FRITZ!Powerline-Erfahrung?

St.Bellof

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Hallo!

Wir möchten in einem Haus - an einem Anschluss - mehrere Wohnungen mit WLAN versorgen und sind dabei auf FRITZ!Powerline gestoßen. Ich muss zugeben die diesbezüglichen AVM - Produktseiten nur überflogen zu haben.

Wir möchten im Keller eines Altbaus (im Hausanschlussraum wo die Kabel von der Staße ins Haus kommen) eine Fritzbox oder ein ähnliches Produkt an die Wand hängen und von dort in eine Steckdose. Jeder betroffenen Wohnung würden wir dann so eine Powerline-WLAN (und wohl auch KabelLAN)-Steckdose zur Verfügung stellen.

Reicht das schon? Wären damit im ganzen Haus (5 Geschosse/6 Wohnungen) alle (betroffenen) Wohnungen mit WLAN versorgt? Oder ist das doch nicht ganz so einfach und es gibt doch mehr zu beachten?

Bitte keine Ausführungen/Diskussionen zu allgmeinen Haftungsfragen (Störerhaftung pp.). Mir geht es zunächst mal nur um die technische Möglichkeit?

Vorab vielen Dank!
 
Wird vermutlich nicht funktionieren, da im Normallfall jede Wohnung einen eigenen Stromkreis bzw. Sicherungskasten hat.
Die Power Line Adapter funktionieren nur innerhalb eines Stromkreises.
 
Metti83 schrieb:
Die Power Line Adapter funktionieren nur innerhalb eines Stromkreises.
Danke für diese - wertvolle - Info!!!!


Anschlussfrage: Wie stark sind die WLAN-Sender? Wenn wir so einen Powerlinesender (an einer trockenen Stelle) in den Innenhof hängen würden, wäre der stark genug um durch (geschlossene) Fenster (und Altbau-Außenwände) in die Wohnungen zu strahlen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das klappt so nicht bzw. nur bei einer einzelnen Wohnung. Diese Powerline/dLAN-Adapter funktionieren immer nur paarweise. Von Punkt A über die Stromleitung zu Punkt B, eine Art Sternverteiler wie einen Switch zu nutzen ist wegen der Funktionsweise von Powerline nicht möglich.

Davon mal abgesehen: Ein einziger Anschluß für sechs Wohnungen, also schlimmstenfalls sechs Familien? Das gibt zwangsläufig Streit um die Bandbreite. Eine Möglichkeit, via QoS jedem Teilnehmer nur 16,6 Prozent der Bandbreite zur Verfügung zu stellen, hat eine FRITZ!Box (und auch kein anderer Endverbraucher-Modemrouter) nicht. Noch dazu Sicherheitsbedenken: Mit fünf anderen Parteien in einem LAN? Nee, danke. Gastzugang bieten die FRITZ!Boxen leider nur einen, also fünf zu wenig.

Technisch saubere Lösung: Vom APL im Hausanschlußraum über Unterputzverkabelung in die jeweilige Wohnung und dort in einer TAE-Dose abschließen, womit jede der sechs Wohnungen ihren eigenen Internetanschluß haben kann. So und nicht anders erwartet man das von einer Wohnung auch.

Ehrlich gesagt klingt das für mich nach „Immobilie bekommen, jetzt irgendwie Intarnetz dranflanschen, aber bloß möglichst billig“.
 
Wie groß sind die Wohnungen? Sind das alles größere, die für Familie gedacht sind? Dann geht dir die FritzBox in die Knie, weil sie die Reserven nicht hat.
 
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DeusoftheWired schrieb:
Das klappt so nicht bzw. nur bei einer einzelnen Wohnung. Diese Powerline/dLAN-Adapter funktionieren immer nur paarweise.

Nein, tun sie nicht. Poweline ist ein Bussystem, bei dem jeder Adapter mit jedem anderen kommunizieren kann. Ich nutze bei mir 3 Powerline Adapter (Fritzbox, TV, PC).

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1. Wirst du nur schwer eine stabile Verbindung vom Keller ins Dachgeschoss bekommen

2. Selbst wenn, wird die Bandbreite schlecht sein

Darf man mal fragen was das überhaupt bezwecken soll? Ist das eine Altbau-Bruchbude für eine Studenten-WG? Weil ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie sich 6 volle Miete zahlende Parteien auf so einen Unfug einlassen.

Wenn es tatsächlich an normale Mieter vermietet werden soll, dann werden die Mieter mit Sicherheit eine eigene Telefondose verlangen und mit einer eigenen Telefondose bekommt jeder Mieter logischerweise auch eigenes Internet und die Mieter können dann selbst zusehen wie das auf die einzelnen Räume der Wohnung verteilt wird.
 
Ob das funktioniert ist fraglich. Aber warum mit teuren Powerline Adaptern, warum dann nicht erst mal mit WLAN und WLAN Repeatern. Router ins EG stellen, da hat man zumindest die Chance das EG und OG1 zu Versorgen. Dort im 1.OG stellt man einen Repeater und versorgt so das 2. OG. Den 2. Repeater stellt man dann ins 3.OG und versorgt das 4. OG. Wenn das mit Repeatern nicht funzt, kann man die als Acesspoints schalten und untereinander mit LAN Kabel verbinden. Ob man mit einem Repeater/Acess-Point ein Stockwerk oder 2 versorgen kann, hängt von der Bauart des Hauses ab und Entfernungen ab. Sind es konventionelle Häuser (Stein auf Stein, dünne Betondecken oder gewölbt= Altbau) oder Betonwände und Betondecken (60er Plattenbauten). Je nachdem was dort für Telefonkabel liegen, kann man die auch für 10MB/s LAN nutzen, falls man noch 4 freie Adern findet.
Allerdings bezweifle ich das das jemand aufbauen kann, der das noch nie gemacht hat.
Also erst mal Router im Keller in Betrieb nehmen und mit Smartphone testen wie weit das WLAN reicht. Dann überlegen, den Router ins EG zu stellen, da im Keller niemand WLAN braucht.
Mit Powerline Adaptern geht das unter bestimmten Voraussetzungen. Es muss immer ein identischer 220V Stromkreis sein. Da habt Ihr nur die Chance, das im Treppenhaus am Treppenhausstromkreis zu tun, der geht vom Keller bis zum lezten OG. Aber dort sind in der Regel keine Schukosteckdosen mit Dauerstrom vorhanden. (Dauerstrom liegt dort wenn überhaupt nur auf dem Dachboden). Dort dann Powerline Adapter mit WLAN nehmen. Damit wird das dann per WLAN auf jedem Geschoss verteilt quasi abgezeigt. Ist aber teurer und aufwendiger und hat den Nachteil, das es für jedermann zugänglich ist. Auch wenn es funktioniert, kann jeder dran rumfummeln bzw. die Adapter stehlen. Man müste die schon gut verstecken und in einem stabilem verschlossenem Schaltkasten einbauen und das 5 mal. Somit liegt Ihr pro Geschoss schon mal bei 100€ Hardware ohne Installation und setup.
Kabelkanäle mit LAN Kabel legen und Decken durchbohren geht schneller wer es kann, macht aber Dreck und Lärm. Ist aber technisch besser und hat Bestand für die nächsten 20 Jahre. Solange halten weder WLAN Repeater noch Powerline Adapter und ist somit wirtschaftlicher.
Zur Reichweite von WLAN: Die WLAN Technologie ist für 1 Familienhäuser konzipiert und reicht für Grundstücke bis 1000QM. Bei Reichweiten von 30m im Umkreis des Routers ist meist Schluss. Mit Professioneller Hardware kann man auch z. B. Ikea versorgen oder die Autostadt in Wolfsburg oder eine IGS.
 
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kisser schrieb:
Nein, tun sie nicht. Poweline ist ein Bussystem, bei dem jeder Adapter mit jedem anderen kommunizieren kann. Ich nutze bei mir 3 Powerline Adapter (Fritzbox, TV, PC).

Okay, daß man mehrere auch als Bus hintereinanderhängen kann, wußte ich nicht. Das müssen dann aber auch welche sein, die nicht für die Funktion als Paar ausgelegt sind. Einen Einfluß auf den Durchsatz dürfte es außerdem auch haben, wenn auf dem Medium Stromleitung nicht nur zwei sondern sieben Geräte miteinander sprechen.
 
Ich bin derzeit auf Außentermin und komme erst später dazu genauer nachzulesen. Schon mal vielen Dank für die wertvollen Beiträge!!!
Ergänzung ()

Hallo nochmal!

Bezüglich der Gesamtkonzeption des „WLANS-fürs-ganze-Haus“ gibt es sicherlich bessere Möglichkeiten als Powerline. Ich bin darauf gekommen, weil es m.E. in der konkreten Situation (die ich nicht in gänze hier schildern will) von Vorteil ist den „DSL-WLAN-Router“ - den Bewohnern unzugänglich - nicht in einer Wohnung aufzustellen. Dann dachte ich, dass man so etwas wie eine FRITZBox doch prima direkt im Hausanschlussraum anschließen können müsste; nur dürfte der Standort als „WLAN-ACCESSPOINT“ denkbar schlecht sein.

Als bessere Alternative erscheint mir die FRITZ!Box (oder ein ähnlches Gerät) per Kabel mit einer (noch nicht vorhandenen) Außenantenne im Hof zu verbinden. Wahrscheinlich würde das für die meisten Zimmer schon reichen, nötigenfalls müsste man noch mal in die oben bereits von hildefeuer erwähnten Repeater für schwierige Wohnungen bereit stellen. Leider habe ich den Sammel-Thread "Bessere WLAN Antennen zur Reichweitenerhöhung"noch nicht gelesen und traue mich deswegen nicht weitere Fragen zu Outdoor-WLAN-Antennen und deren ca. 15-20 Meter (Kabel-)Verbindung z.Bsp. mit einer FRITZ!Box 6490 Cable zu stellen. Das will ich gleich oder morgen in einem neuen Thread mit passendem Betreff tun.

Weil ich nicht sicher bin ob ich es nun richtig verstanden habe: Ein Sicherungskasten (wie ihn jede Wohnung dieses Hauses hat) unterbricht das für Powerline nötige Stromnetz?

Und bezüglich der Bandbreitenbedenken: Die normalen Langzeitmieter haben ihren eigenen Anschluss und es geht nicht um alle 6 Wohnungen gleichzeitig.
 
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St.Bellof schrieb:
Weil ich nicht sicher bin ob ich es nun richtig verstanden habe: Ein Sicherungskasten (wie ihn jede Wohnung dieses Hauses hat) unterbricht das für Powerline nötige Stromnetz?

Nein, zum Teil kann man sogar Powerline-Signale aus dem Nachbarhaus empfangen, aber jede Steckdose, jedes Gerät das in diesen Steckdosen steckt (Waschmaschinen und Kühlschränke sind Powerline-Killer) und auch jeder Sicherungskasten verschlechtern die Signalqualität und damit auch die Bandbreite.

Je nachdem wie das Haus verkabelt ist und wie alt diese Verkabelung ist, kann es sein das du vom Keller bis zur obersten Wohnung ein stabiles Signal bekommst... oder auch nicht...

Theoretisch bzw. technisch ist dein Plan möglich, ob es in der Praxis funktioniert können wir dir nicht beantworten, das musst du selber herausfinden indem du es versuchst. Bestellt dir einfach 2 Adapter und versuchs.
 
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