Firmen-NAS oder Eigenbau-Server?

DjMG

Lieutenant
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Hallo!

Für unser Büro suchen wir ein neue Netzwerk-Speicherlösung.
Derzeit werkt ein Synology DS213j + 2x WD RED 1TB. Es ist beim Dateitransfer schlichtweg zu langsam.

Es greifen mindestens 4 PCs (Mac+Win) ständig und pausenlos drauf zu (schreiben+lesen), die Dateien haben teils mehrere hundert Megabyte jeweils. Dazu kommt, dass es viele Dateien/Bilder sind, die rasch angezeigt werden sollen etc.
Es geht also um einen maximalen Speed...
Funktionen: Quasi unwichtig. Backup nice-to-have. Fernzugriff nicht unbedingt notwendig usw

Was sollen wir nehmen?
Ein schnelleres Synology NAS?
Oder Eigenbau mit H87 Board, Mini-ITX Gehäuse, 300W Netzteil, 8GB RAM, Intel G3220...
Software: Windows Server 2012. Alternativen?

LG DjMG
 
Maximalen Speed holst mit einem gescheiten Serversystem, welches du mit mehreren Lan-Karten & Loadbalancing ins Netzwerk integrierst. Wenn es sich um Firmendaten handelt, sprich damit Geld verdient wird, würde ich jedoch NIE zu einem Konsumergerät oder Selbstbau greifen. Geh lieber zu einem Anbieter, der ordentlichen Business-Support liefert und lass Dir da was konfigurieren. Nichts ist blöder als wegen dem Ausfall einer Selbstbau Lösung nicht liefern zu können.
 
Da ich ja leidenschaftlicher Bastler bin, tendiere ich natürlich zum Eigenbau...

Software: NAS4Free (damit sparst du dir die Software Lizenz von MS)
und ich würde eher auf RAID 10 setzen (4 Platten)...

aber stimme meinem Vorredner zu, da es Business Related ist, dann ein Server NAS...
zB. http://www.synology.com/de-de/products/overview/RS814+
 
Zuletzt bearbeitet:
@Shirinovski: Auch wenn ich deine Meinung teile, kommt eine solche Lösung nicht in Frage. Derzeit zumindest nicht. Bisher war das Synology NAS schon das größte der Gefühle ;) Wir wollen also nicht übertreiben.
 
Wie sieht es mit dem Anspruch auf die Verfügbarkeit aus ?

Was kostet eine Stunde Stillstand vom Nas ?
 
Wenn du dir der Risiken bewusst bist, dann lieber der Eigenbau, dank stärkerer Hardware als in einem NAS bekommst du auch die besseren Transferraten hin und kannst leichter erweitern, falls nötig. Achte beim Board/Netzwerkkarten Kauf darauf, dass du Intel Lan Controller bekommst, die haben mit die höchste Kompatibilität&Performance. Lies dich vor Anschaffung mal genauer in Themen wie Raid, RaidZ, Loadbalancing bei mehreren Lan Karten, Festplattenverschlüsselung ein und teste natürlich mal verschiedene Softwarepakete durch (FreeNAS, NAS4Free, OpenMediaVault, Win Server(falls du zu test Zwecken an eine Lizenz kommst), Linux), geht eigentlich ganz gut in einer VM, du sollst ja vor allem einen Überblick bekommen.
 
Sinnvoller wäre ein richtiger Server, der auch mit einer passenden Anbindung sowie den richtigen Speichermedien und Controllern ausgestattet ist. Wenn laufend große Datenmengen durch die Gegend geschoben werden, kann eine kleine Synology durchaus schon mal die Grätsche machen. Die Dinger sind nicht auf Leistung, sondern Sparsamkeit getrimmt, bzw. bieten sie einen gewissen Kompromiss. Bei dem Szenario, das Du beschreibst, würde ich eher einen Xeon hinstellen mit HW-RAID sowie entweder einer Menge RAM oder einer/mehreren SSDs zum zwischenspeichern sowie nicht einem RAID1 sondern RAID5 oder 6, je nach Größe. Sinnvoll ebenfalls, über Link aggregation nachzudenken, denn das macht bei mehreren Verbindungen durchaus noch Sinn.

Eigenbau würde ich dafür nicht nehmen, Du schreibst, es ist beruflich. Rede lieber mit einem Systemhaus in Eurer Nähe, daß sie Euch einen günstigen, leistungsfähigen Server hinstellen. Schließlich mußt Du auch Ausfälle mit einkalkulieren, und da ist es nunmal teuer, lange auf Ersatz warten zu müssen.
 
Guck dir mal den HP Pro Liant N54L an.
Dazu gibt es auch eine Remote Management Karte und damit kann man, wenn ich mich nicht irre, mit der OnBoard LAN Karte dann 2xGBIT Teaming machen.
 
Im professionellen Umfeld verbietet es sich fast von Selbst einen Eigenbau einzusetzen wegen Serviceproblemen (SLA- Service Level Agreements) etc..

Es sei denn, man arbeitet im Uni-Umfeld oder Ähnliches.

Zurück zum Start:

Wenn es Synology sein soll, dann ein Gerät wie etwa das DS1513+/DS1813+ und dies eventuell 2 X wegen der Verfügbarkeit (inklusive der Möglichkeit der Remote-Replication) und dazu eine performante Netzanbindung inklusive Link-Aggregation auf Nas- und Smart-Managed-Switch-Seite.

Also bei diesem Anforderungsprofil aus dem Eingang muß auch das Netz unter die Lupe genommen werden.
 
Zuletzt bearbeitet: (Nachtrag)
Der HP sieht gut aus, aber die Festplatten hätten wir ja noch. Deshalb dachte ich an:

- Gehäuse: http://geizhals.at/fractal-design-node-304-schwarz-fd-ca-node-304-bl-a794687.html
- Mainboard: http://geizhals.at/asus-h87i-plus-c2-90mb0f30-m0eay5-a981461.html
- Prozessor: http://geizhals.at/intel-pentium-g3220-bx80646g3220-a993710.html (oder Xeon?)
- RAM: http://geizhals.at/kingston-hyperx-blu-dimm-xmp-kit-8gb-khx1600c9d3b1k2-8gx-a654867.html
- Netzteil: http://geizhals.at/be-quiet-pure-power-l8-300w-atx-2-4-bn220-a960670.html

Software z.b. Windows Server 2012?
Das LAN-Balancing klingt interessant, brauchts dazu spezielle Karten etc?

LG DjMG
 
Warum nicht als case das Bitfenix Prodigy nehmen?
Da ist mehr Platz drin zur Not.

Ja, für Load Balancingg/Teamign braucht man beim HP die für 25€ oder so erhältliche Management-Karte.
Mit der kann man aber auch noch ein wenig mehr machen. ISO per LAN als Boot-Medium nutzen und ich glaub auch per LAN auf das BIOS zugreifen, aber sicher bin ich da grade nicht.
 
Stahlseele schrieb:
Guck dir mal den HP Pro Liant N54L an.
Dazu gibt es auch eine Remote Management Karte und damit kann man, wenn ich mich nicht irre, mit der OnBoard LAN Karte dann 2xGBIT Teaming machen.

"Teaming" geht auch mit jeder anderen, herkömmlichen Netzwerkkarte, egal ob single, dual oder quad, dektop, workstation oder server.

Der N54L ist zwar nicht schlecht, jedoch würde auch dieser unter der Last vermutlich zusammenbrechen. Bei mir werkelt ebenfalls ein N54L mit insgesamt 5NICS sowie 9 Platten, zwei davon SSDs, an einem Adaptec 5805ZQ, und ist an seiner Leistungsgrenze. Ohne den Adaptec bricht der mir weg unter der Menge an SQL-Abfragen, trotz reverse proxy und 16GB RAM. Wie es unter einem Windows aussehen würde, will ich mir schon gar nicht vorstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
DjMG schrieb:
Der HP sieht gut aus, aber die Festplatten hätten wir ja noch. Deshalb dachte ich an:

- Gehäuse: http://geizhals.at/fractal-design-node-304-schwarz-fd-ca-node-304-bl-a794687.html
- Mainboard: http://geizhals.at/asus-h87i-plus-c2-90mb0f30-m0eay5-a981461.html
- Prozessor: http://geizhals.at/intel-pentium-g3220-bx80646g3220-a993710.html (oder Xeon?)
- RAM: http://geizhals.at/kingston-hyperx-blu-dimm-xmp-kit-8gb-khx1600c9d3b1k2-8gx-a654867.html
- Netzteil: http://geizhals.at/be-quiet-pure-power-l8-300w-atx-2-4-bn220-a960670.html

Software z.b. Windows Server 2012?
Das LAN-Balancing klingt interessant, brauchts dazu spezielle Karten etc?

LG DjMG

Noch einmal, im professionellen Umfeld verbietet es sich einen Eigenbau einzusetzen, denn die Folgeprobleme hast Du an der Backe und der Verantwortliche, wenn Du es nicht bist, wird einen Teufel tun diesen Eigenbau zu genehmigen. Der will auch seinen Job behalten.
 
DjMG schrieb:
Software z.b. Windows Server 2012?
Das LAN-Balancing klingt interessant, brauchts dazu spezielle Karten etc?

LAN-Balancing? Bei dir werden die Festplatten Limitieren nicht die Netzwerk Geschwindigkeit. Das wäre eher ein Feature wenn man es wesentlich größer angehen will. ~100mb/s (wenn es das Raid/SSD mitmacht) sollte reichen ! Wenn mehrere Rechner gleichzeitig auf eine Festplatte zugreifen geht die Geschwindigkeit eh in den Keller.

Ich würde auch eher zu einem HP Pro Liant N54L raten mit ordentlich RAM + RAID 5/10. Wenn es nicht WindowsServer seien soll dann lieber OpenMediaVault, das sollte den Support massiv vermindern gegenüber Windows.
 
ich denke mal, dass man wirklich erstmal die Frage von computerbase107 beantworten sollte!
ohne sich vorher Gedanken zu machen, wie viel ein Ausfall kostet, kann man doch keine passende Lösung finden? Ich verstehe immer nicht wie die Leute ticken?!?

Ok, nun komme ich aus einem Bereich, in dem eine kleine EMC2 als "Ultra Low Cost" System gilt und die "richtigen" Daten alle auf geplusterten NetApps liegen. Aber wenn mehrere hundert oder gar tausende Ingenieure eine Stunde nicht arbeiten können, dann kostet das eben enorm viel Geld und bei Terminverzug auch Ansehen, das darf nicht passieren.

Viele Leute kennen ja aber auch gar nicht, wie das im professionellen Umfeld aussieht. Wenn eine Platte in der NetApp (trotz RAID4 und mehreren HotSpares) auch nur eine erhöhte Fehlerkorrektur-Rate zeigt (alle noch 100% korrigierbar!), dann liegt innerhalb von 3 Stunden eine neue Platte bereit und der "IT Hausmeister" hat einen Anruf auf seiner Mailbox, ob ein Techniker geschickt werden soll oder wir die Platte selber auswechseln können.
Fällt ein "Head" aus, dann übernimmt der zweite aus dem Cluster, ist nur etwas langsamer.
Will man den Datenstand vom letzten Wochenende, dann guckt man im .snapshot Verzeichnis nach weekly.0 usw. usf.
 
Mickey Mouse schrieb:
...Wenn eine Platte in der NetApp (trotz RAID4 und mehreren HotSpares) auch nur eine erhöhte Fehlerkorrektur-Rate zeigt (alle noch 100% korrigierbar!), dann liegt innerhalb von 3 Stunden eine neue Platte bereit


Richtig dazu hat der TE sich aber auch noch nicht geäussert ob/wie er das RAID konfigurieren will
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich verstehe die Hälfte der Diskussion nicht ;) Es ist ein kleines Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern.
Ja, es muss alles verfügbar sein zu jeder Zeit, aber das NAS werkelt seit 2 Jahren durch ohne eine Minute Stillstand. Und hat 300€ gekostet ;) Also das kann ja nicht das Argument sein, dass nur "teuer = zuverlässig" vom einer externen Business-Lösungs-Schmiede. Das kommt für uns (jetzt zumindest) nicht in Frage. Ich bitte dies zu respektieren. Darüberhinaus wird täglich auf eine weitere externe Netzwerkplatte gesichert.

JA, gerne lassen wir uns für einen kleinen Server beraten. Den HP werde ich dann genauer unter die Lupe nehmen. Ist da der Unterschied zur Selbstbau-Variante so enorm? RAID lasse ich mich gerne ebenso beraten, was am besten geeignet ist!
 
Dann nimm die zusammenstellung so wie du sie hast. aber nehm dir den kommentar von Mickey Mouse zu herzen und steck 4x1tb oder 4x2tb oder sowas rein und bau en gescheites Raid.

Wäre mein Vorschlag
 
Im Geschäftsumfeld würde ich niemals auf Eigenbau setzen. Und noch viel weniger würde ich die Verantwortung (Aufbau, Betrieb, Wartung) für den Eigenbau übernehmen.
 
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