Gaming-PC 700€

Eine stärkere CPU bringt bei den Minfps etwas, das Spiel läuft flüssiger, dazu ist Multitasking möglich, ohne dass beim Spiel die fps einbrechen. Übertakten ist nur eine Option, sollte die Leistung in einem cpu-lastigen Spiel mal nicht mehr ausreichen.

Zum Monitor: ich habe selber jahrelang einen 21,5" Monitor benutzt, habe das Gerät heute noch und benutze es auch noch als Zweitmonitor. Ich wäre auch nicht gewechselt, wenn ich den anderen 24" Monitor nicht geschenkt bekommen hätte, für FullHD finde ich den nicht zu klein.
 
KiofQu schrieb:
Deine Aussage bezüglich des "gleichen Preises" von Skylake-Plattformen kann ich nicht nachvollziehen, matraj63.

Ich habe kein Haswell System vorgeschlagen, nur ein Skylake für ~270€ (wenn du nur RAM, MB, CPU nimmst), für mich ist das "gleich teuer" wie das Grundgerüst Haswell für ~268€. Aber natürlich hast du Recht, das ein "kleiner" Unterschied vorhanden ist...

Wir können natürlich noch zig Kombinationen Haswell - Skylake zusammenbasteln und gegenüberstellen und sehen, das mal das eine etwas teuerer ist, mal das andere, zielführend wird das nicht sein. An meiner Aussage ändert das aber auch nichts.

Aber so sind die Prioritäten halt jeweils etwas anders gelagert. Ist doch auch gut so, so kann der TE sich die verschiedenen Meinungen anschauen und sich das für sich beste raussuchen;-)

Unterm Strich macht er ja mit keinem der vorgestellten System etwas grundsätzlich falsch.
 
KiofQu schrieb:
Juri-Bär, es kann gut sein, dass Skylake in Civilization mehr Leistung bringt (entsprechend habe ich obige Aussage editiert). Aber 35 Prozent halte ich bei gleichem Takt für unrealistisch (Deine Quelle wäre super). Deine Aussage bezieht sich aber auf genau eine schlecht programmierte (wenn auch sehr spielenswerte) Rundenstrategieserie.

Witzigerweise findest Du auch zu Spielen wie Civ nur fps-Benchmarks. Dabei ist es bei diesem Spieltyp echt Banane, ob da 70 oder 180 fps herauskommen. Ab 30 fps würde ich es als gut spielbar bezeichnen.

Messungen zum Rundenwechsel habe ich als Fan großer Karten selbst zuhauf gemacht.

Beim gleichen Prozessor skaliert die Zeit ziemlich 1:1 mit dem CPU-Takt. Willst Du den Rundenwechsel beim i3 beschleunigen, gelingt das durch Deaktivieren des Hyperthreading, beim non-K i5 gelingt das durch das Deaktivieren zweier Kerne, um eine Turbostufe hoch zu kommen, da die Grafikengine dummerweise und ziemlich zweckfrei die Last auf drei Kerne verteilt und dann nur der All-Core-Turbo für den einen entscheidenden Kern, der den Rundenwechsel berechnet, zur Verfügung steht.

Bei gleichem Prozessor skaliert die Zeit zudem ziemlich 1:1 mit dem RAM-Takt. Bei den Billig-Intels und H-Brettern kann man da nichts machen. Aber ein Haswell mit 1.600er RAM berechnet die KI Züge fast 20% flotter, als einer mit 1.333er RAM. Bei Z-Brettern und AMD-Boards sind mit noch schnellerem RAM entsprechend größere Steigerungsraten drin.

Zugeben muss ich, dass ich Skylake noch nicht getestet habe; würde mich aber wundern, wenn es da anders ist.

Der i3-6100 taktet mit 3,7 GHz, das ist mehr als 10% über dem Allcore-Turbo des i5-4460, dazu kommt noch die höhere IPC, so dass ich denke, er wird (HT abgeschaltet) vergleichbar schnell sein, wie ein Haswell-Kern, der auf 3,9 GHz läuft. Optimiert man den i5-4460 auf seine höchste Turbostufe von 3,4 Ghz (also nichts "mit gleichem Takt"), dann sind es immer noch mehr als 10% Vorteil des i3 durch CPU-Tempo und 33% Vorteil durch 2.133er statt 1.600er RAM.
 
Dazu muss man aber auch sagen, dass 1333Mhz Ram so gut wie nicht mehr vorhanden ist (bzw. mittlerweile teurer als 1600Mhz Ram) also kann man getrost von 1600 als Standard ausgehen.

Aber dennoch verstehe ich gerade nicht, wieso alle nur von Civ 5 sprechen. Hat der TE irgendwo gesagt, dass dies gespielt wird? Vielleicht könnte der TE noch kurz erläutern, was für Spiele denn hauptsächlich gespielt werden.

Ich bleibe dabei, dass ich eine Zukunftstauglichkeit weiterhin als wichtig empfinden würde, wenn ich das System bauen würde. Aber natürlich stimmt es, dass alle bisher genannten Vorschläge wirklich gute PCs liefern würden.
 
Was bedeutet denn eigentlich Zukunftstauglichkeit und wie lange soll so ein PC halten?
 
Nun, das ist für mich etwa so wie in meinem ersten Beitrag erklärt:

Der PC muss halt irgendwann aufgerüstet werden. Natürlich kann er auch komplett neu gebaut werden, aber das kann vermieden werden, da dies ja Mehrkosten zur Folge hätte. Aus Erfahrung ist eine Aufrüstung ja meistens so (HDD, SSD mal aussen vor):

Als erstes wird die GPU ersetzt. Dies ist einfach, man kann ja einfach eine andere einbauen, sofern das Netzteil genug stark ist und genug gut. Deshalb mein erster Grundsatz: Nicht beim Netzteil sparen und eher etwas Leistungsplus einrechnen (natürlich nicht gleich ein 1200W oder 700W Netzteil für ein PC mit z.B. R9 380). Aber auch wenn auf Qualität geschaut wird, kann sichergestellt werden, dass das Netzteil länger mitmacht. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein gutes Qualitätsnetzteil gut und gerne 6 Jahre oder mehr ohne Probleme genutzt werden kann (ich habe eines, dass schon 3 Grakas versorgt hat seit 8 Jahren und ohne Probleme läuft).

Der nächste Aufrüstungsgrund ist ja oft die CPU, die zu wenig Power bietet. Dass auf dem gleichen Sockel geblieben werden kann ist relativ selten, vor allem wenn man nicht mindestens einmal im Jahr die CPU wechselt (ausser natürlich man würde sich einen gebrauchten High-End Chip holen). Das heisst also, das Motherboard muss auch ersetzt werden. Wenn man nun noch DDR3 Speicher hat, muss zwingend neuer DDR3 Speicher gekauft werden. Wenn allerdings jetzt schon DDR4 benutzt wird, kann man diesen behalten, man kauft also nicht doppelt. Und seien wir Ehrlich, DDR4 wird uns für viele weitere Jahre begleiten, ich glaube nicht, dass wir DDR5 (wenn überhaupt) vor 2022 sehen werden.

Also: alles was man behalten kann, sollte lieber gleich richtig gekauft werden, namentlich Speicher, Netzteil, Gehäuse. Da kann man gut und gerne 200-300€ sparen beim nächsten Aufrüsten, was in eine stärkere GPU oder CPU investiert werden kann. Ein Punkt den man sicherlich im Hinterkopf haben sollte, wenn man sich einen PC baut.
 
Dass man Qualität kaufen soll steht für mich außer Frage, besonders beim Netzteil sollte man nicht sparen, da sind wir uns einig.

RedXon schrieb:
Dass auf dem gleichen Sockel geblieben werden kann ist relativ selten...
Das wiederum sehe ich anders. In 5 Jahren wird es noch CPUs für den Sockel 1150 geben, zumindest gebraucht. Wer jetzt einen 1150er i5 kauft, kann dann immer noch auf einen i7 aufrüsten. DDR3 RAM wird es auch noch lange geben, es gibt jetzt auch immer noch neu DDR2 RAM zu vernünftigen Preisen zu kaufen. Schnittstellen kann man per PCIe-Slot nachrüsten, wenn man sie unbedingt braucht, alles andere wie SSD und GPU sowieso.

Das soll auch kein Plädoyer gegen ein 1151 System sein, aber wenn man mit jeden Cent rechnen muss, dann sollte man ein 1150 System zumindest in Betracht ziehen, das muss man in 3 Jahren auch nicht auf den Müll werfen ;)

Alleine bei der Kombination
1 x Intel Core i7-4790K, 4x 4.00GHz, boxed (BX80646I74790K)
1 x ASUS Z87-Pro V-Edition (90MB0DT1-M0EAY5)
kann man im Vergleich zu einem 6700K-System 60,- € (beim i5: 40,- €) sparen, die man dann zB. in eine bessere Grafikkarte stecken kann. Davon hat man imho deutlich mehr.

Hier wurde auch mal ein Bericht verlinkt, dass ~90% der PCs nicht aufgerüstet werden, da steht meist ein Systemwechsel an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich kann man gebraucht weiterhin aufrüsten, allerdings wollen lange nicht alle Leute gebrauchte Komponenten Kaufen.
Das mal aussen vor, hier von einem i7 System auszugehen ist nicht wirklich relevant, da es sowieso nicht in den Preisrahmen passt und dann doch der Xeon E3 noch eine sehr gute Alternative sein kann (bei 1151 ja bekanntlich nicht mehr).

Natürlich ist der i5 4460 absolut kein schlechter Prozessor (wäre auch komisch das zu sagen, da ich selber einen solchen besitze) allerdings werde ich persönlich nicht vor Zen Release aufrüsten und dann auch auf DDR4 setzten.

Aber nach etwas Überlegung hab ich selber gerade auch gemerkt, wie tief der 6400er ja eigentlich getaktet ist. Ich denke also dass der 4460 trotz schlechterer IPC schneller sein dürfte als der 6400er. Wie gesagt, mit einem 4460er System macht man sicherlich nichts falsch.

Das Argument muss also Prozessorgeschwindigkeit vs. Prozessorpreis sein, denn Ram hat sich ja mittlerweile angeglichen, DDR3 und DDR4 ist so gut wie gleich teuer.

Wenn Systemwechsel sowieso ansteht, dann spielt es wirklich keine Rolle, ich persönlich bevorzuge das teilweise Aufrüsten, aber das ist dann Sache des benutzers.

Ich gehe mal von deinem System aus, aber Packe den 4460 rein (etwas Kostenersparnis, OC spielt oft halt keine Rolle), ein B85 Board und habe dadurch wieder etwas Geld übrig für einen 24'' Monitor, eine SSHD (welche aus eigener Erfahrung die Performance im OS spürbar verbessert) und 16GB Ram, was auch heute schon einen Unterschied machen kann.

1 x Seagate Desktop SSHD 1TB, SATA 6Gb/s (ST1000DX001)
1 x Intel Core i5-4460, 4x 3.20GHz, boxed (BX80646I54460)
1 x Crucial Ballistix Sport DIMM Kit 16GB, DDR3-1600, CL9-9-9-24 (BLS2CP8G3D1609DS1S00)
1 x PowerColor Radeon R9 380 PCS+, 4GB GDDR5, 2x DVI, HDMI, DisplayPort (AXR9 380 4GBD5-PPDHE)
1 x Gigabyte GA-B85M-D2V (Rev. 1.1)
1 x BenQ GL2450, 24"
1 x LC-Power 2005MB schwarz
1 x Corsair VS Series VS550 550W ATX 2.31 (CP-9020097-EU)

Alternativ natürlich das 4690er System von Rossi mit den erwähnten Aufrüstungen in der Zukunft; CPU-Kühler ( falls übertaktet werden will, ansonsten kann auch die nonK Version oder der 4460er genommen werden) und die SSD welche ich persönlich wirklich einen Game-Changer finde.

TL;DR
Was auch immer du dann machst hier einige Wichtige Eckpunkt, mit denen eigentlich nichts mehr schief gehen sollte:
Spare nicht beim Netzteil, nimm eine "gute" Marke wie Corsair, be Quet! etc. (einfach mal Googeln, findet man schnell)
Nimm wenn möglich einen 4Kerne CPU, das kann in der Zukunft wichtig sein
Nimm unbedingt eine Grafikkarte mit 4GB VRam
und alles was schon gesagt wurde ;)
 
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