G1 Sniper 3 Geschmort

BSOD-Gegner

Cadet 3rd Year
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Guten Tag, Leute

Vor einiger Zeit hörte ich ein Knistern und mir stieg ein Geruch nach Verbranntem in die Nase. Da der PC aber weiterhin problemlos funktionierte und ich die Ursache nicht herausfand, setzte ich mich, ohne grosse Bedenken, wieder vor den PC. Heute öffnete ich das Gehäuse, um kurz etwas zu überprüfen, als mir folgendes ins Auge gestochen ist:

20130709_174826-1.jpg20130709_174826-1-1.jpga.jpg

Mein Mainboard ist ein relativ neues G1 Sniper 3, der Bereich, den ich Fotografierte, ist im roten Kasten

Ich kenne mich zu wenig aus, um genau zu beurteilen, was das ist, warum das passieren kann und was die Auswirkungen davon sind. Kann mir vielleicht jemand von euch das wie, was, warum und wieso beantworten?
Wahrscheinlich (vielleicht aber auch nicht) habe ich noch Garantie darauf, weswegen ich im schlimmsten Fall ein neues Mainboard holen könnte/müsste. Der PC funktioniert sonst halt so wie immer...

Danke schon mal im Voraus :)
 
kenne die Chips nicht die durch geschmort sind aber wenn du noch Garantie hast dann sofort umtauschen, das ist ein Garantiefall, wird sofort gewechselt.
ich würd es austauschen auch wenn es z.Z. keine Probleme gibt.
 
wenn noch Garantie dann ausbauen und zurück mit dem ding
 
Ohne mich jetzt mit dem layout zu beschäftigen würde ich sagen, da der PC ja noch funktioniert, gehört das zu einem der Anschlüsse oder Steckplätze, da könnte ein Blick ins manual helfen.

Im besten Fall ist da einfach Plastik geschmolzen oder dieses Teil und irgendwas, was du nicht benutzt defekt.
Doof wäre ein Kurzschluss oder etwas was in kürze zu einem Kurzschluss führt und noch mehr zerstört.

Relativ neu? Wenn noch Garantie/Gewährleistung drauf ist definitiv zum Händler/Hersteller.
 
Sieht mir nach ner SMD Sicherung aus, höchstwahrscheinlich für die USB Header, ist dort/war dort etwas angeschlossen? Funktioniert die darüber Plazierte Controllerkarte noch?

Edit: Schaut nach nem USB Controller aus, die haben i.d.R. selber Sicherungen, vondaher scheint die Sicherung auf dem Mainboard durch einen "Frontpannel Anschluss" gegrillt worden zu sein...
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurzschlüsse am MB können u.a. durch unsachgemäß verbaute Abstandshalter ausgelöst werden.
Ansonsten das übliche: Übertaktet?
Ferner würde ich davon abraten, deinen PC weiterhin zu betreiben: Es besteht durchaus die Gefahr, dass andere Komponenten deines Rechners mit in Leidenschaft gezogen werden.

Wenn ich das Handbuch richtig deute und dein Foto dazu, dann ist der Kurzschluss am PCI-Slot, der sogar was abbekommen hat. Was seckt in dem Slot drin, wenn ich fragen darf?
 
Schaut für mich nach einem Widerstand aus. Gehört wahrscheinlich, wie Znrl gesagt hat, zu einem Steckplatz, darum geht der PC noch. Einfach sofort umtauschen wenn noch Garantie drauf ist.
 
ich tippe auf firewire. hast du ein geraet mit firewire ? geht das noch?
 
Lustig was hier einige schätzen ^^ das F steht für Fuse, das I könnte für Interface stehen, von der beschaffenheit des Bauteils her ist es ne SMD Sicherung ;-)
 
Jep Punk2018, da geb ich dir als Elektrotechniker recht. Aber wenn's ein Sicherung so "sprengt", muss schon ein ordentlicher Strom geflossen sein, also z.B. Kurzschluß zum Gehäuse. Ob dann Gigabyte so kulant ist, das MB auszutauschen, weiß ich nicht. Sie können sich auf den Standpunkt stellen "selbst zusammengebaut, selbst schuld". Wenn der TE seinen Computer allerdings beim Händler gekauft hat, sollte er ihn dorthin bringen.

Gruß

Holgip
 
Das "F1" ist vom Firewire, die zwei Teile wo defekt sind, sehen nach Schottky-Dioden aus, aber wenn es die Dinger zerlegt hat stimmt alle mal etwas nicht, da je noch sicher Garantie drauf ist, wie gesagt umtauschen, bevor noch mehr abraucht.

Ach die zwei anderen sind ja andere Bauteile, hab ich auf dem anderen Bild gar nicht gesehen, das wären dann schon Sicherungen
 
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Vielen Dank für eure Antworten :)

Kurzer Zwischenbericht:

Ich habe heute den PC beim Händler abgeliefert. Er sah sich das Mainboard an und sagte, dass bei Beschädigungen am Board die Garantie erlischt. Als er nach der Ursache suchte, sah er, dass das Kabel des Cardreaders nicht im USB-Steckplatz, sondern im 1394er drin steckte, womit die mögliche Ursache gefunden wäre.

Nun stellt sich die Frage, wer für den Schaden aufkommen soll, da am Gehäuse kein Siegel dran war. Ich hatte letzten Sommer ziemlich viele Abstürze (frühere Beiträge von mir zeugen vom Leidensweg :() und brachte den Rechner zum Händler. Dort stellte sich heraus, dass mein altes Mainboard kaputt war und ich musste ein neues einbauen lassen. Da das neue Mainboard grösser war, mussten alle Komponenten in ein neues Gehäuse verbaut werden und vermutlich war dort bereits kein Siegel dran. Es ergeben sich folgende Optionen:

1. Kann es sein, dass der Hersteller keine Garantie übernimmt, da bei Schäden am Mainboard die Garantie erlischt.
2. Kann der Händler jegliche Haftung ablehnen, da kein Siegel am Gehäuse dran ist
3. Ich in diesem Fall die kompletten Kosten übernehmen müsste

Zu Punkt 2: Der Rechner bekam bei der Reparatur ein neues Gehäuse und vermutlich vergass dort jemand, das Siegel aufzugkleben. Ich selber habe nie ein Siegel durchtrennt/entfernt und öffnete den Rechner insgesamt 2 Mal. Das erste Mal schaute ich nach, ob der Card Reader überhaupt eingesteckt war, da er nicht funktionierte. Er war eingesteckt, also liess ich die Sache auf sich beruhen. Das zweite Mal öffnete ich den Rechner, um die Fotos des verbrannten Chips zu machen.

Aus meiner Sicht liegt der Fehler also beim Reparaturservice, weil er den Kartenleser so verbaut hatte. Dem Händler fehlt jedoch die Sicherheit, dass ich nichts herumgebastelt habe, aufgrund des fehlenden Siegels. Ich versuchte, ihm anhand der alten Rechnungen (vom PC und von der Reparatur) zu zeigen, dass ich keine Komponenten selber einbaute und dass alle Einbauten bein Händler stattgefunden haben. Er muss das jetzt intern abklären und ich kann jetzt voraussichtlich die nächsten 3 Wochen mit meinem alten Laptop herumgurken :headshot:

Jetzt kann ich nur noch die Daumen drücken, dass jemand den Schaden übernimmt. Wenn ich den Ersatz übernehmen müsste, würde ich vermutlich auf ein neues Mainboard verzichten und es bis zum Exitus betreiben, da ich schlussendlich eh ein neues kaufen müsste.
 
Wann wurde der Rechner denn gekauft und wann wurde die erste Reparatur durchgeführt? Das was der Händler dir sagt stimmt nicht mit dem Gesetz überein. Auf die schnelle habe ich dazu folgenden Thread in einem anderen Forum gefunden: Link

Zitat: "Fall 1: Garantieerklärung verbietet öffnen des Gehäuse

Das Öffnen des Gehäuse führt automatisch zu Erlöschen der Garantie. Jegliche Ansprüche aus der Garantie gehen verloren. Davon abgesehen bleibt aber das Recht auf die gesetzliche Gewährleistung unberührt, da die wesentliche Beschaffenheit des Komplett-PC durch das Öffnen des Gehäuse nicht beeinträchtigt wird. Etwaige Ausführungen in den AGB des Händlers führen nicht zum erlöschen der Gewährleistungen solche Einschränkungen sind nach §309 Nr.8 BGB unwirksam.

Fall 2: Garantieerklärung verbietet entfernen von Garantiesiegeln

Ist es notwendig ein solches Siegel zu entfernen oder zu beschädigen, um das Gehäuse zu öffnen, führt dies automatisch zum Garantieverlust. Das Recht auf die gesetzliche Gewährleistung bleibt auch hier unberührt (siehe Fall 1). Etwaige Ausführungen in den AGB des Händlers führen nicht zum erlöschen der Gewährleistungen solche Einschränkungen sind nach §309 Nr.8 BGB unwirksam.

Fall 3: Garantieerklärung enthält keine Ausführungen zum Öffnen des Gehäuse und es ist auch kein Garantiesiegel vorhanden

Das Öffnen des Gehäuses führt nicht zum Verlust der Garantie. Die gesetzliche Gewährleistung bleibt bestehen. Sollte aber der Käufer beim Öffnen des Gehäuse oder irgendwie anderweitig die Hardware beschädigen (z.B. durch eine elektrostatische Entladung oder Unvorsichtigkeit) verliert er sowohl die Garantie, als auch die gesetzliche Gewährleistung."


Innerhalb der ersten sechs Monate liegt die Beweislast beim Verkäufer. Danach muss der Käufer beweisen, dass der Mangel schon bei der Übergabe bestand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe den Rechner im Dezember 2010 Gekauft. Der Defekt des ursprünglichen Mainboards wurde im August 2012 festgestellt (das Mainboard war aber schon länger defekt, erst unter Vollast wurde das System instabil, bei Spielen wie Crysis 2 oder BF3).

Ich musste mir dann ein neues Mainboard und einen neuen Prozessor kaufen, weil Intel keine 1366er Prozessoren mehr herstellte und der Händler keine (gleichwertigen) 1366er Mainboards mehr hatte. Die Reparatur insgesamt mit neuen Bauteilen kostete um die 750 Euro.

Da das neue Mainboard ein anderes Format hatte, als das ursprüngliche, passte es nicht mehr ins alte Gehäuse und der Reparaturservice baute mir den PC in ein neues Gehäuse ein. (Wir konnten vereinbaren, dass ich das Gehäuse gratis bekomme)

Der PC wurde also im August 2012 umgebaut, wodurch er aus meiner Sicht kein komplett-PC mehr war, wie ihn der Händler im Sortiment führte. Ausserdem wurde bei diesem Umbau kein Siegel am Gehäuse angebracht, womit der Händler die Sicherheit hätte, dass nur seine Leute am PC Schraubten.

Weil Gigabyte vermutlich keinen Ersatz liefern wird (weil bei Schäden am Mainboard angeblich die Garantie verlischt, war IMO einfach schwachsinnig ist), steht nun zur Diskussion, wer die Schuld trägt. Derjenige, der den PC damals umbaute und den Kartenleser falsch angeschlossen hat, wäre der Schuldige, aber da bei der Rückgabe kein Siegel am Gehäuse befestigt wurde, kann ich nicht beweisen, dass ich NICHTS herumgeschraubt habe, womit ich theoretisch finanziell alles selber tragen muss. (In diesem Fall würde ich kein neues Mainboard einsetzen lassen, da bei mir zu Hause das Geld nicht auf den Bäumen wächst:()

Es würde mich deshalb noch interessieren, ob dieser Kurzschluss grössere Auswirkungen haben könnte, da der PC trotz geschmorten Chips weiterhin einwandfrei lief.
 
Würde zwar sagen, dass du im Recht bist aber dadurch, dass es jetzt schon länger her ist und der Fehler des Reparaturservices erst so spät entdeckt wurde, wird es schwer werden auch wirklich Recht zu bekommen. Im Prinzip müsstest du jetzt beweisen, dass der Rechner bereits fehlerhaft war, als er aus dem Reparaturservice kam.

Würde es aber trotzdem versuchen, vielleicht hast du ja am Ende doch noch Glück und der Händler oder Hersteller zeigt sich kulant. Jedenfalls würde ich den Reparaturservice dort nicht mehr in Anspruch nehmen.
 
Schreib am besten Mal an Gigabyte ne Mail und frag wies aussieht.
Den falsch angeschlossenen Cardreader vllt besser nicht erwähnen, denn dass der auf einmal den Schaden verursacht hat? Naja ich weiß nicht. Ja wenn man USB an Firewire anschließt, kann man tatsächlich sein Mainboard richtig grillen - mit Flammen und so ;)
Die Leute von GB sind doch recht nett. Fragen bei denen bringt keinen um ;)
 
Die Reparatur und der Ersatz waren dank der Garantie kostenlos :)
Leider mussten sie das System neu aufsetzen, weil es nicht mehr gestartet hat, weswegen ich jetzt komplett leere Festplatten habe :(
 
BSOD-Gegner schrieb:
Die Reparatur und der Ersatz waren dank der Garantie kostenlos :)
Das ist doch super :)
BSOD-Gegner schrieb:
Leider mussten sie das System neu aufsetzen, weil es nicht mehr gestartet hat, weswegen ich jetzt komplett leere Festplatten habe :(
Für die Zukunft:
Wenn du irgendein Gerät einschickst, wo nen Datenspeicher dabei ist. Sicher vorher deine Daten
Egal ob Kamera, Handy, Notebook oder was auch immer.
Gänige Praxis, dass gelöscht wird - ohne Nachfragen. Würde immer nachgefragt werden müssen bei so großen Firmen, bräuchten die sicher Personal für die extra Telefonate ;)
 
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