Erste NAS, Truenas, unraid, openmedia...

MajinChibi

Lt. Commander
🎅Rätsel-Elite ’25
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Hallo zusammen,

bisher hab ich für Medien eine 2tb Platte an meiner Fritzbox hängen gehabt. Damit dort z.B. die Nvidia Shield drauf zugreifen kann.

Die Platte ist nun voll.
Und auch für einige Daten auf meinem PC hätte ich gern einen zweiten Speicherort.

Anstatt jetzt zwei externe Platten zu kaufen, möchte ich ein eigenes NAS haben.

Es wird erstmal aus folgenden Teilen bestehen:

CPU: i3-12100
Mainboard: Gigabyte B760M DS3H DDR4
Arbeitsspeicher: 2x8gb 2133 DDR4
SSD: 1TB wd sn850x
HDD: 2x WD Red Pro 16TB
Gehäuse: Fractal Design Define R5

Das Ganze wird dann per 2,5gbit LAN angebunden.

Später (nach den Ausgaben und den aktuellen Preisen wohl VIEL später...) kommt bestimmt die ein oder andere 16 TB Platte dazu.

Was möchte ich damit machen?
Per SMB von meinem PC Daten hin und her schieben. Videos, Serien, ISOs, Fotos speichern.
Jellyfin ausprobieren (mit reverse proxy/vpn vielleicht auch nach draußen)
Immich, Paperless und calibreweb ausprobieren.
Mit Backupsoftware den ein oder anderen Ordner sichern. (die handvoll kritischen Sachen können zusätzlich auf die freigewordene 2tb Platte, die danach immer in den Schrank wandert)
1-2 Familienmitgliedern die Möglichkeit bieten, den ein oder anderen Ordner Offsite zu sichern. (im Austausch für das Gleiche für mich)
Iot Geräte verwalten.
Pihole


Was würdet ihr dafür empfehlen? Truenas, Unraid oder gar Openmediavault?
Meine Linuxkenntnisse sind nicht berauschend, aber googeln kann ich manchmal.

Der Konsens scheint zu sein: Truenas ist "mächtiger" und performanter, aber Unraid um ein Vielfaches einfacher zu bedienen.
In Unraid wäre wohl die SSD Platte der Cache bzw für Docker apps, eine HDD für Daten und eine für Parität.

Und ist für das Vorhaben XFS oder ZFS empfehlenswerter?

Vielen Dank im Voraus!
 
MajinChibi schrieb:
Was würdet ihr dafür empfehlen? Truenas, Unraid oder gar Openmediavault?
Meine Linuxkenntnisse sind nicht berauschend, aber googeln kann ich manchmal.
Das schreit nach unraid. Mit OMV habe ich allerdings keine Berührungen gehabt.
MajinChibi schrieb:
Der Konsens scheint zu sein: Truenas ist "mächtiger" und performanter, aber Unraid um ein Vielfaches einfacher zu bedienen.
Kann ich so bestätigen. Hatte es mit TrueNAS Core und Scale versucht, doch bin dann bei Unraid gelandet.
MajinChibi schrieb:
In Unraid wäre wohl die SSD Platte der Cache bzw für Docker apps, eine HDD für Daten und eine für Parität.
Habe ich auch so gemacht und läuft seit Jahren ohne Probleme.
 
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Ich bin ein großer Fan von Unraid. Allerdings hat es sich mit der Änderung des Lizenzmodells drastisch verteuert. Ob es einem das wert ist, muss jeder selbst herausfinden. Gleiches gilt für die immer noch erhältlichen Lifetime Lizenzen, die heute aber deutlich teurer sind.

Am Ende findest du nur heraus, was zu dir passt, wenn du es ausprobierst.
Unraid bietet dir 30 Tage Testzeitraum.
Dann kannst du immer noch entscheiden.

Man kann Unraid auch einfach kaufen und bei der Version bleiben oder viel später ein kostenpflichtiges Update machen. Es ist kein Zwangsabo pro Monat.
Da du den Homeserver auch von außerhalb zugänglich machen willst, würde ich davon absehen, da das Linux System darunter veraltet und ggf. Lücken nicht geschlossen werden.
 
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MajinChibi schrieb:
eine HDD für Daten und eine für Parität.

Bei zwei HDDs kann es keine Parität geben, nur eine Spiegelung.

MajinChibi schrieb:
Und ist für das Vorhaben XFS oder ZFS empfehlenswerter?

ZFS ist besser für Datensicherheit. Also ist ZFS mMn eigentlich immer besser, außer Datensicherheit hat keine hohe Priorität. Mit UnRAID kannst du im Array-Modus aber ZFS nicht verwenden. Im Array-Modus parken die Platten, die gerade nicht benötigt werden, was Strom spart. Das geht wiederum mit einem "normalen" RAID nicht.
 
Ich hatte kurz 2x8tb hier (wegen eines guten Angebots gingen die für 2x16 zurück. Die dauern aber noch... und in der Zeit ist mir die 512gb cache ssd verstorben...) und konnte damit kurz Unraid testen. Das gefiel mir ganz gut, aber ich hab den Vergleich zu den anderen nicht. Die 60mb/s Schreibgeschwindigkeit über SMB fand ich nicht so toll, er war allerdings auch mit dem Parity sync noch nicht durch. (auf die Cache Platte ging es mit SMB mit 280mb/s)
Aber ich habe auch gelesen, dass es durchaus sein kann, dass Unraid auch ohne laufenden parity sync nicht mehr als 60-80mb/s per smb macht...

@Banned
So nennt es unraid

Sicher, dass zfs im array noch nicht geht? Mir war so, als hätte ich es auswählen können.
 
Ich bin seit einiges Jahres bei XigmaNAS hängen geblieben. Vorher Nas4Free.
Das NAS wird komplett von einem USB-Stick betrieben. Alle Platten sind daher unabhängig vom OS. Mittels ZFS und Raid 5 konfiguriert.
 
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Banned schrieb:
Bei zwei HDDs kann es keine Parität geben, nur eine Spiegelung.
Ist bei Unraid trotzdem eine Parity Platte.
 
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F1database schrieb:
Ich bin seit einiges Jahres bei XigmaNAS hängen geblieben. Vorher Nas4Free.

Danke dir, aber nur ein weiterer Name macht die Entscheidung nicht besser :D

EDIT:
Da du was ergänzt hast (danke): Unraid wird auch vom USB Stick aus betrieben. Oder meinst du etwas anderes?
 
@MajinChibi @derchris Das mag sein. Trotzdem kann man bei zwei Laufwerken nicht von einer Parität sprechen. Eine Parität berechnet sich über eine XOR-Verknüpfung der über die Laufwerke verteilten Bits. Hast du nur ein Bit, kannst du davon kein XOR berechnen. Denn für eine Verknüpfung benötigt es mindestens zwei Elemente.
 
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@Banned Danke für die Aufklärung, aber ich sehe den Mehrwert für meine Anfrage gerade nicht.
 
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Den gibt es auch nicht. :)
Ergänzung ()

MajinChibi schrieb:
Sicher, dass zfs im array noch nicht geht? Mir war so, als hätte ich es auswählen können.

Naja, ein ZFS-RAID ist ein Software-RAID innerhalb der Verwaltung des Z-Filesystem. Alleine das widerspricht der Sache schon, und in der Vergangenheit war es auf jeden Fall nicht möglich. Das Einzige, was theoretisch möglich wäre, wäre ZFS auf jeder Platte einzeln und dann UnRAID unabhängig davon. Würde aber auch bedeuten, dass ZFS nichts automatisch reparieren kann.

Es ist wohl jetzt in dieser Hybridform möglich - aber eben mit der von mir genannten Einschränkung und hier meint ein Nutzer, das sei problematisch:
https://forums.unraid.net/topic/188...zfs-formatted-drives-what-is-your-experience/
 
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MajinChibi schrieb:
Unraid wird auch vom USB Stick aus betrieben. Oder meinst du etwas anderes?
Diese unsäglichen USB Laufwerke wird es demnächst nicht mehr geben.
Hatte ich im letzten Newsletter gelesen (Unraid Digest oder so ähnlich).
Wie die Lösung in Zukunft aussieht, weiß ich nicht.

Aber diskutieren wir hier nicht über jedes Detail in Unraid. Warten wir mal, was zu anderen Systemen geschrieben wird. Die Geschwindigkeit mit den SMB Freigaben kann ich nicht nachvollziehen. Mein 1 GBit Netzwerk wird voll ausgelastet, ich baue deshalb demnächst auf 2.5 GBit um.
Dann allerdings mit 2 NVMe Laufwerken als Cache, die natürlich im ZFS laufen.
 
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Wenn dich die Kosten für unraid nicht abschrecken, kann ich es nur empfehlen. Es ist verglichen zu truenas deutlich simpler, intuitiver. (die Optionen bei Truenas z.B. für ne SMB Freigabe mit Usern, Rechten sind so verteilt - wer das gemacht hat gehört bestraft ;-)
Ich bin mit Unraid seit 2 Jahren sehr zufrieden, absolut stabil, keine Probs mit updates, die Apps (Container) lassen sich easy hinzufügen. und was für dich interessant ist, ist die Integration von Tailscale - für easy Zugriff von außen. Durch die Container Integration auch nciht zwingend für das gesammte NAS - sondern z.B. nur für jellyfin.
 
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@feris
Dabei hab ich extra einen mlc Stick gekauft.
Das beruhigt mich, mit den SMB Laufwerken. Wie sieht dein Array aus und hast du dort auch zfs?

Ich denke dann wohl, es wird Unraid bleiben.
Der Preis schreckt mich nicht ab, wär natürlich schöner, wenn lifetime günstiger wäre, aber wenn meine Kenntnisse für andere Sachen nicht reichen, muss das wohl sein. (obwohl ich erstmal die 50 Dollar Lizenz nehmen würde)
 
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OMV ist kostenfrei, auch wenn der Autor sich über Spenden freut. Ich habe damit bisher keine Schwierigkeiten gehabt und es läuft absolut stabil. Die Bedienung ist meiner Meinung nach sehr einfach und intuitiv. Ob deine Anwendungen, die du nutzen willst auch laufen kannst du mal googlen. Docker werden aber unterstützt.

Ein großer Vorteil ist, dass es sehr schlank ist und kaum Ressourcen verbraucht. Das Extras-Paket, dass man über einen Konsolenbefehl installieren muss, ist sehr umfangreich. Die mitgelieferten Plugins decken aber schon recht viel ab.

* openmediavault-anacron

* openmediavault-apttool

* openmediavault-autoshutdown

* openmediavault-backup

* openmediavault-borgbackup

* openmediavault-compose

* openmediavault-cputemp

* openmediavault-diskclone

* openmediavault-downloader

* openmediavault-fail2ban

* openmediavault-flashmemory

* openmediavault-iperf3

* openmediavault-kernel

* openmediavault-kvm

* openmediavault-locate

* openmediavault-luksencryption

* openmediavault-mergerfs

* openmediavault-minidlna

* openmediavault-nvmetcp

* openmediavault-omvextrasorg

* openmediavault-remotemount

* openmediavault-resetperms

* openmediavault-rsnapshot

* openmediavault-sftp

* openmediavault-snapraid

* openmediavault-symlinks

* openmediavault-tgt

* openmediavault-wakealarm

* openmediavault-webdav

* openmediavault-wireguard

* openmediavault-wol

* openmediavault-wol

* openmediavault-zfs

clamav – Antivirus
owntone – DAAP/MPD/RSP media server
lvm2 – LVM management
nut – Network UPS Tools
shairport – AirPlay/RAOP receiver
usbbackup – USB autobackup
filebrowser – File managing interface
photoprism – AI-powered app for browsing, organizing & sharing your photo collection
wetty – Terminal access in browser over HTTP/HTTPS
s3 – MinIO based high-performance, S3 compatible object storage
onedrive – Synchronizing a shared folder with Microsoft OneDrive cloud storage
k8s – The Kubernetes plugin based on K3s
bcache – Use an SSD as a read/write cache for another block device
 
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Ich betreiben Unraid, OMV und testweise auch ZimaOS parallel. Und Unraid auch nur weil ich noch eine alte Lifetime Lizenz habe...

Wenn es um Docker geht und danach hört es sich an würde ich Unraid auf jeden Fall vorziehen. Wenn es nur lokal laufen soll, kannst dir ja auch mal ZimaOS anschauen, aber das eher zum Testen, ist noch viel gefrickel dabei.
Wenn es Rock solid sein soll und in erster Linie ein NAS würde ich dafür Openmediavault nutzen. Ist etwas aufwendiger und tiefer gehend in der Einrichtung, in sich aber logisch - eben weniger klick and play, man muss sich aber auch mit Einstellungen beschäftigen und einarbeiten - was ich als Vorteil sehe.
 
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