Fotografieren ohne Linsen, wo ist mein Denkfehler?

danielx

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Hallo an alle,

ich hatte in meinem Kopf eine Idee zur Linsen freien Fotographie, bin mir aber sicher einen Denkfehler haben zu müssen. ;)
Normalerweise brauche ich ja ein Objektiv/Linse um ein Objekt fotografieren zu können, da sich Licht ja wie Wellen ausbreitet.

Da sich Licht aber Gradlinig sowie Wellenförmig ausbreitet, war meine Idee nur die gradlinig ankommenden Photonen zu messen.
Was, in meinem Kopf, dazu führen müsste das ich mit z.B. einem 5cm² großen Sensor, 5cm² eines beliebig weit entfernten Objektes photographieren/messen können müsste.
Meine Idee war/ist, ein gelochtes Raster mit Tunneln über den Sensor zu legen, wobei die Tunnel zum Bespiel genau 650nm breit sind, sodass nur rotes Licht hinein fällt.
Diese Raster würde z.B. aus vantablack bestehen, sodass Photonen die Seitlich eindringen absorbiert werden und nicht im Tunnel hin und her bis zum Sensor reflektiert werden.

Anbei ein Schaubild:

Das gelbe ist dabei das Licht, welches sich Wellenförmig ausbreitet.
Die roten Linien sind die Strahlen welche gradlinig auf den Sensor treffen.

616046


Also, wo ist mein Denkfehler?

PS: Wusste nicht in welchem Bereich ich diese Frage sonst posten soll...

Gruß DanielX
 
Du kannst schon ohne Linse mit einem 5cm² Chip einen 5cm² großen Bereich ablichten. Du müsstest nur wahrscheinlich die Lichtempfindlichkeit recht hoch stellen.
Die Frage, die sich mir stellt ist da nur, was soll das bringen?
So besonders aufwendig sind Objektive jetzt auch nicht und sie ermöglichen eben viel bessere Fotos.
 
Mein Gedanke war nicht direkt auf das normale Fotografieren bezogen, sondern eher in Richtung Astronomie.

Z.b. für spektroskopische Aufnahmen von Himmelskörpern(Exoplaneten), da in dem Fall der Vorteil bestehen würde, dass man keine gewaltigen Linsen bräuchte.
Zudem würde Licht aus anderen Richtungen (Stern neben dem Planten) vom Sensor abgeschottet.

Gruß DanielX
 
Da wird wohl schlicht nicht genug Licht ankommen. Nimm die Planetenoberfläche als diffusen Strahler an. Jetzt ist der Planet eingie Lichtjahre entfernt. Dann kannst du dir den Raumwinkel, unter dem dein Sensor die Planetenoberfläche sieht, ausrechnen.
Ich nehme an, da dürfte die Erdatmosphäre bereits stärker auf den Sensorchip strahlen.
 
Wie simpsonsfan schon richtig sagt, ist dein Denkfehler in dem massiven Verlust an Licht.
Wir sehen jetzt, wenn wir schon an einem Punkt x das Licht des kompletten Objekts bündeln, dieses kaum. Und jetzt willst du statt das Licht des gesamten Exoplaneten auf den Sensor zu jagen, lediglich Licht aus einem 5x5cm^2 akzeptieren. Und noch nicht mal alles, sondern nur dass, das perfekt von links oben des beobachten objekts links oben auf deinen Sensor trifft.
Hier mit Großen Linsen (bzw Spiegeln) zu arbeiten, ist weitaus effektiver.
 
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