Erfahrungswerte für Synology FS2500/3410

Joe Dalton

Lt. Commander Pro
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Moin zusammen,

für ein kleines Projekt suche ich einen passenden Storage:
  • shared storage (ca. 10-20 TB netto) via ISCSI/NFS für ein knappes dutzend VMs
  • hohe Verfügbarkeit bei HW-Defekten (Laufwerke/Volumens und komplettes System)
  • Anbindung über mind. 2x 10 GbE (SFP+) für Daten
  • 1 oder 2 HE
  • (professioneller) Support für 3-5 Jahre

Das ganze soll einen kleinen Virtualisierungscluster (max. 4-6 Hosts) versorgen, auf dem sehr unterschiedliche VMs laufen. Bis auf eine VM haben alle relativ moderate Anforderungen für den Storage. Die zu konsolidierenden Systeme arbeiten teilweise noch mit einzelnen SAS-HDDs und haben nur zum Teil bereits SSDs verbaut. Der "dickste" Brocken liegt aktuell bei ca. 1500-2000 IOPS.

Die Flashstations gefallen mir vom Prinzip aus ein paar Gründen:
  • relativ günstig
  • mit DSM könnte ich noch ein paar andere Kleinigkeiten recht problemlos erschlagen

Um die Gesamtkosten relativ niedrig zu halten, würde ich prüfen wollen, ob es auch ohne die Storagesysteme von HPE/Dell/NetApp/Pure geht. Allerdings fehlen mir Erfahrungswerte für deren Qualitäten, wenn sie als richtige Storagesysteme und nicht als SOHO-NAS betrieben werden.

Nutzt hier jemand eine Flashstation bzw. was vergleichbares?


vielen Dank,
Christian
 
Keine Erfahrung direkt damit, aber ich kann dir sagen warum ich die nicht kaufen würde.
Keine redundanten controller, nur sata ssds, belastbare garantien/service nur über drittanbieter.
Für den preis von dem grösseren modell bekommt man auch schon ne hpe msa 2060 oder das entsprechende von dell. Recht interessant für dich könnte auch die Eonstor Gs3000d (sas/sata) oder gs3000u (u2) von infortrend sein.
 
Wir nutzen die UC3200 für solche Zwecke, Vorteil SAS Controller und redundant.

https://www.synology.com/de-de/products/UC3200

Zum Thema Garantie/Services kann ich nur sagen, dass die teilweise schneller reagieren als Lenovo Dell etc. kommt natürlich auf den gebuchten Service und Drittanbieter an. Aber größere Partner haben sämtliche Ersatzteile bis hin zu kompletten Controllern lagernd.
 
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Reaktionen: Joe Dalton
borg5349 schrieb:
Keine Erfahrung direkt damit, aber ich kann dir sagen warum ich die nicht kaufen würde.
Mit dem Ansatz kann ich auch leben... Danke!

borg5349 schrieb:
Keine redundanten controller, nur sata ssds, belastbare garantien/service nur über drittanbieter.
Redundanz nur über ein 2. Chassis: ok.
nur SATA SSDs: ja, stört mich auch.
Wartung: wäre definitiv noch zu prüfen.

borg5349 schrieb:
Für den preis von dem grösseren modell bekommt man auch schon ne hpe msa 2060 oder das entsprechende von dell. Recht interessant für dich könnte auch die Eonstor Gs3000d (sas/sata) oder gs3000u (u2) von infortrend sein.
Ich hatte vorhin mal eine Dell-Storagelösung (ME5024) für knappe 60000.- EUR Liste (inkl. 8 SSDs/RAID6). Die MSA schaue ich mir nochmal an.


Danke für die Denkanstöße!

Edit: Ergänzung der Storagebezeichnung
 
Naja listenpreise... Was, gerade bei dell, richtig reinhaut sind deren ssd preise. Hab grad mal beim distributor geschaut, ne msa 2060 mit iscsi und 12*1,9tb sas ssds kostet um die 12k. Die me5024 und die msa2060 sind übrigens das gleiche gerät, beides eigentlich seagate/dothill nur rebranded. Vorteil bei den infortrend geräten ist das die alles an ssds nehmen nicht nur gebrandete.
 
Dann muss ich morgen doch mal die MSA genauer ansehen. Danke für die Infos!
 
Hallo zusammen,

Ich frische den Thread nochmal auf. Mich würde interessieren, wie du @Joe Dalton dich entschieden hast?

Wir stehen gerade bei ähnlicher Überlegung. Ein Standort mit knapp einem Dutzend gemischte VMs, der andere deutlich mehr, eher 50.

Preise bei gedoppelter FS2500 liegen bei knapp über 20k, die FS3410 bei 27k jeweils für knapp 23TB netto (8x 3.84TB SSD).
Vergleichbare IBM und HPE Alletra bei 32k bis 42k. Auf 5 Jahre gesehen, ist der Unterschied echt nicht wild.

Bei den FS, gerade der 3410 wäre das nachschieben von SSDs aber kein großes Ding, was das Geldliche angeht.

Viel in dem VMM von Synology wird man nicht abdecken können. In der 3410 ist ja grad mal ein Xeon 8 Kern, in der 2500 sogar nur ein Ryzen 4 Kern mein ich.
 
Es praktischen Gründen kamen bei einem ersten Angebot erstmal nur ein klassisches Dell-System zum Einsatz: 2x ME5024 mit jeweils 6x SAS HDDs. Ggfs. werden wir die Datenträger noch anpassen (SSDs), aber es werden auf den Systemen auch nur ein knappes Dutzend VMs aktiv sein.

Preis müsste ich morgen mal nachschauen.

Für die Synologys ist eine Teststellung geplant, die aber bisher zurückgestellt wurde: keine Zeit.
 
Danke dir für die schnelle Antwort.
Die Dell sieht mir so aus wie eine HPE MSA2052. Da hatten wir am Ende aber 22 HDDs und 2 SSDs drin. Das hat mich Leistungsmäßig nie so richtig abgeholt.
Aktuell haben wir 2 Nimble Systeme im Einsatz. Irrsinnig laut und groß.
 
Unser Einsatzzweck wird sich wahrscheinlich auch grundlegend unterscheiden: Bei mir müssen lediglich ein paar Netzwerkmanagement/-logginginstanzen, ein Jumphost bzw. Ansiblehost laufen. Da wird nicht die gesamt Last eines RZ-Betriebs gefahren, sondern wirklich nur Management.

Und ich brauche nicht mal synchrone Spiegel über die Systeme. Die stehen jeweils Standalone in einem RZ mit den Virtualisierungshosts.
 
Joe Dalton schrieb:
Für die Synologys ist eine Teststellung geplant
Ich würde erst einmal in aller Ruhe beobachten wie sich Synology aufstellt bzw. was sie vorhaben. Die letzten Jahre macht Synology komische Sachen. Ist ja nicht irrelevant bei diesem Preis. Zu dem gehobenen Preis kommt noch der Xeon aus 2015, also 10 Jahre alt!
 
Der alte Xeon gibt mir übrigens auch Bedenken. Ich glaube, das wird auch ausschlaggebend sein. Ich hatte vor 5,6 Jahren mal ein Qnap TS-1277 vorübergehend als Storage. Aber da war seinerzeit eben auch ein ryzen 5 2600 drin.
 
Bei uns werden wahrscheinlich drei Faktoren ausschlaggebend werden:
  • Preis (HW, SW, Wartung)
  • Performance
  • Features

So lange der Hersteller >=5 Jahre Support auf seine HW bietet und die Software alle (für uns) erforderlichen Features bietet, tragen alte HW-Komponenten zwar nicht zur Sympathie bei, aber sie spielen eine überschaubare Rolle.

reales Beispiel: Für einen Nexus 9336 fiele mir aktuell kein 1:1 Nachfolger ein. Alle neueren (Cisco-)Modelle bieten mehr Bandbreite zu höheren Kosten. Also wird der 9336 immer noch angeboten und verbaut, so lange es noch kein EoL gibt und es der präferierte Hersteller ist.
 
Ja das stimmt natürlich. Aber wenn ich bei der Synology natürlich mit 2 Chassis arbeiten muss, weil sie in den Dual Controller Chassis bewusst keine SSDs supporten, ists natürlich preislich einfach doof.
 
Das ist kleines Missverständnis: Es ist nicht "doof", sondern nennt sich "Produktdifferenzierung". :freak:
 
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