Kapazitätsangaben bei Speichermedien
Die Hersteller von Massenspeichermedien, wie Festplatten, DVD-Rohlingen und USB-Speicher-Sticks, verwenden die Dezimal-Präfixe, wie es bei internationalen Maßeinheiten üblich ist, um die Speicherkapazität ihrer Produkte anzugeben. Daraus ergibt sich beispielsweise das Problem, dass ein mit „4,7 GB“ gekennzeichneter DVD-Rohling von Software, welche die Dezimalpräfixe zur Bezeichnung von Zweierpotenzen verwendet (wie zum Beispiel der Windows Explorer), mit dem formal unterschiedlichen Wert von „4,38 GB“ angezeigt wird, obwohl in beiden Fällen rund 4,7 Gigabyte (4.700.000.000 Byte) gemeint sind. Ebenso wird in solchen Fällen eine mit „1 TB“ spezifizierte Festplatte mit der scheinbar deutlich kleineren Kapazität von etwa „931 GB“ oder „0,9 TB“ erkannt, obwohl in allen drei Fällen jeweils rund 1,0 Terabyte (1.000.000.000.000 Bytes) gemeint sind.
Das Betriebssystem Mac OS X ab Version 10.6[6] benutzt konsequent Dezimalpräfixe in ihrer dezimalen Bedeutung. KDE stellt drei Varianten zur Verfügung (Binärpräfixe, Dezimalpräfixe, oder das von Windows bekannte gemischte), verwendet standardmäßig jedoch die Binärpräfixe. Für Linux-Distributionen mit anderen Desktopumgebungen, wie z.B. Ubuntu voraussichtlich ab Version 11.04,[7] gibt es klare Richtlinien, wie Anwendungen Datenmengen angeben sollen; hier findet man beide Angaben, es überwiegen aber die Binärpräfixe.