Sherlock & Daughter
USA 2025, 8 Teile á 44 Minuten, ARD Mediathek
Nach dem sehr jungen Mr. Holmes nun also eine weitere Adaption des Stoffes um die berühmteste Figur von Arthur Conan Doyle. Die gefühlte 396. Verfilmung mit Anlehnung an den klassischen Meisterdetektiv. Puristen werden sich vermutlich auch hier wieder die Sinnfrage stellen, aber wem die üblichen Abläufe zu verkopft sind findet hier mehr Spontanität.
Sherlock Holmes hat nun also eine Tochter, zumindest behauptet diese es. Gemeinsam folgen sie in der ersten Staffel im wahrsten Sinne des Wortes einem roten Faden aus Verschwörung und Mord.
Das Ambiente ist klassisch im ausgehenden 19. Jahrhundert in London angesiedelt. Die Atmosphäre ist eher düster angelegt, die Inszenierung ist aber in fast jeder Hinsicht stimmig. Technisch gut umgesetzt.
Holmes ist hier stark gealtert und kommt neben der gewohnten Überheblichkeit/Arroganz zunächst ziemlich mürrisch daher, das ändert sich aber im Lauf der Staffel. Stark verkörpert vom englischen Schauspieler David Thewlis (alias David Wheeler).
Die weibliche Hauptfigur verblasst zwar etwas neben ihm wird aber trotzdem ordentlich verkörpert. Als charakterlicher Gegenpart zu Holmes mit einigen eher ungewöhnlichen Verhaltensmustern für die viktorianische Zeit, aber schließlich ist sie ja Amerikanerin.
Weitere bekannte Nebenfiguren im Holmes Universum finden sich auch wieder aber tatsächlich nur als Nebenfiguren.
Ist so mittelmäßig spannend aber damit durchaus O.K. für mich.
2. Staffel ist bereits in Arbeit. Der Plot der ersten Staffel kommt zum Abschluss aber man hat schon vorsorglich einen Cliffhanger als Überleitung eingebaut.
Meine Bewertung: 7 von 10 Holmessternchen.