? Jemand anderes meinte eben zu mir, dass ich die VA bezahle?
 
Zuletzt bearbeitet:
Du bezahlst die Wattstunden, also den Quotienten aus Watt/Stunde - d.h. eine 1kW Glühbirne kostet dich, wenn sie eine Stunde brennt 20ct oder was halt ne Kilowattstunde Strom so kostet.
 
Die Leistung, die dein System tatsächlich frisst, zahlst du auch, aslo die Watt. Die VA sind nur die Scheinleistung (entstehen beim Wechselstrom halt, glaub ich^^)
 
ist dann dieser Satz richtig:

Eine Kilowattstunde kostet ungefähr 17cent und bezeichnet 1000 Watt die pro Stunde verbraucht wurden. Wenn mein PC im Desktopbetrieb 100 Watt verbraucht, dann kostet das pro Stunde 1,7cent und pro Tag fast 50 cent.
 
Ja, dieser Satz ist dann fast richtig, der Rechner verbraucht dann am Tag für 24h*1,7ct/h=40,8ct Strom.
 
Lion88 schrieb:
Die VA sind nur die Scheinleistung (entstehen beim Wechselstrom halt, glaub ich^^)

Die VA beinhalten die Blindleistung, die es in der Tat nur bei Wechselspannung gibt. Bauteile, die Blindleistung verbrauchen sind Spulen und Kondensatoren.

Die Leistung P ergibt sich bei Gleichspannung als Produkt U*I.
Bei Wechselspannung sind aber U, I zeitlich veränderlich, also U(t) und I(t).
Bei Wirkleistungsverbrauchern sind die Sinuskurven U(t) und I(t) deckungsgleich ("in Phase"), bei Spulen und Kondesatoren ergibt sich eine Verschiebung der Kurven gegeneinander um 90°, d.h. immer wenn der Strom maximal ist ist die Spannung 0 und umgekehrt, hier sieht man für diese Punkte schon, daß keine Wirkleistung aufgenommen wird (U(t)*I(t)=0). Zwischen diesen Maximalwerten nehmen Spule/Kondesnator in der einen Halbperiode des Sinus Leistung auf und geben sie in der zweiten Halbperiode wieder ab, so daß auch hier in der Summe keine Wirkleistung verbraucht wird.
 
Ah, kisser, dann kannst du mir sicher noch die Frage beantworten, was bei der SPule vorauseilt, Spannung oder Stromstärke :-)
 
Ohne den Anspruch zu erheben die Materie noch zu verstehen: Bei der Spule eilt die Spannung dem Strom voraus.
 

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Spule: U(t)= L*dI(t)/dt

Wenn I(t) = i_max*sin(wt), dann ist U(t) = u_max*cos(wt), d.h sie Spannung eilt dem Strom um 90° voraus.
 
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