Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
Fehlt es Linux an "Coolness" für mehr Marktanteile? Blick Richtung Apple
Das ist aber genau der Grund, warum es unzählige Distributionen gibt. Eben weil sobald jemand meint, die Distribution müsse so eingestellt werden, damit sie für diese Situation passt, ist eine Distribution geboren.
Im Prinzip braucht es die Gaming Distributionen wie Bazzite, CachyOS, Nobara etc alle nicht. Man kann genauso gut unter Ubuntu spielen. Aber irgendjemand hat gesagt: "Dieses und Jenes ist fürs Gaming nicht stimmig und das müsse von Haus aus mitkommen, damit der Nutzer es nicht selbst machen muß"
Ob das jetzt eine Voreinstellung ist, eine andere Branch Basis, oder einfach nur 2-3 Programme vorinstalliert, völlig egal.
Danke für den Lacher. Ich weiß jetzt nicht wieviele Menschen du persönlich schon beim Umstieg zu macOS begleitet hast, die Mehrheit die ich kenne war Anfangs ziemlich gestrandet. Anderes Konzept, andere Oberfläche, andere Tastaturbefehle. Nach der nötigen Lernkurve klappt vieles geschmeidiger. So wie bei Linux. Fragestellungen ergeben sich trotzdem regelmäßig.
Das würde ich nicht unterstreichen. So viele Distros existieren aus purem Ego, die eigentlich hätten ein Installations-Script sein können. Hier paar Treiber, da paar Themes, fertig ist die zehnmillionste Distro, die wiederum auf Ubuntu/Debian, Fedora oder Arch basiert.
Rossie schrieb:
Das würde ich auch als größtes Hindernis für die Verbreitung ansehen: die Verfügbarkeit. Wer installiert sich schon das Betriebssystem selbst? Die Masse kauft sich einen Rechner und will loslegen.
Exakt und auch das hat Ubuntu als einziger schon früh verstanden. Die Frau von meinem Vater hat null komma null Ahnung von Computern aber ihr Laptop (HP von irgendwann 2010 oder so) kam ab Werk mit Ubuntu (hat sogar den Aufkleber wie diese Windows Aufkleber). Sie hats nie hinterfragt. Hats benutzt für ihren täglichen Kram und gut ist.
Und hier sehe ich Canonical eher als Vorreiter mit Snaps. Statt mit dem Finger zu zeigen und zu bekämpfen, gehen sie auf die Hersteller und Entwickler zu, suchen Dialoge sichern sich somit Verfügbarkeit, Support, Treiber etc. "Sch**ß auf die FSF, her mit den proprietären Treibern, damit unsere Nutzer ein uneingeschränktes Benutzererlebnis haben" überspitzt gesagt. Puristen die das nicht möchten können das jederzeit entfernen. Und auch den Snap-Gegnern sei gesagt dass das sehr fix und einfach zu entfernen ist. Alles ist immer noch damit machbar bis hin zu rm -rf (nur heutzutage in etwas anderer Form).
Somit ist Ubuntu schon in gewisser Hinsicht die eierlegende Wollmilchsau weil es einen erstmal maximal an die Hand nimmt ABER einem erlaubt eigenständig die Stützräder nach und nach zu demontieren wenn man will oder sie für immer dran zu lassen. Ist ja auch nichts verwerfliches dran.
Nein, aber ich habe auch noch nie im Leben einem Nutzer rtfm oder dergleichen um die Ohren geschmissen. Das war mein Standpunkt. Wenn man nicht beiträgt, dann wenigstens nicht schaden oder anfeinden.
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, wechsel auf etwas anderes vermeiden Menschen generell.
Lieber soll alles gleich bleiben, sieht man ja immer an den Windows Threads um Gottes Willen jetzt ist das Startmenü anders und die Taskleiste das geht gar nicht.
Würden Hersteller auf Kunden hören hätten wir heute noch DOS.
Danke für den Lacher. Ich weiß jetzt nicht wieviele Menschen du persönlich schon beim Umstieg zu macOS begleitet hast, die Mehrheit die ich kenne war Anfangs ziemlich gestrandet. Anderes Konzept, andere Oberfläche, andere Tastaturbefehle. Nach der nötigen Lernkurve klappt vieles geschmeidiger. So wie bei Linux. Fragestellungen ergeben sich trotzdem regelmäßig.
UMstieg ist IMMER schwierig und ist nicht dem neuen System anzuschulden. Wenn ich in ein neues Haus umziehe und gegen die Wand laufe, weil mein Hirn nach 7 Schritten nach links das Bad erwartet, es aber nach 12 Schritten rechts ist, ist das nicht die Schuld vom neuen Haus.
Wenn ich beim Mercedes den Tempomatenhebel suche nachdem ich von Toyota oder VW komme, dann ist das nicht Mercedes Schuld. Und nach kurzer Zeit ist es so natürlich als hätte man vorher nie was anderes benutzt.
Daher bin ich IMMER sehr vorsichtig wenn ich UMstiege als Argumente oder Gegenargumente für etwas lese.
Ergänzung ()
Linuxfreakgraz schrieb:
Würden Hersteller auf Kunden hören hätten wir heute noch DOS.
Ich kann nur aus meiner Perspektive berichten: obwohl WIndows bzw. Microsoft mir mit jedem Jahr das vergeht mehr auf die Nerven geht und ich seit ca. 10 Jahren jedes Jahr mindestens einmal versuche auf Linux "umzusteigen" bin ich immer wieder zu Windows zurück.
Ich denke das hat verschiedene bzw. mehrere Gründe, mit "Coolness" hat keiner davon zu tun (btw. hat Windows jegliche "Coolness" schon lange verloren).
Zusammenfassend und mal grob vereinfacht: ich bin irgendwo immer hängen geblieben, sei es eine Software die ich brauchte oder Hardware die nicht sauber funktionierte... und meistens hab ich dann nach x Stolpersteinen die Nase voll. Auch wenn es im Internet vermutlich für alles eine Lösung gibt, wird mir der Aufwand dann immer irgendwann einfach zu viel. Oft sind es Dinge die für einen Windows-Benutzer schlicht vollkommen banal sind... Und ja: ich habe verschiedene Distributionen durchprobiert, meistens jene die in den Medien/Foren als "ideal für Windows-Umsteiger" angepriesen wurden.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Vielleicht ist der Leidensdruck auch einfach noch nicht hoch genug.. wer weiß.
Persönlich würde ich mich freuen wenn SteamOS weiter wächst und die steigende Verbreitung die Benutzererfahrung und Unterstützung durch Entwickler auf ein Niveau bringt das es mit Windows aufnehmen kann. Ich denke Valve ist auf dem richtigen Weg, zumindest in der Gaming-Welt und ich hoffe das sie Erfolg haben. Vielleicht hat das dann auch auf andere Bereiche Einfluss.
Statt mit dem Finger zu zeigen und zu bekämpfen, gehen sie auf die Hersteller und Entwickler zu, suchen Dialoge sichern sich somit Verfügbarkeit, Support, Treiber etc. "Sch**ß auf die FSF, her mit den proprietären Treibern, damit unsere Nutzer ein uneingeschränktes Benutzererlebnis haben" überspitzt gesagt.
Mich hat der Wechsel eher interessiert, weil Windows seit Jahren immer mehr eine Wanze wird und in Kombination mit "KI" werden aus den Info Fragmenten, die man sammelt tatsächlich ein gläserner Zwilling von mir erschaffen. Bei einem Konzern, der sich an mir bereichern will und dessen Sitz in einem Land ist, was Gesetze hat, dass der Konzern diese Informationen über mich rausgeben muß, obwohl ich gar kein Bürger des Landes bin.
Geht man diesen Weg bei Linux mit, indem man sich bückt gibt es sicher sofort jemanden der da einspringt und aus Eigennutz diesen oder einen ähnlichen Unfug mitmacht. Dann brauche ich auch kein Linux mehr.
in Erinnerungen schwelg Man lud nur das, was man für das jeweilige Spiel brauchte und verschwendete keine unnötigen Ressourcen für Kram im Hintergrund. Wenn man was anderes spielen wollte, änderte man einfach ein paar Einträge in autoexec.bat und config.sys und bootete neu.
Schade, dass sich Windows durchgesetzt hat. Früher war das besser.
Ja, naja. Das ist doch aber der springende Punkt letztlich, ich denke die Mehrheit wurde mit irgendeinem Windows sozialisiert. Zumindest wenn ich mir das Medianalter in z.B. der EU anschaue liegt die Vermutung nah. Dann zu macOS oder eben Linux zu wechseln ist aufwändig auf irgendeine Art. Unabhängig von Emotionen die mit dem ein oder anderem verbunden werden.
Die Verbreitung von Linux zu diskutieren ist insgesamt ein schwieriges Thema imo. Letztlich fehlt schon die Datenbasis, weil weniger Daten erhoben werden, oder Rückschlüsse sind eher annähernd möglich.
Den einen Faktor, wie eben reichweitenstarke „coole“ Persönlichkeiten, gibt es imo nicht. Ist ja nun schon schwer zu definieren wann was „cool“ ist oder auch nicht.
So viele Distros existieren aus purem Ego, die eigentlich hätten ein Installations-Script sein können. Hier paar Treiber, da paar Themes, fertig ist die zehnmillionste Distro, die wiederum auf Ubuntu/Debian, Fedora oder Arch basiert.
Aber genau das, macht es aus! Jeder der will, kann sich einbringen. Und weil nicht jeder mit jedem kann und es diverse Vorstellungen und Ansätze gibt, hat man eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten. Finde ich besser, als den Versuch, es allen recht machen zu wollen.
Nimm NixOS. Es hat aus guten Gründen seine Anhänger. Aber sollte das der Standard sein? Das Gros der Distros spielt für die Masse keine Rolle, aber in einer speziellen Nische löst man damit seine Probleme. Oder befriedigt seinen Spieltrieb. Oder. Oder. Oder. Linux ist ein riesiger Baukasten und jeder kann sich nehmen, was er möchte und dazu beitragen.
Statt mit dem Finger zu zeigen und zu bekämpfen, gehen sie auf die Hersteller und Entwickler zu, suchen Dialoge sichern sich somit Verfügbarkeit, Support, Treiber etc. "Sch**ß auf die FSF, her mit den proprietären Treibern, damit unsere Nutzer ein uneingeschränktes Benutzererlebnis haben" überspitzt gesagt.
Canonical ist historisch wichtig für die Verbreitung von Linux, weil sie das gemacht haben, was du schilderst. Vor allem haben sie Debian für Noobs überhaupt erst benutzbar gemacht. Und ganz wichtig: Sie haben zu einer Zeit, in der man Betriebssysteme noch nicht aus dem Netz geladen hat, kostenlos CDs verschickt. Dadurch haben viele zum ersten mal erfahren, dass es sowas wie Linux überhaupt gibt.
Canonical ist aber an der Vermainstreamung von Linux gescheitert, gerade weil sie an sowas wie einem Einheitssystem gearbeitet haben. Der Name "Unity" kam nicht von ungefähr. Und die Kritik an Snap speist sich aus demselben Misstrauen, Canonical wolle Linux monopolisieren.
Canonicals Fall von Everbody's Darling zum Buhmann der Linuxwelt ändert aber nichts an der Tatsache, dass Ubuntu immer noch eine der besten, anfängerfreundlichsten Linuxdistributionen ist.
Ich weiß nicht, woher der Name kam, aber ich würde denken, dass der Versuch der Verschmelzung von Desktop und Mobile darin Ausdruck fand. Canonical hat damals viel in dem Bereich investiert und große Pläne, aus denen leider nichts wurde.
Kann es sein, dass es der Linuxwelt schlicht und ergreifend an "Coolness" fehlt, um sich im Desktop- und Consumerbereich mit mehr Ansehen und anderem Image zu etablieren?
Nein! Das ist schlicht nicht die Zielstellung. Es gibt keine Marketingabteilung, die sich zum Ziel setzt, mehr Markanteile zu erhalten. Die beteiligten Firmen operieren in dem jeweiligen Spezialgebiet. Das Ökosystem ist selbständig tragfähig.
@Rossie Ja, kann auch sein. Jedenfalls war Unity ein Desaster. Weshalb ich auch gar nicht verstehe, warum sich System76 was ähnliches mit der Entwicklung von Cosmic antut.
Ergänzung ()
Oder doch: Diese ganzen Gnome-Abspaltungen haben vermutlich was mit der Engstirnigkeit der Gnome-Foundation zu tun.
@gimmix Trotzdem ist Snap kein Ersatz für klassische deb Pakete, weil die Start performance zu wünschen übrig lässt und die Rechteeinschränkungen zu massiv sind, Programme die keinen Zugriff auf andere Datenträger haben außer dem Home Verzeichnis obwohl die Standard Partitionierung / und /home auf dem selben Datenträger vorsieht. Und generell Einschränkungen die native Hardware zu nutzen, das Linux WhatsApp Snap kann kein Audio, diese Rechte sind nicht vorgesehen.
Leider muss ich Snap verwenden weil so vieles nicht im Repo ist.
Allein wie Langsam das Steam Snap startet im Gegensatz zu nativen Steam, sagt alles das ist nicht Homeuser tauglich.
ich bin btw ein fork-fan - je mehr forks, umso besser für den internen wettbewerb. oft schon sind fork-ideen in das main-projekt eingeflossen. außerdem sind die einfach per lizenz erlaubt, also da kann es nicht mal eine instanz geben, die das steuern will. ANARCHIE