Externe Festplatte überschrieben. Alle Daten sind weg

mayz

Cadet 1st Year
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Mai 2015
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14
Hey Leute,

mir ist grad der dümmste Fehler der Welt passiert.
Wollte mir Linux installieren und habe meine externe Festplatte nicht abgezogen.

Jetzt habe ich gerade gesehen, dass sie überschrieben wurde alle meine Backups darauf sind verloren. Alle meine Fotos, Videos ,Passwörter (darunter sehr wichtige) waren darauf und jetzt habe ich nichts mehr. Alles ist weg!

Gibt es irgendeine Möglichkeit wieder an die Daten zu kommen? Ich würde auch zahlen. Bin verzweifelt.

LG,
mayz
 
Wurde die Festplatte wirklich komplett überschrieben? Also hat die Formatierung lange gedauert oder nur kurz? Sofern sie kurz war, war es sozusagen nur eine Schnellformatierung (Windows Formulierung), wo keine Daten komplett gelöscht wurden. Wenn es länger gedauert hat, wurden die Daten wirklich gelöscht. Wenn die Daten wirklich überschrieben wurden, sind sie auch endgültig verloren (https://www.computerbase.de/forum/t...cuva-hat-3-dateien-wiederhergestellt.1504682/)
Du kannst versuche mit Recuva Daten wiederherzustellen (http://www.heise.de/download/recuva.html).
Sofern Du Dich nicht traust das Thema selbst anzugehen, kannst Du Dich auch an einen entsprechenden Dienstleister wenden. (https://datenretter.de/default.htm)
Ich würde an deiner Stelle die Festplatte erstmal Sektor-für-Sektor sichern, also Clonen auf eine Festplatte oder als Image sichern. Und dann würde ich mit Recuva versuchen, die Daten wiederherzustellen. Je nach deinem IT-Skill. Wenn Du allerdings keine nenneswerte Erfahrung mit IT-Systemen hast, würde ich es an Dritte abgeben. Sonst formatierst Du aus Versehen nochmal oder es entsteht ein anderer irreparabler Schaden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn wirklich was (alles) überschrieben wurde ist es weg - komme was da wolle.
Anders läuft "sicheres" Löschen auch nicht ab, nur dass der Datensalat natürlich 0 Sinn ergibt.
 
Einfach aus Erfahrung, wenn die Daten extrem wichtig sind dann keine Eigenversuche sondern ab damit zum Profi. Das hat aber nur Erfolg wenn die Daten auf der Platte noch vorliegen und wie bereits gesagt nicht alle sauber überschrieben wurden.
 
Hi,

Jetzt habe ich gerade gesehen, dass sie überschrieben

Überschrieben, formatiert oder schnell-formatiert? Das sind entscheidende Unterschiede, das musst du bitte klären, bevor man was dazu sagen kann.

Grundsätzlich ist es so, dass eine echte Formatierung / ein Überschreiben Daten unwiederbringlich löscht. Nur bei einer Schnellformatierung hast du noch eine Chance. Ist nur ein Teil der Daten überschrieben kann man den anderen Teil eventuell noch retten.

VG,
Mad
 
Hey,

wie gesagt. Ich wollte Linux installieren. Ich weiß nicht welches Verfahren da genau angewandt wurde.
Es sind verschiedene Partitionsordner auf der Festplatte zu sehen. Sie ist also nicht leer, sondern wurde mit den Daten des OS überschrieben.
Ob da vorher eine Formatierung stattfindet weiß ich nicht.
 
mayz schrieb:
...
Jetzt habe ich gerade gesehen, dass sie überschrieben wurde alle meine Backups darauf sind verloren. ...

Wenn es nur die Backups waren, dann hast du ja die Originaldateien noch, insofern ist ja nichts verloren. Einfach alle Linux-Partitionen auf der ext. HDD löschen, mit der Windows Datenträgerverwaltung einen neue Partition über die gesamte Kapazität anlegen und das Backup neu draufspielen.

Falls die Daten aber nur auf die ext. HDD ausgelagert waren, sieht es schlecht aus. Zumindest die Daten, die bereits mit Linux-Dateien überschrieben wurden sind weg. Wenn es wirklich wichtige Daten waren, dann ab zum Datenrettungsprofi, wenn der zu teuer ist, dann kannst du versuchen mit den üblichen Datenrettungsprogramm noch was zurückzuholen (testdisk, usw.).
 
Es sind tatsächliche alle Daten weg. Auch auf dem Laptop.
Habe bei einem Datenrettungsunternehmen angerufen. Aber das wird zu teuer für mich.
Werde ggf. mal eine Software ausprobieren. Habe aber wenig Hoffnung.
 
Hi,

also die Daten, die überschrieben wurden kann niemand mehr herstellen. Die Daten, die noch nicht überschrieben wurden evtl. mit einer Software. Aber nicht mehr auf dem Datenträger direkt rumpfuschen, sondern wie schon empfohlen eine Sicherung anfertigen und damit arbeiten.

Deine Sicherungs-"Strategie" bedarf einer kompletten Überarbeitung, das ist dir hoffentlich klar.

VG,
Mad
 
Würdest du das mit der Sicherung bitte nochmal erklären bzw. auf einen Link verweisen. Verstehe das nicht.
 
Hi,

wenn es dein Rechner schaffen kann alle Backups zu löschen ist dein Sicherungskonzept einfach für die Tonne, ganz einfach. Dann ist das keine Sicherung. "Sicherung" heißt es deswegen, weil es gegen alle Umstände gesichert ist. Wenn du die Platte bei einem Systeminstall dranhängen hast ist das Fehler eins. Wenn die Platte bzw. die Backups dann nicht redundant vorliegen ist das Fehler zwei. Und wenn man sowohl die Rohdaten als auch alle Backups gleichtzeitig überschreiben kann ist das Fehler drei. Und diese drei Fehler sind der Sargnagel einer jeden "Sicherung".

VG,
Mad
 
Dass mein Konzept für die Tonne war, ist mir schon klar. Das streite ich auch nicht ab.
Das Problem war einfach, dass ich die Festplatte nicht abgezogen habe und OpenSuse mir bei der Intallation nicht offensichtlich mitgeteilt hat, dass die externe HDD mit in den Prozess eingebunden wird.
Leider lernt man oft erst, wenn alles schon zu spät ist.
 
Was ist denn das überhaupt für ein Käse ungefragt sämtliche Platten und Partitionen zu überschreiben? Ich habe OpenSuse noch nie genutzt, aber unterscheidet es sich von andere Distrubs in der Hinsicht? Konnte mich bei Ubuntu und Kubuntu nicht erinnern, dass überhaupt die Möglichkeit für soetwas bestand.

Ich habe meine persönlichen und wichtigen Daten in die Cloud geladen. Vom Datenschutz her zwar fahrlässig, aber ich benötige keine zig Backups und Platten. Zudem kann ich von überall drauf zugreifen, was schon einige male sehr praktisch und notwendig war. Die Musik kann man ja ebenfalls noch in die Cloud laden, Google Music ist dafür wunderbar und kostet nichts, selbst bei einer großen Sammlung. Videos hingegen sind einfach zu groß. Für was ich noch eine Lösung brauche, das sind meine Bilder.

Mir sind einfach schon zu oft Platten abgeschmiert. Das Risiko eines Verlusts ist mir daher zu groß.
 
Gefragt sicherlich schon. Allerdings so versteckt und uneindeutig, dass es einfach nicht ersichtlich war.
Kenne das von Ubuntu auch, dass vorher genau gefragt wird, welche Datenträger genutzt werden soll.
 
mayz schrieb:
(...) alle meine Backups darauf sind verloren.

Falsch, das waren keine Backups! Es war offensichtlich die einzige Kopie der Daten, somit gab es kein Backup!
Sich diesen Unterschied klar zu machen sollte zumindest für die Zukunft helfen. Wäre das Geld für eine zweite externe Platte gut investiert gewesen? Ich denke, im Moment würdest du auch sagen, ja natürlich!
 
mayz schrieb:
Das Problem war einfach, dass ich die Festplatte nicht abgezogen habe
Linux unterscheidet nicht so zwischen USB und internen Platten wie Windows und kann daher auch problemlos auf USB Platten / USB Sticks installiert und von dort betrieben werden. Dann bedeutet Backup oder Datensicherung eben immer, dass man die Dateien auf mindestens zwei Medien stehen hat, die in getrennten Gehäuse stecken sollten. Interne Platte und USB Platte sind da schon ein guter Ansatz, aber leider standen die Dateien wohl nur auf der externen oder wurden bei der Installation beide Platten platt gemacht? Dann war der Fehler eindeutig, dass eine USB Backupplatte zu 99% der Zeit abgeklemmt sein muss, die wird nur zum Erstellen, Prüfen und Aktualisieren des Backups angeschlossen und sonst nur wenn man wirklich einen Datenverlust hatte und auf das Backup zurückgreifen muss, was hoffentlich nie nötig ist. Während die UBS Backupplatte angeschlossen ist, macht man keine Dinge wie Images auf USB Sticks schreiben, Partitionierungen ändern, etc., nichts was die Platten gefährden könnte zu sobald die Aktualisierung des Backups durch ist, wird die Platte über "Sicher entfernen" abgemeldet und dann abgezogen, sobald Windows die Erlaubnis dafür gibt!

Wenn man aber nun mal die Bilder vom Urlaub des letzten Jahres zeigen will und dazu muss man auf die Backupplatte zurückgreifen, dann ist es keine Backupplatte, denn ist es eine Datenauslagerungsplatte!

Macht man häufig eine Aktualisierung des Backups, so wäre die Cloud oder ein NAS eine gute Wahl um die USB Platten nicht ständig hervorholen, anschließen, sicher entfernen und wieder abklemmen zu müssen. Das NAS kann gerne 24/7 laufen, da es ein eigenes Betriebssystem hat, welches die Platten verwaltet, da sich kann eben nicht mal eben so vom Rechner aus ein Linux installieren, der Installer würde das NAS ja auch gar nicht von sich aus kennen.

Wer wissen will ob seine Backupstrategie gut ist, der machen einen einfachen Test: Man denkt sich der Reihe nach jedes Gehäuse in dem Medien mit Daten sind (PC, NAS, jedes USB Gehäuse einzeln) einfach mal weg, stellt sich vor das wäre geklaut, runterfallen, vom Blitz erschlagen oder sonst etwas in der Art. Fehlen nun wichtige Daten? Finde ich die nicht mehr? Dann stehen sie wohl nur auf einem Medium in dem Gehäuse welches man sich weggedacht hat und könnten dann eines Tages auch wirklich weg sein!
 
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