Hallo zusammen,
der Beitrag hinkt meiner Meinung nach mittlerweile etwas hinterher. Auch die Vergleiche mit Yellow und EnBW sind aus meiner Sicht nur bedingt aussagekräftig.
A – Strompreise unterscheiden sich regional extrem.
Teilweise liegen zwischen zwei Regionen für denselben Anbieter fast 100 % Unterschied. Beispiel: Hier bekommt jemand Strom für 20 ct/kWh, während derselbe Anbieter an anderer Stelle 40 ct/kWh verlangt. Deshalb ist ein pauschaler Vergleich eigentlich kaum möglich.
B – Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht ganz, worüber wir uns hier aufregen.
Am Ende muss jeder selbst sehen, wie er mit dem Arsch an die Wand kommt. 😄 Jeder sucht sich das für ihn günstigste und passendste Angebot – und genau das sollte doch auch das Ziel sein.
C – Wer 5.000–6.000 kWh im Jahr aus dem Netz beziehen muss, sollte meiner Meinung nach zumindest einmal über ein Balkonkraftwerk mit kleinem Speicher nachdenken.
Die Dinger sind mittlerweile so günstig geworden, dass man bei einer vernünftigen Dimensionierung durchaus nach 2 - 3 Jahren sagen kann: Die Anlage hat sich amortisiert und ab diesem Zeitpunkt spart man tatsächlich Geld.
Bei mir persönlich sieht das folgendermaßen aus:
Region 162xx Nordbrandenburg, eigenes Haus, BEV, PV auf dem Dach und etwas mehr Wohnfläche als eigentlich benötigt – der Trend geht schließlich zum Zweitwohnzimmer. 😂
Selbst ohne das BEV zu Hause zu laden, sind bei mir jährlich etwa 3.500 - 4.500 kWh durch die Leitung ins Haus gegangen. Pumpen, Filteranlage, Wasserenthärtungsanlage usw. summieren sich eben doch.
Also: 15 kWp PV aufs Dach und 22 kWh Speicher.
Damit ist der Netzbezug natürlich massiv gesunken.
Und jetzt kommt's: 😁
Beim Stromanbieter würden wahrscheinlich viele sofort sagen: Tibber oder irgendein dynamischer Tarif.
Bei mir lohnt sich das aber nicht.
Ich bin bei Octopus Energy und habe einen festen günstigen Zeitraum von 0-5 Uhr mit 17 ct/kWh, außerhalb dieses Zeitraums sind es 29 ct/kWh.
Das Ergebnis:
Von Ende Februar bis November liegt meine Stromrechnung bei ziemlich genau 16 € im Monat.
Und genau deshalb finde ich solche pauschalen Aussagen wie „Anbieter X ist günstiger als Anbieter Y“ schwierig. Es hängt extrem davon ab, wo man wohnt, wie hoch der Verbrauch ist, ob PV vorhanden ist, ob ein Speicher vorhanden ist und wann der Strom benötigt wird.
Für mich persönlich funktioniert diese Kombination jedenfalls hervorragend.
Gruss