@smalM
Nehmen wir mal zusammen an, die Fakten stimmen so, was bei dem Yuan und dem geistigen Eigentum schwierig aber eine nachvollziehbare Argumentation ist.
Jetzt stellt sich mir die Frage, weshalb der geistige Diebstahl durch US-Spionage in der Rechnung nicht auftaucht und die Währungsmanipulationen der USA nicht erwähnt werden.
In dieser Debatte wird von allen Seiten zu stark moralisch argumentiert. Die Analyse fehlt, weshalb der Kurs von Trump so eine breite Basis hat. Da geht es nicht um die Person. Putin, Xi Jingping, Trump, Kaczynski, Edogan, ... spielen sicher ihre Rolle, sind im Wesentlichen aber nur Platzhalter im Umgang mit einer Situation, die auf eine massive Krise hinweist. Wenn an der Börse die Nachricht eines verringerten Wirtschaftswachstum in China in Richtung +5% zu Kursverlusten führt, wie in der Vergangenheit immer wieder mal vorgekommen, dann verstehe ich das Fingerzeig zusammen mit anderen klaren Anzeichen. (Auf Anfrage weitere Belege.)
Ein ironisch gebrochener Kommentar eines Freundes war: Wenn die Nationalisten gegenwärtig politisch so aktiv sind, dann zeigt das nur die historische Defensive in der sie stecken.
Ginge es nur um Huawei oder Donald Trump, dann würde kein Hahn so häufig krähen, wie es das Thema hier zeigt. Gäbe es eine Konsenslösung, wäre die Diskussion vorbei. Die aufgeblasen-übertriebenen Beiträge eines Teils der Poster zur Frage 'gut-böse in diesem Spiel' sind wahrscheinlich für die meisten im Kern nur eine Entschuldigung für die fehlende Bereitschaft etwas zu tun, ich hoffe für einige ein Ausdruck von Schmerz, der eine Lernbereitschaft aktiviert.
Die Entschuldigung funktioniert. Ein Sündenbock ist entdeckt. Ab in die Wüste damit. Und da die Kinder Israels damals noch unter bescheideneren Lebensbedingungen handelten, geschah das vor 2-3tausend Jahren nur einmal im Jahr. Wir können das dank wissenschaftlich-technischen Fortschritt, aka Internet, inzwischen jeden Tag vor einem imaginierten Publikum täglich vollziehen. Welch ein Segen!
Der erste Schritt einer Antwort raus aus dieser Falle ist für mich Nachdenken. Der zweite ist zu überlegen, was sinnvolle Strategien zur Veränderung der Lage sind und der dritte mit wem man sich dabei zusammentun kann. Das hat Folgen. Man muss sich immer wieder fokussieren und verliert die narzisstische Idee der Weltveränderung/-verbesserung. Man wird scheitern, nicht nur, aber immer wieder. Dafür lassen sich wirkliche Freunde gewinnen, die einem widersprechen. (Voraussetzung, man landet nicht bei Höcke & Cie., die ihre Gesinnungsfreunde bei einer taktischen Kontroverse Verräter nennen, wie im Moment zu beobachten.)
Die Welt steht am Abgrund. Der technisch-wissenschaftliche Fortschritt ermöglicht die Auslöschung der Menschheit in wenigen Stunden. Lasst uns ein Apfelbäumchen pflanzen!