News Fujifilm X-S10: Kompakte, spiegellose Kamera mit Technik der X-T4

mumpel

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@HanneloreHorst

Du hast recht, und mit dieser Kamera kann jeder es sich so einstellen, wie er will - im Gegensatz zu den fest definierten Rädern.

Mein Ansatz bei der Fotografie ist immer, mich so wenig wie möglich von der Technik ablenken zu lassen und stattdessen mehr auf das Motiv zu konzentrieren. Blende ist für mich ein Gestaltungskriterium und muss daher immer änderbar sein. ISO soll immer so niedrig wie möglich sein. Also Auto-ISO. Shutterspeed soll so hoch wie möglich aber so niedrig wie nötig sein. Also Auto-SS. Da ich der Belichtungsautomatik nicht traue, brauche ich unbedingt Belichtungskorrektur, sonst werden dunkle Motive zu hell und helle zu dunkel. Also brauche ich nur 2 Räder um mein Bild zu kontrollieren. Und die Blende ändere ich nun mal nicht von Bild zu Bild, so dass ich da auch nicht ständig rumfummel. Das gleiche gilt für die ExpComp.

Bei traditionellen Kamera-Designs ist aber die Kontrolle über Belichtungszeit und ISO oben auf dem Body, in der Nähe des EVF. Man muss also ständig umgreifen, um dort was zu ändern. Bei den modernen Design hab ich die beiden Räder rechts und kann sie bequem mit Zeigefinger und Daumen bedienen, während ich weiterhin durch den EVF gucke.

Ich persönlich wäre auch ein großer Fan davon, dieses sinnlose Mode-Rädchen zu entfernen. Wer springt denn ständig zwischen den Modi und könnte das nicht auch im Notfall über das Menü oder ein flexibles Rädchen machen? Meine Kameras werden seit Jahrzehnten direkt auf A gestellt und dann bleiben sie dort. So eine Platzverschwendung ... Jaja, subjektiv. Meine Meinung halt. :p

Btw: Die Sony-Objektive der letzten Jahre haben fast alle einen Blendenring am Objektiv + noch mal einen Custom-Button für alle Fälle.
 

USB-Kabeljau

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Das X-System ist jetzt ca. 8 Jahre alt, ...
Ja, und viele der Objektive bringen nicht mehr die AF-Performance, die man heutzutage erwarten würde. Nur die relativ neuen Objektive schneiden hier wirklich gut ab.

Und Festbrennweiten als "Immerdrauf"?
Damit ist man von der Bildgestaltung her viel zu eingeschränkt.

Die meisten interessanten Objektive sind doch sehr teuer und in DE kaum verfügbar.
Am interessantesten finde ich noch das 16-80mm f4. Das deckt ne Menge ab. Preis ist ok.
Das wäre ein guter Start in's System. Aber sobald ich dann gucke, was ich noch dazu kaufen würde, merke ich ganz schnell, dass das doch ein recht teures Vergnügen werden würde.
 

HanneloreHorst

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@mumpel
Nicht nur deine Meinung, sondern auch dein Geschmack und das ist ja gut so.
Ich kann auch deine Herangehensweise voll verstehen und ich glaube alleine bist du damit ja auch nicht.
So kann am Ende halt jeder irgendwie für sich das „Richtige“ machen.
BeI den G-Master Primes ist es in der tat so mit dem Blendenring, da hast du recht.

Die Sensorgröße ist für die Tiefenschärfe irrelevant.
Eigentlich total richtig aber wir reden ja immer von vergleichbaren Werte.
Und wenn man unterschiedliche Sensoren zum selben Ergebnis bringen möchte, muss man Brennweite und Blende anpassen, wenn man aber ehrlich ist, dann gilt das natürlich auch in die umgekehrte Richtung.
So ist die Sensorgröße in der Tat irrelevant, beeinflusst aber bei welcher Brennweite und Blende ein gewisser Effekt entsteht.
Das war so ein bisschen mein Punkt dabei.
Von daher würde ich den Sensor nie als „irrelevant“ dafür bezeichnen, nur geht natürlich mehr von den Objektiven und der Blende aus.
 

zandermax

Commander
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HanneloreHorst

Captain
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Ich verstehe die Diskussion gar nicht, beides hat seine Vor- und Nachteile.
Ja, mit dem Zoom ist man flexibler, vor allem weil man sich ja nicht an jedem Ort frei bewegen kann und vor allem, wenn man es wirklich nur als enthusiastisches Hobby und nicht als Job betreibt und nicht für jeden Ort 2-3 Tage Scouting einplanen kann.
Lichtstarke Zooms sind aber einfach zu schwer häufig und ein Prime ist viel einfacher auf Schärfe zu optimieren, man muss ja nur eine Brennweite scharf kriegen und kann dann auch noch auf eine lichtstarke Blende gehen und manchmal fordert dann dann eben auch heraus.
Und für People ist natürlich die Option zu mehr Freistellung geil, wobei da eher wieder die Diskussion ist, ob Portraits nur gut sind, wenn man viel Bokeh hat und häufig wird daher eh noch mal abgeblendet um nicht nur die Nase oder die Augen scharf zu haben.
In Summe ist ja aber eigentlich beides geil.
Ich mag meine Festbrennweiten genau so wie meine Zooms.
Auch lichtschwache Zooms können ihre Vorteile haben, wenn man weiß, man blendet eh ab und freistellen ist kein Problem und wenn man mehre Kilometer vorwärts und in der Höhe nehmen muss.
Je nach Situation.
Daher verstehe ich diesen Glaubenskrieg zwischen Zooms und Primes nie.
 

USB-Kabeljau

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@zandermax

Weiß nicht, was jetzt dieser sarkastische Ton soll.
Mit einer Festbrennweite ist man gegenüber einem Zoom, was Perspektive angeht, nun mal eingeschränkt.

Und auch wenn Festbrennweiten aufgrund der tendenziell größeren Blende mehr Möglichkeiten haben, was Freistellung und Low Light angeht, ist man insgesamt betrachtet mit einem Zoom nun mal flexibler.
Das ist doch wohl kein diskutabler Punkt, oder wie?

Jedem das Seine.
Aber für mich sind Festbrennweiten keine "Immerdraufs".
 

zandermax

Commander
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xyn0n

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Fuji baut einfach die besten Aps-c Kameras, und diesmal zu einem überraschend günstiger Preis. Gerade im Hinblick zur T4 oder auch den Sony Cams, die aber in dwr Bedienung teils noch besser.
Finde ich auch. Habe von einer Sony auf die X-E3 mit 35mm f2 gewechselt und die Bilder werden einfach nur super und es macht Spaß zu fotografieren.
 

takkyu

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Da will ich auch noch mal meinen Senf zu Fuji abgeben:
Habe mir kurz nach dem Launch eine X-T3 gekauft. Nutze sie für Foto und Video gleichermaßen und bin im Großen und Ganzen zufrieden. Fuji haut immer wieder neue Firmwares raus. Ich mag die Optik, die Haptik, die Bedienung. Bildquali ist tiptop. Ich würde wirklich gern bei Fuji bleiben. Es gibt aber ein paar Sachen die mich eventuell zu einem Wechsel bewegen werden, weil das System dann doch nicht die Eierlegende Wollmilchsau für meine Einsatzzwecke ist.

1. Objektive
Ja ich weiß bevor man sich für ein System entscheidet, sollte man zuerst auf die Objektive schauen ;-) Ich finde sie halt teilweise (stark) überteuert und im Nischenbereich sieht es mau aus. Mir fehlt einfach die Auswahl, dass man auch mal zur Budget Variante greifen kann. Beispiel 100-400, entweder ich lege die Scheine auf den Tisch oder guck in die Röhre. Mittlerweile hat Fuji ja endlich mal den X-Mount für Fremdhersteller geöffnet. Vielleicht kommt da in Zukunft noch mehr als die paar Standard Festbrennweiten von Tokina und Samyang.

2. Autofokus
Könnte zuverlässiger und schneller sein. Liegt zum Teil auch an Punkt 1. Ist aber meckern auf hohem Niveau.

3. "Kompatibilität" & App
Die Unterstützung vieler Devices und Apps beschränkt sich oft auf Nikon, Canon und Sony. Gerade wenn man sich mit dem Thema Motion Timelapse, Holy Grail etc. auseinandersetzt hat man mit Fuji die Arschkkarte gezogen. Gimbals sind auch so ein Thema. Die Dokumentation zur Kommunikation mit der Kamera ist seitens Fuji wohl so gut wie nicht vorhanden. Vielleicht von Fuji auch nicht gewollt. Deren eigene App ist btw. kompletter Schrott.
Jedenfalls ist das ist ein Punkt, wo ich auf lange Sicht keine Besserung sehe und mich zwangsweise woanders umschauen werde.
 

Apocalypse

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Bin kein Fuji-Fan, aber diese Kamera finde ich mal ganz nett. Endlich keine "sinnlose" und aufdringliche Retro-Optik, sondern viele Möglichkeiten zur eigenen Anpassbarkeit mit den ganzen Rädern. Nice. Hoffentlich kann man die auch flexibel besetzen. Wofür brauche ich bei einer modernen Kamera dedizierte Räder für Blende, Shutter Speed und ISO? Oder haben die kein Vertrauen in ihre Automatik?
Zur Bildgestaltung. Wobei statt ISO zumindest bei mir da die Belichtungskorrektur drauf wäre.
 

M.Ing

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Mir fehlt einfach die Auswahl, dass man auch mal zur Budget Variante greifen kann.
Das mag vielleicht für das 100-400er stimmen (man zeige mir das 100-400er 1st-Party-Billigobjektiv bei Canon, Nikon und Sony), für den Rest wurde scheinbar nicht ordentlich geschaut. Wem das 50-140/2.8 zu teuer ist, hat 2 günstigere Teles zur Auswahl, wer kein 16-55/2.8 schleppen will, bekommt das exzellente 18-55/2.8-4.0 und für die meisten "Fujilux"-Primes gibts auch ein "Fujicron" - 23/1.4 und 23/2.0, 35 1.4 und 35/2.0 bzw. 56/1.2 und
50/2.0. Die letztgenannten drei kosten UVP 399€ oder so...

Was die Preise betrifft, mein teuerstes Glas (das 16-55/2.8) hat gebraucht 770€ gekostet, das zweitteuerste (90/2.0) 600€ gebraucht. Als jemand, der von Canon Vollformat kommt, schreckt mich das nicht ansatzweise :p
 

zandermax

Commander
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@M.Ing: Im Prinzip zahlt man halt genau das gleiche wie für das entsprechende Brennweite+Lichtstärke Pendant in VF.
 
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