Extremes NAS oder doch was anderes?

oSes

Lieutenant
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Hi zusammen,

erstmal muss ich sagen dass Netzwerk- oder Serversysteme nicht gerade mein Fachgebiet sind. Daher bin ich im moment etwas ratlos, da mein vorhaben vom Mainstream der NAS Systeme stark abweicht.

Und zwar brauche ich ein System das mir jetzt 12TB Platz zur Verfügung stellt, über das Heim-Netzwerk erreichbar ist, teilweise von jedem Computer benutzt werden kann, aber andererseits auch Ordner geben sollte die nur mit Passwörtern eingesehen werden können.
Des Weiteren sollte die Möglichkeit bestehen in naher Zukunft auf 24TB Kapazität zu erweitern. Und das ganze muss im Raid1 laufen, sprich anfangs effektive 6TB, später 12TB Kapazität.

Dazu möchte ich mit einem passendem USV eine Sicherung vor Stromausfällen, sodass das System sich in der Zeit regulär heruntefährt um Datenverlust zu verhindern.

Ich weiss das klingt nach ziemlich viel wollen, aber mein budget hierfür liegt bei nur 800€-900€, also für die 12 TB, sprich 6TB effektiv im Raid1. Die anderen 12 TB kommen ja erst später hinzu.

Wenn sich damit jemand auskennt, oder evtl. auch eine ganz andere Lösung für mein Vorhaben hat wäre ich dankbar um die ein oder andere hilfreiche Aussage.

'Ses
 
800-900 EUR inkl Platten? Das wird wohl nichts...soviel kosten die 6-Bay NAS-Systeme schon ohne eine Platte drin.

Warum RAID1? Wie derChemnitzer schon sagt, ein anderes RAID würde dir viele Platten einsparen
 
Also ich habe das von derChemnitzer vorgeschlagenen System mit 3TB Platten im RAID5 + HotSpare.

Erstmal kurz zum Verständnis. Du willst kein RAID1, sondern ein RAID10.
Bei einem RAID 1, würden auf allen Platten die selben Daten liegen. = 3 TB netto, egal wieviele Platten du verwendest, vorrausgesetzt die Platten haben 3 TB
Während das RAID10 die 2 Mirrors zu einem Stripe zusammenfasst. = 6 TB netto bei 12 TB brutto

Bei deinem Vorhaben kosten alleine die Platten zwischen 480 und 600 € (120 - 150 € pro Platte), je nach Fabrikat.

Da bleibt wenig Spielraum für das Restliche System. Da du später 8 Platten im RAID10 betreiben willst, musst du das System natürlich auch schon jetzt darauf auslegen.

D.H. bei einem Fertigen NAS System brauchst du eins mit 8 einschüben. Das Kostet jetzt geschätzt 800 - 1000 €

Die andere Option wäre ein System selbst zu bauen.
Kleines Board + CPU + RAM +... + evtl Hardware-RAID-Controller (8 Port ~ 500 €)

Oder eben über Software RAID

Aber auch hier wird es schwirig im Budget zu bleiben.

Also ich empfehle meine Konfiguration:
- 6 Bay NAS
- 6 * 3 TB Platte
- RAID 6 über 6 Platten = netto 12 TB

Du kannst auch erst 3 Platten kaufen und die im RAID5 laufen lassen (= netto 6 TB) und die fehlenden 3 Später kaufen. Das kostet dich dann erstmalig "nur" ~ 1100 €

dien nächsten 3 Platten dann nochmal >= 360 €

Die lösung mit dem RAID5 + HotSpare betreibe ich bei mir derzeit nur, da ich nur 5 baugleiche 3 tb Platten habe. Das werde ich aber noch auf RAID 6 mit 6 Platten umstellen.

€dit:
Hab ich vorhin vergessen: inkl. USV ist dein Budget definitiv zu gering.
Deine Sonstigen Vorhaben, mit zugriff, zugriffsberechtigungen, etc. sind zumindest technisch kein Problem. Hier wäre ein NAS System evtl. einfacher für dich, wenn du dich mit Netzwerktechnik und Freigaben unter Windows/Linux (Je nach Server-Betriebssystem) nicht auskennst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit Selbstbau wird es preiswerter. Das lässt sich auch leichter erweitern. Für 70 EUR bekommt man ein Board mit 8 SATA-Anschlüßen (z.B. ASRock H77 Pro4-M). Das sind schon 24 TB.
 
Erstmal danke, besonders an Kischdel.

Schon merke ich wie wenig ich auch von RAID Systemen verstehe, tatsächlcih will ich natürlich kein RAID1.

Die Frage ist jetzt, hier steht jetzt RAID5, 6 und 10 im Raum, welches ist denn nun aus persönlicher Erfahrung oder durch reine Logik das angebrachteste?

Und vom eigenbau bin ich nicht abgeneigt, allerdingts nicht mit einem H77 Board?? Sondern eher auf ATOM basierenden boards, oder seh ich das falsch? Und muss man da was besonderes beachten?
 
Wozu einen Atom? Lahm und die Boards haben nur wenige SATA-Anschlüße oder sind dann sehr teuer, z.B. Supermicro mit 6xSATA für >160 EUR.
 
oSes schrieb:
über das Heim-Netzwerk erreichbar ist, teilweise von jedem Computer benutzt werden kann, aber andererseits auch Ordner geben sollte die nur mit Passwörtern eingesehen werden können.
Das ist ja alles Standard für nahezu jedes NAS. Von extremen Anforderungen kann also keine Rede sein.

oSes schrieb:
Ich weiss das klingt nach ziemlich viel wollen, aber mein budget hierfür liegt bei nur 800€-900€, also für die 12 TB, sprich 6TB effektiv im Raid1. Die anderen 12 TB kommen ja erst später hinzu.
Wenn ich das richtig verstehe soll das Budget inkl. der Platten für 6TB Nutzbarem speicher sein.

oSes schrieb:
Die Frage ist jetzt, hier steht jetzt RAID5, 6 und 10 im Raum, welches ist denn nun aus persönlicher Erfahrung oder durch reine Logik das angebrachteste?
Wir kennen leider deine Anforderungen nicht, von daher würde ich aus dem Bauch heraus sagen RAID5. Dies würde auch deine Anzahl von benötigten HDDs deutlich reduzieren.
Bei einem RAID5 kann dir eine HDD ausfallen und du kannst dennoch den gesamten Datenbestand wieder herstellen. Nachteil gegenüber einem RAID 10 oder x-mal RAID1 ist aber, dass vor der Wiederverfügbarkeit eine neue HDD beschafft werden muss und das rebuilt gern einige Stunden in Anspruch nehmen kann. Bei RAID 10 oder RAID1 kannst du direkt weiterarbeiten.

Falls dir ein RAID5 ausreichen sollte, würdest du deine Anforderungen mit einem 4-Bay NAS erledigen können. 4x 4TB-HDDs machen insgesamt 16TB und davon stehen dir 12TB dann zur Verfügung. Allerdings sind 4TB-HDDs mit 240€/Stück recht teuer.
Um ein NAS empfehlen zu können müsste man die Anforderungen kennen. Theoretisch ausreichend wäre schon ein DS413j für ca. 300€.

Verwendest du die günstigeren 3TB HDDs für ca. 130€/Stück würdest du ein 5-Bay NAS wie ein Synology DS1512+ (690€) oder Qnap TS-569L (720€) benötigen.

Für eine entsprechende USV werden nochmal ca. 100€ fällig (bspw. APC Back-UPS Pro 550VA).

Mit deinem Budget wirrst du leider mit keinem der Wege wirklich glücklich werden. Leider lassen sich bei den kleinen NAS-Systemen auch die per eSATA angeschlossenen HDDs nicht in das interne RAID aufnehmen.

Alternativ könntest du noch ein QNAP TS-412 (300€) nehmen, es intern im RAID5 laufen lassen und den fehlenden Speicherplatz über ein externes eSATA-Gehäuse in dem die HDDs im RAID1 laufen erweitern. Allerdings muss das externe Gehäuse RAID-Unterstützung und einen SATA-Host haben.
Rein aus kosten Sicht gesprochen, ob die Leistung dann ausreicht steht auf einem anderen Blatt.
 
Auch bei Raid 5 hat man bei einem Ausfall von einer Festplatte vollen Zugriff auf die Daten, unabhängig vom Rebuild des Raid (trotzdem sollte man so schnell wie möglich das Raid mit einer neuen Festplatte wieder herstellen da kein Sicherheit bei einem weiteren Ausfall besteht)
 
oSes schrieb:
ie Frage ist jetzt, hier steht jetzt RAID5, 6 und 10 im Raum, welches ist denn nun aus persönlicher Erfahrung oder durch reine Logik das angebrachteste?

ob du jetzt raid5, 6 oder 10 nimmst hängt davon ab wie verfügbar dein system sein soll/muss

raid6 bietet da die größte sicherheit (2 beliebige festplatten können ausfallen), bietet aber natürlich weniger kapazität und performance als raid5

bei raid5 kann eine beliebige hdd ausfallen, ist also so recht sicher, beim rebuild kommts aber eben öfter vor dass noch eine platte ausfällt -> alles im eimer und du musst ein backup einspielen (bei raid6 hättest du hier eben noch nen puffer)

bei raid10 (oder 01, je nachdem wie du es aufteilst) dürfen nur bestimmte platten ausfallen (eben alle die, die durch die spiegelung geschützt sind), eine einzelne platte darf aber immer ausfallen, nur wenn 2 ausfallen hast du u.U. probleme (und musst eben wieder dein backup einspielen)

die frage ist jetzt, kannst du den ausfall des NAS verkraften, während du dein backup wieder einspielst?

auf wikipedia ists schön beschrieben: klick
 
Zuletzt bearbeitet:
Markus83Muc schrieb:
Verwendest du die günstigeren 3TB HDDs für ca. 130€/Stück würdest du ein 5-Bay NAS wie ein Synology DS1512+ (690€) oder Qnap TS-569L (720€) benötigen.
Viel zu teuer. Mit einem Selbstbau kommt man deutlich preiswerter, z.B. http://geizhals.at/de/?cat=WL-270355. Da ist man mit 4x3 TB nicht viel teurer als die o.g. Fertig-NAS ohne Festplatten ;) Beim Gehäuse muss man halt sehen, wie viel Platz man braucht und ob es leise oder schick sein soll. Es geht sicher noch billiger. Das Silencio ist schon recht leise und hat von Haus aus Platz für 7 Platten. 3 oder 4 weitere kann man mit einem Wechselrahmen in die oberen 5,25"-Schächte einbauen.
 
@rille:
Klar kann man das Preiswerter haben, allerdings hast du dann auch keinerlei Support. Bei Synology und Qnap bekommt man dann auch gleich noch einen einigermaßen kompetenten Support mit dazu. Vor allem wenn man bei dem allem eher Laie ist wie der TE vielleicht auch nicht ganz zu verachten.
Die Caviar Green in einer RAID-Konstellation zu empfehlen ist aber mehr als nur gewagt. Western Digital selbst rät davon ab.
 
In der Tat würde ich eine fertige Variante vorziehen, auch um die Administration in einem übersichtlichem Rahmen zu halten.

Aber die Preise sind schon recht ordentlich, allerdings bin ich von deiner empfehlung rille, immernoch nicht überzeugt, da ich mir nicht vorstellen kann, dass ein solches System auch nur ansatzweise vertretbare Stromverbracuhswerte erzielen kann.

Im Grunde reicht mir Raid5, das ist in jeder hinsicht ausreichend für mich. Ich suche schon den ganzen Tag das ein oder andere zusammen und eure Beiträge haben mir schon sehr weiter geholfen, dafür danke ich erstmal.

Eine spezifische Frage hätte ich nochmal bzgl. eigenbau: Dieses Mainboard HIER, sehe ich das richtig, dass ich damit kein Raid5 betreiben kann? Irgendwie bekomme ich das nicht raus.
 
Falls du über den Eigenbau nachdenkst, würde ich dir empfehlen einen eigenen RAID-Controller zu verwenden und das ganze nicht über ein Software-Raid zu lösen. Bei 5HDDs sollte das ganze bei um die 100€ liegen.
 
Hmm, meinst du sowas hier?

Irgendwie finde ich nur 2 verschiedene mit Raid5 unterstüützung und 5 Sata ports.

Und da steht 300mbps? Ist das nicht sehr langsam?
 
Ich würde ja RAID ganz sein lassen. Ein Backup wird dadurch sowieso nicht ersetzt und so kritisch wird es auch nicht sein, dass es nicht länger als ein paar Stunden ausfallen darf.

Wenn man es richtig machen will, kann man natürlich einen richtigen Hardware-RAID-Controller nehmen. Der kostet dann aber deutlich mehr als 100 EUR. Dann sollten schon Ersatzplatten zu Hause liegen, falls mal eine ausfällt.

Ich finde halt die fertigen NAS-Lösungen unverschämt teuer. Wenn es was Fertiges sein soll, kann man auch einen HP ProLiant MicroServer N40L nehmen, der kostet unter 200 EUR und bietet Platz für 4 Platten. Da nimmt man halt 2, wenn man mehr als 4 Platten braucht.
 
Ich hatte kein genaues Modell im Kopf dazu, das Lian Li IB-01 scheint allerdings hier ganz passabel zu sein.
Viel wichtiger als der Geschwindigkeitsvorteil des externen RAID-Controllers ist aber das man die ganzen Probleme von Software-RAIDs damit eliminiert.
 
Der Lian Li IB-01 ist aber prinzipiell auch nichts anderes als das RAID, was der Chipsatz zur Verfügung stellt. Ein richtiger Hardware-RAID-Kontroller (= eigener Prozessor) ist das nicht.
 
Markus83Muc schrieb:
Ich hatte kein genaues Modell im Kopf dazu, das Lian Li IB-01 scheint allerdings hier ganz passabel zu sein.
Viel wichtiger als der Geschwindigkeitsvorteil des externen RAID-Controllers ist aber das man die ganzen Probleme von Software-RAIDs damit eliminiert.

naja, welche probleme hat denn ein software-raid?
wenn man davon ausgeht, dass der server sowieso nur als storage-einheit benutzt wird, dann braucht man kein hardware-raid um die cpu zu entlasten
nur im falle eines stromausfalls hätte man durch die batterie nen vorteil, dafür hat man bei nem hw-raid n riesen problem wenn der controller mal nen geist aufgibt, denn man braucht exakt den gleichen controller wieder
 
Hauptursache für ein defektes RIAD ist mit Sicherheit eine Unterbrechung der Stromversorgung, die man mit einem eigenständigen Controller umgehen kann.

Software-RAID war leider nicht spezifisch genug ausgedrückt von mit.
Im Regelfall wird der verbaute RAID-Controller des Mainboards genutzt, in diesem Fall vereint man dann die Probleme beider Welten. Denn ein echter RAID-Controller ist dies nicht und dieser delegiert den Hauptteil der Arbeit an CPU und das Betriebssystem, dennoch verbleibt die Abhängigkeit an die verbaute Komponente. Nur das in diesem Fall die Komponente nicht eigenständig ist sondern Teil des gesamten Mainboards. Bei einem Defekt des Mainboards eins zu erhalten mit identischem RAID-Controller ist fast schon aussichtslos.
Bei einem eigenständigen RIAD-Controller, hat man im Regelfall sehr gute Chancen ein identisches Produkt vom Hersteller zu erhalten. Viele Hersteller garantieren die Verfügbarkeit sogar über Jahre hinaus.
 
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