Fehlt es Linux an "Coolness" für mehr Marktanteile? Blick Richtung Apple

foofoobar schrieb:
Das funzt dafür per ssh und den Output kann man parsen bzw. über ein paar Tausend Kisten mit wenig Aufwand drüber laufen lassen.
Ergänzung ()


Krankenhäuser sind doch KRITIS?
Du kannst solche alte Systemen sicher betreiben, es ist nur die Frage wieviel finanzieller Aufwand für das aufbringen kannst. Geh mal in eine Klinik und schaue wie viele Medizingeräte eine Log4JS Lücke aufweisen, die nie gepatcht wurde. Dies ist auch ein Grund wieso ich immer eine Makrosegmentierung der Netzwerke mache.

Und Verwaltung von Linux Desktop kannst du echt vergessen, Gruppengesteuerte Funktionen, Browser GPO, vernünftiges SSO in einer AD Welt kriegst du über Linux nicht hin. Sowas wie Autopilot kannst du vergessen Out of the Box.
Ich habe eh schon zu wenig Zeit auf der Arbeit, wenn ich dann noch mit Linux X Stunden basteln muss, was bei anderen Systemen Out of the Box funktioniert, leiden andere Sachen.
Ich habe Linux grundsätzlich gerne, betreibe sehr viele Linux Server, aber auf dem Desktop tue ich mir Linux nicht mehr an. X Mal versucht, X mal gescheitert.
 
gimmix schrieb:
Der Name "Unity" kam nicht von ungefähr
Die Idee dahinter hat mir SEHR gefallen.
Rossie schrieb:
dass der Versuch der Verschmelzung von Desktop und Mobile
Eben. Das wäre quasi die Linux-Antwort zu Apple wenn sie es geschafft hätten ein ganzes Ökosystem um Ubuntu zu bauen.

gimmix schrieb:
Jedenfalls war Unity ein Desaster
Bis heute spiele ich noch hin und wieder mit den alten Ubuntu 17.04 und so rum, die das noch hatten und mir gefällt es echt. Hat was.

Linuxfreakgraz schrieb:
Aber das Firefox nur als Snap angeboten wird stößt mir sauer auf wegen dem langsamen Starten, da hat man 12 Kerne alla 24 Threads 64 GB Ram und eine SSD und man kann gefühlt eine Minute warten bis das Fenster erscheint.
Das klingt entweder stark übertrieben oder nach einem systemischen Problem. Ich nutze Ubuntu 24.04 LTS auf meinem Lenovo Thinkpad T61 von sage und schreibe 2005 und dieses Problem trat nicht mal bei der HDD auf. Jetzt, mit SSD ist der Unterschied zu normalen .deb Programmen nicht mehr spürbar. 20 Jahre altes Notebook, ich betone es nochmal.

BOBderBAGGER schrieb:
Nein Linux felht nicht an coolnes, für den Massenmarkt fehlt eine Identität.
Frag 3 Leute was "Linux" ist und du bekommst 5 Antworten.
Schön formuliert. Da fällt mir die Folge von Zoey101 ein, als die Schüler als Projekt einen Werbespot für JetX, den neuen Motorroller drehen mussten und die Mädels sich in den Haaren hatten bezüglich wofür steht JetX, was verkörpert es :D
Ergänzung ()

BTW ich möchte mal anmerken wie cool ich diese rege Beteiligung hier finde. Der Eingangspost war fast wie eine Doktorarbeit aber der Kaffee den ich dabei hatte und eure Beiträge sind das alle Mal wert! :D
 
@Mondgesang:

Als ich den Anfang Deines Beitrages mit den Bildern von Craig Federighi gesehen habe, dachte ich erst mal "mein der Typ das wirklich ernst".
Apples Marketing gleitet schon gelegentlich ins peinliche ab (dazu gibt es ja auch Memes) aber anderseits ist Apple schon stilprägend für die ganze Tech Branche.

So verwendet heute mehr oder jeder Apple Style Spec-Sheets, also Dinge in dieser Art:
1763381959554.png


1763382048573.png


Das gilt natürlich auch für das Design der Produkte selbst. In der Linux Welt gibt es auch starke Apple Einflüsse, siehe Ubuntus (gescheiterten) Versuch eine Mac like Menüleiste in den Linux Desktop einzubringen.
Auch dass die Windows Taskleiste dem macOS Dock immer ähnlicher wird, ist so ein Einfluss.


Und wenn man sich die Intel Lunar Lake CPU mit on-Package LPDDR5 RAM anschaut sieht man dass man eines der Erfolgrezepte der M Chips kopiert hat, auch wenn dies in die AMD/Intel/Windows Welt nur begrenzt gut reinpasst.

Insofern ist Apple schon seit sehr langer Zeit ein Trendsetter. D.h. übrigens nicht, dass sie jede Idee immer zuerst haben, im Gegenteil. Aber sie schaffen den Sprung vom Konzept zum Produkt, oder entfernen die "Ecken und Kanten".
Der Erfolg des iPhone bestand damals, meines Erachtens, im wesentlichen aus drei Bausteinen:
  • Sie haben des Konzept Touchscreen so verfeinert, dass man das Gerät komplett mit dem Finger bedienen konnte, dazu gehörte auch der kapazitive Multitouch Screen. Die Geräte die es davor schon z.B. mit Windows CE oder Symbian gab, brauchten einen "Stylus".
  • Sie haben ein App Ökosystem darum geschaffen - nebenbei einen den Begriff "App" übrigens dabei erschaffen
  • Oft unterschätzt wird die Wirkung des anfänglichen Zwangs-Bundles mit einer Mobilfunk Daten Flatrate. Vor dem iPhone galten mobile Daten als Kostenfalle die man unbedingt abschalten musste, d.h. die meisten Leute hatten Angst davor mit ihrem Telefon ins Internet zu gehen.
Apple hatte schon immer ein Gespür davor, welche Dinge wichtig sind. Dass das erste iPhone nicht mal UMTS konnte, geschenkt.

Dieses Konzept steht natürlich diametral der an technischer Exzellenz orientierten Tech-Nerd Denke gegenüber. Der Tech-Nerd sieht natürlich sofort, dass dem neuen Macbook Pro noch immer WIFI7 fehlt und er stört sich auch sofort an den unverschämten Preisen für RAM und SSD Erweiterungen.

Diese Welten und Denkweisen stehen sich komplett diametral gegenüber, das hat nun aber wenig damit zu tun, ob Marc Shuttleworth sein Brusthaar zeigt oder feine Lederjacke trägt.

Ich selber würde mich durchaus auch als Tech-Nerd bezeichnen, mein erster "richtiger" Computer lief noch mit CP/M, ich habe in den 80ern an der Uni sehr viel Unix (unter anderem SunOS/Solaris) genutzt, war aber auch unter den ersten paar hundert Betatestern von Windows NT (ich habe seinerzeit als freier Author für die c't und andere Zeitschriften gearbeitet).

Ich finde Linux als Backend und Entwicklungs System unschlagbar gut, macOS ist mit Homebrew nahe dran, Windows fürchterlich.
Aber Linux als Desktop hat mich nie überzeugt, ich habe es ein paar Jahre genutzt, aber letztendlich dem System wieder den Rücken gekehrt.

Die Linux Welt wird heute von den gleichen Problemen geplagt wie die kommerziellen Unixe Ende um 1990:
  • Fragmentierung
  • Mangelhaftes Ökosystem an End-User Apps
Ja die Situation heute ist ungleich besser als 1990, wo man schon happy war, wenn die Backspace Taste in der Shell ohne stty Akrobatik funktionierte...
Da ist man heute viel weiter, ein Linux Computer integriert sich normalerweise nahtlos in Netzwerk, Copy/Paste funktioniert, die Tastaturbelegung stimmt der Regel, man muss keine modsetting Zeilen mehr manuell anpassen, usw.

Damals gab es so seltsame Konstrukte wie die Sun 386i die eine DOS/Windows VM mitbrachte, um den Mangel an Office Anwendungen für Unix auszugleichen.

Solange man sich im Repo der jeweiligen Distro bewegt, kommt auch Oma Erna meistens mit Linux klar.
Aber "Side-Loading" kann unter Linux schnell zum Abenteuer werden.

In der Windows Welt kann man in der Regel eine beliebige Software als selbstextrahirendes EXE herunterladen, doppelklicken und es läuft. Dass das in der heutigen Zeit nicht immer eine gute Idee ist, ist eine andere Sache.

Nach wie vor ist auch das Risiko, dass man für die Lösung irgendeines Problems auf die Kommandozeile absteigen oder Konfig-Files anpassen muss, unter Linux noch signifikant höher als bei Windows oder macOS. Und klar, der unbedarfte Anwender kann dann auch schnell rauh mit der teilweisen toxischen Linux Community in Berührung kommen.

Natürlich mache ich mir Gedanken über die Risiken der Apple Welt, es ist letztendlich ein US-Konzern, es hängt alles an der AppleID, usw.

Auch wenn ich kein besonderer Fan von Richard Stallmann bin, in einem Punkt hat er komplett recht: Ein Gerät ohne offene Soft- und möglichst auch Hardware gehört einem nicht wirklich. Und das greift immer mehr um sich. Und das betrifft ja immer mehr Dinge auch außerhalb der eigentlichen IT Produkte.
Stallman war einer der Ersten der das erkannt hat, dafür verdient er Respekt.


Anderseits ist man auch als Open Source Anwender mindestens davon abhängig, dass sich eine Community findet, die die eigene Hardware unterstützt, denn die wenigsten User werden in der Lage sein, die Software selber zu pflegen.

Aber um auf Deine Ausgangsfrage zurückzukommen: Glaube nicht, dass sich das Problem mit "coolen Persönlichkeiten" lösen lässt. Es ist auch eigentlich kein "Problem" - die Linux Welt hat einige "systemimanente" Eigenheiten die sie ausmachen, und an denen kann man allenfalls graduelle Änderungen vornehmen.
 
AAS schrieb:
Und Verwaltung von Linux Desktop kannst du echt vergessen, Gruppengesteuerte Funktionen, Browser GPO, vernünftiges SSO in einer AD Welt kriegst du über Linux nicht hin.
Bei Fedora gibts immer die Möglichkeit einer "Firmenanmeldung" wo ein Kerberos dahinter erwartet wird. Ist das nicht genau so etwas?
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: aluis
Stovi schrieb:
Linux empfohlen wird, und ich nur mal prüfen wollte welche Treiberversionen denn für die Hardwarekomponenten so installiert wurden, dann musste ich mich beispilehaft mit sowas rumschlagen:
https://wiki.ubuntuusers.de/Systeminformationen_ermitteln/
https://wiki.ubuntuusers.de/Gerätemanager/
Als 0815-User Befehlseingaben in einem Terminal, nur um Systeminfos zu erhalten, im Jahr 2025!!!

Das Problem ist eher, dass Du als Endanwender eine ganz andere Erwartungshaltung an das Thema "Systeminformationen" hast, als die Autoren dieses Wiki.

Schon der erste Befehl
Code:
sudo dmidecode -t0 -t1
ist auf einer Ebene die tiefer ist, also Du erwartest.
Für einen technisch orientierten Benutzer sind solche Infos unter Linux teilweise viel einfacher als unter Windows abrufbar, z.B. Kommandos wie lspci oder lsusb.
Und wer mit dem Output von "dmesg -H" etwas anfangen kann, findet damit Probleme beim Systemstart auch sehr schnell. Nur das ist halt eine ganz andere Welt.

Natürlich gibt es unter Linux auch GUI Tools für die Systeminfos, nur sind die natürlich bei jeder Desktop-Umgebung andere. Das macht auch Hilfe oft schwieriger.

Die Windows Boardmittel sind allerdings auch nicht so toll, weswegen man hier bei Hilfethreads ja meist auf Tools wie hwinfo verweist.
 
@TomH22 danke für deinen ausführlichen Beitrag!

TomH22 schrieb:
Auch wenn ich kein besonderer Fan von Richard Stallmann bin, in einem Punkt hat er komplett recht: Ein Gerät ohne offene Soft- und möglichst auch Hardware gehört einem nicht wirklich. Und das greift immer mehr um sich. Und das betrifft ja immer mehr Dinge auch außerhalb der eigentlichen IT Produkte.
Stallman war einer der Ersten der das erkannt hat, dafür verdient er Respekt.
Ich stimme dir zu 100% zu. INHALTLICH hat Linux eine Wagenladung zu bieten. Stallman hat massiv Leistung erbracht und ich stimme seinen Ansichten zu. Das ist ja gerade diese Dualität die ich sehe.

Inhaltlich ist alles echt dufte. Aber wie es präsentiert wird. Ich stelle mir, nur um mal bei Federighi, zu bleiben, vor, wie er da in diesen CGI generierten Raum gebeamt wird, Friese sitzt wie ne Eins, und dann erzählt er darüber wie "Your computer is finally yours! Here's how we made it possible!" Immer mit einem Lächeln, mit Witz, charmant.

TomH22 schrieb:
Als ich den Anfang Deines Beitrages mit den Bildern von Craig Federighi gesehen habe, dachte ich erst mal "mein der Typ das wirklich ernst".
Soll ich dir was sagen? Als ich so ein Video von Federighi gesehen habe habe ich erst gedacht ob das DEREN Ernst ist :D Ich habe erst gedacht die haben sich nen Schauspieler geholt, ihn so richtig glatt geleckt, wie die Katalogversion von Mr. Everyone's Darling und ihn gebeten haben seine Texte runterzurattern :D Dann kommt ein Video wo er in der Facility auf ner E-Gitarre Paranoia von Black Sabbath runtershreddet und ich dachte ach du heilige Scheiße, der Typ ist ja in der Tat einfach so knallhart :D Absolut Gold für Apple so einen Frontmann zu haben, meiner Meinung nach. Und wie gesagt, seine "Memehaftigkeit" (HairForce-1 z.B.) mit Witz zu nehmen und darauf aufzubauen macht ihn auch unantastbar. Man kann sich nicht mal über ihn lustig machen weil die all die Witze schon instrumentalisiert haben. Colle Socke.
 
DavidXanatos schrieb:
Genau und das ist auch gut so
Ohne GPL wäre das Chaos perfekt weil sich niemand genötigt fühlen würde sein seine Treiber nach upstream zu bringen.

Es ist im wesentlichen die Wichsbude NV die ihre eigene Suppe versucht zu kochen -> BLAME NV!!!!
 
DavidXanatos schrieb:
@foofoobar Naja für windows funktioneirt es mit den propritären treibern doch super.
Nö, schau mal Richtung ARM, und multiqueing ist unter Windows immer noch ein ein Thema und so was wie RT kannste mit propritären Treibern komplett knicke.

Tellerrand und so.
 
netzgestaltung schrieb:
Bei Fedora gibts immer die Möglichkeit einer "Firmenanmeldung" wo ein Kerberos dahinter erwartet wird. Ist das nicht genau so etwas?
Anmelden heisst nicht nahtlose Single Sign On Erfahrung.
Meine Linux Server sind auch AD gejoined und sudoers-gruppe greift auf ein AD-Gruppe.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: aluis
netzgestaltung schrieb:
Bei Fedora gibts immer die Möglichkeit einer "Firmenanmeldung"
Man kann mit SSSD und Realmd so gut wie jede Distribution an einem DC anhängen und sich mit einem Domain User anmelden. Das ist schon sehr lange kein Hexenwerk mehr.

Ich denke ihm ging es mehr um die Verwaltung der Maschine und der darauf befindlichen Software. Gerade mit GPOs kann man unter Windows ganz viel (eigentlich so gut wie alles) vorgeben, was ein Nutzer darf und was nicht. Das ist bei Linux so noch nicht möglich. Softwareverteilung ist auch noch ein Problem.
Die Verwaltung von Linux Maschinen ist sehr aufwendig, da vieles Manuell gemacht werden muss, was bei Windows mit Bordmitteln automatisch geht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: AAS
BOBderBAGGER schrieb:
Linux felht nicht an coolnes, für den Massenmarkt fehlt eine Identität.
Für die meisten Nicht-Kenner ist Linux immer noch identisch mit Ubuntu, das ist Identität genug. Ubuntu wird ja nur von Linux-Nerds in Frage gestellt. Aber ich glaube, es ist ein grundlegendes Missverständnis, das Linux-Ökosystem auf ein Einheitsbild zu reduzieren oder darauf seine Massenmarkttauglichkeit gründen zu wollen.

Ich hab gerade einen Artikel bei Linuxnews zu Nitrux gelesen, und der hat mir wieder vor Augen geführt, was Linux von Windows und MacOs unterscheidet:

Die Wahl zu haben zwischen verschiedenen Kerneln, Paketmanagern, Updatesequenzen, Desktops, Windowsmanagern, Grafikservern, Grafik-Toolkits, Init-Systemen und der Entscheidung, ob Schreibzugriff auf root bestehen soll oder nicht... Hab ich was vergessen?
Das Ökosystem besteht aus einem riesigen Haufen bunter Legosteine, aus denen man zusammenbauen kann, was man will.

Vielfalt statt Einheitsbrei, Freiheit statt Gängelung oder das Einsperren in einen goldenen Käfig - wenn das nicht massentauglich ist, hat die Masse es einfach nicht verdient. Dann soll sie bei dem kläglichen Bluscreengenerator bleiben, den sie von der Arbeit kennt!
 
Zuletzt bearbeitet:
gimmix schrieb:
Vielfalt statt Einheitsbrei, Freiheit statt Gängelung oder das Einsperren in einen goldenen Käfig - wenn das nicht massentauglich ist, hat die Masse es einfach nicht verdient. Dann soll sie bei dem kläglichen Bluscreengenerator bleiben, den sie von der Arbeit kennt!
Also ich kann bei meinem Windows 11 jeden Moment entscheiden welche Programme ich starte und welche ich installiere, das kann man übrigens auch unter MacOS. Und welchen Bluescreengenerator meinst du?
 
gimmix schrieb:
Einsperren in einen goldenen Käfig
Da würde ich sogar eine gewisse Notwendigkeit sehen beim unbedarften User. Das ist auch der gute Grund, warum "Personalisierung" oft nur auf Farbschemata begrenzt ist. Kann der User aussuchen ob er ein blaues oder rotes Auto fährt ist der happy. Kann er sich die einzelnen Komponenten seines Motors aussuchen und nach Belieben austauschen, haben wir sehr viele Problemanfragen und kaputte Motoren.

Gewisse Dinge sollten dem Hersteller überlassen werden.
 
Naja, bei Linux ist das zum Glück nicht Sinn der Sache. Aber gibt ja Distros, die einem versuchen alles mögliche abzunehmen. Kann man ja wählen.

@User38 Er schrieb von Dingen unter der Haube. Nicht von zusätzlichen Programmen, die du oben drauf installierst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich finde diese Coolness Debatte auch irgendwie Meta. Die trifft den Punkt nicht, denn man vergleicht ja zwangsläufig Äpfel mit Birnen, und ja um das Wortspiel kommt man hier halt nicht drumrum.

Es kann ja schließlich nicht die eine Firma geben, die Produkt und Image so fancy zusammenstrickt, weil Linux so eben nicht aufgebaut ist. Es gibt dort nunmal keine Exklusivität in diesem Sinne.

Und umgedreht, aus reiner Linux Sicht, und Linux ist ja nur der Kernel, dürften mit abstand die meisten Rechner (jeglicher Art) damit laufen auf der Welt, vom Thermostat übers Smartphone bis zum Rechenzentrum, also was will man mehr?

Das ist eine totale Scheindebatte. Nutze das, woran du Spaß hat. Das ist cool. Cool heißt keinen F darauf zu geben, was wer anders denkt, was du da wohl für ein System hast.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Crisser67, netzgestaltung, Bob.Sponge und 3 andere
Was auch immer noch fehlt, collness etc. keine Ahnung, aber das Zeitfenster "Desktop im Privatbereich" schließt sich so langsam, weil Leute ihre digitalen Angelegenheiten immer mehr mit dem Handy erledigen.

Noch ist eine Funktionalität wie DEX (Samsung) eine Nischenanwendung, aber früher oder später findet das bei anderen Android Anbietern und -noch viel wichtiger - bei Apple Einzug und das wird dem klassischen Desktop
weiter verdrängen.

gimmix schrieb:
Dann soll sie bei dem kläglichen Bluscreengenerator bleiben, den sie von der Arbeit kennt!

Lol, Bluescreens gehören für mich in die Kategorie optische Laufwerke oder HDDs im Desktop. War ne witzige Zeit, aber lange vorbei.
Es gibt mehr als genug Kritikpunkte an Windows, aber Bluescreens sind schon länger kein Problem mehr.

Wir sind seit einiger Zeit am Punkt angekommen, an dem PC tatsächlich ihrer Namensgebung gerecht werden, Personal Computer. Welches Betriebssystem darauf läuft, wird immer weniger relevant und das ist auch ein Problem für Linux, weil man Leuten, die sich nicht dafür interessieren, auch nichts schmackhaft machen kann.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: TomH22
Mondgesang schrieb:
bsolut Gold für Apple so einen Frontmann zu haben, meiner Meinung nach. Und wie gesagt, seine "Memehaftigkeit" (HairForce-1 z.B.) mit Witz zu nehmen und darauf aufzubauen macht ihn auch unantastbar. Man kann sich nicht mal über ihn lustig machen weil die all die Witze schon instrumentalisiert haben. Colle Socke.
Also irgendwie kann ich Deine Faszination für solche inszenierten Persönlichkeiten nicht verstehen. Das ist alles Marketing, ob der nun Gitarre spielt oder was auch immer tut.
Gehört in der heutigen Welt dazu, aber ist dann auch nicht wirklich so entscheidend.

gimmix schrieb:
Die Wahl zu haben zwischen verschiedenen Kerneln, Paketmanagern, Updatesequenzen, Desktops, Windowsmanagern, Grafikservern, Grafik-Toolkits, Init-Systemen und der Entscheidung, ob Schreibzugriff auf root bestehen soll oder nicht... Hab ich was vergessen?
Betriebssystem und Desktop Umgebung sind einfach für mich einfach "Commodity" Basics, die einfach out-of-the-box funktionieren sollen, da will ich garnichts tweaken. Gut, wenn man bei Bedarf was einstellen kann, aber welches Init System läuft oder ob das Ding Wayland oder X nutzt ist mir komplett egal, sofern es einfach funktioniert. Meine Projekte sind schon komplex genug, dass ich nicht noch Lebenszeit mit dem Tweaken meiner OS verbringen möchte.

Ich verwende die eine oder andere propietäre Software unter Linux (z.B. AMD/Xilinx Vivado - FPGA Entwicklungsumgebung), da orientiere ich die Auswahl der Linux Distro und Version einfach daran, welche die offiziell unterstützen, weil es bisweilen in eine Höllen-Frikelei ausartet, solche Software unter einer anderen Distro zum laufen zu bekommen.

Grimba schrieb:
Und umgedreht, aus reiner Linux Sicht, und Linux ist ja nur der Kernel, dürften mit abstand die meisten Rechner (jeglicher Art) damit laufen auf der Welt, vom Thermostat übers Smartphone bis zum Rechenzentrum, also was will man mehr?
Ich weiß nicht, was diese "Linux ist ja nur der Kernel" Gedöns immer soll, das hat diesen typischen haarspalterischen Nerd-Sekten Charakter den der der TE auch schon angesprochen hat.

Wenn jemand von Linux im Desktop Umfeld spricht meint er in der Regel immer eine Distro die nun mal aus Kernel und Userland besteht. Mit dem Kernel alleine kann man ja nichts anfangen. Es gibt auch viele Konzepte wo Kernel und Userland eng verzahnt sind (z.B. FUSE Treiber) und so auch nur in Kombination funktionieren.
Auch im Embedded Bereich gibt es Kits wie Buildroot oder Yocto, die man in der Regel verwendet, um das System zu bauen.
Also stellt sich mir die Frage worauf man hinauswill wenn man sagt "Linux ist ja nur der Kernel"

calippo schrieb:
Welches Betriebssystem darauf läuft, wird immer weniger relevant und das ist auch ein Problem für Linux, weil man Leuten, die sich nicht dafür interessieren, auch nichts schmackhaft machen kann.
Eben, und das Betriebsystem ist auch für technisch orientierte User zunehmend egal. Zentrale Anwendungen wie etwa der Browser funktionieren unter allen Betriebsystemen gleich.
Und wenn ich unter Windows WSL nutze funktionieren auch fast alle Linux Tools 1:1 wie man es unter Linux gewöhnt ist.

Der einzige handfeste Vorteil den Linux gegenüber Windows und macOS hat, ist dass es eben nicht von einem intransparenten und zur Bevormundung neigenden Hersteller kontrolliert wird.

Dieser "nicht-technische" Grund ist ja der Treiber für viele Linux Umsteiger, zumindest wenn man Aussagen hier im Forum glauben schenken kann. Kaum jemand steigt primär um, weil Linux stabiler, benutzerfreundlicher oder technisch besserer als Windows ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Mondgesang
Zurück
Oben