Ganzjahresreifen

EDIT: Weil das folgende sonst keinen Sinn ergibt:
Mein Schwiegervater fährt schon Jahrzehnte Ganzjahresreifen und das im Außendienst mit teils 40.000 km und mehr im Jahr. Würde nie mehr andere Reifen fahren.
Wir wohnen hier in einer Region in der es mittlerweile nur noch vereinzelt verschneite Tage gibt und wenn überhaupt 1 oder 2 Tage an denen die Winterdienste nicht nachkommen. Wir fahren auch nicht zum Skifahren. Das sind so Dinge bei denen ich mir Gedanken machen würde. Es heißt ja Winterreifen ab unter konstant 7 Grad. Ich denke nicht, dass man einen spürbaren Nachteil hat solange es nicht schneit. Bei Glätte, Eis oder Eisregen hat man sowieso immer ein Problem. <-- das sind aber meine persönlichen Gedanken.
Wäre das neue Auto nicht 8-fach bereift hätte ich auch Ganzjahresreifen genommen. Jetzt fahre ich erstmal beide Sätze ab und mache es dann, aber da ich "nur" auf ca. 12-15k im Jahr komme, Tendenz fallend, wird das dauern :D

Goldsmith schrieb:
aber man muss sich im klaren sein, dass ein Ganzjahresreifen in all seinen Anwendungen nie zu 100% performt wie sein Pedant der auf Winter oder Sommer zugeschnitten ist.
Ich glaube, dass das fast der wichtigste Satz ist. Es ist ein Kompromiss. Ob der einem ausreicht muss man dann wiederum selbst entscheiden.

@TR2013 Dir wird keiner die Entscheidung abnehmen können. Du wirst hier Fans finden und welche die es kritisch sehen. @Goldsmith hat noch 2 ganz wichtige zusätzliche Aspekte reingebracht.

Ich sag nochmal ganz klar für mich persönlich. Ich werde es mit Ganzjahresreifen probieren sobald meine aktuellen runter sind. Warum warte ich? Materialverschwendung finde ich Kacke. Ich flick auch meine Fahrradschläuche ;)

Hach wie schön wenn man hier von Leuten beschimpft wird die falsche Dinge erzählen und für die Fakten gänzlich egal sind. Man ist also gestört wenn man Fragen beantwortet aufgrund von Erfahrungen und nicht nur Quatsch ablässt vom Hörensagen.
 
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Sicherheit ist ein Gefühl! Ich möchte nicht fühlen, dass ich nicht alles für die Sicherheit meiner Familie getan habe.

Meine Mutter fährt mit ihrem 2005er Twingo auf Ganzjahresreifen in Essen max 2000km/Jahr und da sind diese Reifen gut. Wenn es schneit, dann fährt sie halt nicht mit dem Auto.

Ich lebe in Schweden und wir haben Winterreifen mit kleinen Spikes. Wir fahren 15.000 km/Jahr. Ohne passende Winterreifen kannst du es hier vergessen.

Ich kann nicht sagen, zu viel Schnee, ich fahre heute mal nicht ins Büro…


Ich möchte nach einem Unfall oder Rutschpartie auch nicht hören: Hättest du mal Winterreifen drauf gehabt, dann wäre das nicht passiert.

Winterreifen sind eindeutig besser und wer ein neues Auto hat, sollte diese Investition in gute Reifen nicht scheuen.
 
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Col. Jessep schrieb:
Meine Mutter fährt mit ihrem 2005er Twingo auf Ganzjahresreifen in Essen max 2000km/Jahr und da sind diese Reifen gut. Wenn es schneit, dann fährt sie halt nicht mit dem Auto.
Auch spannend. Macht meine Mutter hier mit ihrem Polo genauso :D
 
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Auch wurde hier erwähnt, dass die Ganzjahresreifen gerade zum Ende ihrer Lebenszeit lauter werden, dafür ursächlich ist eine Sägezahnbildung, jedoch ist das kein Ganzjahresreifen spezifisches Problem, dass kann auf jedem Reifen passieren.
 
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Ich wohne im Ruhrgebiet im Flachland, Schnee ist hier also die Ausnahme. Und wenn, dann kam ich mit den GJR immer gut durch.
Ich fahre seit vielen Jahren nur noch GJR.
Begonnen mit einem Zafira A OPC und Goodyear Eagle Vector, dann einige Jahre Hankook Sommer- und Pirelli Winterreifen auf einem Astra J Sportstourer. Danach Zafira Tourer mit Goodyear Vector Gen2, dann Bridgestone A005 auf einem ID4 und jetzt seit 1 1/2 Jahren Conti AllSeason Contact 2 auf einem Cupra Born. Also die GJR-bereiften Autos waren alles keine Leichtgewichte und hatten alle 200 PS aufwärts bei nurveiner Antriebsachse.

Im Vergleich muss ich sagen, war ich bei den hiesigen Wetterbedingungen immer gut unterwegs, außer mit den Bridgestone. Die waren bei Nässe schon mies und bei Schnee eine Katastrophe. Die Goodyear haben Schwächen ab 30 Grad, dann werden sie etwas schmierig und an der Antriebsachse haben sie immer nur rund 25 Tkm gehalten.
Am besten schlagen sich bisher unter allen Bedingungen die Conti, mal schauen wie lange die halten. Mit denen habe ich im letzten Jahr mehrere Fahrtrainings gemacht, auch für Fortgeschrittene. Selbst die Instrukteure waren überrascht, weil ich im Feld immer mit die höchsten Geschwindigkeiten fahren konnte und mit die kürzesten Bremswege hatte, egal ob trocken, nass oder glatt und Aquaplaningbecken. Einzig beim Elchtest war ich etwas hintendran, da hat aber das ESP des Born einfach früher eingegriffen.

Zudem haben GJR eben den Vorteil, dass man nie vom Wetter überrascht werden kann.

In einem richtigen Schneegebiet mag es anders aussehen, hier im Flachland fällt nicht so viel. Und das was war haben alle außer Bridgestone gut hinbekommen.
Ergänzung ()

Goldsmith schrieb:
Auch wurde hier erwähnt, dass die Ganzjahresreifen gerade zum Ende ihrer Lebenszeit lauter werden, dafür ursächlich ist eine Sägezahnbildung, jedoch ist das kein Ganzjahresreifen spezifisches Problem, dass kann auf jedem Reifen passieren.
Passiert meist bei Reifen mit V-Profil. Asymmetrische Profile neigen seltener dazu.
 
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Col. Jessep schrieb:
Sicherheit ist ein Gefühl!
Nein, sind eher Fakten wie Bremsweg usw. ;)
Col. Jessep schrieb:
Ich möchte nicht fühlen, dass ich nicht alles für die Sicherheit meiner Familie getan habe.
Korrekt, und ich bin nicht mehr so überzeugt, dass Sommer/Winterreifen in gemäßigten Lagen immer das Optimum sind. Siehe Herbst/Frühlingsverhältnisse und Testergebnisse. Ich weiß nicht ob viele auf die Detailergebnisse meiner verlinkten Tests geklickt haben aber da haben Ganzjahresreifen teils auf Schnee/Eis kürzere Bremswege als die ebenfalls guten Winterreifen. Was soll ich mir da bitte denken?
 
@TR2013,

ich weiß ja nicht, auf welche Tests du dich da verlässt, aber eines ist klar, ein Winterreifen, wird im Schnee immer besser sein, wie sein Kollege Ganzjahresreifen, ein Sommerreifen wird auf trockener Fahrbahn immer besser sein, als ein Ganzjahresreifen.

Einfach, weil ein Ganzjahresreifen diese Dinge komplett abdecken muss, er wird nie zu 100% alles bestens abdecken, aber das ist auch nicht weiter tragisch, wenn ein Fahrprofil zum Beispiel wenige Fahrten im Schnee zum Beispiel vorgibt.

Ein Ganzjahresreifen muss die Bedürfnisse desjenigen abdecken, der diese Reifen fährt, hier im Schwarzwald, mit Berg und Tal, wäre es ein fauler Kompromiss, aber bei dir im flachen Wien, mit wenig Schnee, eben eher problemlos. Im Sommer, selten Autobahn und keine hohen Geschwindigkeiten, auch kein Problem usw.
 
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Goldsmith schrieb:
@TR2013,

ich weiß ja nicht, auf welche Tests du dich da verlässt
Na auf die verlinkten. Man kann jeden Reifen anklicken und sieh dann Aquaplaning Geschwindigkeiten, Bremswege unter allen Bedingungen... Da die Dimensionen und Testautos ähnlich ausfallen nehme ich mir heraus zwischen den Sommer/Winter/Ganzjahrestests zu vergleichen.

Vielen Dank für deine/eure restlichen Ausführungen.
 
Für mich wäre ein Ganzjahresreifen nichts, eben wegen Berg und Tal, auch im Winter. Dann bin ich gerne mal auf der Autobahn flott unterwegs und meine gefahrenen Ganzjahresreifen waren da ziemlich schwammig, es hat sich nicht gut angefühlt.
Ergänzung ()

Es gibt keine Einheitslösung, der Reifen muss auf dein Nutzungsprofil zugeschnitten sein, daraus ergibt sich der Reifen.
Ergänzung ()

Hier zum Beispiel der Ausschnitt aus einem Test:

Nachteile eines Allwetterreifens

Schwächen zeigen Allwetterreifen jedoch unter extremen Wetterbedingungen wie starker Schneefall oder Hitze. Kommen derartige Wetterphänomene häufiger in Ihrer Region vor, sollten Sie aus Sicherheitsgründen beim saisonalen Reifenwechsel bleiben. Treten starke Wetterextreme eher selten in Ihrer Region auf oder können Sie in diesen Fällen das Auto auch einmal stehen lassen, kann ein Ganzjahresreifen sinnvoll sein.
 
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Für die meisten wird wahrscheinlich Sommerreifen im Sommer und Ganzjahresreifen im Winter sogar die beste Lösung sein. Denn Nässe ist in den nicht Schneegebieten ja im Winter oft viel häufiger und da ist ein guter GJR dem WR merklich überlegen.
 
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Wohne in Wien und habe inzwischen auf beiden Autos Ganzjahresreifen drauf.
Am Privaten Mini mit rund 12.000 km/Jahr die Vredestein Quatrac und am Firmenauto,ein Opel Grandland,mit rund 50.000 km/Jahr die Michelin Crossclimate 2.
Am Firmenauto werden sie jedes Jahr vor dem Winter erneuert.Am Privaten sind sie jetzt 2 Jahre drauf und trotz sehr flotter Fahrweise fast wie neu.
Selbst im winterlichen Tirol bin ich damit ohne Probleme über jeden Berg gekommen und in Wien und Umgebung ists sowieso komplett egal.
 
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Und noch etwas zu den Tests.
Ja, die Tests sind ein erster Anhaltspunkt, aber mMn gerade bei Reifen nicht besonders aussagekräftig.
Es werden zwar alle Reifen auf demselben (oder nur auf demgleichen?) Auto getestet, aber halt nur auf einem oder vielleicht zwei Modell(en).
Es wird nicht getestet, wie sich ein Reifen auf 10 unterschiedlichen Autos verhält.
Auch werden meist nur die 1 bis 3 gängigsten Dimensionen getestet.

Wie hier schon mehrfach angemerkt wurde: Ein getesteter Reifen kann auf einem anderen Auto oder in anderer Dimension komplett anders performen als im Test.

Ich persönlich bin froh, dass ich durch Firmenwagen immer auf Sommer- und Winterreifen unterwegs bin.
Da wir im Großraum München wohnen, fährt auch meine Frau immer auf der Saison angepassten Reifen, auch wenn sie weniger als 5.000 km/a fährt.
 
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TR2013 schrieb:
Nein, sind eher Fakten wie Bremsweg usw. ;)
Das sehe ich anders. Sicherheit ist ein Gefühl.

Deine Fakten (kurzer Bremsweg etc.) können natürlich dein Gefühl der Sicherheit auf der Straße beeinflussen, mehr aber auch nicht.

Nichtsdestotrotz ist die Entscheidung GJR oder Sommer/Winterreifen zu nutzen individuell und muss an die Fahrgewohnheiten/Fahrtziele/Witterung angepasst sein.

Die zweite Bereifung muss man eventuell auch lagern können oder man hat Zusatzkosten beim Reifenhändler/Werkstatt.
 
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00Julius schrieb:
Wie hier schon mehrfach angemerkt wurde: Ein getesteter Reifen kann auf einem anderen Auto oder in anderer Dimension komplett anders performen als im Test.
Dazu muss man das wohl auch merken: Es kommt sowieso meistens auf die Fahrweise des Fahrers. Manche glauben wohl, dass wenn man mit aufgezogener Winterreife fährt, hat alle Freiheiten zum fahren. Und das ist ja vollkommen falsch.
 
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Goldsmith schrieb:
Na ja, im Reifentest des ADAC hat der Nokian nicht ganz so gut abgeschnitten, mit einer Testnote von 3.4
Gerade bei Reifen habe ich schon sehr viel ausprobiert und habe festgestellt das viele Reifentest nicht meiner persönlichen Erfahrung entsprechen.
 
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Bei uns in Köln scheint es sehr selten und falls es schneit, dann bleibt es nicht lange liegen. Bin daher auch schon am Überlegen gewesen, Ganzjahresreifen zu montieren. Momentan habe ich Winterreifen und Sommerreifen auf Alufelgen. Der Wechsel geht aber trotzdem schnell. Habe mir dazu sogar einen Schlagschrauber gekauft und damit geht es noch einfacher.

Komme mit den Reifen aber sehr lange aus und letztens musste ich sogar neue Sommerreifen aufziehen lassen, weil sie zu alt geworden sind. Vom Profil her hätte ich keinen neuen Reifen montieren lassen müssen.
 
Gerade dann würden sich GJR bei Dir ja lohnen, die haben die Strecke von Sommer und Winter und dürften dann nicht am Alter scheitern.
 
Ja sage ich ja, war ich auch am überlegen das nächste Mal auf Ganzjahresreifen zu wechseln.
Mein Sohn hat sich auch einen Wagen gekauft, wo bereits solche Reifen montiert sind.

Wobei, bisher war es auch nicht verkehrt, Winterreifen montiert zu haben. Weil meine Frau mit dem Wagen in einem Gebiet jede Woche fahren musste, wo es sehr stark schneien kann. Hat sich aber seit diesem Jahr erledigt und momentan sind wir nur noch in Köln und der Umgebung unterwegs.

Bin mal von Köln nach Siegen gefahren und in Köln lag kein Schnee. Als ich aber nach Olpe kam, wurde es richtig viel mit dem Schnee. Sogar so viel, dass es schwierig wurde. Aus diesem Grund kommt es auch ganz darauf an, wo man hinfährt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab mir dieses Jahr auch Gedanken gemacht, zum Winter hin auf Ganzjahresreifen umzusteigen, weil meine Winterreifen durch sind. Persönlich hab ich da lange mit meinen beiden Kollegen diskutiert (beide schon lange auf Autos unterwegs, teilweise mit Continental gearbeitet, viele Leihwagen gefahren...) und beide waren mäßig von Ganzjahresreifen begeistert.
Wie hier schon gesagt wurde, wären GJR ein Kompromiss. Auf Autobahnen haben sie sich oft unsicherer gefühlt, weil das Fahrgefühl allgemein als schwammig beschrieben wurde.
Die Meinung war, wenn du nur innerorts fährst, paar Kilometer am Tag und nicht den Platz für einen zweiten Satz reifen hast/keine Lust auf wechseln hast, kannste GJR nehmen.
Wenn du mehr als 10.000 km im Jahr fährst, in einer Gegend wohnt wo es vielleicht nicht immer flach ist oder wo früh morgens noch nicht gestreut wurde, nimm Sommer-/ und Winterreifen.

Wir haben uns jetzt dazu entschieden, zum Winter hin wieder Winterreifen zu kaufen. Platz für die Lagerung ist da, und mein Mann und ich kriegen die Reifen im Team in einer halben Stunde gewechselt. Wir haben hier auch eher wenig Schnee, aber letztes Jahr im Januar war an drei Tagen echt übel Schnee und Eis. Da will ich's ehrlich gesagt nicht drauf ankommen lassen, bei dem einen Winter wo das mal wieder passiert, mit Kompromissreifen da zu stehen.

Persönlich denke ich auch: Wenn ich echt lange grübel, ob GJR eine Option wären, ich mir unsicher bin, aber bei Winter-/Sommerreifen nie die bedenken hatte....
Dann bleib ich lieber bei letzterem.
 
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