erkennt UEFI automatisch ein Bootsystem?

Telefonkatze

Lt. Junior Grade
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Hallo,

erkennt ein PC/Laptop mit UEFI üblicherweise automatisch eine bootfähige SSD/HDD und startet davon, wenn kein anderes Laufwerk angeschlossen ist?

Hintergrund: Ein betagter Bekannter, der am A... der Welt wohnt und sich selbst kaum zu helfen weiß, möchte von Windows auf Linux umsteigen. Eine HDD/SSD bekommt er eingebaut, aber ich würde ihn ungern ins Bios schicken. Der Plan ist daher, dass ich ein Linux auf einer HDD/SSD installiere, er sie einbaut und dass diese dann hoffentlich ohne weiteres Zutun bootet.

Wie stehen die Chancen dafür?
 
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Sollte klappen.

Ansonsten bieten die meisten Boards ein Bootmenü, das es einem erlaubt zwischen den Bootoptionen zu wählen.
 
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Das Problem das du bekommen wirst ist das sich ggf. die Plattform und Treiber zu seh unterscheiden und es dann Probleme beim booten geben könnte. Die UEFI Boot Nummer ist bei dem Vorgehen dein kleinstes Problem.
 
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Wenn der Rechner aktuell schon lauffähig ist dann dürfte das gehen.
Die Bootreihenfolge ändert sich ja nicht, an irgendeiner Stelle wird da aktuell auch der Storage Controller stehen. Wenn du jetzt die vorhandene SSD/HDD einfach nur ersetzt wird von der anderen gebootet.

Ansonsten einfach via Videocall machen, damit bekommt man auch meist so simple Sachen navigiert heutzutage. :)
 
Telefonkatze schrieb:
Wie stehen die Chancen dafür?

Relativ gut. Aber beachte ob die Hardware auch passt. Damit meine ich nicht nur 64bit sollte die CPU können sondern auch ob die gewählte Distri korrekte/alle z.B. GPU installiert und nicht nur die für die gerade verwendete Hardware.
Es gibt da so einige "optimierte" Varianten die das Verhalten haben.
 
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JumpingCat schrieb:
sondern auch ob das Linux alle z.B. GPU installiert und nicht nur die für die gerade verwendete Hardware.
Die Hardwarerkennung läuft bei Linux ja in den allermeisten Fällen einfach über den Kernel - es sollte daher auch bei einem kompletten Systemwechsel automatisch die neue Hardware erkennen und dann auch booten. Allerdings sollte mensch sich vorher halbwegs sicher sein, dass auch alle relevante Hardware des Notebooks unterstützt wird... @Telefonkatze: Welches Linux soll es denn werden?
 
Mojo1987 schrieb:
Das Problem das du bekommen wirst ist das sich ggf. die Plattform und Treiber zu seh unterscheiden und es dann Probleme beim booten geben könnte.
Bei Linux eher nicht der Fall, ich fahre mein Linux schon seit 3 Systemwechseln - es interessiert Linux schlicht und ergreifend nicht, da die Treiber einfach dementsprechend geladen werden - sofern es jetzt keine Steinzeit Nvidia Hardware ist (da habe ich bei einem anderen System unter Arch neulich erlebt, dass ich die Treiber für die GTX 970 jetzt aus dem AUR ziehen muss).

Was das booten angeht - in der Regel funktioniert es problemlos, kommt aber ein bisschen aufs Mainboard an. Eines meiner Mainboards möchte für Linux partout einen Efi-Boot-Entry. Da muss ich nach jedem Uefi-Update einen Eintrag erstellen sonst bootet das System nicht mehr.
 
Klingt ja erst mal gut.
Es soll Linux Mint xfce 22.3 werden.
Im Moment weiß ich noch nicht, was für ein Rechner auf der anderen Seite steht, aber ich vermute, dass es etwas von der Stange für kleines Geld ist, vermutlich und hoffentlich ohne NV-Grafikkarte.

Mir ist allerdings gerade eingefallen, dass Secure-Boot aktiviert sein könnte, was dazwischen funken könnte.

Video-Call könnte für Kleinigkeiten helfen. Allerdings habe ich das selbst noch nie gemacht und müsste mich damit erst beschäftigen. Whatsapp und Google nutze ich aus Überzeugung nicht. Mal sehen, welche Alternativen es gibt.
 
fixedwater schrieb:
Die Hardwarerkennung läuft bei Linux ja in den allermeisten Fällen einfach über den Kernel

Ea geht um die Pakete im User Space. Da kommt nicht bei jeder Distri alles an Paketen und Firmware unbedingt mit.
 
Ich habe auch schon Rechner in den Fingern gehabt, die neue UEFI-Bootloader gar nicht automatisch erkannt haben. Der jeweilige Installer mußte dafür erst einen Eintrag anlegen und diesen auch an die erste Stelle schreiben.
Was auch passieren könnte: der Rechner läuft aktuell noch im Legacy-Modus, damit ist die UEFI-Installation ebenfalls nicht bootfähig.
 
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Mojo1987 schrieb:
Das Problem das du bekommen wirst ist das sich ggf. die Plattform und Treiber zu seh unterscheiden und es dann Probleme beim booten geben könnte.
Das juckt Linux und inzwischen auch Windows nicht mehr.
Probleme könnte es bei MBR/GPT geben.
Du setzt zuhause das System mit UEFI/GPT auf aber das Zielsystem kann nur BIOS/MBR (Legacy) z. B.
Das sollte man vorher abklären.
 
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Backfisch schrieb:
Ansonsten bieten die meisten Boards ein Bootmenü, das es einem erlaubt zwischen den Bootoptionen zu wählen.
Mal im Handbuch gucken oder das Board nennen das Bootmenü lässt sich je nach Hersteller mit
F8,F9,F10 oder F11 öffnen. Wenn die SSD angeschlossen ist davon booten.
Problematisch könnte sein das im BIOS die SSD fix als Boot eingestellt werden müsste, weil sonst könnte es sein das er ohne das Menü ggf. davon automatisch nicht startet.
 
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hab bis jetzt die erfahrung gemacht das es nicht so einfach geht.
am lenovo laptop nvme ssd getauscht, debian neu installiert, wollte daten von der alten holen also alte ssd wieder eingebaut, bootet nichtmehr, nurnoch mit der neuen.
selbes problem hatte ich auch schon am desktop.
 
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Wenn es Windows 11 ist Bitlocker deaktivieren sonst sind die Daten verschlüsselt und die Festplatte bringt gar nichts da sie im anderen System nicht erkannt wird (starten) kann.
Im Gerätemanager wird sie erkannt bei der Datenträgerverwaltung das Laufwerk aber nicht das Windows.
 
Das Mainboard-, bzw. Laptopmodell wollte ich mit meinem Bekannten vorher unbedingt herausfinden, denn es könnte sein, dass er noch einen ganz alten BIOS-Schinken nutzt.
Je nach Laptop wäre ein Umbau für ihn eh nicht möglich.
Ich habe auch schon überlegt, für ihn nach lokaler Hilfe zu suchen. Vielleicht gibt es einen Seniorentreff, o.ä., wo er Leute finden kann, die ihm für kleines Geld gerne beim Um-/Einbau helfen.
 
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Telefonkatze schrieb:
Mir ist allerdings gerade eingefallen, dass Secure-Boot aktiviert sein könnte, was dazwischen funken könnte.
Dann nimm sicherheitshalber Xubuntu (Ubuntu mit XFCE), das kann Secure Boot. Bei Mint ist das nicht sicher. Offiziell wird es nicht unterstützt, aber in der auf Ubuntu basierenden Version meist 'durchgeschleift'. Bei der Debian Edition muss es deaktiviert werden, da Debian seine Signatur nicht frei gibt.
 
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Da ich mein Fedora auf einen USB Stick installiert habe weiß ich das es zwischen Rechnern möglich sein sollte, solange die Treiber die Hardware erkennen. Sicherlich gibt es ausnahmen, eine Garantie wird keiner geben können. Mein 2. bzw. mein Notebook kannten am Anfang die Fedora Installation ja auch nicht. Der Secureboot könnte aber Probleme machen. Mein Mini Rechner (Asusboard) hat einmalig gefragt bzw. wollte eine Bestätigung das ich Secureboot davon zulasse zu booten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Telefonkatze schrieb:
Das Mainboard-, bzw. Laptopmodell wollte ich mit meinem Bekannten vorher unbedingt herausfinden

Dein Bekannter soll auf seinem Laptop einfach mal msinfo32 starten, dann hast du die allermeisten Infos die du brauchst. Vor allem siehst du ob UEFI oder CSM und ob Secureboot aktiviert ist.

Screenshot 2026-02-22 010435.png
 
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Zwischendurch möchte ich mich herzlich für eure Tipps und Ideen bedanken. Das hilft mir sehr, den bestmöglichen Weg zu finden.

@Tanzmusikus Die Listen sind ziemlich cool, aber mein Bekannter wohnt wirklich am A... von Deutschland, und leider kein gelisteter Helfer in der Nähe.
Sobald ich mehr über die Hardware weiß (Laptop oder PC), werde ich mir Gedanken machen, ob die Hilfe vielleicht per Zoom-Call möglich ist oder ob er sich jemanden vor Ort suchen muss.

@@mo Ich möchte lieber bei LM xfce bleiben, denn das ist die einzige Distro, die ich selbst nutze. Falls Secureboot quer schießt, würde ich es ausschalten.

msinfo werde ich meinen Bekannten auch mal ausführen und speichern lassen.
 
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