Energie beim einschalten

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Gast
Was hat beim einschalten einen höheren Energiebedarf als beim anlassen?

Bei einer Leuchtstoffröhre ist es ja so das man sie anlassen sollte wenn man nur wegen ein paar Minuten sie ausmachen will.

Wie sieht es bei einer Heizung aus?
Beim PC?
Oder sonstwo?
 
fernseher ham beim ein- und ausschalten glaube auch nen derben stromverbrauch
mir hat jemand mal gesagt, dass die dabei soviel strom fressen, als wenn sie 2h laufen

festplatten brauchen glaube auch viel strom zum anlaufen
 
schön das es dich auch interessiert.
Aber ich will keine Glaubensache sondern Fakten.
Aber das mit den TV teste ich morgen. Ich mache den TV im Kinderzimmer 10x an und aus.
Dann las ich ihn 2 Stunden laufen (da gucken die Kinder bestimmt was;) ) und dann vergleiche ich. Sollte er beim 10mal anmachen weniger verbrauchen als nach 2 Stunden ist das nur ein Aberglaube:D.

Wenn einer ein Wissenschaftsforum kennt was in "Normalsprache"schreibt kann er es ja bitte nennen.

EDIT 11-12-2005
Der TV verbraucht bei 10mal an aus weniger Strom als nach 25min laufzeit. Da hat er 0,02kW verbraucht. Beim an aus hat es noch nicht mal 0.01 angezeigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Faustregel, Leuchtstoffröhren für kurze Nutzungspausen von 10 - 20 Minuten nicht auszuschalten, beruht darauf, dass Leuchtstoffröhen beim Anschaltvorgang stark gestresst werden und somit nur eine begrenzte Anzahl von Startvorgängen überleben.
Wobei diese Regel reichlich ungenau ist, denn der Stress für die Röhre hängt in hohem Maß vom Vorschaltgerät bzw. dem Starter ab. OSRAM garantiert für manche seiner Energiesparlampen sogar, dass sie den Betrieb in einer Flurbeleuchtung mit Zeitschalter sehr viel länger überleben als normale Glühlampen. Erst dann kann sich der vergleichsweise hohe Preis der Energiesparlampe sowohl über die Energiekosten als auch durch längere Wechsel-Intervalle amortisieren.

Auch für Glühlampen kann die Startphase kritisch sein, da der Widerstand des Glühfadens in kaltem Zustand vergleichsweise niedrig ist, sodass beim Anschalten ohne Strombegrenzung zunächst der drei- bis fünffache Strom fließt, wie er sich nach einigen 10 Millisekunden einstellt. Bei gewendelten Glühdrähten ergibt sich daraus über die aus dem Magnetfeld um den Glühfaden resultierenden mechanischen Kräfte eine besonders hohe Beanspruchung des Glühfadens, weshalb ein Durchbrennen häufig unmittelbar beim Einschalten erfolgt.
Bessere elektronische Halogen-Trafos begrenzen daher den maximalen Strom in der Anlaufphase der Glühlampe ("Softstart"). Nennenswerte Energieeinsparungen, die man mit Billigst-Leistungsmessgeräten oder gar am Stromzähler feststellen könnte, erhält man damit nicht, aber jeder Lampentausch kostet zumindest eine neue Glühlampe und bei professionell betriebenen Gebäuden im Regelfall mehr oder weniger viel zusätzliche Arbeitszeit. Das kann z.B. in Hörsälen mit 5m hoher Decke ganz schön aufwändig werden, weshalb man dort üblicherweise Leuchtstofflampen mit hochwertigen elektronischen Vorschaltgeräten einsetzt. Die erreichen dann Nutzungsdauern von um 18000 Stunden, was gegenüber der durchschnittlichen Lebensdauer einer konventionellen Glühlampe von um 1000 Stunden eine gewaltige Verbesserung darstellt.

Prinzipiell läuft fast immer mindestens einer der Verschleißmechanismen eines elektronischen Gerätes über die Temperaturwechsel, die durch die Erwärmung im Betrieb entstehen. Leider sind finanziell exakte Rechnungen, wann sich z.B. das Abschalten eines PCs lohnt und wann nicht, für Endverbraucher bei weitem zu aufwändig. Wer einen PC selber zusammenbaut, sollte einfach von vornherein dafür sorgen, dass so wenig wie möglich Wärme produziert und die produzierte Wärme so gut wie möglich abgeführt wird.

Bei modernen Fernsehgeräten muss man darauf vertrauen, dass sie seriös ausgelegt sind und es nicht durch eine wesentlich verringerte Lebensdauer quittieren, wenn man sie bei jeder Gelegenheit in den Standby schickt bzw. komplett abschaltet. Von einem diesbezüglichen Test habe ich aber noch nichts gehört.
 
@Herrmann:
Ich glaube, du hast da einen kleinen Rechenfehler gemacht. Wenn du ein elektrisches Gerät einschaltest, dann laden sich erstmal die Kondesatoren mit Strom voll. Das erzeugt also einen hohen Strombedarf, der dann abnimmt, wenn die Kondensatoren erstmal voll sind.
Wenn du jetzt den Fernseher einschaltest, dann werden beim ersten Mal die Kondensatoren aufgeladen. Wenn du ihn dann direkt wieder ausmachst und sofort wieder einschaltest, dann sind die Kondensatoren aber noch mit Strom gesättigt. Deswegen wird beim sofortigen Wiedereinschalten der Strombedarf nicht so hoch sein wie beim ersten Einschalten nach längerer Pause.

Wenn du einen richtigen Test machen willst, dann musst du diese Pausen miteinplanen. Sonst erscheint es dem Gerät nämlich so, als wäre ganz normaler Dauerbetrieb.

EDIT:
Diesen Effekt habe ich am eigenen Leib zu spüren bekommen, als ich meinen Verstärker an einer zu niedrig dimensionierten Sicherung betrieben habe. Diese ist dann nämlich immer beim Einschalten des Receivers geflogen. Damals musste ich mir einen Maximalstrombegrenzer zulegen, danach hatte ich keine Probleme mehr.
 
Soll das heisen das der Startstromverbrauch nicht wessentlich höher ist?
Das die ganzen Leuchtstoffröhrengeschichten nur der längeren Lebensdauer dienen?
 
Eine ebenso verbreitete falsche Annahme ist, dass Leuchtstofflampen beim Einschalten so viel Energie verbrauchen würden wie bei einem mehrstündigen Betrieb.

Langsam glaube ich es gibt mehr Aberglauben auf der Welt als Fakten:freak:

Also ist der Energyverbrauch beim einschalten pipifax und der Verschleis von Bedeutung.
 
Ja, bei Leuchstoffröhren schon. Aber alle Geräte, in denen ein Kondensator eingebaut ist, ziehen beim ersten Einschalten nach längerer Pause mehr Strom. Siehe auch mein Post oben.
 
Und dann ist der Kondensator voll und die Energie bleibt gespeichert.
Mit dem Energieinhalt im Glättungskondensator nach dem Netzgleichrichter kommt man bei üblichen PC-Netzteilen ca. 20 bis 50ms weiter. Das ist gegenüber der Energie zu vernachlässigen, die bereits in einer Sekunde Betrieb verbraucht wird.

Wer will, darf den Mehrverbrauch durchrechnen, der dadurch entsteht, dass bei kalten Festplatten die Schmierstoffe noch zäher sind. Und die Rotationsenergie, die erst einmal wieder in die anlaufenden Lüfter gesteckt werden muss. ;)
 
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