Energiewende in Deutschland - Geschwindigkeit - Kosten?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
naja ich denke im Endeffekt kann immer mal was kaputt gehen, aber da die meisten mittlerweile 8 Jahre/ 160-200tkm Garantie auf die Akkus geben kann das nicht so schlimm sein.

Auch beim Verbrenner hört man immer wieder von Motorschäden in den ersten 1-3 Jahren und wenig KM Laufleistung. Es ist Technik -> diese kann auch mal kaputt gehen.
 
MrMorgan schrieb:
Im allgemeinen kann man aber vermutlich sagen das die Angst vorm Batterieableben im Grunde genommen unnötig ist und vergleichbar mit der German Reichweitenangst einzuordnen ist ;)
Ganz allgemein ist Angst sehr häufig etwas sehr irrationales und deshalb auch ein ganz schlechter Berater.

Gleichwohl ist es nun mal auch eine starke Emotion, die sich nicht einfach wegdiskutieren lässt. Ich weiß auch nicht, wie man das am besten aus den Köpfen kriegt, wo Angst immer wieder mal alles vernebelt, und die Problematik gibt es leider längst nicht nur in Bezug auf E-Autos.

Nicht besser wird es aber selbstredend dadurch, dass es viele Interessengruppen gibt, welche die Angst ganz bewusst anheizen, um davon zu profitieren. In diesem Fall sind es Mineralölkonzerne wie Shell, die schon vor etlichen Jahren E-Autos als sinnlos betitelten und stattdessen Biokraftstoffe, E-Fuels oder so einen Schmarrn abfeierten. Zugegeben, mittlerweile hat sich die Ausdrucksweise etwas geändert. Aber die Vorurteile, die vor etlichen Jahren in die Welt gesetzt wurden, halten sich bis heute hartnäckig, da bin ich mir sicher.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: RedDragon83, Buttkiss und Revan1710
MrMorgan schrieb:
naja ich denke im Endeffekt kann immer mal was kaputt gehen, aber da die meisten mittlerweile 8 Jahre/ 160-200tkm Garantie auf die Akkus geben kann das nicht so schlimm sein.

Damit ist man nicht mal im Durchschnittsalter eines KFZ:

Das durchschnittliche Alter der in Deutschland gemeldeten Pkw stieg auch im Jahr 2023 weiter. Im Januar 2024 wurde mit einem Wert von 10,3 Jahren ein neuer Rekord beim Durchschnittsalter erreicht. Über zehn Jahre lang hatte das Alter, von ursprünglich acht Jahren im Jahr 2010, kontinuierlich zugenommen.
https://de.statista.com/statistik/d...chschnittliches-alter-von-pkw-in-deutschland/

Dass was kaputt geht, damit muss man rechnen. Ansonsten hätte man für einen Kleinwagen Preise jenseits der 100.000€. Aber man muss es auch reparieren können.
Ergänzung ()

OdinHades schrieb:
Ganz allgemein ist Angst sehr häufig etwas sehr irrationales und deshalb auch ein ganz schlechter Berater.
Irrational ist es ja nicht. Je nach "Glück" vernichtest du mit einem Schlag 20.000€. Das Auto ist meist das zweit teuerste oder gar das teuerste Objekt, was ein Mensch (monetär) besitzt.
 
MrMorgan schrieb:
Auch beim Verbrenner hört man immer wieder von Motorschäden in den ersten 1-3 Jahren und wenig KM Laufleistung. Es ist Technik -> diese kann auch mal kaputt gehen.

Liegt imo in erster Linie am Downsizing der Motoren, um die strengeren Grenzwerte einzuhalten.
Die Langlebigkeit eines Motors dürfte das eher nicht fördern...
 
Weniger am Downsizing, sondern mehr an der generellen Konstruktionsqualität. Meiner Wahrnehmung nach steigen Motoren bei geringerer Laufzeit eher durch Steuerketten/Zahnriemen- und Turbodefekten und den Folgeeffekten daraus aus, nicht aufgrund des kleineren Hubraums.
 
naja, wenigstens gibts diese langen Garantien -> gerade bei deutschen Herstellern muss man ja froh sein überhaupt mal 2-3 Jahre ohne Aufpreispflicht zu bekommen. Egal ob Elektro oder Verbrenner. (jetzt nicht die Akkus, da sind die deutschen ja meist recht gleich)

Mein Kumpel hat ne Werkstatt, da hab ich auch schon diverse Motorschäden an großen Motoren gesehen die weit unter 100.000km Laufleistung hatten. Es kann halt immer und überall passieren.

Komischerweise hab ich bei meinem E-Auto nur bei einer Sache wirklich "Angst" -> das bei einem Unfall die Batterie Feuer fängt - wenn man als sieht wie schnell diese Akkus brennen und in welchem Unfang macht mir das schon ein mulmiges Gefühl. Sonst gibts in Bezug auf E-Auto bei mir überhaupt keine Ängste.
 
DaDare schrieb:
Irrational ist es ja nicht. Je nach "Glück" vernichtest du mit einem Schlag 20.000€.
Das kann dir bei jeder Autofahrt passieren, trotzdem setzen die Leute sich noch jeden Tag ins Auto. Warum kann in dem einen Fall die Angst so wunderbar ausgeblendet werden und im anderen Fall beherrscht sie alles? Noch dazu geht es im einen Fall nur um blödes Geld und im anderen Fall im Zweifel auch um Leib und Leben.

Vielleicht liegt's an mir, aber da erkenne ich schon eine gewisse Irrationalität.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: chaopanda und RedDragon83
MrMorgan schrieb:
naja ich denke im Endeffekt kann immer mal was kaputt gehen, aber da die meisten mittlerweile 8 Jahre/ 160-200tkm Garantie auf die Akkus geben kann das nicht so schlimm sein.
Ohne Frage. Aber: bei meinem Auto beispielsweise kommt der Austauschmotor neu mit Anbauteilen (Lader, Einspritzanlage) 3600 € + Einbau, da liegt man dann bei 5500€. Bei einem E-Auto, was schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und die Garantie weg ist, ist ein defekter Akku oftmals ein wirtschaftlicher Totalschaden. Das schreckt ab. Beispiel Model 3: geht nach 8 Jahren der Akku Hops, sind 16 000 € fällig. Die Leute denken da mit dem Geldbeutel.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: usmave und ThomasK_7
Vigilant schrieb:
Meiner Wahrnehmung nach steigen Motoren bei geringerer Laufzeit eher durch Steuerketten/Zahnriemen- und Turbodefekten und den Folgeeffekten daraus aus, nicht aufgrund des kleineren Hubraums.
Und das rührt schon ein wenig daher, dass die kleineren Motoren eben höher belastet sind oder überhaupt einen Turbo benötigen.
 
Revan1710 schrieb:
Darum dürfen sich die Hersteller aber wohl selbst kümmern
Die Hersteller werden es so handhaben wie bisher. Die Autos werden am Ende ihrer Laufzeit schlichtweg nach Afrika exportiert und dort zerlegt. Zwar regelt das neue Gesetz theoretisch dies, wer soll aber bitteschön in den afrikanischen Ländern prüfen, ob alle Vorgaben erfüllt wurden?
Altbatterien oder Fraktionen davon, die im Einklang mit Absatz 1 des vorliegenden Artikels aus der Union ausgeführt werden, werden nur dann auf die in den Artikeln 70 und 71 festgelegten Verpflichtungen, Effizienzen und Zielvorgaben angerechnet, wenn der Ausführer der Altbatterien oder von Fraktionen davon von der zuständigen Behörde am Bestimmungsort bestätigte Nachweise dafür vorlegt, dass die Behandlung unter Bedingungen erfolgt ist, die den Anforderungen der vorliegenden Verordnung und einschlägigen Anforderungen anderer Unionsvorschriften in Bezug auf den Schutz der menschlichen Gesundheit und den Schutz der Umwelt entsprechen.
Ja sicher!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Vigilant
@Incanus
Auch wenn das keine Motorendiskussion werden soll, aber Motoren ohne Turbotechnik sind heute eher selten anzutreffen, egal welcher Hubraum. Und insbesondere Dieselmotoren kommen seit mehr als einen halben Jahrhundert nicht mehr ohne Turbo, stehen aber dennoch weiter für hohe Laufleistung.
 
Skynet1982 schrieb:
Ohne Frage. Aber: bei meinem Auto beispielsweise kommt der Austauschmotor neu mit Anbauteilen (Lader, Einspritzanlage) 3600 € + Einbau, da liegt man dann bei 5500€. Bei einem E-Auto, was schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und die Garantie weg ist, ist ein defekter Akku oftmals ein wirtschaftlicher Totalschaden. Das schreckt ab. Beispiel Model 3: geht nach 8 Jahren der Akku Hops, sind 16 000 € fällig. Die Leute denken da mit dem Geldbeutel.
naja, und fährst du nen großen Motor sinda uch schnell mal 10-12.000€

Ich denke aber auch das die Batterien in ein paar Jahren auch keine 15.000€+ kosten werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: RedDragon83 und Buttkiss
Skynet1982 schrieb:
Aber: bei meinem Auto beispielsweise kommt der Austauschmotor neu mit Anbauteilen (Lader, Einspritzanlage) 3600 € + Einbau, da liegt man dann bei 5500€.
ja genau, ich frag jetzt nicht, welche Karre du fährst, aber allein schon wenn ich bei Audi für den Q3 meiner Frau für ein Steuergerät was defekt ist, für die Kindersicherung, 2.500€ zahlen soll, dann will ich mal behaupten, dass ein Austauschmotor und Arbeitszeit usw. nicht bei 3.600€ liegen kann.

Auch finde ich es sehr witzig, wie sich hier beklagt wird, dass das halbe Auto auseinander genommen werden muss, wenn der Akku fratze geht.

Heute reicht es aus, dass ne Kleinigkeit wie ein Scheinwerfer kaputt geht, und die hälfte der vorderen Verkleidung usw. muss auseinander genommen werden. Das ist doch heute schon lächerlich und darüber meckert dann aber niemand?

Der Akku eines E-Autos ist eben auch eine sicherheitsrelevante Kompomente und es mit der Karosserie zu verbinden kann auch Vorteile haben.

Am Ende ist wichtig, dass das dennoch repariert werden kann.
Einen Motor kannste auch nicht einfach so rausnehmen. Da muss das halbe Auto zerlegt werden.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: chaopanda
xexex schrieb:
Zwar regelt das neue Gesetz theoretisch dies, wer soll aber bitteschön in den afrikanischen Ländern prüfen, ob alle Vorgaben erfüllt wurden?
Das hast du selbst ja zitiert: Wenn das Zeug nach Afrika exportiert wird zum Recycling, dann besteht hier eine Nachweispflicht. Und nur wenn die Vorgaben erfüllt sind, wird es auch entsprechend angerechnet.

Diese Regelung gilt auch erst ab 2025, also kannst du schlecht mit einem 6 Jahre alten Bericht aufzeigen, dass das nicht funktioniert.

Ich gebe dir aber Recht, dass es bei solchen theoretisch guten Regelungen von den Herstellern immer Wege gefunden werden, wie diese umgangen werden können oder mit Lobbyarbeit Schlupflöcher geschaffen werden.

Daher halte ich es auch für unabdingbar, positive Anreize zu setzen, damit so eine Kreislaufwirtschaft auch wirklich funktioniert. Es muss sich einfach lohnen, die Batterien vor Ort zu recyclen oder zumindest innerhalb der EU anstatt das alles übers Meer zu verschiffen.
 
MrMorgan schrieb:
das bei einem Unfall die Batterie Feuer fängt - wenn man als sieht wie schnell diese Akkus brennen und in welchem Unfang macht mir das schon ein mulmiges Gefühl.

Das "Problem" ist inzwischen aber grossteils behoben. Die Akkus selber brennen qusi kaum noch. Wird in den Medien zwar nie aufgefasst und niemanden interessiert es Monate später noch, aber zu 99% brennt bei Bränden mit E-Autos nicht die HV Batterie. Meist is es ein ganz normaler Fahrzeugbrand wie jeder andere auch, wo oftmals die Batterie am Ende sogar noch nutzbar wäre :o
Die meisten Brände nach Unfällen werden vom Kältemittel R1234yf ausgelöst, welches leider ziemlich ungünstig in der Front im Kondensator verwendet wird, der halt öfter mal kaputt geht, Und dann brennt die Kiste halt einfach ab. Aber der grosse Akku selber ist danach oftmals noch okay.
Früher gingen aber schon mal Batterien durch, wenn sie mechanisch verletzt wurden oder beim Unfall auseinandergerissen. Andererseits.. wie hoch ist die Überlebenschance bei nem Unfall wo das Auto in 2 Stücken dann da liegt?

PS: Bei dem Unfall mit dem Tesla wo 4 Leute verbrannt sind nachdem sie ein Schild gerammt haben war es ebenfalls so. Kühler kaputt, Kühlmittel fängt an zu brennen, die Leute sind noch leicht benommen und machen 1 oder 2 Atemzüge mit den Rauchgasen... das wars dann. :(
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: MrMorgan und knoxxi
Kuhprah schrieb:
PS: Bei dem Unfall mit dem Tesla wo 4 Leute verbrannt sind nachdem sie ein Schild gerammt haben war es ebenfalls so. Kühler kaputt, Kühlmittel fängt an zu brennen, die Leute sind noch leicht benommen und machen 1 oder 2 Atemzüge mit den Rauchgasen... das wars dann. :(
war da aber nicht auch das Problem das die Türen von außen nicht vernünftig geöffnet werden konnten? Meine das gesehen zu haben kann mich aber auch täuschen.
 
Müsste ich nachforschen, das weiss ich jetzt nicht :(
Normal sollten die Türgriffe bei nem Unfall automatisch raus kommen, ob das in dem Fall passiert ist, keine Ahnung. Mal sehen ob man da was in den offiziellen Berichten findet. Is bei den Franzosen immer bissle schwer bis man das raus übersetzt hat :D
 
OdinHades schrieb:
Das kann dir bei jeder Autofahrt passieren, trotzdem setzen die Leute sich noch jeden Tag ins Auto.
Welch ein Glück gibt es Vollkasko? :-)

getexact schrieb:
Heute reicht es aus, dass ne Kleinigkeit wie ein Scheinwerfer kaputt geht, und die hälfte der vorderen Verkleidung usw. muss auseinander genommen werden. Das ist doch heute schon lächerlich und darüber meckert dann aber niemand?
Und du den gesamten Scheinwerfer tauschen musst, wenn nur ein Leuchtmittel kaputt ist. Ist ja auch heutzutage bei Lampen. Keine Sockel mehr, sondern alles drum herum muss getauscht werden.

getexact schrieb:
ja genau, ich frag jetzt nicht, welche Karre du fährst, aber allein schon wenn ich bei Audi für den Q3 meiner Frau für ein Steuergerät was defekt ist, für die Kindersicherung, 2.500€ zahlen soll
Hier hast du keinen entsprechend Wert, sondern den Phantasiepreis von Audi. Und auch dort müsste die EU mal ran. Selbstkosten mit Herstellung liegen im 2 Stelligen Euro Bereich. Selbst mit Entwicklung dazugerechnet, ist man weit von den "Wert" des Steuergerätes entfernt. Audi darf und muss Gewinne einfahren, aber nicht im Rahmen, was man unter Wucher verstehen würde.

Analog auch das, was der gute alte Louis Rossman fordert. Verfügbarkeit von Reparaturleitfaden und Schematics.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: getexact
Vigilant schrieb:
Motoren ohne Turbotechnik sind heute eher selten anzutreffen, egal welcher Hubraum
Richtig, sie sind selten geworden, da sie aufgrund der Emissionsvorschriften die Motoren mit jeweils höheren Hubräumen ersetzt haben. Statt verschiedener Vier- oder Sechszylinder-Motoren unterschiedlicher Hubräume bekommt man meist nur noch Zweiliter-Vierzylinder mit unterschiedlich starker Aufladung.
Vigilant schrieb:
Dieselmotoren kommen seit mehr als einen halben Jahrhundert nicht mehr ohne Turbo, stehen aber dennoch weiter für hohe Laufleistung
Aber nicht mehr wie die legendären W123 Taxis ohne Turbo, die mehrere hunderttausend Kilometer am Stück absolvierten.
 
Revan1710 schrieb:
Das hast du selbst ja zitiert: Wenn das Zeug nach Afrika exportiert wird zum Recycling, dann besteht hier eine Nachweispflicht.
Nur wäre es naiv vorauszusetzen in Afrika kann es jemand kontrollieren! Die einzig tragbare Lösung ist hierzulande, den Verkauf solcher Autos zu unterbinden. Ein Zertifikat kann dir in Afrika jeder ausstellen, aber niemand wird es je überprüfen. Diese Regelung sieht auf dem Papier völlig in Ordnung aus, die Durchsetzung ist nur schlichtweg kaum möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben