Crifty schrieb:
Die Kritik das man ein Spiel in 3 Teile remaked ist schon etwas hanebüchen.
Die Kritik an der berechtigten Kritik könnte man auf Basis deiner eher unzureichenden Argumente als hanebüchen beschreiben. Daher würde ich empfehlen hier eventuell sachlicher zu bleiben.
Crifty schrieb:
Die Fans forderten vehement ein Ramake, aber um dem Umfang gerecht zu werden und damit das überhaupt in der Produktion bezahlbar bleibt, musste man es aufteilen.
Muss man? Niemand der Kritiker und wahrscheinlich keiner der Fans der Original hier wollte FF7++++++ mit XXX Stunden "mehr" Inhalt. Sowas haben sich die Manager ausgedacht, damit man statt 1x 60-80€ 3x 60-80€ holen kann.
Du siehst den exakt gleichen Trend in Filmen, wo der Abschluss künstlich auf mehrere Filme gestreckt wird, egal ob die Vorlage dass nun hergibt oder nicht. Dass wiederum sorgt immer für unnötigen Ballast und eine Streckung die eigentlich keiner wollte oder bräuchte.
Sowas ist dort genau so eine reine Geld-Entscheidung wie hier oder wie schon vorher geschrieben: wieso 1x verkaufen wenn du es 3x kannst?
Erschwerend für dein Argument kommen Spiele wie DOS2, BG3 oder bald DOS3 hinzu, die klar zeigen, dass man eine gute Geschichte mit super RPG in einem massiven Spiel machen kann... Voll synchronisiert und mit Mocap für Cut-Scenes... Fast so, als ob es möglich ist, man aber nur wollen müsste...
Crifty schrieb:
Wie hätte man das sonst anders realisieren sollen?
Wie wäre es wenn man das Spiel wirklich nur remaked ohne den ganzen Ballast außen drum?
FF7 war bei weitem kein >100h Spiel.
Und ein gutes Remake wäre dass auch nie geworden, daher finanziell niemals bei 500 Mio. gelandet.
Realistisch wäre es wahrscheinlich sogar günstiger als z.B. BG3 geworden, da der Scope komplett eine andere Dimension hätte.
Und nein, Kosten damals kannst du nicht ansatzweise auf Kosten heute übertragen. Dass scheitert an so vielen Dingen in der Technik, dem Management und dem Marketing dass es keinerlei Sinn macht dass überhaupt auszugraben.
Was FF7 Remake auf 500 Mio. bringt ist der Ballast, das Zeug außen drum, der Zwang dann statt 1x PR teuer zu erkaufen, 3x PR teuer zu erkaufen. Statt "nur" das Original etwas abzurunden plötzlich XXX weitere Stunden Inhalt künstlich zu erzeugen.
Dass macht FF7 Remake von einem an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mal BG3 teuren Spiel zu einem Ding dass am Ende oberhalb der 500 Mio. in Kosten landen wird.
Generell muss man leider sagen, dass du hier wie viele andere wenn man über Spiele-Kosten spricht "Investition vs tatsächliche Kosten" verwechselst.
Natürlich könnte Square FF7 ein Remake geben, dass wie damals im besten Fall 20h lang ist. Dass wäre das Äquivalent für tatsächliche Kosten und die wären niemals bei denen selbst eines FF7 Remake 1 von 3 gewesen.
Was Square aber macht ist, dass sie schlicht mehr investieren um mehr einzunehmen. Wie oben beschrieben: wieso FF7 als 20h Spiel nur 1x für 60-80€ verkaufen, wenn du das gleiche sicher 3x haben kannst?
Oder anders formuliert, man investiert mehr um mehr einzunehmen. Punkt. Mehr ist es nicht.
Was anders ist es nicht und man kann es ihnen finanziell nicht mal vorwerfen: FF7 sind sichere Einnahmen, ähnlich wie CoD & Co. ist die Wahrscheinlichkeit für nen Flop sehr gering und da würde jeder Manager es genau so handhaben.
Sowas kann man gut finden, wie du, wenn man wirklich, wirklich einfach nur FF konsumieren möchte... Oder man kann es nicht gut finden, wenn man sich ausrechnet, dass man für eine max. 20h Geschichte plötzlich 3x 60-80€ ausgeben muss, um dann ganz viel Ballast außen drum zu bekommen.
In allen Fälle aber ist nüchtern betrachtet hier der Grund für den absurden Scope eine reine extra Investition.
Ich persönlich, hätte ein FF7 Remake mit 20h Länge gerne für den Vollpreis gekauft. Dass würde meine Zeit wertschätzen und würde die Story nicht unnötig in die Länge strecken und nebenbei unnötig Ballast an XX Stellen hinzufügen. Drei geteilt über hundert Stunden, für 3x 60-80€ aber bin ich als nicht FF Fan aber einfach raus.
Was auch zeigt, dass diese Taktik nicht nur Vorteile hat, da der Pitch "eine Story, 3x 60-80€" gar nicht so gut klingt, wenn man ihn an nicht Fans vermarkten muss.
Oder objektiv anders formuliert, ob ein 20h Remake am Ende relativ für dessen Kosten gesehen gesehen nicht mehr eingenommen hätte, anstatt 3x >50h "Remakes" halte ich für sehr fraglich. Absolut gesehen aber nehmen drei Spiele natürlich auch deutlich mehr ein und dass über einen längeren Zeitraum, daher wie oben beschreiben ein No-Brainer aus Management Sicht.