Es ist Dekaden her, ...

OLST

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... sofern ich mich nicht irre und einem Traum nachjage, dass ich eine Computer-Zeitschrift in den Händen hielt, die Programm-Listings nicht als lesbaren Text, sondern als seitenfüllenden, quasi A4-Matrix-Code angedruckt hatte. Das konnte man dann später mit einem (Hand)Scanner wieder einlesen, dekodieren und nutzbar machen. Kennt jemand so etwas noch und kann mir sagen, ob das wirklich existierte und wo ich mehr darüber erfahren kann?
 

blöderidiot

Captain
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Ja, gab's mal für kurze Zeit - als schwarz/weiss-Matrix, ich glaube in der Zeitschrift "mc" oder so. Hatte ich als ganz junger Spund sogar mal eingescannt. Da gabs vorher ein Programm (Turbo-Pascal, glaube ich), mit dem man das "Bild" dann in Quelltext "umrechnen" konnte. Aber hat sich nicht lange gehalten - zu kompliziert, zu fehleranfällig. Und die alten "mc" (Mikrokomputer?) habe ich beim letzten Umzug vor drei Jahren zum Altstoffhandel gebracht.

Unten links auf dem rechten Bild: "Paperdisk"
 
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deveth0

Commander
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Ach, jetzt fühl ich mich alt...

Hier mal ein Bild aus nem ZX81 Buch (3-88945-002-4), so habe ich programmieren gelernt.

Wichtig bei komplexeren Programmen waren dann immer Checksummen für die Zeilen oder Blöcke, sonst hast du dich doof gesucht, wenn irgendwas nicht funktioniert hat.
 

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TheManneken

halb rin
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Aus Hörensagen von C64-Bastlern ist mir bekannt, dass es sogar Radiosendungen gab, in denen es möglich war, Programmcode mittels Kassettenrekorder auf eine Kassette aufzuzeichen und somit als "Datasette" in seinem Tapedeck abzuspielen und somit betreffendes Programm auszuführen.

Ist vielleicht jetzt nicht ganz, was du meintest, aber finde ich in technischer Hinsicht auch sehr interessant. Abgedruckter HEX-Code ist dagegen ja fast schon trivial :p

Schade, dass ich diese Zeit nicht live miterleben durfte... :heul:
 

OLST

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Sorry für das Zitat ohne Kommentar, war so aufgeregt über "Paperdisk", dass ich tatsächlich auf alles geklickt habe, was sich mir anbot... ;) Das sieht tatsächlich so aus, was ich im Kopf hatte, danke für den Namen, danach kann ich weitersuchen! :)
 

N00bn00b

Ensign
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Ja, gab's mal für kurze Zeit - als schwarz/weiss-Matrix, ich glaube in der Zeitschrift "mc" oder so. Hatte ich als ganz junger Spund sogar mal eingescannt. Da gabs vorher ein Programm (Turbo-Pascal, glaube ich), mit dem man das "Bild" dann in Quelltext "umrechnen" konnte. Aber hat sich nicht lange gehalten - zu kompliziert, zu fehleranfällig. Und die alten "mc" (Mikrokomputer?) habe ich beim letzten Umzug vor drei Jahren zum Altstoffhandel gebracht.

Unten links auf dem rechten Bild: "Paperdisk"
Danke für den Hinweis!

Das hat dann so ausgesehen: https://guru-home.dyndns.org/mc-Paperdisk.html, https://www.peterkernwein.de/Rechengeraete-Sammlung/paperdisk.htm
Hab damals zwar auch seitenweise Listings mit Checksummen abgetippt, aber Paperdisks habe ich nicht gekannt. Drei Dekaden her :)
 

calippo

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Ja, mein Trost ist, das es eine verdammt geile Zeit war. Ich bin froh, genau diese Dekaden im jungen Alter miterlebt zu haben. Alles vor C64er hätten mich wohl nicht so fasziniert und auch die Zeit, als C64er und Amiga schon zum alten Eisen gehörten, so ab Mitte der 90er war für Kids nicht so toll, weil PCs damals noch viel zu teuer waren. Da war ich schon Student und brauchte einen PC, zum studieren natürlich ;)
 

Arcturus

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Wenn man den Teenies heutzutage erzählt, dass man früher Seitenweise 08fa 0080... abgetippt hat, glaubt einem das wahrscheinlich keiner.
 

Looniversity

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früher Seitenweise 08fa 0080... abgetippt
@Arcturus Heute schauen die Teens sich das bei Ben Eater auf Youtube an und bezahlen Geld für die 6502-Kits.

Link zu seinen Videos - da habe ich viel gelernt, auch ohne das Kit zu kaufen :) Bin zwar selbst fast 30, hab aber als fachfremder vorher trotzdem noch nie Maschinencode gesehen.

(Ich sollte wohl dazusagen, dass ich den Channel erwähne weil ich die Videos super finde, da bekomme ich keine Provision oder sonstwas.)
 

OLST

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Noch nie etwas davon gehört, aber es gab natürlich auch andere Experimente dazu, zum Beispiel in dem einmalig erschienenen "Databar Magazine Commodore Edition" (es gibt auch Editionen für Atari 8-bit und TI 99/4A) mit dem Gegenwrt von $75 an Software in Form von Barcodes... Hätte ich wetten müssen, wer hinter dem "PaperDisk" steht, wäre ich glücklich mit allen Wetteinsätzen nach Hause gegangen: Rolf-Dieter Klein. Patent in Deutschland, US-Patent von "Cobblestone Software".
 

Hayda Ministral

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Aus Hörensagen von C64-Bastlern ist mir bekannt, dass es sogar Radiosendungen gab, in denen es möglich war, Programmcode mittels Kassettenrekorder auf eine Kassette aufzuzeichen

Guckst Du Wikipedia

Ich mit meinem ZX81/Spectrum/QL konnte sowas immer nur zur Kenntnis nehmen, denn Sinlcair bezahlte nicht dafür dass die käuflichen Bastarde Moderatoren ihre Produkte als das einzige was existiert darstellten.
 

ChiliSchaf

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Das gab es aber auch abseits von RDS. Wie ich RDS verstehe ist das ja NEBEN des eigentlichen Rundfunkinhalts untergebracht. Ich hab im Bastelkeller zu ganz jungen Jahren noch DT64 gehört, da gab es Sendungen da wurde direkt der Datasettenton durch den Äther gejagt. Ich jedoch hab meine allererste Datasette erst im Jahre 2020 gekauft xD
 
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