Exklusivverträge bei Kabelanschlüssen möglich?

MeisterOek

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Hallo,

ich ziehe bald in eine neue Wohnung. Ziehe innerhalb von Baden-Würrtemberg in einer Unitymediadominieten Gegend um. Nahezu jeder, der schnelles Internet haben möchte, ist gut beraten Vodafone, ehem. Unitymedia zu nehmen. Habe auch einen 1GBit-Vertrag für 40€ von denen. Nun ziehe ich also in das im Jahre 2020 erbaute Haus als Erstbezieher zur Miete. Ich zahle einen Breitbandanschluss in den Betriebskosten und mir wurde auch gesagt, dass Glasfaser bis zum Haus verlegt wurde.
Als ich nun meinen Internettarif umziehen wollte, sah ich, dass Vodafone/Unitymedia an dieser Adresse nur 16MBit anbietet. Erstbezug war übrigens 1.8, ich bin nur einer der späteren Mieter, die zum 1.9 einziehen, das heißt, dass das Haus schon komplett fertiggestellt ist. Ich habe Vodafone angerufen und die meinen, die sehen nur, was der PC ausspuckt und dieser sagt eben, dass nur 16MBit an dieser Adresse möglich seien und sie nicht wissen, ob in der Zukunft noch mehr bereitgestellt wird.
Wenn ich nun also zu check24.de gehe, sehe ich, dass die Telekom an dieser Adresse 1GBit anbietet, soweit sogut, aber für 86€, mehr als das doppelte also. Des Weiteren gibt es mit 250 oder 100Mbit noch Anbieter wie JKR oder HFO. Wird Vodafone hier gezielt von dem Hausbauer blockiert, da er Exklusivverträge mit der Telekom hat. Sind solche Fälle bekannt? Kann man dagegen vorgehen?
Anfragen an die Hausverwaltung mit dieser Frage werden einfach ignoriert, bei allen anderen Dingen wird mir geholfen.

Grüße
 
naja telekom verlegt neu also dürfen die das auch, ausbauen und andere das dann billig nutzen lassen würde ja keiner. Dann baut man auch nicht aus, und ja das dürfen die die ersten Jahre dann auch so machen.
 
Der Breitbandanschluss wird offenbar über LWL und nicht über Koaxkabel (was typischerweise vom Unitymedianetz eingesetzt wird) bereitgestellt, so dass Vodafone auch nur ADSL aus der Vermittlungsstelle anbieten kann. Wenn die Telekom LWL bis ins Haus verlegt hat, warum sollten sie dann Vodafone darauf lassen? Sei doch froh dass du LWL hast und nicht auf Koax musst.

Ich würde aber auch sicherheitshalber verifizieren, ob die Information von check24.de korrekt ist und bei der Telekom nachfragen, was die anbieten.
 
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MeisterOek schrieb:
mir wurde auch gesagt, dass Glasfaser bis zum Haus verlegt wurde.
Wurde dir denn auch genannt, von wem Glasfaser verlegt wurde? Das klingt ganz danach, dass die Telekom dort ausgebaut hat und nicht UM/Vodafone, ergo gibt's von Vodafone nunmal nichts schnelleres angeboten.
 
Atkatla schrieb:
Wenn die Telekom LWL bis ins Haus verlegt hat, warum sollten sie dann Vodafone darauf lassen?
Tatsächlich lässt die Telekom andere Anbieter auf das FTTH Netz.
Vodafone nutzt dieses Angebot zur Zeit aber nicht.
 
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Wird FTTH von der Telekom sein. Vodafone ist erst diese Jahr überhaupt ins FTTH Business eingestiegen soweit ich finden kann: https://www.golem.de/news/ftth-voda...-zahl-von-glasfaserprojekten-2001-145938.html und will bis Ende des Jahres gerade mal 6000 Haushalte anschließen.

Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass die Glasfaser im Haus von der Telekom ist. Und die haben zumindest für die ersten Jahre ein exklusives Nutzungsrecht als Investitionsschutz (wenn sie wollen). Wobei ich nichtmal weiß, ob die bei FTTH überhaupt irgendwann freigeben müssen, oder ob sich dieser Zwang nicht auf DSL und Vectoring beschränkt.

Der Hausbauer kann in sofern (beschränkt) was dafür, dass er beim Baum keinen Kabelanschluss bei Vodafone beauftragt hat. Wobei es auch einfach sein kann, dass Vodafone da in der ganzen Straße / im ganzen Gebiet keine Leitungen hat und daher einen Neubau auch nicht anschließen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
um es einfach zu sagen telekom baut da billiger dann aus dafür darf man die ersten 5 jahre z.b. keinen auf lwl dann drauf lassen, das ist normal, vodofone würde sich nur einmieten was aber erst nach den ersten 5 jahren geht damit die telekom auch ihre investition suichern kann das ist gesetzlich auch geregelt es zwingt dich ja keiner lwl zu nehmen ist doch vodafones problem dann und damit deins das du da bist.
 
Verstehe da Problem irgendwie nicht. Mit der Telekom bekommst du die deutlich bessere Leitung im Gegensatz zum Fake Gigabit mit Krüppel upload von vodafon und überlasteten nodes.

Andere würden sich über hohe Datenraten freuen. Dann nimm das kleinere Paket. Mehr als 250 oder 500 Mbit braucht eh niemand.

Bekommste sogar noch wechselprämie und und und
 
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Autokiller677 schrieb:
Und die haben zumindest für die ersten Jahre ein exklusives Nutzungsrecht als Investitionsschutz (wenn sie wollen)
LadykillerTHG schrieb:
dafür darf man die ersten 5 jahre z.b. keinen auf lwl dann drauf lassen, das ist normal,
Das Märchen des "Investitionsschutz" hält sich wacker.
So etwas gibt es in der Regel weder bei FTTC, noch bei FTTH.
Wenn ein FTTH Ausbau eigenfinanziert erfolgt liegt die Entscheidung komplett bei ausbauenden Provider ob, wann und wie teuer er Vorleistungsprodukte anbieten will.

Nach aktuellem Stand bietet die Telekom sofort Vorleistungen bei FTTH an. Allerdings nicht zu den üblichen regulierten "Ramschpreise" wie bei DSL.

Daher nutzt das Angebot auch kaum ein Provider, weil sie damit nicht ihre günstigen Preise halten können. (Beispielsweise liegt der Preis für das Vorleistungsprodukt 1 Gbit/s deutlich über dem Endkundenpreis von Vodafone 1 Gbit/s).
Mir ist ein Provider bekannt, welcher das FTTH Netz der Telekom nutzt (http://mk.de)
 
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Das macht alles Sinn. Ich lese aber auch heraus, dass der Bauherr sich einfach entschieden hat das Koaxkabel nicht für Internet freizugeben. Telekom hat also mit großer Wahrscheinlichkeit FTTH realisiert und Vodafone nutzt dies nicht. Die Frage bleibt offen, was mit dem Kabelanschluss ist. Kann es sein, dass es zwar Kabel-TV über die Kabelbuchsen gibt, aber Vodafone keine Internetleitung über Koax zum Haus hat bauen lassen? So tief bin ich auch nicht in der Materie.

blackbirdone schrieb:
Andere würden sich über hohe Datenraten freuen. Dann nimm das kleinere Paket. Mehr als 250 oder 500 Mbit braucht eh niemand.

Bekommste sogar noch wechselprämie und und und

Das war der Plan, schätze ich nehme 500 Mbit, aber Wechselprämien sehe ich da gerade keine. Bin auch in einer schlechten Verhandlungsposition, wenn Vodafone am gleichen Ort nur 16mbit anbietet :D
 
brainDotExe schrieb:
Wenn ein FTTH Ausbau eigenfinanziert erfolgt liegt die Entscheidung komplett bei ausbauenden Provider ob, wann und wie teuer er Vorleistungsprodukte anbieten will.
Nur baut das ja kaum einer wirklich eigenfinanziert aus. Die Fördertöpfe lässt doch kein gewinnorientiertes Unternehmen liegen.
 
Branchenüblich ist, daß ein Gebiet nicht doppelt erschlossen wird, wenn schon ein Wettbewerber mit Vectoring oder Gigabit da ist. Der faßt dann in der Erstvermarktung den Großteil der Kunden ab, die wenigsten wechseln.

Welches Verhältnis der Eigentümer der Immobilie zu Vodafone hat, wissen wohl nur er und Vodafone. Möglich, daß Vodafone keinen Bock auf die Erschließung hatte, nachdem die Telekom mit Gigabit dort war.

MeisterOek schrieb:
Ich zahle einen Breitbandanschluss in den Betriebskosten

Die Abrechnung über die Betriebskosten ist ein Traum für alle Breitbandanbieter, weil man damit garantiert von einer großen Zahl an Kunden auf einmal und regelmäßig Geld bekommt. Die Verträge dafür sind heiß begehrt und laufen oft auf 10 oder 15 Jahre. Wenn du über die Betriebskosten einen Vodafone-Anschluß buchen kannst, heißt das, daß noch ein Vertrag zwischen deinem Vermieter und Vodafone besteht. Es wäre also Quark, Vodafone einerseits Internetdienste über die Kupferdoppelader zu erlauben, Fernsehen über Koax zu erlauben, Internet über Koax aber zu verbieten. Ist in dem Neubau denn überhaupt Koax vorhanden?
 
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Ich sehe nicht, dass im Haus ein Kabelanschluss liegt. Steht hier nirgends. Die 16 MBit die Vodafone anbieten können, das ist DSL. Kein Kabel.
 
MeisterOek schrieb:
Telekom hat also mit großer Wahrscheinlichkeit FTTH realisiert und Vodafone nutzt dies nicht. Die Frage bleibt offen, was mit dem Kabelanschluss ist.
Bei Neubaugebieten ist bei der Telekom FTTH schon seit längerem Standardbauweise. Egal ob gefördert oder nicht.
Ebenfalls bei so Geschichten wie hier, wo die Telekom direkt Verträge mit einer Hausverwaltung macht, sind in der Regel keine Fördergelder im Spiel.
MeisterOek schrieb:
Kann es sein, dass es zwar Kabel-TV über die Kabelbuchsen gibt, aber Vodafone keine Internetleitung über Koax zum Haus hat bauen lassen?
Sind den überhaupt Kabelbuchsen vorhanden?
Sind es vielleicht SAT Buchsen?
Handelt es sich denn überhaupt um FTTH, hat die Telekom vielleicht nicht die Versorgung über Koax übernommen?
Vielleicht ist es auch FTTH + Koax (nur Fernsehen) von der Telekom.
 
brainDotExe schrieb:
Tatsächlich lässt die Telekom andere Anbieter auf das FTTH Netz.
Ja, genau wie auch z.B. Deutsche Glasfaser. Nur nutzt das umgekehrt eben keiner, wie du sagst.
Open Access nennen die das.
https://www.deutsche-glasfaser.de/kommunen/privatwirtschaftlich/
Tatsächlich scheint die Telekom deren Netz nutzen zu wollen.
https://presse.deutsche-glasfaser.d...as-offene-netz-von-deutsche-glasfaser-2963099
Autokiller677 schrieb:
Vodafone ist erst diese Jahr überhaupt ins FTTH Business eingestiegen soweit ich finden kann
Schon etwas eher.
https://www.computerbase.de/2018-04/celle-vodafone-glasfaser-1-gbit-75-euro/
MeisterOek schrieb:
Die Frage bleibt offen, was mit dem Kabelanschluss ist.
Frag da mal nach. Manchmal schließen Mehrparteienhäuser Komplettverträge für alle Wohnungen ab, was über die Nebenkostenabrechnung zu sehen ist. Das ist umgerechnet billiger. Allerdings muss man dann auch über diesen Anbieter "Internet" buchen. Mir ist das z.B. bei Antec Servicepool bekannt. Die nutzen teilweise das Telekom-Kabelnetz und Frequenzraster und bieten darüber eigene Internetverträge an, obwohl die komplette Nachbarschaft Vodafone und sein Gigabit für 40 EUR hat.
https://www.antec-servicepool.de/
 
Also ich habe mir jetzt eine Dose genauer angeschaut. in der "TV-Dose" sind 4 Anschlüsse. Oben 2, die aussehen wie die Anschlüsse für Kabelinternet oder auch SAT, darunter 2 klassische Koax-Anschlüsse für das TV. Bin ja noch nicht eingezogen und kann nicht sagen, ob da direkt öffentlich. rechtl. TV rauskommt.
 
Wilhelm14 schrieb:

Im Artikel steht nichts von FTTH, wohl aber vom " Kabelverbreitungsgebiet". Und gerade Vodafone streut ja gerne "Glasfaser" in alles rein, wo nur ein paar Meter zum Backbone über die Faser laufen und alles ander Koax ist (Immer schön Werbung mit dem "Kabelglasfasernetz" machen). Daher bin ich da mittlerweile sehr skeptisch, solange die nicht explizit FTTH sagen / schreiben.
 
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