Erdöl geht aus und zu wenig wird unternommen um neue Energen zu verwenden

Servus.

Nasenbär schrieb:
... Auto<-> E-Auto. Die Vorteile sind die geringeren Betriebskosten und weniger Abgase in der Stadt. Das war es ja auch schon.

Der Maßgebliche Vorteil liegt eher in der Effizienz des Elektromotors (~98%) im Vergleich zu einem Benziner (~35%) oder einem Diesel (~50%).
Bei einem E-Motor wird 98% der rein gesteckten Energie auch für das verwendet, für dies der Motor eingebaut ist.
Beim Benziner heizen wir mit der meisten Energie die Umwelt auf, beim Diesel ist es etwas besser.

Dazu kommt eben, daß Erdöl wesentlich endlicher ist, wie elektrische Energie.

Aus wirtschaftlicher Sicht lässt sich natürlich mehr verdienen (weil eben auch mehr "verschwendet" wird).


Grüße ~Shar~
 
Bis der Strom vom Kraftwerk bei uns ist, hat er aber auch nur noch einen Wirkungsgrad von rund 33%
 
Servus.

Das war vor 15Jahre der Fall, die Effizienz der Energiegewinnung durch Brennstoffe ist mittlerweile effektiver geworden. Dazu gibt es auch andere Methoden der Energiegewinnung.
Der Verlust über die Leitungen liegt vielleicht bei 3%.

Bei der Herstellung von fossilem Kraftstoff geht auch nicht mit 100% Effizienz.


Grüße ~Shar~
 
Das man bei LKWs kein Platzproblem hätte würde ich nicht unterschreiben. Hast du mal gesehen wie groß die Batterie eines Elektroautos ist? Und damit fahren die dann vielleicht 200km. . Aber du hast natürlich recht, das größere Problem ist dann der Preis, aber auch das Gewicht.
Annahme: Diesel: 45 MJ/kg Wirkungsgrad 30%, Lithium-Ionen-Akku 1MJ, 80%
Dann ist die Energiedichte (wirkungsgradbereinigt): Diesel: 13,5 Li-Ion: 0,8
macht einen Faktor von 17,25. Dichte Diesel ungefähr 0,83 kg/l.
Bei einem kleinen PKW mit 50l Tank braucht ich dann einen Akku von 716kg und bei einem LKW (500l) von über 7 Tonnen!

@Shar:
Ein bisschen höher liegt der Wirkungsgrad. Hab den wert 43% für 2010 gefunden. Also: 0,43 aus den kraftwerken multipliziert mit 0,95 aus dem transport machen dann fast 0,41 statt 0,33.
Ein Elektromotor kann einen Wirkungsgrad von 98% erreichen, aber auch nur bei optimalen Betriebspunkt. Aber dieser wert von 98% wird ja gerne zum schön rechnen benutzt. Dabei wird komplett vergessen, dass Inverter und Batterie auch einen Wirkungsgrad kleiner 1 besitzen. Nimm mal den Vorgang vom Stromnetz bis zum Motor: Ladeverluste = Verluste Inverter+ Verluste Akku und das gleiche rückwärts beim entladen. Also hast du einen Gesamtwirkungsgrad von ca. 0,95*0,9*0,95*0,9*0,98=0,72
Das ist ein durchaus realistischer wert. Ich habe in der Literatur schon werte von 0,7 nur von Tank-to-Wheel gefunden. Verrechne das mit den 41% vom Kraftwerk bis nach dir zu hause, und du bist bei 29,5%. Einen Wert von ca. 20% erreicht man mit einem heutigen Dieselmotor.
 
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S!lent Death schrieb:
Ich weiss nur das es Verfahren gibt womit man die entsprechenden Moleküle auch snythetisch basteln kann.
Da hast du den grundlegenden Gedanken ja auch richtig erfasst. Das sollte auch keine Kritik sein. Wollte das nur noch etwas ausführen falls sich wer für das Thema interessiert.

florian. schrieb:
bei LKWs hat an kein Platzproblem.
hier scheitert es also einzig an den Akku Kosten.
Oh doch. Nur weil ein LKW groß ist, ist nicht automatisch Platz im überfluss vorhanden.
Die Länge von LKWs ist gesetzlich festgelegt. Und hier wird auch nichts verschenkt und die Anhänger nutzen die maxuimale Länge auch aus. Da kannste die Zugmaschiene jetzt nicht einfach größer bauen. Und überleg was für riesen Mengen an Akku du für nen LKW brauchst.

Shar schrieb:
Der Maßgebliche Vorteil liegt eher in der Effizienz des Elektromotors (~98%) im Vergleich zu einem Benziner (~35%) oder einem Diesel (~50%).
Bei einem E-Motor wird 98% der rein gesteckten Energie auch für das verwendet, für dies der Motor eingebaut ist.
Und der Strom kommt aus der Steckdose. :lol:
Ne sorry, aber der Wirkungsgrad von Kraftwerken ist auch nicht so viel besser.
Mit den 33% liegt er gar nicht mal so schlecht.
Die Kohlekraftwerke haben bei uns im Schnitt nen Wirkungsgrad von 36%. Klar erreichen moderne Anlagen um die 45% aber wir haben eben noch viele mit veralteter Technik laufen.

Dazu kommt eben, daß Erdöl wesentlich endlicher ist, wie elektrische Energie.
Wir sind ja nicht auf Erdöl beschränkt.
 
Servus.

@Nasenbär: Gut, das hatte ich in der Tat nicht berücksichtigt.
Wobei die Energiegewinnung eben nicht nur auf Brennstoffe beschränkt ist, wie ich bereits geschrieben hatte.
Will sagen, wenn die Energie von z.B. Wasser- oder Windkraftwerken kommt, spielt die Effizienz weniger eine Rolle, als wie beim Verbrennen von Kraftstoffen mit dem damit einher gehenden Schadstoffausstoß.
Vorweg, es ist klar, daß mit alternativen Energiequellen aktuell der Energiebedarf nicht gedeckt werden kann.


bensen schrieb:
Und der Strom kommt aus der Steckdose. :lol:

Weiß ja nicht, in welcher Gegend auf dieser Erde du lebst, aber bei den Leuten in meinem Umfeld und bei mir und meiner Familie kommt der Strom aus der Steckdose. :freak:

Die Kohlekraftwerke haben bei uns im Schnitt nen Wirkungsgrad von 36%. Klar erreichen moderne Anlagen um die 45% aber wir haben eben noch viele mit veralteter Technik laufen.

Und so wie wir nicht nur auf Erdöl beschränkt sind, sind wir es ebenso wenig bei Kohle; Rest s.o..


Wir sind ja nicht auf Erdöl beschränkt.

Hat auch niemand behauptet, ganz im Gegenteil, mir war so, als würde es hier eben genau darum gehen, um alternative Energiequellen...


Grüße ~Shar~
 
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Shar schrieb:
Vorweg, es ist klar, daß mit alternativen Energiequellen aktuell der Energiebedarf nicht gedeckt werden kann.
Nicht nur dass, der Anteil erneuerbare Energien am Strommix würde deutlich sinken bei massiven Einsatz von Elektroautos. Im ersten Halbjahr 2012 wurden in Deutschland 25 Mio t Diesel und Ottokraftstoff verkauft! Diese Energie müsste ja von zusätzlichen Kraftwerken bereitgestellt werden. Dazu müsste das Leitungsnetz immens ausgebaut werden.

Und so wie wir nicht nur auf Erdöl beschränkt sind, sind wir es ebenso wenig bei Kohle; Rest s.o..
Hört sich an wie bei den Grünen . Blos keine Kernenergie, Blos keine Kohle... Nur das diese Energieträger 2011 62% unseres Strommixes ausgemacht haben. Die kann man nicht einfach ersetzen. Man beachte nur mal wie hoch die EEGUmlage bereits ist. Sie macht 13% unseres Strompreises aus. Die Kosten für zusätzliche Leitungen nicht mit eingerechnet.
 
Erdöl wird niemals ausgehen, da es im inneren der Erde durch hohen Druck entsteht.
Es wird nur weiterhin behauptet das es ausgeht, damit man damit Geschäfte machen kann.
 
Servus.

Nasenbär schrieb:
Nicht nur dass, der Anteil erneuerbare Energien am Strommix würde deutlich sinken bei massiven Einsatz von Elektroautos.

Sicher, das ist eine kausale Konsequenz.


Hört sich an wie bei den Grünen . Blos keine Kernenergie, Blos keine Kohle... Nur das diese Energieträger 2011 62% unseres Strommixes ausgemacht haben. Die kann man nicht einfach ersetzen.

Du neigst nun zu Polemik.
Ich habe nie behauptet, daß sie sofort ohne weiteres ersetzbar sind oder gar wir schlagartig aus der Kernenergie oder Kohle aussteigen sollen.
Auch wüsste ich nicht, was der Hinweis, daß wir ebenso wenig auf Kohle beschränkt sind, mit den Grünen und einem Atomausstieg zu tun haben soll.

Allerdings muss ich sagen, daß unsere Gesellschaft mittlerweile viel zu verschwenderisch mit elektrischer Energie umgeht.
Bei meinen Eltern läuft den ganzen Tag mindestens ein Fernseher, egal ob jemand im Zimmer ist oder nicht. Muss nicht sein, oder?
Schaufenster und Reklametafeln müssen auch nicht in die ganze Nacht beleuchtet sein.
usw.



Grüße ~Shar~
 
Ich wollte dich damit auch nicht angreifen, ich halte uns nur absolut abhängig von der Kohle (gerade bedingt durch den Ausstieg aus der Kernenergie). Bei dir hat es sich für mich so angehört, als könnten wir die Kohle einfach durch einen anderen Energieträger ersetzen.
Das ist halt das was einige Grünen Politiker und Umweltverbände propagieren. Ausstieg aus Kohle- und Kernenergie. Nur blöd das es keine bezahlbare Alternative gibt. jedenfalls nicht in einer Hauruck Aktion.

Dass in unsere Gesellschaft viel zu viel Rohstoffe verschwendet werden, da stimme ich dir zu. Dabei könnte man so einiges durch einige wenige Gesetze/Richtlinien beheben.
 
Shar schrieb:
Weiß ja nicht, in welcher Gegend auf dieser Erde du lebst, aber bei den Leuten in meinem Umfeld und bei mir und meiner Familie kommt der Strom aus der Steckdose. :freak:
Oh mann. Ich hoffe nicht ich muss dir noch erklären was damit gemeint ist. :eek:

Und so wie wir nicht nur auf Erdöl beschränkt sind, sind wir es ebenso wenig bei Kohle; Rest s.o..
Momentan beziehen wir den Großteil der elektr. Energie nun mal aus der Kohle. Und daran muss man die Elektrofahrzeuge stand heute nun mal messen.

Hat auch niemand behauptet, ganz im Gegenteil, mir war so, als würde es hier eben genau darum gehen, um alternative Energiequellen...
Du hast doch als Vorteil für Elektromotoren genannt Erdöl würde irgendwann ausgehen. Da wir das aber nicht zwingend brauchen ist das kein Nachteil für die Verbrennungsmotoren.
 
Servus.

bensen schrieb:
Oh mann. Ich hoffe nicht ich muss dir noch erklären was damit gemeint ist. :eek:

Und ich hoffe dir muss ich den Inhalt meiner bisherigen Beiträge und die Kausalität nicht erklären, um dir aufzuzeigen, daß dieser Kommentar bei mir unpassend war. :freak:


Du hast doch als Vorteil für Elektromotoren genannt Erdöl würde irgendwann ausgehen. Da wir das aber nicht zwingend brauchen ist das kein Nachteil für die Verbrennungsmotoren.

Nein, ich hatte - als reine wertungsfreie Feststellung - geschrieben, daß Fossile Brennstoffe endlicher sind, als elektrische Energie.

Davon unabhängig, rein aus Interesse, an was für alternative Brennstoffe denkst du dabei?


Grüße ~Shar~
 
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LPG, Erdgas/SNG, Biokraftstoffe (zB Bioethanol), syn. Kraftstoffe (XtL)


Shar schrieb:
Und ich hoffe dir muss ich den Inhalt meiner bisherigen Beiträge und die Kausalität nicht erklären, um dir aufzuzeigen, daß dieser Kommentar bei mir unpassend war. :freak:
Seh ich wie gesagt anders. Beim Ottomotor sieht die Energiekette so aus:
Brennstoff->Motor->Wärme+kin.Energie

Beim Elektroauto:
Brennstoff->Kraftwerk->Wärme+kin. Energie->Generator->elektr. Energie->e-Motor->kin. Energie

Beide Prozesse haben einen Schritt, wo der Großteil der Energie als Wärme anfällt. Du erwähnst ihn nur beim Ottomotor. Welchen Sinn macht es den Wirkungsgrad der Motoren zu vergleichen, wenn die Große Ineffizienz beim e-Motor vorher auftritt?
 
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