Extra Linux Distro auf externer SSD installiern

Johnnii360

Lieutenant
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Servus zusammen!

Ich bin zwar schon seit Juli 2019 komplett mit Linux unterwegs, stehe aber nun vor einer Sache, die ich noch nie angepackt habe.

Ich habe bisher immer Ubuntu genutzt. Da ich aber von CachyOS gehört und es mal in der Arbeit auf einem MS Surface Pro 6 getestet habe, habe ich irgendwie schon bissl Blut geleckt. ;) Aber anstatt mein Ubuntu gleich komplett plattzumachen, würde ich Cachy mit meinem PC erst mal testen, denn meine Hardware ist schon nicht mehr ganz so frisch und eine Creative Sound Blaster X-Fi Titanium Fatal1ty werkelt auch noch drin.

Kann mir jemand sagen, wie ich Cachy auf seiner externen SSD installieren kann, ohne das mein lokaler GRUB verhauen wird? Dualboot war in meiner ganzen 28-jährigen IT-Karriere nie ein großes Thema für mich. Ich hatte das mal mit Windoof, aber auch nur kurz.
 
Quick&Dirty: Ubuntu SSD abklemmen, externe SSD anschließen, Cachy auf der einzig sichtbaren SSD installieren.

Elegant: Im Installer die externe SSD als Installationsmedium wählen darauf eine eigene Boootpartition erstellen.
 
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gimmix schrieb:
Quick&Dirty: Ubuntu SSD abklemmen, externe SSD anschließen, Cachy auf der einzig sichtbaren SSD installieren.
Mmmh, wäre eine Idee. Ist nur eine NVMe-SSD und die rausbauen will ich nicht, weil die schön von der Graka verdeckt wird. ;) Das ist dann weniger Quick und mehr Dirty. :)
 
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Calamares spielt unter UEFI den Bootloader doch dort hin, wo du es angibst. Nur Ubuntus alter Installer Ubiquity hat das eigentlich regelmäßig verbockt.
 
@Garmor Das heißt, wenn ich das Live System boote, die externe SSD als Installationsmedium angebe, dann bleibt der Bootloader auch auf der externen SSD und auf der lokalen wird nichts gemacht? Der Installer schreibt doch dann sicher was in die UEFI. Solange er den Ubuntu-Eintrag lässt, passt das ja dann. Ich hab das einfach noch nie gemacht. Aber ich werd vorher auf jeden Fall meine Ubuntu-Platte sichern.
 
Linux ist nicht Windows, der schiebt dir nicht den bootloader auf die erste Platte die gefunden wird.

Während der Installation von Cachy machst eine manuelle partitionierung. Wenn du /boot/efi auf die externe Festplatte erstellst (so wie root, home, swap etc.), wird der bootloader auch da installiert.

Das einzige was passiert hinterher das im UEFI vom Mainboard der Eintrag vorangestellt wird, das heißt das wird als erste Bootoption automatisch starten. Das kannst aber einfach im UEFI ändern.

Falls lustig bist kannst auch die externe einfach stecken lassen und im bootloader vom hauptsystem (grub, systemd-boot etc.) einen eintrag machen der auf die externe Platte zeigt, damit kannst Cachy von da aus auch starten (so hab ich es mit Dualboot mit Windows)
 
Zuletzt bearbeitet: (Zu viele "dann", ich werde auch schon blöd)
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Super, danke für die Info! Dann werd ich das jetzt dann in meinem Urlaub mal in Angriff nehmen. :) Ubuntu ist schon grund solide, aber wenn ich noch den letzten Rest aus meinem Core i5-9600KF und meiner RTX 2070 quetschen kann, dann ist das Gold wert. Abgesehen davon, ist GNOME manchmal auch ein bisschen hakelig.
 
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Kannst dich drauf verlassen das es so funktioniert. Spreche aus eigener Erfahrung, habe ich nämlich vor 15 Minuten selbst ausprobiert.
 
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Jokeboy schrieb:
Während der Installation von Cachy machst eine manuelle partitionierung. Wenn du /boot/efi auf die externe Festplatte erstellst (so wie root, home, swap etc.), wird der bootloader auch da installiert.

Das einzige was passiert hinterher das im UEFI vom Mainboard der Eintrag vorangestellt wird, das heißt das wird als erste Bootoption automatisch starten. Das kannst aber einfach im UEFI ändern.
Wenn die externe angeschlossen ist, dann wird die automatisch geladen. Wenn sie nicht da ist, wird der Eintrag vermutlich einfach übersprungen und das Ubuntu auf der internen gebootet. Win-win (oder Linux-Linux), so zu sagen.
 
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Ich verlasse mich nicht darauf, dass die Distro-Installer mein Grub in Frieden lassen. Bei UEFI legen sie i.d.R. den Loader auch auf die erste UEFI Partition ab. Daher präpariere ich solche USB-Bootmedien immer isoliert in einer VM. Unter Linux am liebsten einfach mit qemu. Die HDD (oder was auch immer) mounte ich dort direkt als block device. Das könnte allerdings Probleme bereiten wenn während der Installation HW-spezifische Konfigurationen erzeugt werden. Bspw. macht NixOS das, bei CachyOS weiß ich es nicht.
 
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