Firmen-NAS oder Eigenbau-Server?

Ja, es muss alles verfügbar sein zu jeder Zeit, aber das NAS werkelt seit 2 Jahren durch ohne eine Minute Stillstand.
Es geht doch nicht darum wie lange es läuft... es geht darum, was ist wenn es nicht läuft?
Restore? Backup? Support? Kosten? Das sind Fragen die dann interessant sind.
 
Benzer schrieb:
Es geht doch nicht darum wie lange es läuft... es geht darum, was ist wenn es nicht läuft?
Restore? Backup? Support? Kosten? Das sind Fragen die dann interessant sind.
Darum ja eure Tipps mit RAID. Dazu noch ein komplettes Backup täglich auf eine weitere davon unabhängige Netzwerkplatte. (in einem anderen Gebäude sogar)
 
DjMG schrieb:
Ich verstehe die Hälfte der Diskussion nicht ;) Es ist ein kleines Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern.
Ja, es muss alles verfügbar sein zu jeder Zeit, aber das NAS werkelt seit 2 Jahren durch ohne eine Minute Stillstand. Und hat 300€ gekostet ;) Also das kann ja nicht das Argument sein, dass nur "teuer = zuverlässig" vom einer externen Business-Lösungs-Schmiede. Das kommt für uns (jetzt zumindest) nicht in Frage. Ich bitte dies zu respektieren. Darüberhinaus wird täglich auf eine weitere externe Netzwerkplatte gesichert.

JA, gerne lassen wir uns für einen kleinen Server beraten. Den HP werde ich dann genauer unter die Lupe nehmen. Ist da der Unterschied zur Selbstbau-Variante so enorm? RAID lasse ich mich gerne ebenso beraten, was am besten geeignet ist!

Das Eure kleine Synology die 2 Jahre durchgehalten hat ohne Ausfall ist eher die Ausnahme und nicht die Regel ! Ich würde sie aussortieren und in den verdienten Ruhestand schicken.

Bleib dabei und nehme eine schnellere Synology eventuell doppelt wegen der Verfügbarkeit plus Lan-Optimierung.

Diese Lösung verspricht weniger Ärger und Ihr könnt Euch auf das "Geldverdienen" konzentrieren.
 
ich würd aus meiner erfahrung von einem eigenbau server absehen. hat folgende gründe:
- ausfallwahrscheinlichkeit des OS (zb win2012) viel höher als NAS integriertes OS. gerade bei synology. bei win reicht wenns blöd läuft ein falscher patch
- wartungsaufwand bei einer out-of-the-box lösung viel viel geringer als bei einem kompletten server os.
- monitoring bei NAS einfacher/besser. windows server ist in diesem fall zu komplex
- by default ist ein simples NAS System "sicherer" als eine Windows server. da gibts einfach viel mehr zu konfigurieren und man vergisst leichter was.
- "weniger" HW ausfälle möglich und ersatzteile sind schnell und einfach zu bekommmen bei ner NAS
- keep it simple

versteh mich nicht falsch ich mag windows server (gerade ab 2012) aber halte sie als einfachen NAS ersatz für ungeeignet.
ich würde dir daher zur synologie raten. wenn du mehr ausfallsicherheit willst einfach ne zweite daneben (oder anderer brandabschnitt) und HA-Feature aktivieren. dann kann dir eine auch abrauchen.
 
Der Unterschied in der Leistung zwischen HP Pro Liant und N54L ist hardwaretechnisch enorm.
Kein ARM Prozessor sondern halt ein x86 und mehr RAM möglich. Und der Preis ist halt im Vergleich zu anderen 4 Bay NAS Systemen recht niedrig.
Software-Technisch ist da aber ein solcher Unterschied, dass es schwer ist eine definitive Aussage zu machen.
Wenn man aber Eh Windows Server verwenden will, dann kommt so ein NAS ohne x86CPU eigentlich nicht mehr in Frage.
 
Stahlseele schrieb:
Der Unterschied in der Leistung zwischen HP Pro Liant und N54L ist hardwaretechnisch enorm.

??

Klar, der N54L ist nicht wirklich etwas, was den Namen "ProLiant" verdient, aber ihn deswegen so herunterzuziehen? :D
Danke für den Lacher.

Zurück zum Thema. Backups gehören immer auf nearline-Medien. Ggf. kann man diesen Begriff auf externe Festplatten ausweiten, die nach Durchführung des Backups getrennt gelagert werden.
Auch ist es sinnvoll, stets mehr als nur einen Satz Backups zu verwenden, falls mal ein Satz unbrauchbar ist.

Für den N54L würde ich empfehlen, den Rechner mit zusätzlichen NICs sowie einem HW-RAID auszustatten, alternativ ein aktuelles Linux zu verwenden, das SSDs als Cache für's softRAID verwenden kann (kam iirc ab Kernel 3.10 dazu). Das Problem wird vor allem die Abwärme des dedizierten Prozessors des RAID-Controllers werden, das Kühlkonzept muß also erweitert werden (aus diesem Grund wäre wohl eher ein 2HU-Server empfehlenswerter, oder eben die softRAID-Variante, die ein wenig weniger leistungsfähiger ist als ein dedizierter Controller).
Das Betriebssystem würde ich persönlich auf eine CF-Karte auslagern, von der man ein image bereithält und die vorzugsweise read-only eingebunden wird. Die Dinger halten recht lange, und wenn nicht, sind sie sehr leicht austauschbar. Bietet auch noch weitere Vorteile, in etwa, daß man die CF-Karten auch in andere Systeme einbinden kann für updates, Änderungen, etc. Lediglich die Verzeichnisse für samba, ftp, SQL, serverspezifische Applikationen, etc. kommen dann auf's RAID.

Der N54L hat leider recht wenig Ausbaumöglichkeiten, mehr als 14 Platten passen da nicht rein, 10 davon müssen dann auch schon 2,5" sein. Auch das würde eher für einen 19"-Server sprechen.
Die Ausbaumöglichkeiten der restlichen Hardware ist auch eher gering: zwei PCIe, 1x;16x, zwei RAM-Bänke für einfachen ECC-RAM, insgesamt recht kompakte Bauweise. Ich persönlich hätte mir bessere Kühlleistung (Luftdurchsatz), mehr PCIe-slots sowie die Möglichkeit zur Verwendung von registered ECC-RAM gewünscht, aber es ist eben ein Einsteiger-Gerät, eher für SOHO.
Auch hat der N54L kein redundantes Netzteil, man muß also mit voll synchronisierten USVs arbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um mal in die Diskussion einzusteigen hast du ja einen Anforderungskatalog umrissen.
Da maximaler Datendurchsatz gewünscht ist, wird die Geschwindigkeit durch die Anzahl der eingesetzten Festplatten begrenzt und durch die Anbindung an Netzwerk. Da ihr offensichtlich mit vielen großen Dateien hantiert lohnt es sich über ein paar Details zur Optimierung im Netzwerk Gedanken zu machen wie der Packetgröße. Zunächst einmal willst du ein NAS mit wenigstens acht Festplatten und vier GBit LAN Anschlüssen. In der Konsequenz brauchst du einen Switch der einen Etherchannel mit vier Ports verträgt. Um bei Synology zu bleiben möchtest du also Minimum die DiskStation DS1813+. Wenn doch ein wenig mehr Budget vorhanden ist, rate ich direkt zur Rackstation RS2414RP+. Redundantes Netzteil und mehr Platten lohnen sich. Außerdem rate ich dir in so einem Umfeld wo wirklich viel auf den Festplatten gearbeitet wird zu den WD RE4. Garantie von 5 Jahren und Premium Support seitens WD mit Vorabtausch. Weder RAM noch CPU wird bei der Konstellation die Du schilderst das Bottleneck sein. Noch mehr Geschwindigkeit bekommst du nur noch von professionellen SAN Lösungen die über 10GBit Ethernet oder FibreChannel angebunden sind und mit SAS Platten bestückt.
 
Ein N54L kommt gerade bei dem hier beschriebenen Szenario, viele parallele Zugriffe auf teils sehr große und sicher auch viele kleine Dateien, sehr schnell an seine Grenzen. Als häusliches NAS ist es dagegen Spitzenklasse! Bei den neueren Proliant sollte man beachten, dass HP mittlerweile alles, inklusive evtl. notwendig werdender Firmware-Updates nur noch über den kostenpflichtigen Support anbietet, der i.a. teurer ist als so ein kleiner Server selbst. Die notwendig werdende SW mit anschließender Administration kommt hinzu.

Aus diesem Grund ist man momentan entweder mit einem kleinen System von Fujitsu oder von Dell oder aber mit gleicher Hardware eines traditionellen NAS-Anbieters deutlich besser bedient. Für letzteres empfiehlt sich z.B. ein TS470 von QNAP. Das kann man sogar anfangs, falls man meint, dass Pro nicht zu brauchen, in der Minimalausstattung also mit einem Celeron kaufen und den dann später gegen eine bessere CPU bis hin zum Xeon austauschen. Auch der RAM ist auf bis zu 16GB selbst aufrüstbar. Vorteil eines solchen Systems ist wie gesagt die Kombination von einfacher Administrierbarkeit wie bei Eurem bisherigen Mini-NAS mit leistungsfähiger und selbst einfach aufrüstbarer Hardware wie bei einem Standardserver.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nimm 2 x Synology 713+ oder höher, davon hat eins mehr als genug Leistung für eure Ansprüche. Mit dem zweiten bildest du dann einen Hochverfügbarkeitscluster. Dazu das von dir angesprochene Backup, dann geht so schnell nix mehr schief. ;)
 
Green Mamba schrieb:
Nimm 2 x Synology 713+ oder höher, davon hat eins mehr als genug Leistung für eure Ansprüche. Mit dem zweiten bildest du dann einen Hochverfügbarkeitscluster. Dazu das von dir angesprochene Backup, dann geht so schnell nix mehr schief. ;)

würde ich auch sagen, aber bei der Leistung bin ich mir eben nicht sicher. 4 Leute mit paar hundert mb Daten. ob da nicht 2 kleine reichen.
ansonsten wegen selbstgebauter win2012 server: das ist dann keine NAS mehr sondern ein fileserver. das macht in einer umgebung mit mehreren win servern inkl AD sinn, aber als standalone imho nicht (argumente siehe oben). zudem sollte so ein fileserver regelmäßig gewartet werden und kostenpflichtigen support vom hersteller haben, damit bei hw ausfall (und seis nur das raid batterie pack oä) schnell reagiert werden kann.
 
Thema erledigt.
Es wurde entschieden, dass wieder jeder lokal arbeitet, und die Daten nachts auf mehrere externe Netzwerkfestplatten (unter anderem die alte NAS) gesichert werden :)

Danke dennoch für die guten Tipps!
 
Einer der Gründe, warum ein Admin ein höheres Gehalt bekommt als ein Lagerarbeiter, ist der, daß man sich das Geld als Kompensation für seine Fehlentscheidungen wieder zurückholen kann über langwierige Gerichtsverfahren.
Nur Manager kriegen eine Abfindung, die umso höher ausfällt, je kreativer oder kostenintensiver seine Fehlentscheidung war.

Es griff also jeder User nur auf seine jeweils "eigenen" Daten zurück?
 
@Twostone:
Größtenteils ja, meist nur die Daten des jeweils eigenen.
 
Dann machte es tatsächlich recht wenig Sinn, außer eben zur Vereinfachung des Backups, die Daten zentral zu lagern, es sei denn, die Mitarbeiter wechseln häufig ihre Arbeitsplätze.

Eine andere Variante, mit etwas weniger Overhead als CIFS/SMB wären iSCSI-Targets, ATA-over-Ethernet (AoE) oder Fiberchannel-over-Ethernet (FCoE), wobei meines Wissens nur ersteres von Windows einigermaßen unterstützt wird. Aber eigentlich nutzt man das für andere Dinge und AoE ist auch nicht routing-fähig. Man kann es jedoch ganz gut nutzen, um einen Server um Speicherplatz zu erweitern, die Rechenlast für Dateisystem-Verschlüsselung auszulagern, redundanz und Verfügbarkeit zu erweitern, und andere Dinge. Dennoch gehören iSCSI-targets eigentlich nicht ins gleiche Subnetz wie Workstations.
 
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