fastboot unter Debian kompilierfehler Anfänger

Riseofdead

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Hallo

Ich möchte gerne fastboot auf meinem Linux zum laufen bekommen. Dazu habe ich folgendes Script ausgeführt.

Code:
#!/bin/bash
cd files
sudo cp 70-android-tools-fastboot.rules /lib/udev/rules.d
sudo cp adb.1.gz /usr/share/man/man1
sudo cp adb /usr/bin
sudo cp fastboot /usr/bin

Das Script scheint funktioniert zu haben.

Jetzt habe ich ein Problem das unter Debian wohl nicht lösbar ist. Man muss was kompilieren. Ich weiß nicht wieso jeder die "Heilige Dreifaltigkeit" (./configure make und make install) predigt und dass das so easy ist und blablabla aber unter Debian hat das bis jetzt noch nie funktioniert. Auch dieses mal nicht wo ich keinen Umweg über die Paketverwaltung machen kann.

wenn ich nämlich jetzt einen fastboot Befehl eintippe kommt folgender Fehler

fastboot: /lib/x86_64-linux-gnu/libc.so.6: version `GLIBC_2.14' not found (required by fastboot)

Gut dacht ich mir, muss ich wohl mal in den Paketquellen gucken. Also apt-cache search glibc und apt-cache -t wheezy-backports search glibc eingegeben. Das Ergebnis war ernüchternd. Viele Pakete aber die meisten sind irgendwelche Sachen wie abicheck oder glibc-doc (also Dokumentationen). Also habe ich Meister Google nach glibc gefragt und bin prompt auf diesen Link gestoßen

http://ftp.gnu.org/gnu/libc/glibc-2.14.tar.bz2 (Achtung Download startet sofort)

Also die Datei runtergeladen und mit tar xf entpackt + in den Ordner navigiert.

Jetzt wollte ich mal die Allmächtige Dreifaltigkeit versuchen.

./configure sagt

Code:
root@mario2:/home/mario/glibc-2.14# ./configure
checking build system type... x86_64-unknown-linux-gnu
checking host system type... x86_64-unknown-linux-gnu
checking for gcc... gcc
checking for suffix of object files... o
checking whether we are using the GNU C compiler... yes
checking whether gcc accepts -g... yes
checking for gcc option to accept ISO C89... none needed
checking how to run the C preprocessor... gcc -E
checking for g++... g++
checking whether we are using the GNU C++ compiler... yes
checking whether g++ accepts -g... yes
configure: error: you must configure in a separate build directory
root@mario2:/home/mario/glibc-2.14#

make sagt

Code:
root@mario2:/home/mario/glibc-2.14# make
Makeconfig:85: sysdeps/../config.make: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
The GNU C library has not been configured.
Run `configure' to configure it before building.
Try `configure --help' for more details.
make: Konnte die »make«-Steuerdatei »sysdeps/../config.make« nicht neu erstellen.
root@mario2:/home/mario/glibc-2.14#

make install sagt

Code:
root@mario2:/home/mario/glibc-2.14# make install
Makeconfig:85: sysdeps/../config.make: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
The GNU C library has not been configured.
Run `configure' to configure it before building.
Try `configure --help' for more details.
make: Konnte die »make«-Steuerdatei »sysdeps/../config.make« nicht neu erstellen.
(sed '/^@/d' include/stubs-prologue.h; LC_ALL=C sort ) > stubs.h

bei der letzten Zeile von make install bleibt das ganze einfach stehen. Keine Prozessorauslastung oder sonst was.


Was kann ich jetzt noch machen um glibc_2.14 zu installieren? Debian wegwerfen? Find es ja komisch das Debian mit seinem GNU Freie Software prahlt und dann nicht mal glibc in der Repository hat was ausdrücklich GNU Lizenziert ist.
 
is doch im repository.
https://packages.debian.org/source/wheezy/eglibc

aber nicht in Version 14.

wenn configure schon fehlschlägt KANN make/make install garnicht funktionieren.

und zu dem Problem:

http://www.linuxquestions.org/quest...gure-glibc-in-a-separate-build-folder-447521/
google erster treffer...

achso kleiner tipp am rande:
ich weiß nicht ob debian für /tmp tmpfs nutzt. falls dem so ist, ist es zu empfehlen immer in /tmp zu kompillieren.
Da /tmp im ram ist geht es um einiges schneller :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Sneazel schrieb:
schon mal
sudo apt-get -t testing install libc6-dev
probiert?

libc6-dev ist schon die neueste Version
libc6-dev wurde als manuell installiert festgelegt
Das folgende Paket wurde automatisch installiert und wird nicht mehr benötigt:
libqt4-opengl
Verwenden Sie >>apt-get autoremove<<, um es zu entfernen
0 aktualisiert, 0 neu installiert, 0 zu entfernen und 58 nicht aktualisiert
 
blackst0rm schrieb:
is doch im repository.
https://packages.debian.org/source/wheezy/eglibc

aber nicht in Version 14.

wenn configure schon fehlschlägt KANN make/make install garnicht funktionieren.

und zu dem Problem:

http://www.linuxquestions.org/quest...gure-glibc-in-a-separate-build-folder-447521/
google erster treffer...

achso kleiner tipp am rande:
ich weiß nicht ob debian für /tmp tmpfs nutzt. falls dem so ist, ist es zu empfehlen immer in /tmp zu kompillieren.
Da /tmp im ram ist geht es um einiges schneller :)

ok danke. Ich habe in den Wheezy-backports nochmal geguckt und das Paket eglibc-source gefunden. Denke mal dass das neuer als 14 ist.

Hab die Befehle im dem von dir verlinkten Forum eingegeben und nur einen bash: ../glibc-2.14/configure: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden Error bekommen.
 
Woher hast du denn dieses "fastboot"-Binary? Der generische Weg wäre, das Progrämmchen (fastboot) gegen die auf deinem System bereits installierte C-Library neu zu bauen, statt nur für das fastboot-Progrämmchen extra eine andere C-Lib zu übersetzen und zu installieren. Bei deiner Idee wedelt der Schwanz mit dem Hund.

BTW:
Wenn du auf deinem Debian-Linux die glibc direkt von ftp.gnu.org via configure/make/make install draufwirfst und damit die installierte Version ersetzt, machst du dir dein ganzes System kaputt. Die Infos in der Paketdatenbank stimmen dann nicht mehr. Die C-library ist ein ganz zentrales Element deines Linux-Systems. Hunderte bis tausende andere Programme hängen von ihr ab. Die C-Library sollte man nicht völlig planlos am Paketsystem vorbei ersetzen.

Brauchst du für ein bestimmtes Programm tatsächlich eine andere libc-Version (das ist sehr selten), baust und installierst du diese libc in einen anderen Pfad, also ohne die bereits installierte Libc zu ersetzen und sagst dem fraglichen Programm via LD_LIBRARY_PATH, wo sie zu finden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sneazel schrieb:
seltsam
dann probier mal
sudo apt-get install libc6-dev=2.17-97
aus

oder hier:
https://packages.debian.org/jessie/libc6-dev

ok ich hab das .deb Paket runtergeladen und installiert. Wie erwartet gab es Abhängigkeitsfehler. Diese habe ich mit apt-get -f install beseitigt. Er lädt 89 MB an irgendwelchen anderen lib Daten runter. Tja nur hat das genau 0 gebracht. der Fehler das GLIBC_2.14 nicht gefunden wurde, bleibt weiterhin.
Ergänzung ()

mensch183 schrieb:
Woher hast du denn dieses "fastboot"-Binary? Der generische Weg wäre, das Progrämmchen (fastboot) gegen die auf deinem System bereits installierte C-Library neu zu bauen, statt nur für das fastboot-Progrämmchen extra eine andere C-Lib zu übersetzen und zu installieren. Bei deiner Idee wedelt der Schwanz mit dem Hund.

von hier: http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=2431956
Ergänzung ()

mensch183 schrieb:
Woher hast du denn dieses "fastboot"-Binary? Der generische Weg wäre, das Progrämmchen (fastboot) gegen die auf deinem System bereits installierte C-Library neu zu bauen, statt nur für das fastboot-Progrämmchen extra eine andere C-Lib zu übersetzen und zu installieren. Bei deiner Idee wedelt der Schwanz mit dem Hund.

BTW:
Wenn du auf deinem Debian-Linux die glibc direkt von ftp.gnu.org via configure/make/make install draufwirfst und damit die installierte Version ersetzt, machst du dir dein ganzes System kaputt. Die Infos in der Paketdatenbank stimmen dann nicht mehr. Die C-library ist ein ganz zentrales Element deines Linux-Systems. Hunderte bis tausende andere Programme hängen von ihr ab. Die C-Library sollte man nicht völlig planlos am Paketsystem vorbei ersetzen.

Brauchst du für ein bestimmtes Programm tatsächlich eine andere libc-Version (das ist sehr selten), baust und installierst du diese libc in einen anderen Pfad, also ohne die bereits installierte Libc zu ersetzen und sagst dem fraglichen Programm via LD_LIBRARY_PATH, wo sie zu finden ist.

Da installier ich mir lieber ein anderes Betriebssystem. Vielleicht erklärt das auch wieso das bei grub-customizer und gimp damals auch nie ging (internal compiler error)

Debian ist wohl einfach zu alt und nicht geeignet zum kompillieren. So langsam versteh ich wieso Debian nur für Server ist.
 
Twostone schrieb:
kleine Frage: Warum nutzt Du nicht die android-tools-fastboot aus den sid-repos?

Danke, damit funktioniert das ganze. Hoffentlich muss ich nie was kompilieren. Dafür braucht man sicher Jahrelange Erfahrung bis man sowas kompilieren kann. Versteh nicht wieso viele predigen "Es ist viel einfacher wenn mans selbst kompiliert"
 
Exynos4412 schrieb:
Danke, damit funktioniert das ganze. Hoffentlich muss ich nie was kompilieren. Dafür braucht man sicher Jahrelange Erfahrung bis man sowas kompilieren kann. Versteh nicht wieso viele predigen "Es ist viel einfacher wenn mans selbst kompiliert"

Viele gehen einfach von ihrer Umgebung aus ;) Wheezy ist nicht gerade taufrisch, da kann es schon mal Probleme mit den Abhängigkeiten geben, wenn man ansonsten schon zwei Jahre weiter ist...
 
Exynos4412 schrieb:
Versteh nicht wieso viele predigen "Es ist viel einfacher wenn mans selbst kompiliert"

Virtueller Schwanzvergleich. Der Einfachheit und besseren Bedienbarkeit halber gilt: Wenn es in den repos vorhanden ist, nimm's aus den repos. Macht Verwaltung und Update um einiges einfacher. Gerade bei Debian braucht man nur in besonderen Fällen selbst Hand anzulegen.
 
So mal eine Anmerkung:
Ein glibc downgrade bewirkt dass alle binarys die gegen die höhere Version gelinkt sind nicht mehr gehen. Du hast versucht dein System komplett zu zerstören, bist aber gescheitert zu deinem Glück.

Never Never try to downgrade glibc again!
 
Da ich sowas in Zukunft vermeiden will muss ich wohl an ein anderes Betriebsystem ran oder? Was sagt ihr zu ArchLinux. Predigen auch viele aber soll anscheinend sehr schwer sein.
 
Exynos4412 schrieb:
Da ich sowas in Zukunft vermeiden will muss ich wohl an ein anderes Betriebsystem ran oder? Was sagt ihr zu ArchLinux. Predigen auch viele aber soll anscheinend sehr schwer sein.

Schwierig würde ich nicht sagen. Die Doku ist exzellent. Man muss nur mehr selbst Hand anlegen. Das ist sicherlich nicht für jeden geeignet, aber kein schlechter Ansatz.

Rolling Release hat natürlich Vor- und Nachteile. Mir ist es bei Gnome nach einem Update z.B. öfter passiert, dass die GUI nicht mehr hoch kam. Dann heißt es entweder Update rückgängig machen oder Foren wälzen. Für mein Hauptsystem wollte ich das nicht.
 
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