aspro schrieb:
Wenn es nur so kommen würde. Das Problem ist doch eher, dass immer weniger Kompromissbereitschaft herrscht. Bei uns ist das noch nicht so ausgeprägt, aber die Tendenz imho erkennbar.
Es wird so oder so eine Mehrheitsregierung geben. Eine Minderheitsregierung nur durch CDU wird wohl kaum passieren.
Also wird die CDU entweder der SPD oder den Grünen Zugeständnisse machen. Evtl. machen SPD+Grüne auch der Linken (und umgekehrt) Zugeständnisse.
Das Endergebnis ist überall identisch: Kein Bürger kriegt die Politik, die er gewählt hat.
Nehmen wir nur das Thema Steuern: Niedrige/konstante Steuern sorgen dafür, dass Bürger mehr Bares in der Kasse und somit mehr Kaufkraft haben. Das senkt Arbeitslosigkeit und erhöht die Steuereinnahmen aus Gewerbe/Umsatzsteuer sowie MWSt.
Jetzt denkt aber ein Teil der CDU, im Hinblick auf Gespräche mit SPD und Grünen (die uns am liebsten bis aufs Mark aussaugen würden), aber über Steuererhöhungen nach.
::1 schrieb:
um es kurz zu machen: es gibt stabile länder ohne diese dämliche sperrklausel, z.B. die schweiz mit 11 parteien im parlament...
Die Schweiz hat knapp unter 8 Mio Einwohner. Berlin allein hat 3,5 Mio.... Noch Fragen?
Mehr Köpfe, mehr Meinungen. Ein Dorf hätte am Ende nur 2 Parteien und eine 50%-Hürde...
Geforce schrieb:
wer glaubt das cdu/spd ne andere politik machen würden als cdu/grüne der glaubt auch an den weihnachtsmann
Da die Grünen eine komplett regierungsunfähige DAGEGEN!!! - Partei sind, deren Wahlprogramm nur aus Zwang, Steuern und wirtschaftlichem Niedergang zu bestehen scheint: Doch, eine große Koalition wäre deutlich besser als Schwarz/Grün... oder Rot/Grün... oder Braun/Grün....
Wenn die Grünen wieder an die Fuchtel kommen könnt ihr euch schon einmal darauf vorbereiten, dass Benzin bald nicht 3 Mark 10 kostet, sondern 3,10€.... Das lässt Pendler verarmen, senkt die Kaufkraft, erhöht die Transport- und Produktionskosten für Waren & Dienstleistungen,...
::1 schrieb:
wir haben jetzt aber nicht mehr 1933 und die weimarer republik ist auch geschichte
Aus Geschichte muss man lernen, ansonsten wiederholt man sie.
Zähl die Parteien, die tatsächlich zur Wahl standen. Ohne 5%-Hürde hätten wir einen schönen bunten Haufen von Kasperköppen, da würde dann sogar der Vorsitzende der Biertrinkerpartei Anträge einreichen, die ernsthaft bearbeitet werden müssen.
Außerdem: ohne 5%-Hürde hätten wir NPD, Rep & Co ebenfalls stimmberechtigt....
::1 schrieb:
es geht nicht darum dass die fdp/afd knapp gescheitert sind, sondern darum, dass knapp 16% aller stimmen - also 9,8 millionen stimmen - nicht beachtet wurden...
Das war aber vorher klar. Es gibt genug Informationsmaterial zur politischen Bildung. Die 5%-Hürde ist nicht erst seit gestern da. Dass das Auftauchen der AfD nun gerade der FDP das Wasser abgräbt ist natürlich ein Problem.
Wer seine Stimmen "behalten" wollte brauchte nur CDU, SPD, Links oder Grün zu wählen. Nur die FDP-Wähler haben nicht bekommen, was sie erwartet haben. Allen anderen hätte es vorher klar sein sollen.
dann wird halt ne niedrige hürde, zB 0,5%, eingebaut... im schlimmsten fall müssen die parteien dann 4,5% stemmen...
...und dann beschweren sich die Fans der 4,49%-Parteien.
5% ist genauso gut wie jeder andere Wert. Wie du's machst, machst du's falsch. Ein zu niedriges Eintrittsniveau zersplittert nur den Bundestag und legt ihm Fesseln an.