Pleb200 schrieb:
gibt es ein gerät, wo ich zwei SSDs einschieben kann und dass ich über USB-C anschließen kann. Auf den SSDs soll dann jewils das gleiche als Backup gespeichert werden.
Immer Kameras haben die Möglichkeit über USB-C extern auf SSDs aufzuzeichnen.
Das Problem ist der Strombedarf und wie viel Strom der Port liefert. Die internen SSDs können auch mal mehr Strom ziehen als ein USB 3 Port zu liefern braucht, dies sind nämlich für Single Lane Ports nur 900mA. Mehr ist optional möglich, gerade bei USB Lade Ports sollten es 1,5A oder 3A sein, aber normale USB3 Ports müssen nicht mehr als 900mA liefern und drehen den Saft ab, wenn zu viel Strom gezogen wird. SSDs ziehen aber gerade beim Schreiben am meisten Strom und die mit Pseudo-SLC Schreibcache ausgerechnet dann, wenn der Pseudo-SLC Schreibcache voll ist, denn das Schreiben nur eines Bits geht nicht nur schneller, sondern braucht auch weniger Strom. Passiert dann nebenbei noch ein Lesezugriff, also Mixed-I/O, so kann die Leistungsaufnahme noch höher sein und erst recht, wenn dem Controller der freie Platz ausgeht und er nebenbei noch Aufräumen muss, also noch gültige Daten auf Blöcken umkopieren um diese danach zu Löschen und erneut beschreiben zu können.
Wie viel Strom eine SSD maximal ziehen kann, sieht man nicht anhand der Messung der Leistungsaufnahme in den Reviews, sondern sieht seht normalerweise auf dem Etikett in der Form von z.B. "Rated DC 5V x.xA" bzw. bei M.2 und mSATA SSDs dann 3,3V und da sind Werte zwischen 1A und 2A normal. Der Vorteil einer ordentlichen Fertig-USB SSDs die vom Hersteller der SSD selbst kommt ist, dass deren FW angepasst wurde um nie zu viel Strom zu ziehen. So steht auf meiner Samsung T5 Portable "Rated DC 5V 0.8A" und damit bleibt sie also immer unter den 900mA die ein USB3 Port auf jeden Fall liefern kann. Beachten sollte man natürlich da sich die Geräte an einem passiven Hub diese 900mA teilen müssen, wenn also mehrere Geräte dran hängen die auch einiges an Strom ziehen, dann sollte man auf jeden Fall einen aktiven Hub nehmen, also einen mit eigenem Netzteil, was auch hier das Problem lösen dürften, da die Hub meisten nicht so streng sind was den Strom pro Port angeht.
Da man immer wieder falsche Aussagen liest wie viel Strom ein Type-C Port liefern muss: Bei usb.org, der Organisation für die Standardisierung für alles was USB betrifft, steht eindeutig:
Demnach haben nur die USB 3.2 Gen 1
x2 (10Gb/s aus 2 5Gb/s Lanes) und USB 3.2 Gen 2
x2 (20Gb/s aus 2 10Gb/s lanes) Ports (nur die sind nämlich dual lane) mindestens 1,5A zu liefern, alle 5 und USB 3.2 Gen 2 (ohne x2, also Single Lane) 10Gb/s USB 3 Ports haben aber aber eben per Default nur 900mA! Mehr ist bei denen optional möglich, z.B. wenn es Ladeports sibnd, aber dies ist eben nicht zwingend der Fall! So eine Kamera dürfte kaum einen Ladeport haben der viel Strom liefert, wenn es ein Ladeport ist, dann wohl ehr um die Batterie der Kamera selbst aufzuladen.
Meine Vorschlag wäre eine Samsung T5, die sollte zuverlässig genug sein und ab der 1TB sollte sie auch bei vollem Pseudo-SLC Schreibcache keinen nennenswerten Einbruch der Schreibrate sehen.
madmax2010 schrieb:
das geht schief. kommt ransomware daher, ist beides futsch
Ransomware auf eine Kamera? Hier geht es ja offenbar darum die externe SSD direkt an die Kamera anzuschließen um die Bilder dort direkt bei der Aufnahme zu speichern, weil der TE ja schreibt: "Immer Kameras haben die Möglichkeit über USB-C extern auf SSDs aufzuzeichnen."
RAIDs ersetzen keine Backups, nach der Aufnahme sollte ein Backup auf einem Medium erstellt werden, welches in einem anderen Gehäuse steckt.