Eltern spionieren?

Hmm... gemessen an den Blödsinn den wir früher gemacht haben... kann ich da im Vergleich nichts wirklich schlimmes sehen.

Was ich viel eher sehe, sind Eltern die sich scheinbar lange nicht drum gekümmert haben was der Junior treibt und nun durch (teils echt schwachsinnige) Berichterstattungen hypersensibilisiert worden sind.

Denn lustiger Weise, habe ich in letzter Zeit häufiger genau sowas beobachten dürfen in der Verwandtschaft.
Anstatt die Gründe zu erörtern, werden einfach Dinge verboten mit denen sich derjenige vorher beschäftigt hat.
Ob diese dazu beigetragen haben, ist erstmal völlig nebensächlich.
Warum sollte man sonst eine Gitarre einkassieren? :freak:

Und das Wie sie an die Informationen gekommen sind, ist auch eine heitere Sache.
Zum einen gehört das Haus Deinen Eltern... also können sie "erstmal" machen was sie wollen.
Dabei sollte man aber nichts desto trotz die Privatsphäre erhalten.
Es sei denn... Du hast Deinen Eltern einen guten Grund gegeben "mal auf Suche" zu gehen.
 
Ja, das ist das, was ich teilweise auch recht bedenklich finde.
Bestrafen, ohne genaue Gründe oder einfach mal miteinander zu reden ohne dabei Vorwürfe zu machen. Sanktionen sind in Maßen ok, wenn es nicht anders geht, aber nicht unbedingt so. Das erinnert mich gerade an eine Vertretungslehrerin, die ich mal hatte. Folgendes ist in der ersten Stunde mit ihr passiert.
Jemand hatte irgendwie gestört und schon kamen Zwischenrufe "Das gibt jetzt aber einen Klassenbucheintrag." Aber diese Lehrerin, übrigens im Fach Familienhauswesen, hat dann nur entgegnet : "Muss es denn immer Bestrafung sein?". Dann waren alle still und das hat mich wirklich beeindruckt, diese einfache Frage, wie sie so viel symbolisieren kann. Ganz unerwartet. Das war einer der wenigen Momente, wo ich auf die Schule stolz sein konnte und was mich gefreut habe, in dem Unterricht zu sein.
 
hi erstmal. Also ich bin jetz 20, wenn ich denke was ich zum teil für sch*iss gebaut habe wie ich klein war.... hier mal paar beispiele:

-mit 5 haben wir mal aus allen fahrrädern auf dem schulhof die luft rausgelassen, war sehr amüsant
-mit 6 habe ich mit einem freund zum ersten mal heimlich geraucht, worauf meine mutter zufällig (!!!) vorbeikam --> riesenkrach !
-mit 7 habe ich mit zwei freunden in jede öffentliche toilette gross und fett geschrieben "hier sass ein man aus süditalien, mit winzig kleinen genitalien", bis uns dann ein bulle gesehen hat und dann mussten wir aufs revier und blablabla
-mit 8 war ich zum ersten mal besoffen weil der vater von einem freund wo wir übernachteet haben sein bier im kühlschrank hatte. Also sind wir um 11uhr nachts im garten rumgetorkelt und haben gegrölt was das zeug hält.
-ebenfalls mit 8: es gab eine baustelle von einem hochhaus bei uns wo überall stand: betreten verboten (...) und so zeugs, ein grund für uns um gerade DOCH dahinzugehen. Dann haben wir mit den spraydosen rumgesaut und sind auf die gerüste geklettert bis die bullen uns runtergeholt haben

Klar wurde ich bei all den sachen zusammengeschissen und gestraft, aber zum psychologen ? niemals, auf den unsinn muss man ja mal kommen.

ich finde das unsinn dass deine eltern dich behandeln wie einen 2jährigen, aber du musst verstehen: Privates (wie dein alkoholfilm) GEHÖRT NICHT INS INTERNET ! den shizzle kriegst du niewieder raus ! es braucht nur einer aus deiner klasse den du nicht magst den film zu speichern und kann dich damit erpressen, z.b er schickt es anonym an deinen direktor oder eltern oder wiess ich wen. Auch jahre später bei einer bewerbung kann dir das den kopf kosten. Bitte lass so unsinn einfach sein, denn wenn ihr obendrein noch "whitepower" gerufen habt dann könnt ihr sogar eine anzeige wegen rassismus bekommen.
Wegen so sachen zum psychologen ? wie alt bist du denn ? ich bin der meinung dass der psychologe erst ab 24 jahren oder so was bringt, ich meine was ich mit 16 manchmal gemacht habe an samstag abenden oder so, das glaube ich heute fast garnicht. das gehört halt dazu. Frage mal deine eltern was sie so in den jungen jahren gemacht haben, z.b. in den 70erjahren, die haben 100%ig mal Gras probiert oder so. Wahrscheinlich werden sie dich anlügen, du usst einfach so tun als wüsstest du es genau, sag zum beispiel "da hab ich aber was anderes gehört".

Cya
 
China schrieb:
Was ich viel eher sehe, sind Eltern die sich scheinbar lange nicht drum gekümmert haben was der Junior treibt und nun durch (teils echt schwachsinnige) Berichterstattungen hypersensibilisiert worden sind.

Eben. Genau das. Die verstehen nicht, was los ist, warum Du Dich so entwickelst und wollen was dagegen unternehmen.

Laut Medien sind Alkohol, Medienkonsum und Hardrock schuld und da ihnen nichts besseres einfällt, verbieten sie Dir genau das.

Darum finde ich es wichtig, daß sie von einem Fachmann erfahren, was wirklich los ist und daß ihnen ein Fachmann erklärt, ob wirklich Grund zur Sorge besteht oder nicht.

Also zu Deutsch: Zum Psychologen, aber nucht zur Therapie, sondern zur Beratung und zwar alle.
 
Naja, ich halte den Besuch beim Psychologen für einen Luxus, den man auch vermeiden könnte. Julexander macht ja nun wirklich nicht den Eindruck, dass er ein intoleranter Mensch ist, der sich jeden Moment in eine rotierende Killermaschine verwandeln könnte, auch wenn seine Eltern davon felsenfest überzeugt sind.
 
Die Frage ist, ob es überhaupt so etwas wie Killermaschinen gibt. Soweit ich weiß, haben alle Amokläufer schlimme Erlebnisse gehabt, Erniedrigungen wegen dem Glauben oder der Lebenseinstellung. Alles ist auch auf eine sehr emotionale Basis zurückzuführen, die absolut menschlich ist. Und da fragt man sich, ob nicht manchmal das soziale Umfeld der wahre Mörder ist im geistigen Sinne. Vielleicht wird man manchmal so in die Ecke gedränkt, dass man bald selbst überzeugt ist, ein Täter sein zu müssen. Täter haben nicht immer Messer und Pistole in der Hand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem ist, dass ich nun seitdem mich meine Eltern so unterdruecken, mit abends mal zum Freund gehen und so, das die das verbieten, fuehl ich mich mehr bedraengt und dadurch eher zu irgendwelchen unkontrollierten emotionalen Explosionen faehig, als es davor war, wo ich frei war, mal nen Ruendchen CS mit paar Freunden ueber TS oder abends mal weggehen mit Freunden in ein Restaurant oder Club.
 
Hast Du denn Deinen Eltern mal geschildert, dass Du Dich dadurch bedrängt fühlst und es sicher nicht weiterhilft Probleme auf diese Art mit Bestrafungen zu lösen?
 
Ne das werd ich noch machen muessen, hatte vor meine Eltern zum Psychologen mitzunehmen auch, damit er dann unparteiisch und auch mit Ahnung das kommentieren kann.
 
Ja, mitnehmen auf jeden Fall. Aber bevor es zum Gespräch mit allen Beteiligten kommt und man sich nicht traut in der Gegenwart der Eltern alles offen anzusprechen ist ein Einzelgespräch auch nicht schlecht.

Ein Psychologe kommentiert eigentlich keine Fälle, sondern versucht das innere ICH dazu zu bewegen, an die Oberfläsche zu treten mit Fragen. Das ist eine Kunst für sich und erst ab dem Punkt, wo dann die Situation geklärt ist, gibt es meistens einen Rat. Aber es wird eher angestrebt, jemanden so weit zu bringen selbst eine Lösung zu finden.
 
soulpain schrieb:
Jemand hatte irgendwie gestört und schon kamen Zwischenrufe "Das gibt jetzt aber einen Klassenbucheintrag." Aber diese Lehrerin, übrigens im Fach Familienhauswesen, hat dann nur entgegnet : "Muss es denn immer Bestrafung sein?". Dann waren alle still und das hat mich wirklich beeindruckt, diese einfache Frage, wie sie so viel symbolisieren kann. Ganz unerwartet.
Das war keine einfache Frage. Das Ganze nennt sich Psychologie. ;)




Naja, der Gang zum Psychologen muss nicht wirklich sein.
Ausser eine Kommunikation zw. dir und deinen Eltern ist nicht mehr möglich.
Was bei dir nicht der Fall zu sein scheint.



...immer diese Psychologen.
Ist denn kein Elternhaus mehr in der Lage die Kinder ohne deren Hilfe/Rat zu erziehen ?
Wo sind wir nur hingekommen ?
:rolleyes:
 
Ja, stimmt. Das ist schon so eine Frage, wie sie in dieser Fachrichtung vorkommen kann und da steckt auch viel dahinter. Aber es schien so einfach formuliert und spontan/direkt gesagt. Und es war sehr ehrlich. Diese einfache Genialität findet man nicht sehr oft.
 
...hat dann nur entgegnet : "Muss es denn immer Bestrafung sein?"...
ja aber das funktioniert nicht immer, kenne genug die sich nur denken cool die olle gibt keine strafen und munter weiter labern. also in manchen fällen hilft wirklich nur strafen oder autoritäres auftreten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es kommt auf das Maß der Strafe an und wie man diese an das Ereignis anpasst.
Und eine Autorität zu sein, bedeutet ja auch wesentlich mehr als nur das. Zumindest sollte man erstmal im vernünftigen Ton reden.
Grenzen ja, aber man muss wissen wie eng man den Zaun zieht. Mit Leuten, die ihre Freiheiten haben, kann man meist besser umgehen.
 
China schrieb:
Warum sollte man sonst eine Gitarre einkassieren?
Man nimmt dem Kind das weg womit es Spaß hat, als bestrafe.
Ist das gleiche wie mit TV, "wenn du nicht in Schulfach X, die Note Y schreibst... bekommst du 2 Wochen TV verbot"
Es gibt hallt solche und solche, die einen kapieren das sie sch**sse gebaut haben, die anderen lernen es nur durch Bestrafungen wie z.B. mit der Gitarre. ;)
 
Wenn das Kind keinen Spaß hat, langweilt es sich. Und aus Langeweile macht man manchmal Unfug. Der Unfug wird bestraft, die Folge ist wieder die selbe und immer so weiter.

Gitarre spielen ist doch eine sinnvolle Beschäftigung und zuweilen auch sehr kreativ, deshalb finde ich, es gibt andere Wege. Das mit den PC Spielen kann man durchaus verstehen, aber Musik als Aktivität ist doch sehr produktiv.
 
jap die strafe mit der Gitarre ist für mich Willkür und unpassend.
 
Das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche. ;)


Erziehung ist nicht leicht. Davon gehe ich mal von aus. Habe keine Kinder.
 
Tja ich habe auch keine Kinder, bin ja erst 18.^^
Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es die schwierigste und zeitgleich schönste Sache ist, eines heranwachsen zu sehen. Der ein oder andere wird das sicherlich bestätigen können.

Da fällt mir ein, man könnte die Zeit nutzen, in dem es das Verbot gibt, um sich mit seinen Kindern zu beschäftigen. Es mag sich altmodisch anhören, aber dann holt man eben mal die alten Brettspiele hervor oder macht zusammen Sport, wo man sich beiläufig und entspannt noch unterhalten kann.
 
soulpain schrieb:
....
Da fällt mir ein, man könnte die Zeit nutzen, in dem es das Verbot gibt, um sich mit seinen Kindern zu beschäftigen. Es mag sich altmodisch anhören, aber dann holt man eben mal die alten Brettspiele hervor oder macht zusammen Sport, wo man sich beiläufig und entspannt noch unterhalten kann.

Das ist ein wirklich interessanter Vorschlag

Ich habe ein kind - ist erst 6 Jahre und bietet da noch keine so großen Konflikte.
Ich habe auch schon Strafen verhängt - die Eltern müssen das >GLAUBT MIR`s<

Doch zu Deinem Vorschlag

Interessant deswegen

Warum macht ein Kind etwas "aus Elterlicher Sicht schlimmes"?

::: Um auf sich und seine Probleme aufmerksam zu machen? > Dann das JA
::: Weil das Kind lieber seinen Freunden folgt, um nicht als Außenseiter dazustehen? > Da wird es schon etwas differenzierter - Da kommt es aus meiner Sicht auf das an, was das Kind getan hat - denn eine Strafe soll ja bestrafen und nicht belohnen.
Eltern können nicht alles tolerieren und mit (verstärkter)Zuwendung ausgleichen.

Aber was ich an diesem Vorschlag eben gut finde ist, das ich mich selber sensibilisiere für das, für was es dem Kind wirklich geht.

Danke
 
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