Ich mache das ganze ja schon eine Zeit lang.
Also Schwarzarbeit hast Du bisher gemacht? Dann hänge es mal nicht an die grosse Glocke.
Ich mache keinen Laden auf oder zieh das großmächtig auf.
Du meldest ein Gewerbe an, musst beim Verkauf, Zusammenbau und Reparatur dann auch die gesetzlichen Bestimmungen einhalten, die jeder Händler/Gewerbetreibender einhalten muss, ob nun Kleingewerbe oder Aktiengesellschaft, spielt dabei keine Rolle. Du musst Dich versichern, gegen Schäden die Du verursachst, bei der Berufsgenossenschaft Beiträge zahlen, bei der IHK Beiträge zahlen, evtl musst Du Dich auch noch privat versichern >> weil Du ein höheres Einkommen hast, Gewerbesteuern zahlen, Finanzamt will auch immer was haben, der Steuerberater ist auch nicht zu verachten, vergiss nicht eine gute Rechtschutzversicherung für Selbstständige abzuschliessen (kostet etwa 50% mehr als für Private, je nachdem was alles abgedeckt werden soll) usw... Hast Du mit Deinem Arbeitgeber die Nebentätigkeit abgeklärt, er kann es nicht verbieten, aber Du musst ihn davon informieren.
Du musst den Kunden Gewährleistung/Garantien geben, auch wenn Du bei Deinem Händler nichts zu erwarten hast, weil Du evtl geschludert hast beim Zusammenbau. Nur Endkunden haben 2 Jahre, bei Händlern kann es sein das der Hersteller nur 1 Jahr oder noch weniger gibt (z.B. bei Druckern nur 1 Jahr)
Gerade im Familien/Bekanntenkreis stehst Du sehr schnell schlecht da, denn gerade diese Leute erwarten mehr als Normalkunden was den Service betrifft, bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf. Verdienen kann man bei denen auch nix, weil sie meist alles für lau haben möchten.
Woran möchtest Du etwas verdienen, wenn Du Online kaufst bei einem Händler, wo jeder kaufen kann und die Preise dann mit Deinen vergleichen kann? Wie soll ein Gewinn, die eine gewerbliche Tätigkeit ja vorraussetzt, erwirtschaftet werden? Du musst ja das, was Du bei dem Versandhandel einkaufst und dem Kunden wieder verkaufst noch als Gewinn versteuern und Deine Unkosten reinbekommen? Wie erklärst Du dem Kunden, der die Preise online vergleichen kann, das Du z.B. 25 % teurer bist (und das ist ja nicht mal viel, 35 % wären realistischer wenn etwas übrig bleiben soll) als z.B hardwareversand.de?
Im Computerhandel sind sowieso keine grossen Gewinne zu erzielen, wenn man nicht einige Firmenkunden betreut oder mit Schulungen, 24 Stunden Vor-Ort Service usw. besser ist als der Laden nebenan. Im Verkauf kannst Du nur etwas werden wenn Du aussergewöhnliche und hochwertige Waren verkaufst, denn jeder Diskounter verkauft preiswerter als Du es jemals kannst, damit wirst Du aber immer verglichen.
Über die Buchhaltung habe ich mich schon informiert, besser gesagt, habe nen Buchhalter im Bekanntenkreis.
Dann sollte er Dir mal erklären was eine Firma für Rechte und Pflichten hat, ein Buchhalter sollte das ja wohl während seiner Ausbildung gelernt haben.
Trotzdem wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben, das meine ich nicht ironisch.
