GamingLaptop statt GamingPC - welche Abstriche muss man machen

korbenm

Lt. Junior Grade
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Hallo,

ich brauche demnächst wahrscheinlich einen neuen PC/Laptop.
Eigentlich vertrete ich ja die Ansicht das GamingPC besser ist weil man bessere Komponenten für den gleichen Preis, eine bessere Kühlung und bessere Aufrüstmöglichkeiten bekommt.

Allerdings komme ich jetzt in eine Situation (neue Wohnung) in der ein Laptop wegen der Mobilität und der Platzersparnis recht nützlich wäre.

Ich bin kein Enthusiast der alles auf Ultra High spielen will und Konsolen hätte ich auch noch.
Zum Verdeutlichen mein aktueller PC ist immer noch ein E6600 mit einer GTX9800+ (später aufgerüstet). Das hat lange Zeit gereicht.

Bei einem PC würde ich wahrscheinlich das 650€ System hier aus dem Forum nehmen (+SSD) mit der Absicht in 2-3 Jahren eine neue Grafikkarte einzubauen. Bei einem Laptop geht das ja schlecht also müsste er wahrscheinlich ein kleines bisschen Leistungsfähiger ausgelegt sein damit er länger hält.

Jetzt zu meinen Fragen:
  • Wie groß sind die Leistungsunterschiede zwischen einem PC und Laptop ungefähr?
  • Wie viel müsste ich ungefähr ausgeben um einen Laptop zu bekommen der einige Jahre lang hält und mit dem ich auch aktuelle Spiele zocken kann? (wie gesagt muss nicht auf Hoch sein, ich bin mit Mittel oder Niedrig auch zufrieden)
  • Wie ist es mit diesen Laptop/Tablet Hybriden? Kann man die als GamingLaptop hernehmen?
  • Soviel ich weiß geht aufrüsten fast gar nicht. Oder gibt es da Ausnahmen?

PS: Ich brauche jetzt noch gar keine konkreten Laptop Vorschläge. Momentan will ich nur die Lage abschätzen können.
 
Die Grafikchips für Notebooks sind meist deutlich langsamer als die "normalen" GPUs bei gleicher Serie.
Bei den CPUs sind die oft verbauten mobilen i5 nur Dualcores mit HT, also entsprechen eher den Desktop i3.
Hauptnachteil ist mMn aber die fehlende Möglichkeit, aufzurüsten.
Mehr als RAM aufrüsten geht ja meist nicht.
 
Als Beispiel:

Das aktuelle Flaggschiff einer GTX880M kommt auf die Leistung einer GTX660Ti in Benchmarks.

Einige Jahre bei einem Gaming-Laptop, das wird dir niemand sagen können, weil keiner weiß, was demnächst kommen wird (DX12 könnte zB mehr Performance ohne Upgrade bringen, eine neue Grafikengine dafür mehr Performance brauchen)

Ich kenne keinen hybriden, der von der GPU her zum Spielen reichen würde.

Aufrüsten außer RAM/SSD ist schwer möglich, da die meisten Hersteller fest verlötete CPUs und Grafikkarten haben. Und wenn muss man alles zerlegen.

Ich würde zu einem miniITX oder uATX greifen, kann man heutzutage schon sehr klein bauen und trotzdem einiges an Leistung kriegen.
 
Meine Meinung ist die... Wer die Mobilität nicht braucht oder einfach keine Kiste Monitor etc. herumstehem haben möchte, für den lohnt der Laptop.

Allen anderen würde ich abraten...

Ist immer teurer wie ein vergleichbarer Desktop oder auch Tower...
Aufrüstbarkeit beschränkt sich meist auf RAM und HDs. Ausgenommen natürlich externe Lösungen.
Defekte nach der Garantie sind meist das Aus, weil die Reparatur oft sehr sehr teuer ist.

Vielleicht sind ja auch 2 Geräte die Lösung...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Leistungsunterschiede bei einem preisgleichen Gerät kann man schlecht verallgemeinern, aber so als Hausnummer für Dich würde ich den Unterschied auf etwa 150% schätzen. Der Desktop ist pro EUR mindestens doppelt bis dreimal so schnell - wobei es sich bei 650EUR vermutlich noch drastischer in Richtung Desktop verschiebt.

Diese "Laptop Hybriden" sind nicht zum Spielen ausgelegt - es geht zwar in einzelnen Fällen, aber ist Spaß wird das bestimmt nicht machen. Dazu verallgemeinert nochmals pro EUR deutlich Leistungsschwächer als ein Notebook.

Aufrüsten eines Notebooks ist möglich - aber meist nur die CPU und nicht die GPU. Und natürlich nur innerhalb des gleichen Sockels - die CPUs kosten auch meist so viel, dass es sich nur in seltensten Fällen lohnt. Aufrüstung ist definitiv ein Minuspunkt für Notebooks
 
aufrüsten kannst du eigentlich überhaupts nichts, bis auf die festplatte

und der leistungsunterschied ist gigantisch, eine 770m hat NICHTS mit einer 770 gtx zu tun

bei den prozessoren ist es halb so wild, die sind eigentlich fix genug für das aller meiste, sofern es nicht ein älterer oder ein ganz kleiner ist

und du wirst wohl sicherlich mehr als 750€ in die hand nehmen müssen für einen laptop mit dem du etwas zocken kannst, als GAMING laptop würde ich das nicht bezeichnen. wobei sich meiner meinung nach gaming und laptop ausschließen ausser deine ansprüche sind wirklich sehr klein (und der laptop wäre wohl nur ein paar % schneller als dein jetziger)

es hängt alles an der grafikkarte, und selbst die größten mobilen grafikkarten rechnen nur einen bruchteil vom desktop gegenstück


und wenn du tablets oder hybride nennt, wenn dir farmville 2 oder ähnliches zum gamen reicht, dann ja, ansonsten absolut nein. die sind noch kleiner, noch dünner, und meistens auf mehr laufzeit getrimmt = noch viel viel weniger power
 
Für den Preis, den du für ein gerade mal passables Gaminglaptop hinlegen musst, kannst du dir ebenso ein Office-Laptop inklusive eines ITX-Gaming-Rechners zusammenstellen.
 
Um auch nur annähernd an die Leistungsfähigkeit von einem Desktop zu kommen, musst du erheblich mehr Geld investieren.

Ich pflichte meinen Vorrednern bei und empfehle eher ein kleines MiniITX System.

Es gibt gute ITX Gehäuse mit Henkel und damit gut zu Transportieren.
 
unter 1000 Euro gibts kaum nen Laptop der 2 Jahre Spielen erträgt. Es wäre aber gut zu wissen was du daddelst. Du scheinst ja sowieso nicht anspruchsvoll zu sein wenn du jetzt noch nen E6600 mit einer 9800GTX hast. Da hat ja nen AMD mit integrierter Grafik mehr Feuer :D

Warum zwingend ein Laptop?
 
WoW - so viele Antworten.
Danke.
So ungefähr hatte ich mir das schon gedacht. Allerdings hatte ich gedacht das es nicht ganz soo schlimm ist.
Das mit den ITX Gehäusen mit Henkel hört sich sehr interessant an.

€: nach unten verschoben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde dem gesagten generell beipflichten, das Entscheidende sind aber die Spiele, die du spielst. Ich kenne einige Leute, die einfach nur LoL/Dota2 oder AoE2 HD spielen, vielleicht mal ein Indygame oder Adventures und dafür reicht ein Notebook vollkommen aus. Mit dem Nutzungsprofil würde ich auch nicht auf die Mobilität verzichten, wenn das wirklich notwendig ist, aus welchem Grund auch immer.

Solltest du eher Interesse am neusten Battlefield haben oder Watchdogs spielen wollen, dann itx.
 
Wenn man das "in einer neuen Wohnung" braucht, klingt das eher so, als ob der Wunsch eines mobilen Gerätes aus dermomentanen Umzugssituation entspringt. Wenn man in der neuen Wohnung lebt, steht der PC (und eben auch der Laptop) wieder an einem festen Platz.

- Gaming-Laptops starten bei 1.200€.
- Die Kühlung ist aufwändig und schwer.
- Die Kühlung rauscht, wg. dem geringen Platz und weil sie direkt vor einem auf dem Tisch liegt.
- Die ständig schwankenden Lüftergeräusche werden in Foren oft beklagt.
- Der hohe Luftdurchsatz zwingt zu kürzeren Reinigungsintervallen als beim PC.
- Die Bildschirme sind oft unter aller Sau, speziell Helligkeit und Kontrast und die Blickwinkelstabilität verdient den Namen nicht.
- Der Bildschirm ist am Notebook in Tischhöhe, ein ergonomisches Arbeiten ist kaum denkbar.
- Die Tastaturen sind ein Kompromis und mit Computer+Monitor fest verbunden.
- die CPU-Leistung liegt ca. bei der Hälfte der PCs, auch wenn die Namesgebung anderes suggeriert
- die Grafikleistungliegt ca. bei der Hälfte der PCs, auch wenn die Namesgebung anderes suggeriert
- für einen regulären Betrieb mit LAN und Backup (per USB) und Musikanlage gehen die Kabel dann alle hoch auf den Schreibtisch, mitunter inkl. Stromversorgung der ext. HDD, und Stromversorgung des Laptop
- Paranoiker haben Probleme, daß die Kamera und das Mikrofon sich nicht 100%ig deaktivieren lassen.
- Schäden oder Fehlkäufe lassen sich nicht korrigieren, wenn nach 2 Jahren z.B. der Grafikchip zu langsam ist oder einfach ausfällt

Der Vorteil des Laptops ist, daß er transportabel ist, mit Notebooktasche, Maus, Netzteil, LAN-Kabel, div. Zubehör.

PS: man liest es nicht so deutlich heraus, aber ich bin nicht so der Freund von Laptops.
 
Um mal konkrete Zahlen zu nennen : Beim Laptop der etwas länger halten soll (Also I7 und GTX 880m) kannst mit etwa 2000 € plus rechen.
Dazu ein System welches garnicht mehr soo mobil ist, nur bedingt aufrüstbar ist und nur zu einem Bruchteil weiterverkauft werden kann.

Aus Erfahrung* kann ich dir sagen : Das ist definitiv KEINE gute Idee. Nur wenn du wirklich keinen Platz dafür hast oder das Teil jedes Wochenende mit dem Zug transportieren musst macht es Sinn.

Ich habe vor einigen Jahren den selben Fehler gemacht. Jetzt liegt hier ein Laptop rum der damals ~3400 € gekostet hat und halb im Eimer ist.....
 
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Dieses sieht sogar so aus wie ein Flightcase :D Mobiler gehts kaum :P
 
Hey,

bei einem Budget von ~650€ ist ein "Gaming"-Laptop vollkommmen indiskutablen, so ein Gerät kostet in jedem fall >1500€.
Geräte wie z.B. Alienware M18x mit SLI-Lösung können es auch schon ganz gut mit single-gpu Desktop-System aufnehmen, aber wir reden hier von Laptop (>3000€) zu Desktop (~1400€)... Also P/L ist miserabel, aber wer hat der kann :-/
 
Beim Laptop wäre das Budget ja höher. Die 650€ vom PC sind ja die Vernunftbasierte Lösung weil ich weiß das ich ihn aufrüsten werde. Damit habe ich schon gute Erfahrungen gemacht.
Ich hatte auch mal einen Laptop den ich zum spielen hergenommen hab. Mit dem war ich nicht so recht zufrieden. Aber ich dachte mir das sich das ja geändert haben könnte.

Nach den Antworten ist der Laptop aber ohnehin gestrichen :D

mfJade schrieb:
unter 1000 Euro gibts kaum nen Laptop der 2 Jahre Spielen erträgt. Es wäre aber gut zu wissen was du daddelst. Du scheinst ja sowieso nicht anspruchsvoll zu sein wenn du jetzt noch nen E6600 mit einer 9800GTX hast. Da hat ja nen AMD mit integrierter Grafik mehr Feuer :D

Warum zwingend ein Laptop?

Das täuscht weil ich das mit der PS3/4 überbrückt hab. Reine PC Spiele gabs ja die letzten Jahre nicht soo viele. Und wenn dann waren es Indy Titel die wenig Leistung brauchen. Spielebeispiele wären Witcher 2, Starcraft 2, Diablo 3, Company of Heroes 2. (Assasins Creed auch noch aber da hab ich das neuste auf der Playstation gespielt) Also Größtenteils Rollenspiele (welche es auch für die Konsolen gibt) und Strategiespiele (wovon es onehin nicht mehr viele gibt).

@Kowa: Ja über einige dieser Punkte war ich mir bereits im klaren. Ich hatte auch schon fest ein Lüfterpad eingeplant falls es ein Laptop wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
korbenm schrieb:
Ich hatte auch schon fest ein Lüfterpad eingeplant falls es ein Laptop wird.
Yeah :freaky: !

Wenn man ein Laptop braucht (Studium, Zugfahrten), dann sollte man dieses Gerät zusätzlich kaufen, aber ohne hohe Leistung.

Problem war in der Vergangenheit, daß die heißen Chips durch die Ausdehnung die BGA-Lötpins zerbrechen lassen. Beim PC ist die CPU gesockelt und die Grafikkarte nach 2 Jahren sowieso zu alt. Beim Laptop ist beides verlötet, oft auf einer Platine.

Ein Laptop geringer Leistung mit Grafik aus der CPU oder einer GPU, die nicht ausgelastet wird, wird wohl eine gute Haltbarkeit haben.
 
Die Wahl ist nicht einfach. Problem beim Laptop ist immer die
Hitzeentwicklung beim Spielen. Viele Kühlsysteme der so
als Gaming-Laptop genannten preiswerten Laptops haben hier
zu kämpfen, werden gerne bis 80 Grad und wärmer, fangen
dann irgendwann an die Leistung zu drosseln.

Achte also auf das Kühlsystem, schau mal bei http://www.notebookcheck.com
die haben Test auch bezüglich Temps und Power.

Meine Empfehlung wäre FULL-HD matt, ich mag keine Spiegel beim arbeiten.
Aktueller i7, und mindestens eine GTX860. Die reicht heute für
FULL-HD auf mittleren bis hohen Details.

Da wirst Du aber bis ca. 1000€ hinlegen müssen.
 
Wichtig ist, dass ein Spielenotebook leicht zu warten ist, sprich die Kühlkonstruktion problemlos zu erreichen und zu reinigen ist.
Besonders positiv diesbezüglich sind MSI und generell alle Reseller von Clevo Barebones, hier sei Schenker stellvertretend genannt.

Und ein Notebook, welches die Leistung deines Desktops vervielfacht und leicht zu reinigen ist gibt es schon für deutlich unter 1000 Euro.

http://geizhals.de/msi-ge60-2pei745fd-0016gf-sku74-a1112772.html

Auch die Mediongeräte, welche die gleichen Gehäuse und Hardware wie MSI verwenden sind empfehlenswert und mit Gutscheinaktionen oftmals noch günstiger als das MSI.
 
Wenn Du genug Platz für einen kleinen Schreibtisch hast, gibt es eigentlich kein Argument für ein Notebook. Neben Preis, Aufrüstbarkeit und Lautstärke spricht für mich das kleine Display gegen ein Notebook auf dem Tisch.

Auch das Gerät als solches nimmt vergleichsweise viel Platz auf dem Tisch weg. Ich habe nur eine Maus und eine Minitastatur ohne Ziffernblock vor mir, die ich beide sehr leicht weg schieben kann, wenn ich Platz brauche.

Wenn Du keinen großen Tower mehr rumstehen haben willst, kannst Du entweder auf kleinere Bauformen ausweichen oder den Rechner einfach in eine Schublade vom Schreibtisch oder Schrank verbannen. So habe ich es gemacht.
 
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