gaunt
Lt. Commander
- Registriert
- Aug. 2007
- Beiträge
- 2.016
Hi
fällt das nur mir auf? In den Medien habe ich jedenfalls nix mitbekommen.
Wir guten Deutschen regen uns über die Amis mit ihren Wahlmännern auf, aber auch hier in D werden Stimmen entwertet bzw. umgeschichtet.
Ganz simpel: Alle gültig abgegebenen Stimmzettel erzeugen die schönen Prozentzahlen. Aber nicht Prozente sondern Sitze im Bundestag gilt es zu verteilen. Dann haben wir die 5% Hürde an der dieses mal ja mehrere Parteien scheiterten. Alle deren (theoretischen) Sitze werden auf die Parteien verteilt die die Hürde übersprungen haben.
In dieser Wahl kam die FDP auf 4,8%, die AFD auf 4,7% die Piraten auf 2,2% und ich meine der Rest von den sonstigen lag bei gut 4%. OK, lassen wir die wirklich kleinen Splitterparteien in den Sonstigen außen vor, so bleiben dennoch über 10% gültige Stimmen.
Und was passiert mit den Stimmen? Sie werden quasi aus dem Spiel genommen. Der simple Effekt:
Hätte die CDU nur 1-2% mehr Stimmen bekommen, wäre sie obwohl sie noch weit von den 50% entfernt geblieben ist im Bundestag die absolute Mehrheit bekommen.
OK, eine Hürde macht schon Sinn damit der Bundestag nicht mit Unmengen an kleinen Parteien geflutet wird. Aber sind die 5% nicht vielleicht etwas hoch angesetzt? In meinen Augen wird hier schon deutlich an den Mehrheitsverhältnissen gedreht. Bei dieser Wahl war es schon extrem (soweit ich weiß gabs das noch nicht so extrem), aber sollte man das nicht zum Anlass nehmen die Höhe der Hürde zu überdenken? Wären nicht 2-3% ausreichend?
Wie sehr ihr das?
PS: Bitte keine Verschwörungstheorien oder so. Damit hat das Ganze nichts zu tun. Es geht um eine transparente Regel im deutschen Wahlrecht. Nicht mehr und nicht weniger.
fällt das nur mir auf? In den Medien habe ich jedenfalls nix mitbekommen.
Wir guten Deutschen regen uns über die Amis mit ihren Wahlmännern auf, aber auch hier in D werden Stimmen entwertet bzw. umgeschichtet.
Ganz simpel: Alle gültig abgegebenen Stimmzettel erzeugen die schönen Prozentzahlen. Aber nicht Prozente sondern Sitze im Bundestag gilt es zu verteilen. Dann haben wir die 5% Hürde an der dieses mal ja mehrere Parteien scheiterten. Alle deren (theoretischen) Sitze werden auf die Parteien verteilt die die Hürde übersprungen haben.
In dieser Wahl kam die FDP auf 4,8%, die AFD auf 4,7% die Piraten auf 2,2% und ich meine der Rest von den sonstigen lag bei gut 4%. OK, lassen wir die wirklich kleinen Splitterparteien in den Sonstigen außen vor, so bleiben dennoch über 10% gültige Stimmen.
Und was passiert mit den Stimmen? Sie werden quasi aus dem Spiel genommen. Der simple Effekt:
Hätte die CDU nur 1-2% mehr Stimmen bekommen, wäre sie obwohl sie noch weit von den 50% entfernt geblieben ist im Bundestag die absolute Mehrheit bekommen.
OK, eine Hürde macht schon Sinn damit der Bundestag nicht mit Unmengen an kleinen Parteien geflutet wird. Aber sind die 5% nicht vielleicht etwas hoch angesetzt? In meinen Augen wird hier schon deutlich an den Mehrheitsverhältnissen gedreht. Bei dieser Wahl war es schon extrem (soweit ich weiß gabs das noch nicht so extrem), aber sollte man das nicht zum Anlass nehmen die Höhe der Hürde zu überdenken? Wären nicht 2-3% ausreichend?
Wie sehr ihr das?
PS: Bitte keine Verschwörungstheorien oder so. Damit hat das Ganze nichts zu tun. Es geht um eine transparente Regel im deutschen Wahlrecht. Nicht mehr und nicht weniger.