Freezes & Strom auf der Backplate der XFX Radeon RX 6900 XT Merc 319 Black

c_tfr_me

Cadet 3rd Year
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Dez. 2020
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Hallo zusammen,

Meine aktuelle Hardware:

  • Prozessor (CPU): R 3950x (@1,26V)
  • Arbeitsspeicher (RAM): 32GB G Skill Trident Z 3200 CL14 (1,35v)
  • Mainboard: ASUS Crosshair VI Extreme X370
  • Netzteil: SS TX 850 Titanium
  • Gehäuse: Corsair Obsidian 750d
  • Grafikkarte: XFX Radeon RX 6900 XT Merc 319 Black (@Stock)
  • Pc ist nicht übertaktet.

Problem 1:
Ich habe mir eine Neue Grafikkarte von XFX Radeon RX 6900 XT MERC319 BLACK
eingebaut und seit dem friert mein PC öfter im Desktopbetrieb beim Surfen im Browser oder wenn der PC im leerlauf ohne nichts zu machen ein und startet neu. Ich habe ein 850 Watt Seasonic Prime TX-850 Modular 80+ Titanium.

Problem 2:
Wenn ich beim ausgeschalteten Rechner auf die Backplate der Grafikkarte mit dem Finger fühle spüre ich ähnliches wie vibrieren. Ich denke da ist Strom auf der Backplate. Wenn ich den PC vom Strom trenne Verschwindet es.
Wie Kann es sein das da Strom anliegt. Ist das normal? Ist die Grafikkarte vielleicht Defekt?


Was ich versucht habe:

Ich habe dann ein anderes Netzteil SS X-Series 750Watt eingebaut und habe die Probleme mit dem einfrieren und neu starten nicht mehr. Kann es sein das die Grafikkarte im Desktopbetrieb kurze Spikes verursacht und das Netzteil TX 850 das nicht mitmacht? oder das die Graka vom leerlauf plötlich hochtaktet und mehr Strom benötigt? Das ist mir beim Surfen im Internet passiert und beim Videos schauen, oder manschmal wenn der Rechner den Bildschirmschoner einschaltet. Beim Spielen habe ich keine Probleme und ist nie abgestürzt. Oder das Netzteil ist teildefekt?

Würde mich auf euren Ratschlägen freuen.
 
Ist das Kribbeln beim neuen Netzteil auch weg, wenn du die Rückplatte der Grafikkarte anfaßt?

Wenn du ein Multimeter zur Hand hast, dann könntest du bei eingebautem alten Netzteil messen, was an der Backplate los ist!

Normal ist das nicht! Bei diesem NT oder auch generell bei deiner Hausverkabelung scheint etwas mit der Erdung nicht zu stimmen!
 
Einen Multimeter habe ich, weiss aber nicht wie mann misst.
 
Du wählst den Bereich Wechselstrom und dann nimmst du dort erstmal die höchste Einstellung für den Meßbereich. Also z.B. den Bereich 0 bis 1000 Volt und hältst dann den einen Meßfühler/ Prüfspitze an ein blankes Metallteil des Gehäuses oder wenn vorhanden auch direkt am Blech vom Netzteil und die Spitze des anderen Meßkabels hältst du dann an eine möglichst blanke Stelle der Backplate, eben dort, wo es kribbelt.

Wenn du etwas messen kannst und der Meßbereich noch zu hoch eingestellt ist, dann stellst du den Bereich stufenweise herunter, bis dir der genaueste Wert angezeigt wird. Also dann von Stufe 1000 Volt auf z.B. die Stufe 200 Volt (wie bei meinem Multimeter), dann auf Stufe 20 Volt usw.. Eben so weit runter, bis dir ein genaues Ergebnis angezeigt wird und der gewählte Meßbereich noch nicht überlastet ist!


Wenn du auch gleich noch die Erdung des Gehäuses und z.B. des Mainboards überprüfen willst, dann stellst du dein Multimeter auf den Buzzer, also die Einstellung, bei der das Meßgerät einen Ton von sich gibt, wenn du einen sehr kleinen Widerstand mißt, der gegen Null geht, die gemessene Stecke/ Leitung also leitend ist.
Ob du die richtige Einstellung am Meßgerät gefunden hast, kannst du durch Zusammenhalten der beiden Meßspitzen überprüfen. Beim Zusammenhalten der Spitzen sollte es dann piepsen.
Die Buzzereinstellung/ Durchgangsprüfereinstellung liegt bei meinem Gerät dort, wo man auch die Einstellungen für die "normale" Widerstandsmeßeinstellungen findet und ist mit einem Schallsymbol gekennzeichnet.

Für die eigentliche Messung auf Durchgang hältst du bei ausgeschaltetem und vom Strom getrennten Rechner die eine Spitze an den Schutzleiterkontakt der Netzteilbuchse, das ist der mittlere der drei Kontakten und das andere Meßkabel hältst du dann an die verschiedensten metallischen Punkte am Gehäuse und auf dem Board, die normalerweise geerdet sein sollten. Die verschiedenen Punkte sind dann ganz einfach verschiede Stellen am Gehäuseblech, an denen es einen guten Kontakt gibt, am Mainboard die Schraubenköpfe, oben dort, wo man sonst den Kreuzschlizschraubendreher ansetzt und am Netzteil selber auch dessen Befestigungsschrauben oder eine blanke Stelle am Außenblech.

Netzteilbuchse: Der mittlere, etwas nach rechts versetzte Stift ist der Erdleiter- Schutzkontakt, an den du deine eine Meßleitung hältst, wenn du die Durchgangsprüfung machst.

1662749468020.png


https://de.wikipedia.org/wiki/Gerätestecker

Beachte, daß die beiden Meßleitungen in den richtigen Buchsen am Meßgerät stecken um die Spannung und den Widerstand messen zu können! Bei meinem Gerät sind dies die Buchsen "COM" und "V und (Zeichen für Ohm)".
 
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@Motorrad
Habe dieses Multimeter. Weiss nicht ob die Einstellungen so richtig sind.
Meinst du das man bei der Messung was kaputt machen könnte? nicht das mir irgendwelche teile abrauchen?:(

Habe das Durchgangmesung gemacht und wenn ich die verschiedenen Stellen berühre gibt das Messgerät ein Ton ab. was heisst das genau? ist das gut oder schlecht?

20220910_110544.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
c_tfr_me schrieb:
wenn ich die verschiedenen Stellen berühre gibt das Messgerät ein Ton ab.

Das bedeutet das Strom fließt und das sollte nicht sein, wo der Fehler liegt weißt du aber noch nicht.
Ich bin in dem Thema nicht so drin wie @Motorrad aber ich würde jetzt das andere Netzteil einbauen den Rechner starten und wieder runterfahren und die Durchgangsmessung wiederholen.
Gibt es keinen Ton ist es das andere Netzteil, gibt es einen Ton musst du weitersuchen.
 
c_tfr_me schrieb:
was heisst das genau?

Das heißt, daß all die Punkte, die du mit dem einen Meßkabel berührt hast, guten Erdkontakt/ Schutzkontakt mit dem Schutzkontakt/ der Erdung des Netzteils haben!

Hältst du also z.B. die schwarze Meßleitung an den mittleren Kontakt der Netzteilbuchse und drückst die Spitze der roten Meßleitung nacheinander an die verschiedenen genannten Blechteile und Schraubenköpfe, dann weißt du mit Sicherheit, daß an deinem Gehäuse und überall wo es noch gepiepst hat, eine gute Erdung vorliegt (vorliegen kann).

Vorliegen kann deshalb, weil es hier entscheidend ist, daß der mittlere Kontakt der Netzteilbuchse selbst auch einen guten Kontakt zur Erde/ zum Schutzleiter deiner Hausverkabelung hat. Ist z.B. der Erdleiter/ Schutzleiter in deinem Netzteilkabel unterbrochen oder es ist an deiner verwendeten Steckdose der Schutzleiter nicht oder falsch angeschlossen, dann hast du keine vorschriftsmäßige Erdung deines Rechners, weil eben der Rechner und seine Komponenten keine elektrische Verbindung zu der Erdung des Stromnetzes oder der Hauserdung haben.

Es ist schon vorgekommen, daß mehrere zehn Volt dauerhaft auf dem Schutzleiter/ auf dem Schutzkontakt der Steckdose lagen, weil an der Hausverkabelung bei der Installation gepfuscht wurde. Das genauer zu überprüfen ist/ wäre dann aber Sache eines Elektrikers.
Selber kannst du das Zuleitungskabel deines Netzgeräts testen, indem du in der Buzzerstellung deines Meßgeräts die eine Meßspitze in den mittleren Kontakt des Steckers an der einen Seite des Kabels steckst und an den Schutzkontakt des Netzsteckers die andere Meßspitze hältst (natürlich wenn du das Kabel vor dir liegen hast und es nicht in der Steckdose steckt).

Schukostecker:

1662840322756.png


https://artcase-shop.de/media/image...tecker_230V16A_ip44_Schuko_Stecker_orange.jpg

Hier in dem Bild ist der Metallstreifen in der Mitte der Schutzkontakt, also nicht die beiden runden Stifte.

Das passende Gegenteil in der Steckdose sind dann die beiden Metallbügel (hier) oben und unten in der Buchse (Steckdose), die mit dem Schutzleiter der Hausverkabelung verbunden sein müssen.

1662840833137.png


https://de.wikipedia.org/wiki/Schuko


c_tfr_me schrieb:
das man bei der Messung was kaputt machen könnte?

Wenn du bei der Durchgansprüfung nur Blechteile, Schraubenköpfe, Blechnieten oder den Schutzkontakt hinten am Netzteil benutzt, dann kannst du mechanisch und elektrisch nichts kaputt machen. Die Meßspitze drückst du ja nicht an irgendwelche elekronischen Bauteile auf deinem Mainboard.

Hast du eigentlich auch mal eine Durchgansprüfung gemacht von der Backplate oder dem Slotblech zum Schutzkontakt des Netzteils hin (auch hier wieder bei stromlosen Rechner)?


Zu dem Kribbeln:

Konntest du eine Wechselspannung zwischen der Backplate und einem geerdeten Teil an deinem Rechner (Mainboardschrauben, blankes Gehäuseblech, blanke Blechnite am Gehäuse oder Schraubkopf von der Netzteilbefestigung) messen bei nun laufendem Rechner?


Zu deinem Meßgerät:

Die Kabel stecken richtig. Für die akkustische Durchgansprüfung benutzt du die blaue Einstellung rechts unten, dort wo "CONT" steht und für die Messung der Wechselspannung nutzt du, wie schon auf dem Bild eingestellt, den roten "ACV"- Bereich.
Mit dem schwarzen Schiebeschalter oben rechts bin ich jetzt überfragt, würde ihn aber für die Durchgangsprüfung auf V.A.(Ohm) so stehen lassen. Schau mal in der Anleitung zum Gerät nach, was man dort genau einstellt!


A.Xander schrieb:
Das bedeutet das Strom fließt und das sollte nicht sein,

Bei der Messung mit dem Buzzer geht es hier nicht um den eventuell für das Kribbeln verantwortlichen, falsch laufenden Strom. Es fließt zwar bei der Messung ein kleiner Strom aber der kommt vom Meßgerät um eben zu überprüfen, ob die zu untersuchende Strecke für elektrischen Strom leitfähig ist oder nicht.
 
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Wie schaut es aus, hast du jetzt mal bei ausgeschaltetem Rechner gemessen, ob die Backplate unter Strom steht!?

Motorrad schrieb:
Ist das Kribbeln beim neuen Netzteil auch weg, wenn du die Rückplatte der Grafikkarte anfaßt?

Wie sieht es mit dem anderen Netzteil aus? Ist dort generell kein Vibrieren an der Grafikkarte zu spüren oder dort auch erst, wenn du den Rechner vom Strom trennst?
 
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