Entscheidungsfrage: Server oder NAS

isd

Lieutenant
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In einem Büro mit mittlerweile 7 Arbeitsplätzen existieren bisher nur Clients, aber kein Server.
Die grundsätzliche Überlegung ist nun:

Braucht es einen vollwertigen Server (Windows) oder reicht ein NAS?


Die Anforderungen:
  • Zentrale Datenhaltung
    (ca. 500 GB) sowie Vergabe von Berechtigungen im Netzwerk für den Zugriff auf die Daten
  • Datensicherung (lokal und Cloud)
  • VPN Zugriff von außen auf das NAS/ den Server
  • Zentrales Adressbuch für Outlook (bisher nur Einzelplatz Outlook-Clients) und die Möglichkeit auch von extern Zugriff auf die Mailkonten und das zentrale Adressbuch zu haben.
  • Mailarchivierung (z.B. Mailstore)


Ich habe neben der Möglichkeit einen eigenen Mailserver zu nutzen (soll aber kein Exchange sein, sondern z.B. ein Kerio) auch überlegt einen Hosted Exchange Account zu nutzen.
Gibt es da dann auch ein zentrales Adressbuch?
Die Archivierung mit Mailstore läuft auch auf so einem gehosteten Account laut Hersteller.
Hat da jemand Erfahrung mit?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr nutzt das beruflich? Lass dich von einem Systemhaus in deiner Nähe konkret für die Bedürfnisse beraten.

Die 4 Punkte oben kann auch ein NAS mit etwas frickelei beim Adressbuch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich persönliche würde zu einem etwas höherwertigeren NAS-System greifen. Zum Beispiel aus dem Hause QNAP.

Ansonsten bietet HP auch kleine Microserver an. Diese sind perfekt für kleinere Arbeitsumgebungen.
 
@Jiggermann: es fehlt hier aber bestimmt das know how um einen echten Server zu betreiben. Würde auch zu qnap und Systemhaus raten...
 
Die Microserver sind echt klasse, aber selber machen? Wer haftet für Ausfallzeiten? Das Risiko wäre mir zu hoch mir den Schuh anzuziehen.
 
Wenn man von einem Systemhaus den HP Microserver einrichten lassen kann ist das perfekt.
 
Wenn die Fähigkeiten nicht vorhanden sind einen Server aufzusetzen, würde es auch lieber von einem Systemhaus machen lassen.

Ansonsten einen Microserver besorgen und das Systemhaus beauftragen diesen mit einer AD und alles was dazu gehört einzurichten.

Datensicherung wird natürlich ein Problem. Da sollte man sich im Vorfeld wirklich seine Gedanken machen, oder alles ein Systemhaus überlassen.
 
Wenn man sich diese Frage überhaupt stellt ob Server oder NAS, lautet die Antwort zu 99% NAS und/oder Systemhaus. Die Frage an sich impliziert nämlich eingeschränkte Vorkenntnisse und ein eigener Server steht damit außer Frage. Reicht ein NAS tatsächlich nicht aus, weil zB ganz spezielle Software laufen soll, dann muss es zwar ein Server sein, aber das sollte man dann unbedingt von einem Profi erledigen lassen.

Nur weil sich jemand etwas mit PCs auskennt und einen Drucker installieren oder "sogar" mal einen Virenscanner einrichten kann, hat er nicht mal ansatzweise die Fähigkeiten und Kenntnisse, einen Server zu installieren und zu warten - vom kompletten Netzwerk mal ganz zu schweigen.

Bei einem Betrieb mit <10 Mitarbeitern reicht aber in aller Regel ein NAS vollkommen aus. Das ist auch für Laien mit überschaubarem Aufwand einzurichten und für offene Fragen gibt es zahlreiche Anleitungen im Netz. Aber gerade in Bezug auf VPNs sollte man sich trotzdem etwas in die Thematik einlesen, um zumindest die Grundkonzepte zu verstehen. In selbstadministrierten Netzwerken ohne IT-Admin werden nämlich gerne mal die Standard-Subnetze der Router genutzt, zB 192.168.2.0/24, 192.168.178.0/24, etc. von Speedports, Fritzboxxen, etc.. Sobald man da aber VPN für Heimarbeiter ermöglichen will, rennt man mit hoher Wahrscheinlichkeit ins offene Messer, weil der Mitarbeiter daheim eben auch eine Fritzbox, etc. hat und der IP-Konflikt ist perfekt.

Eine Erstberatung ist bei Systemhäusern oft kostenlos oder zu einem überschaubaren Preis buchbar, der im Falle einer Bestellung eh angerechnet wird. Es kann also so oder so nicht schaden, einmal in die Gelben Seiten zu schauen und bei 1-3 nahen Systemhäusern durchzuklingeln. Wenn's am Ende trotzdem auf ein NAS hinausläuft, ist es eben so. Immerhin wissen die dann aber ganz konkret wie sie es einzurichten haben und bieten für den Notfall eben auch Service an, je nach Auftrag.
 
isd schrieb:
Kannst du da etwas konkreter werden bitte?

Es ist Frickelei und funktioniert nur halbherzig.
Du willst es genauer: Du benötigst auf dem NAS einen Carddav Server. Den du konfigurieren, warten/pflegen/patchen und vor allem regelmäßig sichern solltest. Ach ja: Outlook kann nativ kein Carddav, benötigt externe Plugins. Die können natürlich den Dienst verweigern bei $Outlook-Update oder neuer Version.

Kerio kann doch afaik direkt Adressbücher mit liefern, Hosted Exchange genauso. Mailarchivierung ist abhängig von der verwendeten Maillösung.

Btw die LDAP Anleitung von Synology ist ja der Horror wenn man auch nur den Begriff IT-Security mal ansatzweise gehört hat. Hinzu kommt, dass die Anleitung darauf abzielt, das NAS in eine bestehende Domäne aufzunehmen und nicht eine eigene aufzusetzen.
 
Da kommt die nächste Crux, das NAS als Domain Controller ...
 
Danke für die Einschätzungen soweit.
Wenn ich mich für ein NAS und Hosted Exchange entscheide, bleibt ja noch das Problem der Mailarchivierung.
Das würde ich dann gerne mit Mailstore machen. So wie ich das verstehe geht das auch mit einem gehosteten Exchange, es setzt aber voraus, dass im Unternehmensnetz eine Mailstore-Server Installation existiert. Dafür bräuchte man dann ja auch wieder eine entsprechende Hardware. Wenn man dann also NAS und Mailstore-Server anschaffen muss, ist die Preisersparnis zum Miniserver ja auch nicht mehr so gewaltig.

Oder hab ich jetzt was falsch verstanden?
Hat denn zufällig jemand Mailstore mit Hosted Exchange im Einsatz?
 
Diese Information findet man doch in unter 10 Minuten auf der Seite von Mailstore, wozu benötigst du da Hilfe? Sollen wir den Link für dich raussuchen? Komm, das schaffst du schon noch selbst, hier wird keiner Link-Such-Sklave für dich spielen.

Und um deine Frage zu beantworten: Jain. Wenn der Hosted-Exchange-Anbieter als extra Service Mailarchivierung (per Mailstore) anbietet, dann benötigst du keinen eigenen Server. Bietet er dies nicht an benötigst du einen eigenen Server. Ich bezweifel aber, dass der kleine HP Microserver dies so einfach packt, zumindest in der günstigen Variante an die die meisten hier so denken. Aber dann kommen wieder so Dinge wie Patch-Management, Updates, Backup, Verfügbarkeit sicherstellen, usw. auf dich zu.
 
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