Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

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Und ich wiederhole mich, wenn ich im Thread zur Energiewende in DE (bis 2050) schreibe, dass Atomkraft dafür in DE völlig obsolet ist. Das wird zeitlich schlicht nichts mehr bis dahin.

Und ob Fusion irgendwann einmal etwas Handfestes beitragen kann, können wir heute noch nicht abschätzen. Ich denke, dass es das wird, aber das ist auch meiner Meinung nach Musik der fernen Zukunft.
 
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DerOlf schrieb:
Jedes mal haben die Folgegenerationen Lösungen geliefert ... die sich dann als noch übler erwiesen haben und nur solange als "gut" galten, wie man ihre Auswirkungen nicht verstand
Mir ging es jetzt nicht um nach mir die Sintflut.
DerOlf schrieb:
Ich denke, man sollte sich nicht auf den Fortschritt verlassen.
Wenn wir uns nicht auf den Fortschritt verlassen sind wir verlassen. Versteh mich nicht falsch ich will keine Probleme auf unsere Kinder abwälzen weil ich keinen bock drauf habe.

Aber sehen wir uns die Entwicklung der letzten 200 Jahre an halte ich es schon für fast unmöglich das wir in den nächsten 200 nicht quasi alle großen probleme der Welt zumindest im ansatz gefixt haben.

Ich verstehe durchaus was du meinst und Respektiere das. Ich denke einfach wenn ich etwas berechnen kann zu Bauen. Es aber noch nicht Bauen kann weil mir ein Material fehlt das evtl erst in 10 Jahren fertig entwickelt ist. Sollte ich nicht aufhören daran zu forschen sondern erst recht schauen das ich das hinbekomme.
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Reglohln schrieb:
Und ich wiederhole mich, wenn ich im Thread zur Energiewende in DE (bis 2050) schreibe, dass Atomkraft dafür in DE völlig obsolet ist. Das wird zeitlich schlicht nichts mehr bis dahin.
Da hast du recht DE ist was energie Angeht schon lange auf dem absteigenden Ast. Wir können froh sein das soviele Länder uns strom verkaufen. Ich hoffe aber das wir dennoch irgendwann den Arsch noch hoch bekommen und was Energieversorung angeht auf einem anderen Level agieren können.
 
Sunjy Kamikaze schrieb:
Wir können froh sein das soviele Länder uns strom verkaufen.
Das wurde doch schon mehrfach widerlegt. Unter anderem auch hier im Thread. Mal davon abgesehen, dass diese Mären von irgendwelchen Horrorszenarien, Untergängen, etc. pp. schon seit Urzeiten existieren und so in der Form eh nie eingetreten sind und auch nicht werden.

Ausnahme: Die Folgen des menschengemachten Klimawandels.
 
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Reglohln schrieb:
Das wurde doch schon mehrfach widerlegt.
Ich kann gerade Live zusehen wie wir Strom aus anderen Ländern importieren. Was genau soll da jetzt falsch dran sein bitte?
Was der rest für Szenarien sein sollen weiß ich zwar nicht aber ja.. wir sind immer noch auf dem Planeten und werden das auch noch recht lange sein. ;)
 
HtOW schrieb:
Gibt es schon ein paar Jahren in Schweden
Aha dann mal her damit! Wie heissts denn?
HtOW schrieb:
Also lieber ein ausgearbeitetes Konzept mit AKWs umsetzen und umgehend fossile Energie abschalten und dann versuchen aus der Atomenergie auszusteigen.
GIbt es aber nicht und bis Fusion, Transmutation etc. pp funktionieren UND gebaut sind, sind Jahrzehnte vergangen...
Sunjy Kamikaze schrieb:
Merk schon du kannst keinen Meter über deine dir selbst auferlegten grenzen blicken
Ich merke vor allem, dass du exakt null Fakten vorweisen kannst. Du kannst nicht mal mit den Quellen arbeiten, die man dir an die Hand gibt.
 
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Sunjy Kamikaze schrieb:
Was genau soll da jetzt falsch dran sein bitte?
Nichts. Aber wir sind anders, als du es suggeriert hattest nicht zwingend auf diesen Strom aus dem Ausland angewiesen.

Mal davon abgesehen, dass das im europäischen Strommarkt auch gar nicht per se schlecht wäre, denn genau dieses Verbundnetz ist doch gerade das Gute.
 
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Sunjy Kamikaze schrieb:
Es aber noch nicht Bauen kann weil mir ein Material fehlt das evtl erst in 10 Jahren fertig entwickelt ist. Sollte ich nicht aufhören daran zu forschen sondern erst recht schauen das ich das hinbekomme.
Da bin ich ganz klar bei dir.

Die Frage ist aber, ob man sich drauf verlassen sollte, DASS das Material rechtzeitig bereitgestellt wird.
Ich denke, man sollte nach Lösungen suchen, die keine bahnbrechend neuen Technologien erfordern ... nur für den Fall, dass neue Technologien nicht rechtzeitig bereitstehen, um unsere aktuellen und zukünftigen Probleme zu lösen. Wenn die neue Technologie dann kommt, ist es trotzdem gut, aber wenn sie nicht kommt, dann ist es auf diese Weise wenigstens nicht die Vollkatastrophe.

Ich will technologischen Fortschritt als Lösungsansatz nicht negieren, ich halte es nur für gefährlich, sich allein darauf zu verlassen.
Die erneuerbaren Energien SIND nebenbei auch ein Stück technologischer Fortschritt ... es ist nur eben nicht der, den RWE, EON und Co sich wünschen.
 
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Sunjy Kamikaze schrieb:
Ich kann gerade Live zusehen wie wir Strom aus anderen Ländern importieren.

Der Strommarkt ist signifikant komplexer als du es denkst.

Wir kaufen Strom ein ... und verkaufen ihn auch gleich wieder. Oftmals 1:1, weil wir günstig aus Skandinavien Strom erhalten und gleichzeitig Strom teurer an die Mittelmeerstaaten verkaufen können. Dann wird also unser Kohlestrom direkt nach Griechenland verkauft aber parallel Ökostrom aus Schweden importiert.

Kein Witz.

Die Stadtwerke hier haben drei gasbefeuerte Heizkraftwerke zur Stromerzeugung, trotzdem lädt man sein EV mit Ökostrom und man kann einen Ökostromtarif buchen. Einfach weil die Kraftwerke quasi für ein anderes Land laufen.

Also auf dem Papier.

In Wahrheit wird kaum ein Elektron aus den Kraftwerken jemals die Stadtgrenze überschreiten, geschweige denn in ein anderes Land gehen. Aber an der Börse kann man trotzdem damit handeln.

In der Summe ist es plusminus Null. Mal wird in die eine, mal in die andere Richtung gehandelt.

Das sieht in der Praxis so aus:

1710256773534.png


https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1380020/umfrage/deutscher-stromhandel/

Wir haben witziger Weise im Februar, wo unsere regenerative Energieträger am schwächsten sind, vorrangig nach Frankreich Strom exportiert, obwohl die doch durch ihre AKW so tolle Netzsicherheit und so haben...

Tjo, so einfach ist das halt am Strommarkt nicht.

Billiger Spitzenlaststrom beispielsweise von der Windkraft wird auch in Frankreich liebend gerne gekauft, die verkaufen dafür ihren Atomstrom an andere Länder.
 
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Buttkiss schrieb:
Abhängigkeit von Drittländern
Stimmt die Abhängigkeit ist ja durch die Energiewende so drastisch gesunken, jegliche Produktion ist aktuell vollständig an China gebunden. Ohne deren Ressourcen würde kaum eine Entwicklung passieren.

Im Verbundnetz sind wir vollständig auf Nachbarländer angewiesen wenn Lastabschaltungen nicht in Kauf genommen werden sollen, das Endlagerungsproblem gibt es bereits, ob da wenige hundert Castoren dazukommen ist irrelevant bei der vorhandenen Menge.

Bauzeiten können sehr gering sein, wie immer nur eine Frage der Fachkräfte und Infrastruktur. Wenn man nach 30 Jahren wieder eine Anlage baut braucht das nunmal seine Zeit bis die Arbeiter spezialisiert und eingearbeitet sind. siebenjahre von Sparenstich bis Synchronisation sind da eher sie Regel. Siehe China, Korea und den VAE.

Und die Kosten sind auf die Ausgelegte Betriebszeit tatsächlich sehr gering. Und liegen im Einstelligen Centberei inklusive Bau, Rückbau und die Rückstellung für die Endlagerung.

Sind nicht wirklich Argumente gegen Atomenergie sondern nur gegen unfähige Staaten die diese nutzen.

Wenn der Staat die Rücklagen anderweitig im Haushalt ausgibt, keine Laufzeitensicherheiten garantieren kann geht jedes Projekt schief.

Bei geeigneter Umsetzung sind die Anlagen deutlich billiger wie die nun notwendigen Gaskraftwerke und preiswerter wie alle fossilen Energieträger.

Ich wiederhole mich gerne, einzig der Punkt Sicherheit (Anschlag, Kriegsplatz, technischer Betrieb) sowie der Beschaffung sind kaum Argumente wirklich standhaft.

Gerne können wir das weiter ausführen aber um wirklich einen Beitrag zur Klimabilanz einzuhalten sind Kernkraftwerke neben einem effizienten Ausbau der EE die einzige Option.

Nicht ohne Grund sagt selbst die Bundesregierung, dass 36mio Tonnen CO2 durch eine Betriebsverlängerung der letzten 6 AkWs pro Jahr hätten eingespart werden können.

En Link hatte ich in diesem Threat bereits genannt.
 
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Sunjy Kamikaze schrieb:
Ich kann gerade Live zusehen wie wir Strom aus anderen Ländern importieren.
Wir sind ja auch Teil eines Verbundnetzes. Wir importieren und exportieren Strom in ständigem Austausch mit anderen Ländern. Was viele daran aber falsch verstehen: Wir tun dies nicht weil wir nicht in der Lage wären uns vollkommen selbstständig mit ausreichend Strom zu versorgen, dazu sind wir zweifelslos in der Lage, wir importieren Strom weil er zeitweise im Ausland ganz einfach billiger ist als ihn hier selbst mit mit z.B. Kohlekraft zu produzieren. Das hat rein marktwirtschafliche Gründe, wir sind nicht zwingend auf Strom aus dem Ausland angewiesen.
HtOW schrieb:
Stimmt die Abhängigkeit ist ja durch die Energiewende so drastisch gesunken, jegliche Produktion ist aktuell vollständig an China gebunden.
Stimmt, das ist sie. Denn China kann die Module nicht dadurch abschalten indem sie einfach aufhören Rohstoffe zu liefern. Auch könnten, wenn wir wollen, alle Teile einer pv-Anlage oder Windkraftanlagen problemslos in jedem Land der Welt gebaut werden. Man tut es nur nicht weil es ganz einfach billiger ist sie in China fertig zu kaufen. Trotzdem gibt es im europäischen Wirtschaftraum weit über 100 pv-Hersteller, Tendenz und Kapazitäten steigend.
Eine Abhängigkeit sieht anders aus.
HtOW schrieb:
das Endlagerungsproblem gibt es bereits, ob da wenige hundert Castoren dazukommen ist irrelevant bei der vorhandenen Menge.
Die Einstellung finde ich äußerst fragwürdig.
HtOW schrieb:
Bauzeiten können sehr gering sein, wie immer nur eine Frage der Fachkräfte und Infrastruktur. Wenn man nach 30 Jahren wieder eine Anlage baut braucht das nunmal seine Zeit bis die Arbeiter spezialisiert und eingearbeitet sind.
Siehe aktuelle Projekte weltweit. Die Länder kaufen sich das Fachpersonal in der Regel gleich mit ein, d.h. man bekommt ein all-inclusive Paket mit anschließendem x jährigen support.

...der Rest...
Atomkraft ist weltweit vollkommen zurecht auf dem Rückzug, der Anteil am Strommarkt wird immer geringer. Das einige das Thema der Störfälle oder der Endlagerung immer wieder versuchen klein zu reden finde ich grob fahrlässig. Auch wenn die CDU natürlich immer mal wieder ihr populistisches Fass aufmacht, selbst die wären nicht so blöd hier noch neue AKW Projekte an den Start zu bringen. Ok, die AFD könnte vielleicht wirklich so blöd sein aber das werden wir wohl nie erfahren.
Keine Ahnung warum dieses Thema immer noch aus der Mottenkiste geholt wird.
 
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Buttkiss schrieb:
Man tut es nur nicht weil es ganz einfach billiger ist sie in China fertig zu kaufen.
Was aber leider zu lasten der Bevölkerung und der Umwelt geht. Gerade in Sachen der Energiewende wäre es gut nichts mehr aus China zu importieren und aus Selbstversorgung zu setzen.
 
ModellbahnerTT schrieb:
Was aber leider zu lasten der Bevölkerung und der Umwelt geht. Gerade in Sachen der Energiewende wäre es gut nichts mehr aus China zu importieren und aus Selbstversorgung zu setzen.
Du Phantast.
 
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Warum?

China is wie Russland. Die werden uns so oder so irgendwann die Technologie vorenthalten wenn wir nicht zu Kreuze kriechen und tun was die wollen.
 
Welche Technologie? O.o

Also du bist da schon etwas hart im Verschwörungssumpf gerade.
 
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https://www.spiegel.de/wirtschaft/c...-liebe-a-91413e48-c91d-4c52-b1be-7c3152bbcd99
uch der Plan der FDP, eine Ausnahme für synthetische Kraftstoffe (»E-Fuels«) durchzusetzen, droht zu scheitern. Zwar hat die Kommission nach monatelangem Streit zwischen Brüssel und Berlin eine entsprechende Verordnung vorgelegt. Doch im zuständigen Gremium des EU-Rats ist Deutschland isoliert, wie es in einem internen Protokoll heißt. Kein anderes Land habe Berlin »bei der jüngsten Sitzung unterstützt«.

Nicht einmal die Autolobby steht geschlossen hinter den Plänen. Für einen späteren Ausstieg gebe es kaum Chancen, heißt es im Verband der europäischen Automobilhersteller. Pkw mit Wasserstoff oder E-Fuels zu betreiben, sei zu teuer; zudem müsste eine zusätzliche Infrastruktur für Produktion, Transport und Vertrieb der Brennstoffe aufgebaut werden. Das sei bis 2035 nicht zu schaffen. »Es macht aus unserer Sicht überhaupt keinen Sinn, jetzt einen Strategieschwenk zu vollziehen«, sagt VW-Konzernvorstand Thomas Schäfer.

So viel zum Abgesang auf das Verbrenneraus...
 
Russland ist ein ökonomischer Zwerg gegenüber China und daher alles andere als "identisch" - welche Technologie wird uns denn bitte vorenthalten? Chinas Macht fußt nicht auf Technologieführerschaft und Innovation sondern auf dessen Fertigungskapazitäten die wir in der Quantität nicht nachbilden können.
 
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Natürlich ginge das auch bei der Quantität. Aber Europa will schlicht den dafür erforderlichen Preis nicht zahlen. Das ist alles...

Es mag der Tag kommen, da wird man es müssen.

Bis dahin wird eben weiter in China produziert, wenn es in die Kalkulationen passt.
 
Es wurde nicht von Europa sondern Deutschland gesprochen und nein, auch das geht in der Quantität nicht, allein das Potential der arbeitsfähigen Bevölkerung übertrifft die Einwohnerzahl der gesamten EU um das doppelte, nur das eben in der EU ein 1 jähriger idr. nicht arbeitet.

Dazu kommt ein gewaltiges Potential an Ressourcen dass das rohstoffarme Europa nichtmal im Ansatz kompensieren kann, wer wirklich mit reiner Quantität versucht gegen China anzutreten, wird allein durch die chinesischen Skaleneffekte untergehen - darum macht das auch keiner in Europa, denn niemand kann diesen "Preis" zahlen und keiner der bei Verstand ist sollte das erzwingen.
 
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Da du mich offenbar missverstanden hast - es ging bei deiner ursprünglichen Aussage vom Wording her nicht um die Menge benötigter Roh-, Hilfs- und/oder Betriebsstoffe, sondern Produktionskapazitäten.

Mit zunehmender Automatisierung, wird die zur Verfügung stehende Arbeitsfähige Bevölkerung eher an Gewicht verlieren.

Damit soll es das auch gewesen sein.

Und was dein Einwand dem Preis angeht - du darfst das gerne so sehen. Ich sehe es anders. Alles eine Frage des politischen Willens. Zumal auch China nicht ewig billiger als alle anderen sein wird. Die Chinesen wollen ja jetzt schon nicht mehr für ein Apfel und ein Ei egal wo arbeiten gehen...
 
Zuletzt bearbeitet: (typo)
The_waron schrieb:
Russland ist ein ökonomischer Zwerg gegenüber China und daher alles andere als "identisch" - welche Technologie wird uns denn bitte vorenthalten?
Nur, weil man nichts weis, heißt es nicht, dass doch etwas da sein könnte.
The_waron schrieb:
Chinas Macht fußt nicht auf Technologieführerschaft und Innovation sondern auf dessen Fertigungskapazitäten die wir in der Quantität nicht nachbilden können.
Chinas Macht fußt darauf, dass wir Europäer und die Amerikaner dafür sorgen, dass die Technologie dort produziert wird. Meinst du nicht, dass die sich da einen gewissen Kuchen abschneiden und ihn viel billger verkaufen? Siehe Wärmepumpe und Solar. Scheint irgendwie zu funktionieren.
 
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