Festplatte arbeitet permanent obwohl leer

HPC

Ensign
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Hallo zusammen,

ich habe gestern von Win11 auf Debian 13 gewechselt. Es handelt sich um einen kleinen, älteren Heimserver. Installiert sind 2 Platten. Eine 1,5TB und eine 8TB. Unter Windows war die 8TB Platte (Seagate Iron Wolf) nicht zu hören, wenn nicht gelesen oder geschrieben wurde. Ich habe die Festplatte nach der Installation mit GParted installiert und permanent gemounted. Die Festplatte ist aktuell leer, aber es wird scheinbar permanent darauf zugegriffen, was ich mir nicht erklären kann. Habe ich irgendwas falsch gemacht?

Gruß
HPC
 
Vlt ist die HDD auch am Arsch und das System versucht da irgendwas zu machen. Wie ist den der zustand?
 
Welches Dateisytem hat die Platte? Vermutlich noch irgendwelche Hintergrundtätigkeiten, die sich nach ner Zeit legen werden...
 
Nein, defekt ist sie nicht. Dateisystem ist ext4
 
HPC schrieb:
Ich habe die Festplatte nach der Installation mit GParted installiert und permanent gemounted.
Hmmm, so macht man das eigentlich nicht - permanentes Mounten trägt man in /etc/fstab sein.

Zeig mal bitte im Codeblock die Ausgaben von (das sind einzelne Abfragen)

Code:
cat /etc/fstab

lsblk -f

parted --list  ## benötigt root-rechte
 
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Habicht schrieb:
Hmmm, so macht man das eigentlich nicht - permanentes Mounten trägt man in /etc/fstab sein.
Das ist schon richtig. So habe ich das auch gemacht.

Hier noch fstab. Die Festplatte ist ganz unten eingetragen:
# /etc/fstab: static file system information.
#
# Use 'blkid' to print the universally unique identifier for a
# device; this may be used with UUID= as a more robust way to name devices
# that works even if disks are added and removed. See fstab(5).
#
# systemd generates mount units based on this file, see systemd.mount(5).
# Please run 'systemctl daemon-reload' after making changes here.
#
# <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>
# / was on /dev/sda3 during installation
UUID=2cdfd293-eb6c-4c59-81e6-9f4ff27fdb8c / ext4 errors=remount-ro 0 1
# /boot/efi was on /dev/sda1 during installation
UUID=0D04-1556 /boot/efi vfat umask=0077 0 1
# /home was on /dev/sda4 during installation
UUID=ca8182a4-512f-47b1-a218-e0c87d03253d /home ext4 defaults 0 2
# swap was on /dev/sda2 during installation
UUID=36c4a684-7ea8-48b3-8b0c-680f8cfa5185 none swap sw 0 0
# MEDIEN
UUID=74fbf0a7-7455-4572-86ed-3f4962c51db2 /mnt/MEDIEN ext4 defaults 0 2

lsblk:
NAME FSTYPE FSVER LABEL UUID FSAVAIL FSUSE% MOUNTPOINTS
sda
├─sda1 vfat FAT32 0D04-1556 942,1M 1% /boot/efi
├─sda2 swap 1 36c4a684-7ea8-48b3-8b0c-680f8cfa5185 [SWAP]
├─sda3 ext4 1.0 2cdfd293-eb6c-4c59-81e6-9f4ff27fdb8c 37,9G 12% /
└─sda4 ext4 1.0 ca8182a4-512f-47b1-a218-e0c87d03253d 2,5T 0% /home
sdb
└─sdb1 ext4 1.0 74fbf0a7-7455-4572-86ed-3f4962c51db2 6,9T 0% /mnt/MEDIEN

parted --list:
Model: ATA WDC WD30EZRX-00D (scsi)
Disk /dev/sda: 3001GB
Sector size (logical/physical): 512B/4096B
Partition Table: gpt
Disk Flags:

Number Start End Size File system Name Flags
1 1049kB 1000MB 999MB fat32 boot, esp
2 1000MB 5001MB 4000MB linux-swap(v1) swap
3 5001MB 55,0GB 50,0GB ext4
4 55,0GB 3001GB 2946GB ext4


Model: ATA ST8000VN004-3CP1 (scsi)
Disk /dev/sdb: 8002GB
Sector size (logical/physical): 512B/4096B
Partition Table: gpt
Disk Flags:

Number Start End Size File system Name Flags
1 1049kB 8002GB 8002GB ext4 MEDIEN
 
Hmmm, was mich wundert ist die "0" hinter "default" in der fstab - bei mir wurde das vom System anders eingetragen, sowohl beim /home, als auch meiner Datenpartition.

Code:
UUID=xxxxxxx-xxxxx /home ext4 defaults 1 2
UUID=xxxxxxx-xxxxx /media/Daten ext4 defaults 1 2

Und ja, ich habe /media als dauerhaften Mountpoint, /mnt ist eigentlich root vorbehalten, /media ist dafür besser geeignet - allerdings glaube ich nicht, dass das die Ursache für den permanenten Zugriff ist.

Kannst ja mal die Null gegen eine Eins in der fstab tauschen - wie erwähnt, bei mir hat das der Installer so eingerichtet, ist allerdings gerade aus einem Fedora, mein Debian-Läppi ist momentan außer Reichweite.
 
Das lazy initialisation hab ich nie verstanden. Das bei mke2fs abzuschalten dauert gar nicht so lang. Aber wenn man nicht macht rödelt es stunden und tage lang herum. bin halb überzeugt dass da eigentlich ein bug ist und nur keiner bock hatte sich das anzuschauen

Ansonsten läuft unter Linux auch gerne mal ein smartd (smartmontools) und macht regelmäßig smart selbsttests, oder ein locatedb indexer service

und wenn man versucht eine UUID zu mounten die nicht existiert wird auch alle laufwerke noch mal abgesucht und HDD wachen aus dem stand-by auf
 
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@kartoffelpü, ich stimme dir zu und soweit ich es gerade in Erinnerung habe, ist die "0" unter Debian auch der Standardwert.
Also eventuell hat die Platte dann doch nen Schlag weg - könnte man bspw. mal überprüfen.
Code:
smartctl -H /dev/sdb
Benötigt root-Rechte - wenn da "PASSED" am Ende als Ausgabe steht, ist alles in Ordnung, ansonsten mal die Ausgabe hier einstellen.
 
Bash:
#
sudo lsof /path/to/mountpoint

ps -ef | grep '[e]xt4lazyinit'

sudo iostat -dxzy 1

DEV=/dev/DeviceIdentifier # bitte passend aendern..
cat "/sys/block/$DEV/queue/scheduler"

waere wonach ich erst mal sehen wuerde
 
@madmax2010 Beim ersten Befehlt meckert er. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass Du den Mountpoint der Festplatte meinst?
Hier die Ausgabe:
lsof: WARNING: can't stat() fuse.gvfsd-fuse file system /run/user/1000/gvfs
Output information may be incomplete.
lsof: WARNING: can't stat() fuse.portal file system /run/user/1000/doc
Output information may be incomplete.
lsof: WARNING: can't stat() fuse.gvfsd-fuse file system /run/user/1001/gvfs
Output information may be incomplete.

Hier von ps -ef | grep '[e]xt4lazyinit':
root 301 2 0 10:52 ? 00:00:05 [ext4lazyinit]

Auf was genau soll ich bei iostat achten? Hier kommen permanent neue Zeilen. Ich habe jetzt mal die ersten kopiert.

Device r/s rkB/s rrqm/s %rrqm r_await rareq-sz w/s wkB/s wrqm/s %wrqm w_await wareq-sz d/s dkB/s drqm/s %drqm d_await dareq-sz f/s f_await aqu-sz %util
sda 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,00 36,00 7,00 77,78 16,00 18,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,00 16,50 0,06 3,20
sdb 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8,00 4096,00 0,00 0,00 3,50 512,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,03 1,20


Device r/s rkB/s rrqm/s %rrqm r_await rareq-sz w/s wkB/s wrqm/s %wrqm w_await wareq-sz d/s dkB/s drqm/s %drqm d_await dareq-sz f/s f_await aqu-sz %util
sda 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,00 24,00 4,00 66,67 0,50 12,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
sdb 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6,00 3072,00 0,00 0,00 3,67 512,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,02 1,20


Device r/s rkB/s rrqm/s %rrqm r_await rareq-sz w/s wkB/s wrqm/s %wrqm w_await wareq-sz d/s dkB/s drqm/s %drqm d_await dareq-sz f/s f_await aqu-sz %util
sda 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1,00 4,00 0,00 0,00 20,00 4,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,00 9,50 0,04 2,00
sdb 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6,00 3072,00 0,00 0,00 3,50 512,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,02 1,20


Device r/s rkB/s rrqm/s %rrqm r_await rareq-sz w/s wkB/s wrqm/s %wrqm w_await wareq-sz d/s dkB/s drqm/s %drqm d_await dareq-sz f/s f_await aqu-sz %util
sdb 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6,00 3072,00 0,00 0,00 3,67 512,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,02 1,20


Device r/s rkB/s rrqm/s %rrqm r_await rareq-sz w/s wkB/s wrqm/s %wrqm w_await wareq-sz d/s dkB/s drqm/s %drqm d_await dareq-sz f/s f_await aqu-sz %util
sdb 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6,00 3072,00 0,00 0,00 3,67 512,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,02 1,20


Device r/s rkB/s rrqm/s %rrqm r_await rareq-sz w/s wkB/s wrqm/s %wrqm w_await wareq-sz d/s dkB/s drqm/s %drqm d_await dareq-sz f/s f_await aqu-sz %util
sda 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 29,00 140,00 0,00 0,00 0,28 4,83 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,01 0,00
sdb 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 8,00 3084,00 1,00 11,11 9,12 385,50 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,00 25,50 0,12 6,00

Was genau ist der DeviceIdentifier? sdb1 für die betroffene Festplatte?
Ergänzung ()

So, vor 5 Sekunden hat die Platte aufgehört zu rödeln. Seltsam, aber hat da ggf. doch einer eine Erklärung? Wirklich ein Selbsttest in Linux?
 
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