EU-Wahl - welche Partei für Klimaschutz? (Spoiler: Grüne sind nicht ambitioniert genug)

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Wenn man von 40Mio. Privathaushalten und jeweils 10W Standbyverbrauch ausgeht kommt das auf 400MW. Gesetz dem Fall dass dieser Verbrauch irgendetwas anderes als Peanuts sein sollte, wie stellt ihr euch das in 3 Jahren vor wenn in etwa das 20-fache dessen an installierter Kraftwerksleistung abgeschalten wurde?

Ich habe keine Smarthome, will und werde auch nie eines haben aber der Standbyverbrauch ist dabei kein Argument.

DerOlf schrieb:
Ich würde auch ne auf die Idee kommen, eine Heizung anders als manuell einzustellen
....
Ebenso würde ich nicht auf die Idee kommen, im Winter bei aufgedrehter Heizung zu lüften.
Die Heizungspumpe(n) schaltest Du auch ab?
Du drehst die Heizung garnicht erst auf wenn vorhersehbar ist dass in den nächsten Stunden solare Einträge die Raumtemperatur anheben?
Du drehst die Heizung/Kühlung/WW-Bereitung bevorzugt dann auf wenn genug EE Strom im Netz ist?
Wenn gerade reichlich EE Strom vorhanden ist aber für die Nacht ein Mangel prognostiziert wurde hebst Du die Raumtemperatur etwas an etwas mehr um durch Nutzung der Speichermasse des Hauses eben genau in dieser Zeit möglichst wenig verbrauchen zu müssen? Gleiches gilt für WW und natürlich auch bei Abwesenheit.

Ein richtig geplantes und umgesetztes Smarthome kann zu deutlich mehr Einsparungen beitragen als es an Stromverbrauch verursacht. Besonders bei Wärmepumpenheizungen und umso mehr wenn eigene PV mit im Spiel ist.

DerOlf schrieb:
(ich habe kein Termostat, was alle Heizungen regelt ...
Wenigstens witterungsgeführt oder noch ein altes Konstanttemperatur-Fossil?
 
DerOlf schrieb:
Nebenbei dimmt ein Dimmer nur das Licht, verringert aber nicht den Stromverbrauch der Lampen ... mit Licht dimmen, spart man also definitiv keinen Strom.
Ähm das ist jetzt der größte Schwachsinn überhaupt. Schnapp dir nen Messgerät und probiere es selber aus. Wobei wir vielleicht korrekterweise Energie also kWh sagen sollten.
DerOlf schrieb:
Du bist einfach nur zu bequem, um es selbst zu machen.
Und weil ich mit der Bahn und dem Auto fahre bin ich nur zu Bequem zu Laufen?
Dein Weltbild ist halt das "was ich nicht brauche brauch auch niemand anders".
Problem ist nur dass nicht jeder so leben will wie du, dass du dein Luxuslevel als das Maß aller Dinge jetzt siehst sagt schon viel aus. Da könnte jetzt auch jemand ankommen und sagen du sollst auf Lampen verzichten und auf Kerzen umstellen. Und die Heizung einfach mal 10-15grad niedriger drehen und stattdessen im Schlafsack pennen.
Also wer definiert nun hier welches Level an Luxus okay ist und welches nicht?
Ich rauche nicht, von mir aus könnte man also auch rauchen verbieten weltweilt. Warum? Betrifft mich ja nicht, brauch ich nicht, will ich nicht, daher ist es einfach hier Verbote zu fordern.

Leute die ein Aquarium haben sind sicherlich auch die Bösen dann;)

DerOlf schrieb:
Wenn es mir draußen zu warm ist, und die Sonne auf meine Fenster scheint, dann ziehe ich eben meine Vorhänge zu ... die sind nicht 100% Blick- und Lichtdicht ... also brauche ich dann auch kein extra Licht.
Beschattung läuft problemlos manuell.
Ich schätze mal deine Vorhänge hängen aber nicht an der Außenwand oder? Ergo kannst du die Teile gerne zuziehen, die "Wärme" sprich die IR Strahlung ist dann aber schon längst in deinem Zimmer, von daher beschattet man auch von außen damit die Strahlung vor dem Fenster reflektiert wird. Die Idee dabei ist die IR draußen zu lassen, aber noch genug Licht rein dass man drinnen nicht beleuchten muss oder nur wenig. Mit einfachen Vorhängen kommst du da nicht weit.

K7Fan schrieb:
Wenn man von 40Mio. Privathaushalten und jeweils 10W Standbyverbrauch ausgeht kommt das auf 400MW.
Sagen wir mal es sind 40W weil wir das Netzwerk noch mit dazu zählen, vielleicht noch nen kleines NAS/Server.
Ein Bedarf den man locker per PV decken könnte. Letztendlich ist aber Netzwerk, Internet, NAS auch Luxus. Mir ist klar dass weniger Luxus erstmal mit weniger Energieverbrauch einher geht. Durch die Vernetzung von Gewerken im SmartHome sind aber auch Einsparungen möglich weil die Gewerke untereinander wissen was der andere grad macht.
Habe auch mal überlegt das WLAN abzuschalten bei Abwesendheit die Idee aber verworfen aus Sicherheitsgründen da dies als Abwesendheitsdetektor dann benutzt werden könnte.

K7Fan schrieb:
Ich habe keine Smarthome, will und werde auch nie eines haben aber der Standbyverbrauch ist dabei kein Argument.
Die Möglichkeiten beim Smarthome sind grenzenlos. Beispielsweise kannst du auch den Herd abschalten wenn keiner im Haus ist weil jemand ihn vergessen hat auszuschalten. Grade bei älteren Leuten bringt das auch ein Plus an Sicherheit. Ich merke es auch bei meinen Eltern dass sie in ihrem Haus mittlerweile öfter mal vergessen das Licht auszumachen im Keller, im Bad, Flur etc. Das war früher noch nicht so. Meine Oma hat auch mal den Herd vergessen auszuschalten was wir dann aber noch rechtzeitig gemerkt haben.
Ergo ist es auch ein Mehrwert fürs Alter. Ich habe auch Orientierungslichter in den Räumen die sich Nachts anschalten, mindert auch das Risiko im Stockdunkeln irgendwo vorzulaufen und man muss nicht die Deckenbeleuchtung auf 100% schalten, grade wenn man einen Partner hat der vielleicht weiterschlafen will und nicht gestört werden wil nur weil man auf Klo will.


Hast du Markisen und Raffstores braucht du in aller Regel so oder so eine Steuerung die die Teile bei Wind einfährt falls du es mal vergessen hast. Bei Raffstores sowieso auch weil die Nachts halt unten sind. Oder bleibt jemand Nachts wach weil es ja stürmisch werden könnte?

Aber klar wenn man will kann man auch im Zelt wohnen oder Bauwagen.

K7Fan schrieb:
Ein richtig geplantes und umgesetztes Smarthome kann zu deutlich mehr Einsparungen beitragen als es an Stromverbrauch verursacht
Ich denke viele wissen auch nicht was Smarthome ist. Smarthome bedeutet nicht dass man jetzt die Lampen mit dem Handy steuern kann. Bzw diese Sache ist wirklich nur eine sehr sehr untergewordnete Sache.
Smarthome also smart bedeutet viel eher dass Automatiken jemanden Dinge abnehmen, sprich dass sich alles soweit es geht von selber regelt.
Wobei die Betonung hier auf "richtig geplant" liegt. Viele Personen kaufen sich einfach irgendwelche Dinge weils grad "Hip" ist ohne sich groß damit zu beschäftigen.
Klar wenn man seine LED Birnen nun durch Philips Hue austauscht die auch Strom verbrauchen wenn sie "aus" sind wird man am Ende sicherlich mehr Energie reinstecken müssen. Zumal in jeder Birne auch der Funkempfänger noch hinzukommt, das eigenes Netzteil pro Birne usw.

DerOlfs Ansatz ist halt alles stumpf zu streichen was er nicht braucht. Für mich ist das dieses typische Linke Weltbesserer Zeugs wo man allen Menschen dann eine Ideologie aufzwingen will.
Und die Leute "zwangsaufklären" will wenn sie nicht so funktionieren wie sie es gern hätten.
Dann muss man aber zuerst die Demokratie abschaffen.
Menschen sind aber nicht alle gleich sondern verschieden. Jedem Mensch sind andere Dinge wichtig im leben.
 
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Seht doch mal das Positive.

Für den Betrieb von einigen wenigen Großkraftwerken reichen wenige Leute.
Für die Instandhaltung und Wartung von PV und Wind braucht man viel mehr Personal.
Aktuell haben wir 30.000 Windanlagen.
Langfristig werden wir 300.000 brauchen.
also brauchen wir auch 10x so viele Monteure und Servicepersonal.
Das Thema Erneuerbare Energien wird ein riesen Jobmotor.
Wer weiß, vielleicht ist das irgendwann der größte Arbeitgeber Deutschlands.

Für Öl und Gas geben wir Jährlich Unsummen aus. Den Putin freut es.
Das Geld wird buchstäblich verbrannt.
Bei PV und Wind sind ein Großteil der Kosten Lohnkosten.
Das Geld bleibt also im Land.
So ganz grob überschlagen freu ich mich auf die Zukunft...
 
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Windkraftanlagen find ich Schwachsinn. Unmengen von Stahl die da verbaut werden, und keiner will sie bei sich stehen haben. Hinzu kommen nach ungeklärte Dinge wie die Auswirkungen von Infraschall und die Umweltzerstörung durch die Dinger, Vögel die davor fliegen, Insekten die sie killen.

Wenn dann eher Offshore oder an Küsten wo es sowieso windiger ist als auf dem Land.

Seh die Zukunft in der dezentralen Energieversorgung und der Autarkie von Gebäuden und dank Smarthome kann man die Energie dann auch perfekt nutzen indem sich ne Logik dahinter um alles kümmert, ergo die Waschmaschine läuft wenn grad Stromüberschuss vorhanden ist usw.

florian. schrieb:
Das Thema Erneuerbare Energien wird ein riesen Jobmotor.
Mag sein, nur werden warscheinlich ne ganze Reihe von Leuten davon nix haben wenn sie sich den "Spaß" am Ende nicht leisten können. Und für die Jobs brauch es Fachpersonal da kannste keine Analphabeten für einsetzen, es sei denn man schraubt die Ansprüche wie massiv nach unten nur wird man dann auch den Preis dafür irgendwann zahlen wenn man nicht mehr so genau hinguckt bei den Leuten.
 
K7Fan schrieb:
Wenn man von 40Mio. Privathaushalten und jeweils 10W Standbyverbrauch ausgeht kommt das auf 400MW. Gesetz dem Fall dass dieser Verbrauch irgendetwas anderes als Peanuts sein sollte, wie stellt ihr euch das in 3 Jahren vor wenn in etwa das 20-fache dessen an installierter Kraftwerksleistung abgeschalten wurde?

Wenn man ein einziges Elektroauto mit 100 kWh-Akku in 5 Minuten laden will, macht das bei 20% Ladeverlusten 1,5 MW.

Jetzt stell dir vor, wie viele das bundesweit in der Rush Hour gleichzeitig tun würden, denn nur eine Minderheit besäße einen privaten Stellplatz mit Langsamlademöglichkeit. Windräder und Solarzellen helfen nebenbei nicht, denn kurzzeitige Spitzenlasten sind deren größtes Problem.

Und so ein Unfug wird uns als Umweltschutz angedreht, und mit Steuermilliarden überschüttet :grr:
 
Ilsan schrieb:
Windkraftanlagen find ich Schwachsinn.
Das nenn ich mal ein Argument!
Insekten die sie killen.
Welche Insekten fliegen 100m hoch?
Da killt mein Auto auf dem weg zur Arbeit mehr Insekten.
Mag sein, nur werden warscheinlich ne ganze Reihe von Leuten davon nix haben wenn sie sich den "Spaß" am Ende nicht leisten können.
Reden wir hier von der Energieversorgung eines Landes oder von deinem Vorgarten?
Was hab ich aktuell von den RWE Kohlekraftwerken? nix.
Was hab ich zukünftig von den RWE Windparks? vielleicht einen Job.
Und für die Jobs brauch es Fachpersonal
Ja, es gibt Jobs, für die braucht man eine gute Ausbildung.
Das nimmst du als Negativ Argument?


@JMP $FCE2
gegen Lastspitzen gibt es Gaskraftwerke.
Überschüssigen Strom kannst du mit ca. 60% Wirkungsgrad in unser Gasnetz bringen.
Wir haben riesige Gasspeicher. Da ist Gas für 3Monate gespeichert, man weiß ja nie was der Putin so plant.
Die Infrastruktur ist hier schon vorhanden.

Wir könnten daher relativ Problemlos alles mit Wind und Solar vollkleistern.
alles überschüssige wird zu Gas gewandelt und so kommt man auch noch über den Winter.
 
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@JMP $FCE2
Die Schnellladestationen haben einen internen Speicher, der "langsam" geladen wird. Die Ladeleistung kommt nicht 1 zu 1 vom Netz.
Vor allem moderne Stationen sind mitterweile gerne an Pufferspeichern angeschlossen die 150 - 300 kWh vorhalten.
 
Hier kann man auch viel über den Preis regeln.
Die Technik wäre längst da, um im Minutentakt die Strompreise an den Ladesäulen anzupassen.
So schnell kannst du garnicht schauen, wie die Leute ihr Auto nicht mehr zur Rushhour laden.

Das sind alles lösbare Technische Probleme.
Die Infrastruktur muss natürlich an die neuen Gegebenheiten angepasst werden.
Aber das wurde sie die letzten 100 Jahre auch schon.
Ist ja nicht so, als ob der Strom von jehher einfach so aus der Steckdose kommt.
im Hintergrund gab es schon immer massive Änderungen.

Das schafft alles Arbeitsplätze!
 
hallo7 schrieb:
Die Schnellladestationen haben einen internen Speicher, der "langsam" geladen wird.

Der wird in besagter Rush Hour ziemlich schnell leer sein - und nebenbei noch mehr umweltschädlich abgebautes Lithium verschlingen.

Sinnvoll wäre es gewesen, von Anfang an einen standardisierten Wechselakkublock mit eingebauter Ladeelektronik vorzuschreiben. Dann hätte man das Mobilitäts- und das Spitzenlast-Problem mit einer Klappe geschlagen, weil die in der Tankstelle gelagerten Wechselakkus als Netzpuffer fungieren, und damit Gaskraftwerke überflüssig machen könnten.

Nebenbei könnte man durch die eingebaute Ladeschaltung jede verbesserte Akkutechnologie sofort als Ersatz für defekte Akkublöcke verwenden, ohne veraltete Technik noch zig Jahre als Ersatzteil für jedes Automodell nachproduzieren zu müssen.

Das einzige "etwas komplexere" Problem wäre die Abdichtung des Kühlwasserkreislaufs, wenn ein Roboter in der Tankstelle die Standard-Akkublöcke in die "Tankform" des jeweiligen Autos stapelt.
 
Hallo

SE. schrieb:
Machst ihr eigentlich irgendwas für den Klimaschutz oder nicht?
Nein, nichts.
Ich bin natürlich keine absichtliche Umweltsau, ich schmeiße meinen Müll nicht einfach so in der Gegend weg und ich schütte mein Altöl nicht im Wald aus.

SE. schrieb:
Falls nicht, welche Bedingungen müssten erfüllt sein damit Ihr eurer Verhalten verändert?
Das hat nichts mit Bedingungen zu tun, bzw. mir fällt nichts ein was mich dazu bewegen könnte mich einzuschränken und nicht der Spaß- und Konsumgesellschaft angehören zu wollen.

JMP $FCE2 schrieb:
Sinnvoll wäre es gewesen, von Anfang an einen standardisierten Wechselakkublock mit eingebauter Ladeelektronik vorzuschreiben
Weißt du wie groß der Akkublock eines E-Autos ist ? Wie groß soll die Lagerhalle einer Wechsel-/Tankstelle sein die hunderte Autos täglich bedienen soll ?
Wir kriegen bei E-Autos einheitliche/standardisierte Ladestecker nicht auf die Reihe, warum sollte das bei Akkublöcken funktionieren ?
Wie kann es für einen Mercedes EQC/Tesla/E-Smart/E-Golf einen einheitlichen/standardisierten Akkublock geben, bei den unterschiedlichen Anforderungen an die Leistung/Kapazität ?

Grüße Tomi
 
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florian. schrieb:
also brauchen wir auch 10x so viele Monteure und Servicepersonal.
Das Thema Erneuerbare Energien wird ein riesen Jobmotor.
Wie viele Jobs wären das dann?
Nur um das in Relation zu dem setzen zu können das durch Automatisierung an Arbeitsplätzen verschwinden wird.
Da sich ein Großteil davon ganz gut ins günstigere Ausland verlegen lässt wird von dem Geld nicht übermäßig viel im Lande bleiben.

florian. schrieb:
Für Öl und Gas geben wir Jährlich Unsummen aus. Den Putin freut es.
Den Willem-Alexander und den Harald ebenso. Wenn ihr sein LNG kauft freut sich auch der Trump ein klein wenig.

JMP $FCE2 schrieb:
Wenn man ein einziges Elektroauto mit 100 kWh-Akku in 5 Minuten laden will, macht das bei 20% Ladeverlusten 1,5 MW.

Jetzt stell dir vor, wie viele das bundesweit in der Rush Hour gleichzeitig tun würden,
Kann nur mit Abregelung, Lastabwurf oder Blackout enden wenn wirklich so direkt geladen werden sollte. Am wahrscheinlichsten ist Ersteres und zur Not Zweiteres denn Letzteres will niemand erleben müssen.
Es wird beim Laden von E-Autos weitaus langsamer gehen müssen, schnelles Laden bleibt eine Ausnahme an starken Anschlüssen oder lokalen Puffern für Fälle in denen es wirklich sein muss. Oder der Fahrer es sich leisten kann.
Alles Andere verkraftet das Netz nicht.

florian. schrieb:
Welche Insekten fliegen 100m hoch?
Schmetterlinge, Fliegen, Hummeln, diverse Käfer,...
Manche Insekten können mehrere km hoch fliegen.

florian. schrieb:
Da killt mein Auto auf dem weg zur Arbeit mehr Insekten.
Aktuell sind es bei WKA AFAIR 1-1,5kT/Jahr. Das ist auf den ersten Blick nicht viel aber es erwischt nur Insekten in bestimmten Flughöhen und die Ausfälle sind daher nicht gleich auf alle Spezies verteilt wodurch die reine Betrachtung der Menge viel zu kurz greift.

florian. schrieb:
Was hab ich aktuell von den RWE Kohlekraftwerken? nix.
Aktuell noch Strom wenn weder Wind weht noch Sonne scheint.
Wind btw. in der letzten Woche an einigen Tagen mit Leistungen die an einen Totalausfall grenzen.

florian. schrieb:
In Zukunft werden viele Leute Solarmodule Instandhalten.
Ein PV Element braucht kaum Instandhaltung, gereinigt werden größere Anlagen dann automatisch und um die kleinen auf EFH kümmern sich die Besitzer zumeist selbst.
Alle paar Jahrzehnte müssen Module getauscht werden aber in 20-30 Jahren wird auch das weitgehend automatisiert sein.
 
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JMP $FCE2 schrieb:
Der wird in besagter Rush Hour ziemlich schnell leer sein - und nebenbei noch mehr umweltschädlich abgebautes Lithium verschlingen.

Lithium kommt fast so häufig vor wie Kuper und häufiger als Blei... Der Abbau ist ungefähr gleich schädlich, jedefalls freundlicher als die Erdölförderung (von Fracking wollen wir gar nicht anfangen).
Außerdem wird sehr eifrig an Alternativen geforscht. Feststoff Akkus z.B.

Warum sollte jeder in der Rush Hour in 30 Minuten laden wollen? Die Infrastruktur lässt sich relativ gut verteilen, Strom ist überall vorhanden. Man könnte langfristig jeden Parkplatz mit einer Lademöglichkeit ausstatten. Mein Auto steht mehr als 90% der Zeit nur rum. Die durchschnittliche Pendlerstrecke beträgt unter 50km am Tag. Entweder muss man nicht jeden Tag laden oder noch besser, man steckt an wenn möglich und fertig. Zurzeit ist das natürlich keine Lösung für die Mehrheit - muss es auch nicht, denn E-Autos werden noch längere Zeit nicht die Mehrheit bilden und somit gibt es die Möglichkeit die Infrastrukur vorzubereiten.
Oder man machts wie Norwegen...
 
Tomislav2007 schrieb:
Weißt du wie groß der Akkublock eines E-Autos ist ? Wie groß soll die Lagerhalle einer Wechsel-/Tankstelle sein die hunderte Autos täglich bedienen soll ?

Die Dinger könnten doch in wenigen Stunden geladen und weitergereicht werden. Was bei der laut hallo7 tatsächlich praktizierten "Lösung" nicht der Fall ist - ganz abgesehen vom doppelten Lithiumbedarf und doppelten Ladeverlusten.

Alternative wäre natürlich eine 380 kV-Überlandleitung vom Gaskraftwerk zu jeder Tankstelle, oder ein Gaskraftwerk direkt in der Tankstelle :D

Tomislav2007 schrieb:
Wir kriegen bei E-Autos einheitliche/standardisierte Ladestecker nicht auf die Reihe, warum sollte das bei Akkublöcken funktionieren ?
Wie kann es für einen Mercedes EQC/Tesla/E-Smart/E-Golf einen einheitlichen/standardisierten Akkublock geben, bei den unterschiedlichen Anforderungen an die Leistung/Kapazität ?

Indem man fähige Leute damit beauftragt, und nicht solche Kasper wie beim BER. Vielleicht sollten wir den chinesischen Staat fragen, wie so etwas geht. Immerhin hat der in der Zeit, in der wir die neuen Bundesländer haben vergammeln lassen, ein ehemaliges Fischerdorf namens Shenzhen von (laut Wikipedia) 845.000 auf 11.693.000 Einwohner aufgemotzt - inklusive Schnellzugverbindungen zu anderen Metropolen.

Im Prinzip muss man sowieso nur eine Quaderform (z.B. 1000 x 250 x 150 mm), einen Kühlwasseranschluss, einen Leistungsanschluss und eine Datenschnittstelle standardisieren. In den Kasten kommt dann immer die neueste Akkutechnik. Kapazität und Leistung lässt sich durch die Anzahl der Akkublöcke festlegen.

K7Fan schrieb:
Es wird beim Laden von E-Autos weitaus langsamer gehen müssen, schnelles Laden bleibt eine Ausnahme an starken Anschlüssen oder lokalen Puffern für Fälle in denen es wirklich sein muss. Oder der Fahrer es sich leisten kann.

Niemand wird nach der Arbeit eine Stunde an der Ladesäule herumsitzen, oder den Fernsehabend um 21 Uhr unterbrechen, um draußen nach einer freien Ladesäule zu suchen, oder selbige freizumachen, und dann nach einem Parkplatz suchen, der jetzt schon in den Städten Mangelware ist. Bei dem bisherigen Trend, die Leute in immer kleinere Mietknäste zu Wucherpreisen zu sperren, statt Bauland freizugeben, wird das auch nichts mit privaten Ladeplätzen. Nebenbei war da auch noch irgendwas mit Brandschutz und Tiefgaragen...

Ist diese dämliche Vorschrift, dass in offenen Carports kein Strom verlegt sein darf, eigentlich inzwischen angepasst worden ?
 
florian. schrieb:
Welche Insekten fliegen 100m hoch?
Da killt mein Auto auf dem weg zur Arbeit mehr Insekten.
Nope, die reinigen die Dinger ja auch nicht rein aus Spaß. Kannst das gerne alles ergooglen aber man hat herausgefunden dass Insekten durchaus auch so hoch fliegen. Obendrein bedenke auch dass die Rotoren viel bodennäher sind als der Turm. Der Turm ist knapp über 100m soweit ich weiß, die unterste Spitze des Rotors dann wie hoch über den Boden? 20-30m vielleicht?


florian. schrieb:
Das nenn ich mal ein Argument!
Die Argumente haste ganz vergessen mit zu zitieren;) Die kamen nämlich direkt danach.

JMP $FCE2 schrieb:
Wenn man ein einziges Elektroauto mit 100 kWh-Akku in 5 Minuten laden will, macht das bei 20% Ladeverlusten 1,5 MW.

Jetzt stell dir vor, wie viele das bundesweit in der Rush Hour gleichzeitig tun würden
Stichwort Smartgrid. Der Energieversorger wird sicherlich so oder so drauf bestehen die Teile abschalten zu können bzw zu drosseln. Ist doch bei Wärmepumpen genauso schon heute, die kann dein Energieversorger auch abschalten aus der Ferne wenn dies sein muss.

JMP $FCE2 schrieb:
Der wird in besagter Rush Hour ziemlich schnell leer sein - und nebenbei noch mehr umweltschädlich abgebautes Lithium verschlingen.
Wobei man aber erwähnen muss ist dass das Lithium nicht einfach weg ist. Außerdem können Akkus auch ein Zweit- und Drittleben haben zB in Energiespeicher in Häusern, sprich wo es nicht so sehr auf Platz und Gewicht drauf ankommt, dort können dann die Akkus weiter benutzt werden die für Autos zu schlecht geworden sind bzw zu sehr abgenutzt wurden.

hallo7 schrieb:
Vor allem moderne Stationen sind mitterweile gerne an Pufferspeichern angeschlossen die 150 - 300 kWh vorhalten.

Wäre sonst auch sinnlos unmengen an Kupfer zu verlegen nur weil paar mal am Tag jemand seinen "Tesla" schnell volltanken will, die Säule die meiste Zeit aber ungenutzt bleibt.
 
hallo7 schrieb:
Man könnte langfristig jeden Parkplatz mit einer Lademöglichkeit ausstatten.

Jeden sicher nicht (Brandschutz), und was passiert in der Übergangszeit ? Wie gesagt: Parkplätze sind doch überall Mangelware, und wenn man jetzt 20% davon für E-Autos reserviert, sind die, die sich keins leisten können, zu recht stinksauer.

Nebenbei wird sich der, der die Lizenzgebühren (warum hat man so etwas überhaupt zugelassen ?) für die Steckdosen kassiert, die Hände reiben. Und der Steuerzahler packt irgendwann die Mistgabel aus...
 
JMP $FCE2 schrieb:
Jeden sicher nicht (Brandschutz), und was passiert in der Übergangszeit ? Wie gesagt: Parkplätze sind doch überall Mangelware, und wenn man jetzt 20% davon für E-Autos reserviert, sind die, die sich keins leisten können, zu recht stinksauer.
Kannst doch E-Autos, bzw die Leute die beim Parken laden wollen auf die Parkplätze lotsen und den Rest auf die Parkplätze wo man nicht laden kann. Sind dann alle "Nicht Ladeplätze" belegt parken Verbrenner eben auch auf Ladeplätzen bis alles voll ist.
So wird niemand "diskriminiert". Ergo kannst dein E-Auto laden wenn noch was frei ist, und kannst mit deinem Verbrenner parken wenn noch was frei ist.
Aber die werden Verbrenner sowieso benachteiligen mit der Zeit, wollen ja dass du Neues Auto kaufst;)
 
Wer soll denn die Lotsen und die technische Infrastruktur bezahlen, um jeden Straßenrandparkplatz zu verwalten ? Dagegen wären ja selbst die Lizenzgebühren für die Stecker ein Schnäppchen.
 
JMP $FCE2 schrieb:
Niemand wird nach der Arbeit eine Stunde an der Ladesäule herumsitzen, oder den Fernsehabend um 21 Uhr unterbrechen, um draußen nach einer freien Ladesäule zu suchen, oder selbige freizumachen, und dann nach einem Parkplatz suchen, der jetzt schon in den Städten Mangelware ist.
Ein massiver Ausbau der Ladeinfrastruktur ist zwingend notwendig, öffentlich als auch privat in Tiefgaragen.
Die Anzahl an Autos soll laut Erwartungen und Prognosen etwas zurückgehen. Durch Fortschritte in der Akkutechnologie werden höhere Kapazitäten möglich, idealerweise so weit dass der typische Pendler nur einmal pro Woche laden muss.
Dafür können genug Säulen aufgestellt werden sodass niemand mitten in der Nacht umparken muss, die Leistung könnte gut geregelt und verteilt werden.

Billig werden weder der Ausbau noch die Autos dazu und die Koordination hat gewisses Potenzial um zu einem BER 2.0 zu werden.

JMP $FCE2 schrieb:
Bei dem bisherigen Trend, die Leute in immer kleinere Mietknäste zu Wucherpreisen zu sperren
Dort soll, laut weit verbreiteten Vorstellungen zur verdichteten Lebensweise , kaum jemand ein Auto haben bzw. benötigen sondern seine Wege mit Öffis, E-Bike und (selten) Car-Sharing erledigen.
 
Hallo

Eure ganzen dollen E-Auto Phantasien in allen Ehren aber wer kann/soll die große Menge an E-Autos kaufen, bzw. wie viele können sich einen E-Neuwagen leisten ?
Wenn es gebrauchte E-Autos in Preisbereichen gibt die sich die breite Masse leisten kann, müssen die dann ausgelutschten Akkus ausgetauscht werden, was dann wieder das Budget der breiten Masse sprengt.
Oder habe ich die Forderung überlesen das der Staat jedem Bürger ein neues E-Auto schenken soll/muss ?

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
Am einfachsten könnte man wohl die Flotten Kunden umstellen. Da rechnet sich ein E-Auto nämlich, was die Preise bezahlbar macht. Es mag paradox klingen, aber ein E-Auto ist dann wirtschaftlich, wenn es viel gefahren wird.

Sobald es dann in Massen produziert werden kann, wird auch der Preis sinken. Zurzeit sind E-Autos so teuer, weil kaum Produktionskapazitäten vorhanden sind (vor allem auch für die Akkus).
 
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