News Existenzbedrohung: Ohne den Google-Suchdeal droht Firefox das Ende

Andy

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Google nutzt illegale Methoden, um sein Monopol im Suchmaschinengeschäft zu festigen, haben US-Richter entschieden. Bei den Verhandlungen standen die Milliarden-Abkommen mit Apple im Mittelpunkt, existenzgefährdend könnte das Urteil allerdings für Mozilla sein. Denn der Suchmaschinen-Deal mit Google ist die Haupteinnahmequelle.

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Einerseits wäre es sehr schade, wenn Firefox nicht mehr existieren würde, andererseits ist es auch fragwürdig, dass die Foundation ihr Geschäftsmodell derart auf eine Abhängigkeit von Alphabet aufgebaut hat. Ich persönlich bin seit einigen Jahren von Firefox weg, hab ihn als Alternative aber installiert, wenn doch mal irgendein Plugin bei den sonstigen Browsern nicht geht.
 
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Es ist traurig, dass das komplette Web auf ein Monopol hinausläuft, aber leider generiert ein Browser alleine wenig Einnahmen.
Und da das Web und dessen Komplexität mittlerweile soweit gewachsen sind, dass es beinahe unmöglich ist mit einem neuen Browser vorzudringen (hieran ist sogar Microsoft gescheitert), sehe ich aktuell eine düstere Zukunft voraus.
 
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Würde es extrem interessant finden, wie das Szenario sich dann in der Realität entpuppt, wenn Google die Finanzierung von Mozilla dann einstellen würde.

Das ganze würde ja dann eine Kettenreaktion auslösen, welche bei Chromium dafür sorgen müsste, dass von der Blink-Engine abwärts, wirklich alles an ein unabhängiges Konsortium geht, oder es wirklich so offengelegt wird, dass jeder unabhängig ein eigenes Chromium weiterentwickeln kann und muss.
 
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500 Millionen. Pro Jahr. Damit kann man mehrere AAA Spiele entwickeln. Soagr mehrere AAA mit GaaS inkl. eingepreistem Support. Ohne das überhaupt einer das Spiel kauft.

Wo landet das Geld?
 
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Der Firefox ist bereits seit vielen Jahren abgestürzt, und so frei wie man gern behauptet ist man auch nicht, ansonsten wären die Zahlungen vom großen Konkurrenten nicht so wichtig.
 
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Ich würde den Firefox extrem vermissen. Ich nutze den seit Jahrzehnten.

Außerdem wäre dann Chromium praktisch alternativlos mit all den negativen Konsequenzen.

Boimler schrieb:
andererseits ist es auch fragwürdig, dass die Foundation ihr Geschäftsmodell derart auf eine Abhängigkeit von Alphabet aufgebaut hat.
Welches alternative Geschäftsmodell würdest du denn vorschlagen? Den Browser an sich kostenpflichtig machen ist keine Option weil dann die meisten User einfach gehen und mit geschalteter Werbung finanzieren ist genauso unmöglich.

Falls der Google Deal wirklich stirbt kann Mozille hauptsächlich hoffen, dass ein oder mehrere Staaten Gelder freigeben um ein Chromium Monopol zu verhindern.

Der TOR Browser basiert ja z.B. auf Firefox und wurde damals vom US-Militär entwickelt... wobei mit Trump am Steuer da Gelder losrütteln wohl eher schwierig ist.
 
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Ich finde es absolut nicht schlimm, dass Google die Standardsuchmaschine ist. Wenn die Richter jetzt das falsche Urteil fällen, tun sie nichts Gutes und machen alles schlimmer da nun eine weitere Browser-Engine wegfällt.

Was bringt es denn in Zeiten von Smartphones die uns von morgens bis abends ausspionieren, Google als Standardsuchmaschine zu entfernen? Jeder der eine andere Suchmaschine haben möchte kann es doch einstellen...
 
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Wenn die Mozilla Foundation auch die 500 Millionen auch in die Firefox Enwicklung gesteckt hätte.
Stattdesen wurde es in irgendwelche Projekte gesteckt die nichts damit zu tun haben. Von den Gehältern die sich davon gegönnt wurden, fang ich erst gar nicht an.
 
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Das wäre vielleicht mal die Gelegenheit für die EU hier im Sinne der digitalen Souveränität einzuspringen. Hat ja auch niemand gesagt, dass Mozilla ein reines US-Unternehmen bleiben muss.
 
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Rickmer schrieb:
Ich würde den Firefox extrem vermissen. Ich nutze den seit Jahrzehnten.
Ich benutze ihn auch seit Jahrzehnten. Leider wird er immer dicker, behäbiger und unflexibler.
Ich wünschte es gäbe den VIA-Browser nicht nur für das Smartphone.
Und suche eine flexible, leichte Alternative für den PC. Es gibt aber so viele und alle gleichen sich und werden auch immer dicker. :(
 
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Gibt es einen Transparenzbericht für die Finanzmittelverwendung?

Man hat also 100 Mio im Jahr ohne Google und nur das wäre existenzbedrohend? Das sind mit ~200k USD/Jahr allein 500 Entwicklerstellen. Was zum Henker machen die zusatzlich mit dem ganzen Geld von Google?
 
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OiOlli schrieb:
Damit kann man mehrere AAA Spiele entwickeln.
[...]
Wo landet das Geld?
Wahrscheinlich in die Entwicklung des Browsers (und ein Paar Sachen drum herum)? Was haben Videospiele damit zu tun?
 
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Etwas interessantes noch zu diesem Thema: Das Gehalt von Mozillas CEO ist auch gut gewachsen - wenn ich mich recht entsinne bekam sie 2022 knapp $7 Millionen. Finde ich schon etwas sehr hoch ehrlich gesagt. Allerdings ist sie ja auch mitlerweile gegangen.

Ich glaube wenn sie es richtig anstellen, könnten sie auch ohne das Geld von Google überleben. Ob sie dafür die richtigen Schritte einleiten ist dann wieder eine andere Frage. Aber zumindest Thunderbird hat es ja auch geschafft bis jetzt, obwohl ich nicht weiß ob die eventuell auch ein bischen vom Google-Geld gegenfinanziert werden und wenn ja in welchem Ausmaß.

Dann gibts ja auch noch die ganzen Forks von FF - allerdings weiß ich auch da nicht, wie sehr die auf die Entwicklung des Haupt-FF angewiesen sind oder das alles komplett selbst übernehmen könnten.
 
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Okay, ganz verrückte Idee: Was wenn die EU die Finanzierung übernähme?
 
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500 Millionen USD pro Jahr für die Entwicklung eines Browsers erscheinen mir aber auch extrem groß und ich kann nicht so ganz nachvollziehen, wohin die ganzen Gelder sickern.
Davon lassen sich ja 5000 Vollzeitstellen bezahlen, wenn man mal das gesamte Budget für Gehälter einplanen würde...? Selbst wenn wir die Hälfte für Infrastruktur abziehen würden (was mir sehr viel vorkommt), hätten wir immer noch über 2500 Vollzeitstellen oO Damit sollte sich extrem viel Arbeit wuppen lassen.

Etwas gesund-schrumpfen könnte dem FF-Projekt also alles in allem eventuell sogar ganz gut tun?
 
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Rickmer schrieb:
Ich würde den Firefox extrem vermissen. Ich nutze den seit Jahrzehnten.

Außerdem wäre dann Chromium praktisch alternativlos mit all den negativen Konsequenzen.
dies
konkretor schrieb:
Von den Gehältern die sich davon gegönnt wurden
Als ich die Monate geschaut hatte war ich auch relativ schockiert...
MR2007 schrieb:
Gibt es einen Transparenzbericht für die Finanzmittelverwendung?

Was zum Henker machen die zusatzlich mit dem ganzen Geld von Google?
Google einfach...
Koks, andere Projekte, Leiter/Managergehälter🤑 die sich richtig 🤑🤑 sehen lassen. 🤑🤑🤑
Floringer schrieb:
verrückte Idee: Was wenn die EU die Finanzierung übernähme?
🤔
 
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Wilde Und eventuell eindimensionale Aussage:
Es war schon immer schlecht seine Existenz auf eine (finanziell gesehen den größten Anteil beisteuernde) Kundenbeziehung zu stützen.
Weil das ist das Verhältnis hier letztendlich.

Für mich nicht nachvollziehbar, und speicher ich unter "falsch geführtes Unternehmen" und "Misswirtschaft".
 
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Ich halte das alles auch für unseriös. Wieso ein Browser derart viel Geld benötigt, erschließt sich mir überhaupt nicht. Non-Profit ist da überhaupt nichts, da wird sicher massivst Googlegeld versickern.
Floringer schrieb:
Okay, ganz verrückte Idee: Was wenn die EU die Finanzierung übernähme?
Dann wärs ein staatlicher Browser, ne danke. Ich nutze Mozilla eben wegen der Unabhängigkeit der Datennutzung.
 
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